Was nervt euch im Straßenverkehr?

  • ..kann diese Pulks an Rennradfahrern, die meinen die Strasse gepachtet zu haben, auch nicht ab..um nicht zu sagen, dass ich solche Typen hasse. Wünsch' mir dann kurzzeitig immer 'nen Mähdrescher.


    Kein Kommentar!

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

  • Mich nervt es, wenn der Fahrer vor mir die Geschwindigkeit nicht halten kann und stets zwischen 95 und 110 kmh wechselt! Vor allem wenn ich mit Tempomat unterwegs bin... :whistling:


    Mich nerven die, die sowohl in der Stadt als auch auf Landstraßen ihr Tempomat auf 70 eingestellt haben 8) :D

  • Was soll man schon auf ein "Radfahrer haben auf der Landstraße nichts zu suchen" antworten? Ein solcher Spruch hat in etwa die selbe Qualität wie "kein Führerschein für Frauen" oder "alle Sportwagenfahrer sind hemmungslose Raser".
    Ich habe einen Fehler gemacht, nämlich einen solchen Spruch zu kommentieren.

    Unabhängig davon, dass meine Familie und ich aus unserem Land geflohen sind, damit wir unsere Meinung frei äußern können, ist dein Vergleich nichtssagend.


    "Kein Führerschein für Frauen" = Diskriminierung und "alle Sportwagenfahrer sind hemmungslose Raser" = Stereotypen.


    Aber, wenn ich als Autofahrer 100 KM/h auf der Landstraße fahre, am besten kurvig und mit Höhenunterschiede und plötzlich ein "Tour de France Fahrer" die Hälfte meiner Geschwindigkeit vor mir auftaucht, stelle ich mir die Frage, ob das unbedingt sein muss?


    Ich meine, wenn ich ihn über den Haufen (versehentlich natürlich) fahre, bin ich schuld. Überhole ich ihn und er fällt hin, habe ich seiner Meinung nach nicht ausreichend Abstand gehalten und ich bin wieder schuld. Bremse ich sehr stark ab und mir fährt ein Auto rein, ist der arme hinter mit schuld. Also sagt mir mein Menschenverstand, dass die da nichts zu suchen haben, da sie die zugelassene Geschwindigkeit nicht erreichen können und ein Risiko nicht nur für sich, sondern auch für alle Verkehrsteilnehmer darstellen.


    Vor einigen Tagen habe ich mir eine Reportage angeschaut, in der gezeigt wurde, dass die Polizei zu langsame Autofahrer, sogenannte Schleicher, ausm Verkehr ziehen und sie bestrafen (Bußgeld). Und aus welchem Grund? Risiko für die Verkehrsteilnehmer. Bei Radfahrer ist das natürlich irrelevant, ist ja nicht so, dass es in Deutschland genügend autofreie Straßen gibt für deren Hobby :whistling:

  • Wenn die Rennradgruppen STVO Konform unterwegs wären, müssten sie:


    - Hintereinander fahren
    - rechts fahren
    - untereinander so viel Abstand halten, dass ein Auto einscheren kann


    Gleiches gilt für uns Autofahrer. Keiner von beiden Gruppen macht es. Das Problem ist, Autos haben Airbags, die Radler nicht 8| .


    Vielleicht fühle ich da als Ex-Moppedfahrer ein wenig mit 8o .

  • Aber, wenn ich als Autofahrer 100 KM/h auf der Landstraße fahre, am besten kurvig und mit Höhenunterschiede und plötzlich ein "Tour de France Fahrer" die Hälfte meiner Geschwindigkeit vor mir auftaucht, stelle ich mir die Frage, ob das unbedingt sein muss?


    Ich habe damit grundsätzlich kein Problem, irgendwo müssen die ja langfahren.


    Aus aktuellem Anlass:


    Ich finde es aber arg zum Kotzen, hoch unanständig und maximal egoistisch (vom Radler), wenn gleichzeitig ein feiner Fahrradweg zur Verfügung steht, den man benutzen könnte. Aber nein, bevor die feinen Herren mal an einer Kreuzung mit ihren Klickpedalen anhalten und absteigen (oder wenigstens einen Fuß auf die Straße stellen) müssten, halten sie lieber durchgehend den Landstraßenverkehr auf, während der nagelneue, millionenteure, extra für Fahrradfahrer gebaute Radweg links (oder rechts) ungenutzt liegen bleibt. Klar, rein rechtlich kann man die Radler nicht dazu zwingen, "ihre" Straße zu benutzen, solange es ein kombinierter Rad-/Fußweg ist. Unanständig ist es trotzdem.

