Warum eigentlich kein VAG Produkt?

  • Hm, ich hatte bisher nur VAG-Fahrzeuge und fahre parallel mein letztes auch nach wie vor. VW, Audi - zum einen gibt es da diesen breiten Kult könnte man sagen, habe selbst ein großes VW-Forum seit 11 Jahren. Das ist ja erstmal nichts schlechtes, allerdings deckt sich m.E. schon länger nicht mehr der angepriesene Qualitätsanspruch und die entsprechende Preisgestaltung mit der gebotenen Leistung, gerade auch im Aftermarketbereich. Viele nicht gerade unerhebliche Serienprobleme die dann als Einzelfälle abgetan werden und vielfach ein Service, den ich als mindestens suboptimal empfand. Fühlte mich oft als Bittsteller bei Garantie- oder Kulanzfällen. Generell zuckt der VWler da mit den Schultern, wenn überhaupt muss man sich schon selbst direkt an VW wenden.


    Bei meinem A3 sind z.B. die Xenon-Scheinwerfer von innen beschlagen, wobei es kein Feuchtigkeitsproblem war, sondern eine fehlerhafte Beschichtung in Kombination mit statischer Aufladung. An sich keine Sache. Aber der tolle "Serviceberater" fand an einem der 1,5 Jahre alten SW einen kleinen Riss. Seiner Meinung nach durch einen Steinschlag. Ich bin ja kein Experte, aber die Oberfläche war makellos und der Riss auch nicht erfühlbar. Tippte mehr auf Spannungsriss. Wen interessiert's, die SW mussten sowieso wegen der Nebelbildung ausgetauscht werden - von wegen, der VWler meinte, er könne den einen SW nicht tauschen. Damit wurde ich abgefertigt und musste mich dann direkt in Ingolstadt beschweren. Wenige Wochen später gab es dann einen Termin bei meinem "Freundlichen" mit einem Außendienstler der Audi AG. Super Typ, hat sich erstmal von der VW-Nase Kaffee bringen lassen und war freundlich und kompetent - Fazit: Natürlich beide SW tauschen. Hat dem VWler noch die neue TNR aufgekritzelt und fertig. Letzterer war ziemlich kleinlaut. Das war zwar am Ende zu meiner Zufriedenheit, allerdings musste ich dafür auch als Kunde erstmal alle Hebel in Bewegung setzen. Das war dann ja schon beim "Premium-VW" Audi... und so ging das eigentlich immer. Kurz nach dem Garantieende fing dann noch das Wischergestänge an zu knacken - Kulanz 0%. Reparatur geht sowieso nicht, ~480€ für das ganze Konstrukt mit Motor, weil einzeln gibts nicht, zzgl. Arbeitszeit.


    Das waren nur zwei Beispiele, was für einen Service man für die gehobenen Preise letztlich bekommt. Da habe ich mir dann auch gesagt, was soll ich den Aufschlag zahlen, bei mittelmäßigem bis miesem Service, kann ich gleich was anderes kaufen, einen Japaner z.B. Bin dann aber nicht absichtlich zu Toyota gewechselt, habe mich für den GT begeistert, das war dann halt ein Toyota :D Da ich da sowieso offen war für eine andere Marke als die üblichen deutschen, passte das natürlich perfekt ;)


    Sorry, war echt eine Menge Text... und ich hätte noch so viele Storys auf Lager... "Motorabdeckung demontieren/montieren" - 38€ (Plastickdeckel mit 4 Gumminoppen auf den Motorblock gestöpselt, dauert 5s - ich stand sogar daneben)... und vieles mehr. Sprich ich möchte einfach mal andere Erfahrungen sammeln in Sachen Service und dem Drumherum. Und speziell beim GT ist die Art Fahrzeug sowieso ziemlich einzigartig.

