6. Inspektion 90.000 km (mit Zündkerzenwechsel)

  • Meine Werkstatt hat auch deutlich länger gebraucht, weil es das erste Mal für sie war. Allerdings haben sie trotzdem nur das abgerechnet, was auch im Kostenvoranschlag stand. Der Kostenvoranschlag basiert auf der Service-Anweisung von Toyota.


    Ich denke du hast deutlich zuviel gezahlt, hast du keinen Kostenvoranschlag erhalten?

  • Ich denke auch, dass ich deutlich zu viel gezahlt habe. Nein, leider habe ich keinen Kostenvoranschlag erstellen lassen.
    Mir war klar, dass es auf Grund der Zündkerzen teurer wird als üblich und ich hatte mich auf <= 1000€ brutto eingestellt.
    2000€ brutto haben mit in der Tat ziemlich kalt erwischt.


    Daher auch die Frage nach der Service-Anweisung, damit ich auf Basis dieser mal meine Sicht der Dinge in Zahlen ausdrücken kann.
    Ich räume mir jetzt da nicht viele Chancen ein (im Zweifel waren immer irgendwelche Schrauben rostig und daher hat es halt länger gedauert), aber ggf lässt sich die Sache ja mit Anschlussgeschäft verquatschen. Mal sehen.

  • Motor raus? Oha... ;(
    Geh da lieber nicht mehr hin...


    Es ist wohl notwendig. Der verbuchte Zeitaufwand auf der Rechnung allerdings überzogen.
    Bei ausgebildeten Mechanikern in einer Toyota Werkstatt darf ich aber davon ausgehen, dass die vorher die die Toyota Service-Anweisung gelesen haben, insbesondere, wenn sie die Arbeit das erste mal durchführen.
    Und in einer solchen Anweisung wird wohl beschrieben sein, wie der Motor effizienterweise aus dem Auto rauszuholen ist.
    Zudem hatte ich den Termin 4 Wochen im Voraus gebucht. Es war also genug Zeit vorhanden, sich mit der Sache auseinanderzusetzen.
    Für ineffiziente Arbeitsvorbereitung, -Planung und Durchführung mag ich kein Geld zahlen.

  • Ich durfte für die 90.000km Inspektion 1950€ bezahlen (durchgeführt bei Toyota Vertragshändler). Alleine 850€ Arbeitskosten netto stehen auf der Rechnung.


    Da fällt mir erstmal nur ein: Was zur Hölle??! :S :S :S



    Die veranschlagte Zeit für das Anheben des Motors liegt meines Wissens bei ca. 1 Stunde. Das rechtfertig nie und nimmer 1950€. Da sind die doch irgendwie aufm Taschenrechner ausgerutscht.

  • Mit Abzug des Bruttopreises für die durchgeführte HU/AU verbleiben Kosten für die Inspektion von 1836,42€ nur für die Inspektion!
    Es wurden während der Inspektion, soweit ich das erkenne, keine Teile getauscht, die nicht im Rahmen der Inspektion ohnehin angefallen wären.
    Oh, und es wurde 5W30 Motoröl eingefüllt. Ich dachte, dass sei nur Notbehelf und 0W20 ist die offizielle freigegebene Variante? Nun ja...


    Ich habe mich mit der Rechnung an Toyota Deutschland gewandt, die zugestimmt haben, die Rechnung zu prüfen.
    Ich halte also hier erstmal Funkstille bis Klärung.

  • Ich habe mich mit der Rechnung an Toyota Deutschland gewandt, die zugestimmt haben, die Rechnung zu prüfen.
    Ich halte also hier erstmal Funkstille bis Klärung.

    Das ist eine gute Idee...bitte dann das Ergebnis mitteilen - das würde mich brennend interessieren :thumbup:

    _________________________________________________
    Toyota GT86 - Bj. 2016 - inferno orange metallic
    Centerplate "86"-Emblem - Pivot Dual Gauge DXW-W - Weathertech Kofferraumschale - Tachoabdeckung Leder mit doppelter, roter Ziernaht -
    Soundtube-Stopfen "86" - Subaru Öl-/Wasser-Wärmetauscher - Radium Brake Master Cylinder Brace - TRD-Domstrebe - TRD-Schaltknauf -
    Nappa-Leder-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung - 2017er Center Dash Assembly mit roter Ziernaht

  • 5W30 ist genau so freigeben wie OW20 (das es in D Regulär von Subaru nicht mal gibt)


    Sage mal bescheid, wenn Du ein Ergebnis hast (da kriegen die Subi Werkstätten ja Dollarzeichen in den Augen)

    Habe ich das richtig verstanden? Subaru hat original 5w30 drin? oder nur in Deutschland?


    Und 1950 würde ich nicht auf mir sitzen lassen, alleine schon da du hier im Forum vergleiche mit 1000€ weniger hast. Auf der vorigen Seite siehst du meine Rechnung und da ist schon der Österreich Bonus drauf - nehme ich mal an; war jetzt auch keine der "billigen" Toyota Werkstätten bei uns, eigentlich kann man diesen schon als einen Toyota Vertragshändler der gehobenen Klasse sehen.