  • damit wir unsere Meinung frei äußern können


    Niemand hat Dich hier gehindert, Deine Meinung frei zu äußern. Wenn ich jedoch der Meinung bin, dass Deine Meinung in Bezug auf die Bestimmungen der hier aktuell gültigen StVO irrelevant ist, muss auch diese Meinung zulässig sein.

    Also sagt mir mein Menschenverstand, dass die da nichts zu suchen haben, da sie die zugelassene Geschwindigkeit nicht erreichen können


    Damit schließt Du auf Landstraßen, deren Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h festgesetzt ist, Fahrräder, Mofas, Kleinkrafträder, Quads, Traktoren, LKW, Kleintransporter > 3,5t, PKW mit Anhänger und den Mähdrescher des Hedonisten aus, da diese Fahrzeuge die für die Straße zugelassene Geschwindigkeit nicht erreichen können oder dürfen. Für die Festlegung, wer auf welchen Straßen fahren darf, ist der Menschenverstand eines einzelnen Menschen zum Glück vollkommen irrelevant, es könnte sonst dazu kommen, dass irgend ein individuell intoleranter Menschenverstand Sportwagen von den Straßen verbannen möchte.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


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  • Niemand hat Dich hier gehindert, Deine Meinung frei zu äußern. Wenn ich jedoch der Meinung bin, dass Deine Meinung in Bezug auf die Bestimmungen der hier aktuell gültigen StVO irrelevant ist, muss auch diese Meinung zulässig sein.


    Damit schließt Du auf Landstraßen, deren Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h festgesetzt ist, Fahrräder, Mofas, Kleinkrafträder, Quads, Traktoren, LKW, Kleintransporter > 3,5t, PKW mit Anhänger und den Mähdrescher des Hedonisten aus, da diese Fahrzeuge die für die Straße zugelassene Geschwindigkeit nicht erreichen können oder dürfen. Für die Festlegung, wer auf welchen Straßen fahren darf, ist der Menschenverstand eines einzelnen Menschen zum Glück vollkommen irrelevant, es könnte sonst dazu kommen, dass irgend ein individuell intoleranter Menschenverstand Sportwagen von den Straßen verbannen möchte.


    Ach das zurückgeruderte in StVo-Ausrede? Naja, lass ich mal gelten.


    Nein ich schließe sie nicht aus, für Quads, Traktoren, LKW, Kleintransporter gibt es keine extra Straßen und deswegen:
    Ich bin raus, es ist sinnvoller mich mit meinem Notizzettel zu unterhalten als mit dir ... Du suchst dir ausschließlich wenige Worte raus, die deine Meinung bekräftigen und drehst sie mir in den Mund um, erinnert mich sehr stark an meine Freundin.

  • Aber, wenn ich als Autofahrer 100 KM/h auf der Landstraße fahre, am besten kurvig und mit Höhenunterschiede und plötzlich ein "Tour de France Fahrer" die Hälfte meiner Geschwindigkeit vor mir auftaucht, stelle ich mir die Frage, ob das unbedingt sein muss?


    Das kann auch nen Traktor oder Mähdrescher oder Krankenfahrstuhl sein. Auf der Landstraße gibt es übrigens keine Mindestgeschwindigkeit, da können sogar Fußgänger sein.


    Es kann die Möglichkeit des "Fahrradpulkes" geben, dies muss jedoch angemeldet sein/ werden und zählt dann als ein Fahrzeug.


    Mich irritieren eher die Radfahrer, die vor allem in den Morgenstunden unterwegs sind, bei nicht so hoher Verkehrsdichte (ist ja eigentlich löblich und lebensbewusst), dann jedoch mit dunkler, oft schwarzer Kleidung und keiner Beleuchtung (die paar Gramm sind natürlich Gewicht) herum fahren. Die Denkweise verstehe ich nicht, aber gut.