  • Ich kram den Thread mal wieder aus, weil ich am WE eine dolle Erfahrung gemacht habe:
    Konnte zufällig die "neue" Version des Leon Cupra fahren (die mit 290 PS: https://www.youtube.com/watch?v=9fYa4q1L208).


    Ansich ganz nett, sowohl von aussen wie von innen. Das Interieur war nicht so seltsam wie bei dem Megane RS den ich mal gefahren bin. Wenn man aber genauer hinschaut, dann ist innen die Verarbeitung auch nur Durchschnitt (mit gerade Kanten und möglichst gleichmässiger Oberfläche soll ein wertiger Eindruck vermittelt werden). Aussen ist mir aufgefallen, dass der Forntstoßfänge schief hing, das sollte aber wohl so - kann BMW übringes beim Z4 auch nicht besser, ich dachte bei den beiden die hätten einen Frontschaden (der BMW Typ meinte dann, nee, das sind doch Neuwagen).


    Naja beim Fahren hab ich dann jeden Falls das große K***en gekriegt: Die nenn das bei Seat progrqessiv Lenkung (bei BMW heißt das adaptive Lenkung): Da sind Motoren im Lenkgestänge, die greifen ein und verstärken oder verzögern (Lane-Assist) das eigene Lenken. Ich will gar nicht wissen, welche Assistenten Armarda gebraucht wird, wenn das mal ausfällt. Der hat ordentlich Dampf, kriegt den aber mit den beiden vorder Rädern nicht mal im Ansatz auf die Straße: https://youtu.be/9fYa4q1L208?t=4m47s hier versuche ich vergebens hinter einem schwächeren Seat herzukommen. Klar irgendwann schafft man es, aber damit soll man Spaß beim Fahren haben?
    Auch das dröhnen des Soundgenerators (kommt glaube ich aus den Boxen) im Cupra Modus nervte...


    Unterm Strich mal wieder eine Erfahrung, dass der VAG Konzern es nicht kann mindestens aber meinen Nerv nicht trifft. Wie es deutlich besser geht, kann man sich im Renault Megane RS anschauen - trotz Frontantrieb.

  • ein Karman Ghia


    ...ist ein in Italien entworfenes, bei Karmann in Osnabrück gebautes auf Volkswagen-Technik basierendes Auto und lange vor Erfindung der Buchstabenkombination VAG entstanden.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

  • Vielleicht weil es doch ein VW ist?


    Hab ich doch geschrieben, "Volkswagen" und keinesfalls ein "V.A.G"-Produkt.
    Näheres zum Vertriebslogo V.A.G gibts bei Wikipedia.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

  • Warum ich keinen Wagen mehr von VW will...


    Stichwort Fensterheber und fallende Scheiben,


    dann bei einem Verwandten mit Audi A4 Motorschaden, versch.elektronische schäden, gebrochene Motorhalterung (Kann sowas überhaupt passieren? No Way!)


    Dann ein Testfahrer bei Porsche ehemaliger Rallye Weltmeister, wir kennen ihn alle, gebrochene Lenkung... Man muss dazu sagen es war ein Testfahrzeug dennoch ist das ein konstruktiver nicht hinnembarer Mangel selbst bei einem Testfahrzeug darf das nicht passieren.


    Und wenn man sich mal die anderen erfahrungsberichter anschaut erkennt man, dass es nicht viele Modelle gibt bei denen die ohne große Schäden auskommen. Momentan wird bei denen halt nur noch auf Design statt auf Qualität geachtet. Schade den es gibt teilweise auch schöne Autos wie den neuen tt. Der alte gefiel mir aber gar nicht!


    LG GTDream

    Aero Paket, Eibach pro kit, Doorlights, Osram LED Ambient, Bastuck Anlage, leichteres Pulley, HKS Kompressor


    Emotion ist nur durch noch mehr Emotion zu ersetzen 8)

  • Mich stört am VW Konzern, dass zwar Premium-Preise genommen werden aber die Autos immer weniger Premium sind.
    Es wird gespart wo es nur geht obwohl die Gewinne sowieso schon gigantisch sind. Aber man kann ja noch mehr Gewinn rausbekommen.
    Zumindest so lange bis das Produkt wieder schlechter wird und sich die Leute verarscht vorkommen.