    Hast vl. ein bild von der Kostenaufstellung? Das wäre ja mal interessant zu sehen.

  • meine Toyota-Werkstatt hat die Zündkerzen ohne Anheben und Absenken wechseln können.
    Kommentar vom Techniker: "Saueng, aber es geht. Wäre besser, wenn man das Auto am Abend vorher bringt, damit der Motor abkühlen kann. Wegen der Enge verbrennt man sich sonst gerne die Flossen."
    Immer besser vorher fragen, ob die schonmal sowas gemacht haben! Sonst zahlst du das Leergeld...

  • Ich habe das Auto tatsächlich am vorigen Abend vorbei gebracht.
    Die Sache mit der Informationshol- und Bringschuld sehe ich allerdings anders: Der Termin war über 5 Wochen im Voraus vereinbart.
    Es war also mit viel viel Vorlaufzeit bekannt, dass ein GT86 mit 90.000km Inspektion ansteht. Und die Werkstatt weiß, dass sie diese Arbeiten noch nie durchgeführt hat.
    Nun erwarte ich, dass im Zuge der Arbeitsplanung spätestens eine Woche vor Termin diese Tatsachen miteinander verknüpft werden und man sich entsprechend verhält.
    Konkret: Entweder man bereitet sich vernünftig vor oder man ruft den Kunden an und klärt die Situation, bevor aus Geruch Gestank wird.


    Toyota Deutschland hat sich heute früh auch bei mir gemeldet. Das ging jetzt überraschend schnell.
    a) Für die Arbeiten liegen keine offiziellen Zeitvorgaben vor. (Ich habe allerdings nicht hinterfragt, was konkret mit "den Arbeiten" gemeint ist.)
    b) Die Rechnung ist zu hoch. Es stehen keine Posten auf der Rechnung, die nicht im Rahmen der Inspektion auch drauf gehören. Die Materialkosten sind wohl soweit ok. (Soweit so fair, damit bleibt es aber bei dem obigen Schluss, dass die Arbeitskosten schlicht zu hoch sind).
    c) Toyota Deutschland ist mit dem Autohaus in Kontakt getreten und hat ihr Verständnis und auch mein Verständnis der Situation geschildert.
    d) Das Autohaus will mich am Montag anrufen.


    Es bleibt spannend.


    /E: Es sei gesagt, dass ich im Großraum München wohne. Auf den Arbeitskosten ist also definitiv ein München Bonus mit drauf.

  • Hallo,

    Da würde ich nicht zum Radwechsel hin wollen. Dann ist die Achse wohl auch ab.. <.<


    :)


    glaube ich jetzt im Moment nicht, die drehen eher das Auto aufs Dach. So wechselt einer die Räder der andere pinselt den
    Unterbodenschutz drauf 8)
    Ich bin guter Dinge, das Toyota Deutschland hier durchgreift und eine Kulanz Lösung geben wird.
    Gruß

  • Zunächst wünsch ich dir alles Gute für das Ergebnis. Hoffe und bin auch zuversichtlich, dass sich das zu deinen Gunsten entwickelt - ich hoffe nur auch weit genug, dass es fair ist. Und das andere vielen Dank, dass du uns so auf den Laufenden hältst und dann auch das Ergebnis mitteilst. Davon könnte generell noch viele profitieren.

  • Unser (Subaru) Meister hat für die Kerzen eine Stunde Arbeitszeit geschätzt.


    Toyobaru hatte er noch nicht , aber jede Menge andere Boxer 8)


    Ich selber brauch für Zündspule 1 mittlerweile ne halbe Stunde mit Kaffee trinken.


    Wenn einer nix probieren muss und kein Werkzeug suchen könnte eine Stunde hinkommen.
    Das wäre mit Fummeln ohne Motor anheben.


    Kerzen sind bald dran, ich SAG dann wie lange ich gebraucht habe.


    MFG Carsten

    Gwehrfahrdeblom Sachsenring 10/11/12/13/14/16
    denn geradeaus kann jeder :D



    Es geht nicht darum, wie schnell ein Auto ist, sondern WIE ein Auto schnell ist.
    ( überliefert von T. Schrick)

  • Hi zusammen,


    bei mir stehen demnächst auch die 90.000 km auf der Uhr. Nachdem ich gelesen habe, was die Werkstätten für den Zündkerzenwechsel so verlangen, hab ich mich dazu entschlossen, den Wechsel selbst zu machen. Falls es euch hilft, hab ich hier eine Anleitung gefunden, wie ihr das OHNE Absenken/Anheben des Motors machen könnt:
    https://howtune.com/articles/5…fr-s-toyota-86-subaru-brz


    Zwischen Chassis und Motorblock ist ja nicht viel Platz, aber es müsste mit dem im Artikel beschriebenen Werkzeug und etwas Geduld gut machbar sein.
    Vielleicht hilft dies dem ein oder anderen weiter



    Gruß Daniel

  • Hallo,


    wie gewünscht, eine ausführliche Rückmeldung zu meiner Rechnung. Die Sache ist gestern zu einem Ende gekommen.