  • Wenn die Rennradgruppen STVO Konform unterwegs wären, müssten sie:


    Wenn Du mit "Rennradgruppen" eventuell Gruppen ab 16 Teilnehmern meinst, empfehle ich Dir die Lektüre des §27 StVO.
    Für kleinere Gruppen oder Einzelfahrer gilt das Gebot, verpflichtende (also mit Zeichen 237, 240 oder 241 gekennzeichnete) Radwege zu benutzen. Für Radfahrer, die das bei geeigneten und gesetzeskonform angelegten Radwegen (ja es gibt genügend Radwege, die illegal von den Behörden ausgeschildert werden) nicht beachten, habe ich kein Verständnis.
    Es gibt keine Bestimmung, die es Radfahrern verbietet, nebeneinander auf der Fahrbahn zu fahren, solange der Verkehr dadurch nicht behindert wird. Nun wird es kompliziert. Eine Behinderung in Sinne der StVO wäre z.B., wenn die nebeneinander fahrenden Radfahrer den folgenden Verkehr am Überholen hindern würden. Keine Behinderung im Sinne der StVO ist es, wenn das überholende Fahrzeug dazu auf den meisten Landes- und Kreisstraßen auf die Gegenfahrbahn ausweichen muss. Der Grund dafür ist in dem Sicherheitsabstand beim Überholen zu finden. Eine typische Landesstraße hat Fahrbahnbreiten von 3,0m für jede Richtung. Die linke Seite eines 0,5m vom Fahrbahnrand (also eindeutig rechts) fahrenden Radfahrers ist somit mindestens 0,75m vom Fahrbahnrand entfernt. Der in verschiedenen Gerichtsurteilen als Mindestabstand beim Überholen definierte Abstand ist 1,5m. Der Radfahrer ist somit incl. des Sicherheitsabstands 2,25m "breit". Damit kann ein regelgerecht überholender PKW einen Radfahrer auf einer Landstraße nur unter Inanspruchnahme der Gegenfahrbahn überholen. Es spielt für den objektiven Grad der Behinderung in den meisten Fällen also keine Rolle, ob ein einzelner Radfahrer oder zwei nebeneinander auf einer Landstraße fahren. Davon gibt es natürlich Ausnahmen. Wäre die Fahrbahn so breit, dass ein regelgerechtes Überholen eines einzelnen Radfahrers ohne Inanspruchnahme der Gegenfahrbahn möglich wäre, das Überholen zweier nebeneinander fahrender aber nicht möglich ist, liegt eine Behinderung durch die beiden nebeneinander fahrenden Radfahrer vor. Das gilt genauso für besonders schmale Straßen, wo auch eine Inanspruchnahme der Gegenfahrbahn keinen Sicherheitsabstand zu nebeneinander fahrenden Radfahrern ermöglicht. In diesen Fällen dürfen Radfahrer nicht nebeneinander fahren, falls jemand überholen möchte, oder Gegenverkehr herrscht.
    Man kann die Bestimmungen der StVO jetzt persönlich gut oder schlecht finden oder nicht kennen, das ändert jedoch nichts an deren Gültigkeit für alle Verkehrsteilnehmer.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


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  • Wusste ich nicht, mir hat man bei der Radfahrprüfung beigebracht (auch meiner Tochter), dass man nicht nebeneinander fahren darf. Wieder was gelernt :whistling: .


    Der Abstand, zum überholenden KFZ Platz zu geben, gilt aber nach wie vor, oder darf man tatsächlich in einer Zweirerreihe direkt hinterander fahren?

  • dies muss jedoch angemeldet sein


    Nur bei >100 Teilnehmer!

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


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  • darf man tatsächlich in einer Zweirerreihe direkt hinterander fahren?


    Wenn beispielsweise ein geschlossener Verband von 16 Teilnehmern fährt, darf der sich gar nicht auftrennen, weil der dann die Verbandsrechte verlieren würde. Wäre der Verband beispielsweise 32 Teilnehmer stark, könnte der sich theoretisch in zwei Hälften auftrennen. Die ungeklärte Frage ist, ob das sinnvoll ist. Ein gut geführter 16-Teilnehmer-Verband ist ca. 24 m lang, den zu überholen ist nicht schwer. Einen doppelt so langen Verband zu überholen ist deutlich anspruchsvoller, denn es wird oft vergessen, dass ein solcher Rennradverband sich mit 10m/s bewegt. Jetzt stellt sich für den Verbandsführer die oft schwer zu beantwortende Frage, ob es für den nachfolgenden Verkehr günstiger ist, einen längeren Verband, oder zwei kürzere Verbände zu überholen. Die richtige Antwort auf diese Frage hängt stark von dem zu erwartenden Streckenverlauf ab.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

  • ..komme hier teilweise auch ins Straucheln, was gewollte Satire ist und was nicht.