    Ich bin regelmäßig bei allen großen Automobilherstellern. Gerade beim VW Konzern fällt mir immer wieder sparen am falschen Ende auf.
    Immer mehr Kompetenzen werden an Fremdfirmen ausgelagert um Personalkosten zu sparen. Daurch wird aber massiv Know-How verloren.
    Die Motivation der teilweise sehr schlecht bezahlten Mitarbeiter ist oft nicht besonders hoch weil natürlich der Bezug zur Firma fehlt.
    Immer wieder bekomme ich mit, dass selbst für komplexe Arbeiten Leute von Fremdfirmen eingestellt werden, die alle 4 Wochen den Arbeitsplatz wechseln.
    Dazu kommt, dass die Fahrzeuge selbst immer billiger produziert werden. Stichwort Rost: als Fahrzeuge vollverzinkt wurden, gab es keinen Rost mehr.
    Leider ist das Verfahren relativ teuer und energieaufwändig. Jetzt wird eben nur noch ein Teil vollverzinkt und der Rest wird billig Hohlraumversiegelt oder man nimmt Rost billigend in Kauf. (Audi A4 B7: Kotflügel, Türen, Kofferraumdeckel)
    Durch die immer kürzeren Entwicklungszyklen bis zum neuen Modell sind auch viele Teile gar nicht mehr ausgereift, z.B. Wasserabläufe der Türen in den neueren Golf Modellen.
    Und dann kommt noch der gewaltiege Druck auf Zulieferer dazu. Stichwort Steuerketten. Es werden unverschämte Preise gezahlt und manchen Firmen bleibt leider gar nichts anderes übrig als auch mit Verlust zu fertigen. Weil sonst die Halle leer steht. Aber es kann sich jeder selbst denken, dass dafür an anderer Stelle gespart wird, Material, Maschinenwartung, Personal.
    Das alles führt dazu dass zwar tolle Gewinnspannen übrig bleiben für die Aktionäre aber der Kunde, der ein teures aber minderwertiges Produkt kauft, bleibt dabei der Dumme.
    Deshalb sind für mich Fahrzeuge aus dem VAG Konzern tabu.


    Die ganzen Beispiele lassen sich natürlich auch auf andere Fahrzeughersteller übertragen aber ich habe das Gefühl, dass es bei den VAG Marken am schlimmsten ist.

    Michelin PSS 225/40, OZ Leggera HLT 8x18, KW V3 mit Stützlagern, ST Stabis, Perrin Pulley Kit+Kurbelwellenscheibe, Milltek AGA, Motiv Overpipe, Schroth Gurte, Mishimoto Ansaugung, K&N LuFi, HKS Duct, Valentis smoked, Innenraum Alcantara, Lederarmlehne, Clarion NX720E, Cusco Domstrebe und Motorstreben vorne, Laile Strebe hinten, TRD ASC, TRD DoorStabi, Grimmspeed Bremsstopper, Guerney Flap, Oil Catch Can, mehr...

  • Es wird gespart wo es nur geht obwohl die Gewinne sowieso schon gigantisch sind. Aber man kann ja noch mehr Gewinn rausbekommen.

    Die Gesamtgewinne ja, die EBIT-Marge pro Volkswagen ist allerdings erschreckend gering. Klar, dass gespart wird, wenn die Kernmarken schwächeln.



    Immer mehr Kompetenzen werden an Fremdfirmen ausgelagert um Personalkosten zu sparen. Daurch wird aber massiv Know-How verloren.

    Das mag in den Servicebereichen so sein, gerade in der Produktion hat Volkswagen einen Eigenfertigungsanteil, der deutlich über dem der direkten Wettbewerber liegt. Siehe Artikel im WSJ .