    TL;DR:
    Sache geklärt, 200€ "Gutschrift" auf eine zukünftige Rechnung erhalten.
    Als Wermutstropfen bleibt, wie oben schon beschrieben, die mangelnde Kommunikation zur Sache, die nachträgliche Auslegung des Ablaufs "als doch irgendwie korrekt".
    Auf welche Rechnung ich die 200€ abhole, wird sich zeigen. Wahrscheinlich hole ich mir rabattierte neue Sommerreifen. Die sind ohnehin fällig.
    Eine Inspektion oder andere umfangreichere Service- oder Reparaturarbeiten wird es bei diesem Autohaus nicht mehr geben.


    Falls jemand eine Empfehlung für einen guten Schrauber oder eine freie Werkstatt im Münchener Osten hat, bitte per PM an mich!


    STORY:
    Ich hole nochmal von meinem vorigen Posts kurz die Fakten rüber:



    Ich habe vor anderthalb Wochen mit dem GF des Autohauses telefoniert und die Situation aus meiner Sicht geschildert.
    Inhaltlich habe ich also den zitierten Post rüber gebracht, selbstredend mit anderer Wortwahl. :)
    Ich habe auch frei und offen zugegeben, dass ich zwar vom Meister angerufen wurde und auf "umfangreichere Arbeiten" hingewiesen wurde.
    Allerdings eben erst als das Auto eigentlich schon wieder abholbereit sein sollte und die Inspektion sowie der TÜV halb erledigt war. Außerdem wurde nicht kommuniziert, dass "umfangreichere Arbeiten" einem Faktor 3-4 Abweichung in der sonst üblichen Rechnungshöhe entspricht. Der GF war etwas überrascht, dass im Vorfeld kein Anruf erfolgt ist und wollte sich mit seinem Meister dazu nochmal austauschen.
    Zu dem Zeitpunkt war der Fall schon 3-4 Werktage alt und offenbar hatten die beiden dazu noch nicht miteinander in Gänze gesprochen. So zumindest mein Eindruck nach diesem Telefonat.


    Nachdem das Autohaus nun mit Toyota Deutschland offenbar noch einige Informationen ausgetauscht hat, kam noch folgendes bei mir an:
    a) Die Arbeiten wurden nach offizieller Toyota Service Anweisung ausgeführt. Motor-Anhebung ist also offenbar vorgeschrieben.
    b) Die Arbeiten wurden sogar unterhalb der angegebenen Richtzeiten erledigt. (Zu mir sagte Toyota Deutschland, es gäbe keine Richtzeiten).
    c) Da Toyota dem Autohaus nun auch nicht wirklich erklären konnte, wie man die Arbeit denn nun schneller verrichtet, hat sich die Sache etwas gezogen. Außerdem hatte ich letzte Woche Urlaub.


    Gestern hat mich dann der GF nochmal angerufen und mir ein Angebot unterbreitet, was sich mit einem Abschlag von ~200€ auf die nächste Rechnung zusammenfassen lässt.
    Das sind immerhin 10% der Rechnungssumme und angesichts der Umstände, denke ich, ist das fair. Damit ist der Fall für mich abgeschlossen.
    Leider, ja leider, wurde voran geschoben, dass ich ja vom Meister angerufen worden sei (siehe oben) und auf die "umfangreicheren Arbeiten" hingewiesen worden sei (siehe oben), aber nichtsdestotrotz machen sie mir ein Angebot.
    Ich habe zu dem Punkt dann geschwiegen, da ich gerade auf der italienischen A22 aus dem Urlaub auf dem Heimweg unterwegs war.
    Italienische Autofahrer regen ja schon genug auf und ich wollte nicht noch mehr Puls erzeugen.
    Dem Ablauf der ganzen Sache nun das Etikett "ja, eigentlich haben wir uns ja schon irgendwie korrekt verhalten und weil wir so serviceorientiert sind, reichen wir den Olivenzweig" verbal zu verpassen, fand ich unter aller Kanone.
    Schweigen war die bessere Option, da mir eine halbwegs sachliche Antwort schwer gefallen wäre und vermutlich ohnehin zu nichts weiter geführt hätte.


    Hier die anonymisierte Rechnung:
    1982,60€ brutto von denen 1836,42€ brutto auf die 90.000km Inspektion entfielen sind.
    Von diesen 1836,42€ sind wiederum 1011,50€ brutto reine Arbeitskosten.



  • In Zukunft einfach vorher erstmal Fragen, was es kosten soll und das schriftlich als Angebot festhalten.
    So kenne ich das normalerweise bei jedem Werkstatt Auftrag. Ich bekomme den Auftrag und dort stehen die "Arbeitseinheiten" bzw. Stunden drauf.
    Den Auftrag unterschreibe ich und sobald etwas größeres außer der Reihe gefunden wird, bekomme ich einen Anruf von der Werkstatt.