    Zum Thema: Holländer und Rentner strapazieren einen auch immer wieder..Holländer einfach grundsätzlich und Rentner insbesondere die die pünktlich zur Hauptverkehrszeit meinen ihre Besorgungen machen zu müssen.
    Bei rennradfahrenden, holländischen Rentnern ist es dann ganz vorbei..finde es aber witzig zu sehen, wie sie erschrocken zusammenzucken, wenn an 'nem Berganstück ihre quellende Wampe das kalte Oberrohr touchiert ;) :D

  • Was hab ich da gestartet?


    Wieso? Du hast das gut gemacht!
    Und wer möchte, kann hier Erkenntnisse gewinnen und sich von Fehlannahmen befreien.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


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  • Wieso? Du hast das gut gemacht!
    Und wer möchte, kann hier Erkenntnisse gewinnen und sich von Fehlannahmen befreien.

    Ganz ehrlich, auch wenn es Dir vermutlich egal sein wird und Du Dich weiter mit den Details beschäftigen wirst. Ein wenig mehr Rücksicht beim Miteinander und die ganze Klugscheißerei wer, wann, wie und wo, unter welchen Bedingungen und Begleiterscheinungen im Recht ist wäre überflüssig und für alle Verkehrsteilnehmer wäre es entspannter. Man(n) muss auch nur mal auf sein vermeintliches Recht verzichten können - was für einige Menschen offensichtlich unmöglich ist - so wie an vielen Stellen im Straßenverkehr. Einfach nur weil es sinnvoll oder höflich ist in der einen oder anderen Situation nicht sein Recht einzufordern!

    Ich möchte wie mein Opa im Schlaf sterben und
    nicht so jammernd wie sein Beifahrer.


    満月-86

  • Aber, wenn ich als Autofahrer 100 KM/h auf der Landstraße fahre, am besten kurvig und mit Höhenunterschiede und plötzlich ein "Tour de France Fahrer" die Hälfte meiner Geschwindigkeit vor mir auftaucht, stelle ich mir die Frage, ob das unbedingt sein muss?

    Das koennte aber auch ein Traktor, querendes Wild oder einfach ein schleichender Sonntagsfahrer sein!


    Aber da sind wir wieder in der Toleranzdiskussion ...

  • ..komme hier teilweise auch ins Straucheln, was gewollte Satire ist und was nicht.


    Zum Thema: Holländer und Rentner strapazieren einen auch immer wieder..Holländer einfach grundsätzlich und Rentner insbesondere die die pünktlich zur Hauptverkehrszeit meinen ihre Besorgungen machen zu müssen.
    Bei rennradfahrenden, holländischen Rentnern ist es dann ganz vorbei..finde es aber witzig zu sehen, wie sie erschrocken zusammenzucken, wenn an 'nem Berganstück ihre quellende Wampe das kalte Oberrohr touchiert ;) :D


    [Sarkasmus]Und weiter gehts mit den den Straßenverkehr strapazierenden Randgruppen. Also Frauen, Ossis und Fahranfänger. Am allerschlimmsten ist natürlich die Kombination, also eine weibliche holländische Rentnerin aus den neuen Bundesländern, die gerade den Führerschein gemacht hat - und mit dem Rennrad unterwegs ist. Arme Enie van de Meiklokjes im Jahre 2040[/Sarkasmus]

  • Einfach nur weil es sinnvoll oder höflich ist in der einen oder anderen Situation nicht sein Recht einzufordern!


    Du glaubst, mich dazu belehren zu können? Du glaubst, jemand der weit mehr als 100.000 unfallfreie Radkilometer auf den Straßen Europas hinter sich hat, würde auf der Straße sein Recht einfordern?
    Das ist mitnichten der Fall, denn das hätte ich definitiv nicht überlebt. Rücksichtnahme, Umsicht, Voraussicht, der Verzicht auf eigene Rechte im Verkehr und gelegentliche durch rücksichtslose oder unvorsichtige KFZ-Führer verursachte Ausflüge in den Straßengraben sind für einen Radfahrer auf lange Sicht sozusagen überlebenswichtig. Genauso wichtig für die Unversehrtheit eines Radfahrers ist, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer oben genannte Eigenschaften in dem Fall lebt, wo der Radfahrer sich vorsätzlich, aus Unkenntnis oder Unvermögen falsch verhält.
    Etwas vollkommen anderes ist es, die Grundlagen des Zusammenlebens auf der Straße in einer Diskussion abseits der Straße hartnäckig zu verteidigen. Die über viele Jahre gesammelte Erfahrung ist es, die mich bei diesem Thema kompromisslos auf lebensgefährliche Fehleinschätzungen hinweisen lässt. Warum soll man auf bestehende und verbindliche Regelungen nicht toleranzbefreit hinweisen dürfen'? Warum sollte man falsche Annahmen zu bestehenden Regelungen nicht zurechtrücken? Es ist sinnlos, in einer Diskussion über falsches und richtiges Verhalten im Verklehr falsche Annahmen zu tolerieren. Muss ich es als Radfahrer kommentarlos hinnehmen, von KFZ-Führern auf der Straße aus bloßer Unwissenheit angehupt, geschnitten, beschimpft oder mit Waschwasser bespritzt zu werden? Das was Du hier "Klugscheißerei" nennst, ist nichts anderes als die scheinbar notwendige Klarstellung von anscheinend unbekannten aber dennoch verbindlichen Regeln. Nur wer die Regeln kennt, kann überhaupt beurteilen, wer sich im Verkehr gerade rücksichtsvoll oder großzügig verhält. Wer nicht weiss, dass an einer roten Ampel anzuhalten ist, wird sich tatsächlich großzügig und äußerst rücksichtsvoll vorkommen, wenn der dem bei grün querenden Verkehr selbstlos die Vorfahrt gewährt.
    Wer meine disbezüglichen Beiträge hier aufmerksam liest, hat die Chance zu bemerken, dass ich niemals Verkehrsteilnehmer (auch Radfahrer) in Schutz nehme, die sich nach den Regeln der StVO vorsätzlich falsch verhalten. Wer meine Ausführungen bezüglich des Radverkehrs anzweifelt und sich die Mühe macht zu recherchieren, wird feststellen, dass diese den verbindlichen Regeln entsprechen.
    Die weit überwiegende Mehrheit derer, die in diesem Forum versammelt sind, schätze nach wie vor ich so ein, dass diese im Zweifel auf ihre tatsächlichen oder nur angenommenen Rechte auf der Straße verzichten, und die klügeren hier werden aus den letzten Beiträgen gegebenenfalls für sich wertvolle Erkenntnisse ableiten.


    Wer nun der Überzeugung ist, ich sei ein korinthenkackender Klugscheißer oder wahlweise ein rechthaberischer Widerling, soll das ruhig annehmen.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

    Einmal editiert, zuletzt von 860 ()

  • Auf die Gefahr hin Stroh ins Feuer zu werfen, aber ich kann manch einen Aggro Radfahrer verstehen. Ich fahre jeden Tag knapp 3km zur Arbeit mit dem Rad. Auf diesen 3km werde ich im Schnitt pro Werktag 2 mal fast übern Haufen gefahren. Warum? Ich habe Licht an, ich fahre gemütliche 20kmh und nutze komplett den Radweg. Was geht schief? PKWs die keinen Schulterblick können, PKWs die schnell über Orange fahren müssen, PKWs die aus Seitenstrassen kommen und erst 2m vor dem Radweg den Bremsvorgang einleiten, PKWs die nicht gucken wenn sie ihre Einfahrt verlassen und und und. Jeden. Verdammten. Morgen.
    Aber seit unbesorgt, auch Fußgänger sind doof. Omas die Altersbedingt Vorfahrt haben, Leute die an der Häuserwand laufen aber der angeleinte Hund läuft natürlich am Grünstreifen, aber auch griechisch parkende Handwerker (Warnblink aufm Radweg) hindern mich daran morgens entspannt zur Arbeit zu kommen. Was also tun? Morgens früher aufstehen um jedes Fehlverhalten anderer einzuplanen und zu umschiffen? Oder spiegel ich diese "no fuck" Haltung der anderen Teilnehmer wieder und spring mal kurz auf die Strasse wenn jemand seinen Hund 5m von sich entfernt kacken lässt?



    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    Zitat

    "If you see a photo of a Scion FR-S that isn't sideways, the picture is fake or the car is parked."

  • Ich sollte mal meine Daschamvideos zusammenschneiden... jedes 2te ist da leider ein Radfahrer der fröhlich von der Straße auf den Gehsteig wechselt, damit er die grüne Fussgängerampel nutzen kann, rechts vor links gilt eh nicht (okay auch eine Autofahrerproblem!), Deren Missachtung vom Vorfahrt gewähren Schild an einer nicht einsehbaren Radwegüberquerung führte schon nicht nur einmal zu Reifenquitschen bei mir (70km/h erlaubt, fahr da seitdem max 50km/h)... dann am abgesenkten Bordstein einfach mal ohne Handzeichen einfach ab auf die Straße, der blöde Autofahrer wird schon bremsen... und die Besten... an der Ampel links an den Linksabbiegern vorbei, weil rechts kein Platz ist... Ampel wurde grün als der an meinem Hinterrad war, LINKS neben mir und ich am links abbiegen! Das ich das Arschloch nicht umgefahren habe wundert mich bis jetzt...


    Klar gibt es all diese Penner auch unter den Autofahrern, aber kein Wunder, außer zu schnellem Fahren wird ja auch nichts geahndet. Die Polizei macht ja enfach nichts. Seit der Dashcam achtet man ja auf einiges deutlich mehr (man blinkt zum Beispiel öfter, wie es sich gehört, weil man sich selber ja auch belastet), und ich sag mal nicht übertrieben filme ich 1-2 Rotlichtverstöße im Monat... ha auch schon die Polizei drauf, wie sie mir die Vorfahrt nehmen auf einer Vorfahrtsstraße... intressiert doch einfach keine Sau, LEIDER!

  • Sind dashcam Videos vor Gericht eigentlich zugelassen?


    Je nachdem... zu deiner ENTlastung wohl schon, zur BElastung anderer eher nicht. Und Veröffentlichung ist sicher nicht erlaubt. Grauzone sind Panoramastraßen von öffentlichem Interesse. Ich hab die für mich, Videos bleiben privat und im Fall der Fälle, hab ich zumindest einen Beweis wie es war... So mein Wissenstand.

  • Ist auch mein Stand, dass die Aufnahmen vor Gericht nicht zugelassen sind, ist etwas blöd. Aber schaden kann's ja eigentlich nicht, wie Sgt schon sagte. Außerdem, woraus sollte man sonst die ganzen Youtube-Compilations zusammenschneiden? :D

  • an der Ampel links an den Linksabbiegern vorbei, weil rechts kein Platz ist...


    Der Radfahrer macht in dieser Situation einen Fehler, er darf auf einer Linksabbiegerspur üblicher Bauart nicht links an der Autoschlange vorbei fahren! Was er jedoch eindeutig dürfte (und durch die StVO so geregelt ist), wäre auf dem Linksabbiegestreifen rechts an der still stehenden (!) Autoschlange bis zur Ampel oder Haltelinie vorzufahren, sofern dort Platz genug wäre. Die Frage, die sich nun stellt ist, warum im geschilderten Fall offensichtlich links der Platz zur Verfügung stand, der auch rechts hätte sein können? Aus meiner Sicht kommt da meist tolerierbare Unachtsamkeit seitens des Autofahrers und in selteneren (aber bereits beobachteten) Fällen eine vorsätzliche Blockade als Begründung in Frage.
    Ich halte diese Regel in vielen Fällen für problematisch und nutze die dementsprechend nur selten, ich stelle mich meist hinten an. Vielen Autofahrern schwillt einfach der Hals an, wenn der gerade überholte Radfahrer sich an der nächsten Ampel regelkonform vorne aufstellt und wieder als Hindernis erkannt wird. Als "Gegenleistung" für mein freiwilliges Hintenanstellen erwarte ich allerdings, bei wieder anfahrendem Verkehr auf der Linksabbiegespur weder überholt, noch angehupt zu werden, meist funktioniert das.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil