Rennmotor

  • Gestern war es so weit und die Arbeiten für den neuen Rennmotor gingen nach der sorgfältigen Planung in die "heiße" Phase.
    Nachdem ich vor ein paar Wochen einen fast jungfräulichen Motor mit nur 400 km Laufleistung und Motorschaden recht günstig erwerben konnte, stand dieser zunächst auf dem Motorenständer als Deko in meinem Showroom.
    Die Art und Umfang des Motorschadens war bisher nicht bekannt. Er hatte sich durch beginnendes Klopfen bei einer Probefahrt bemerkbar gemacht.
    Deshalb wurde er sofort abgestellt und gegen einen AT-Motor getauscht.
    Ein erster Blick in die Ölwanne ergab, dass dort ganz feine Metallspäne vorhanden waren.
    Zumindest teilweise waren sie aus Stahl, was die Probe mit einem Magneten ergab.
    Es gab zwar Vermutungen, aber eine Diagnose kann natürlich erst nach vollständiger Demontage gestellt werden.


    Jetzt durfte unter Aufsicht und Anleitung der Lehrling mit dem Zerlegen beginnen.
    Kettentrieb und Zylinderköpfe sind schon ausgebaut und zerlegt.
    Die Späne haben hier zum Glück nur minimale Spuren hinterlassen.
    Ölpumpe und Nockenwellenlager müssen nur minimal nachbearbeitet werden.
    Einer weiteren Verwendung scheint nichts entgegen zu stehen.


    Wenn wir es zeitlich schaffen, kommt heute auch noch der Block an die Reihe.
    Der Schaden wird sich vermutlich im Bereich Kurbelwelle/Pleuel befinden.
    Das wäre nicht tragisch, Pleuel und Kolben fliegen eh´raus und werden durch gaaaanz feine Teile ersetzt und die Kurbelwelle für motorsportliche Zwecke bearbeitet, erleichtert und feingewuchtet.
    Bald weiß ich mehr.
    Nach der Sichtkontrolle wird alles vermessen und mit den Sollwerten verglichen.


    Dann bestelle ich die Teile.
    Bis zum nächsten Frühjahr soll er fertig sein.

    "Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit, die Lehrfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit, das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis, das Eigentum oder das Asylrecht zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte...." Art 18 GG

  • Freut mich, dass der Motor zu gebrauchen ist. Die Vermittlung hat doch gut geklappt. Bin gespannt, wie es weitergeht

    JetNoise
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    Nichts hält so lange, wie ein Provisorium
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  • Ja, danke noch mal.
    Wenn ich jetzt noch ein Getriebe bekomme, dann wäre das Projekt vollständig.

    "Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit, die Lehrfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit, das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis, das Eigentum oder das Asylrecht zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte...." Art 18 GG

  • am geilsten an dem projekt finde ich persönlich das der lehrling eingebunden wird und bei schadensanalyse und aufbau mit arbeitet. :thumbsup:


    wenn da noch ein funke interesse für motoren und maschinenbau besteht kann sich der stift keinen besseren meister und ausbildungsbetrieb wünschen

  • Der Block ist zerlegt, die Schadensursache ist klar: Pleuellagerschaden auf Zylinder 1.
    Die Ursache ist NICHT in mangelnder Ölversorgung zu suchen, den alle anderen Lager sind in einwandfreiem Zustand und könnten so weiterlaufen.
    So gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: Materialfehler oder Montagefehler.
    Vielleicht bekomme ich durch genaue Vermessung heraus, was es war.
    Jedenfalls sieht es so aus, als wäre der Reparaturaufwand gering: Wenn nicht der Kurbelwellenzapfen zu viel abbekommen hat, sollte das Polieren ausreichen, im schlimmsten Fall muss ich ihn auf nächste Übergröße schleifen.
    Da die Reste der Lagerschale noch vorhanden waren und nicht das Pleuel direkten Kontakt hatte, bin ich erst einmal optimistisch :thumbup: .

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  • Warum nicht gleich ne andere Kurbelwelle rein und auf 2,2 Liter gehen?


    Hatte ich mal wieder zu spät gesehen.....

    GT86 Schalter, Pearl White, TRD komplett incl. ESD, Alcantara Rot, JBL Sound, 25/20 Eibach, Mittelarmlehne, TRD Türversteifung, Blinkerbirnen chrom, Haubenlift, 225/18, TRD Domstrebe und Öldeckel, Toyota DoorLights, Cargoliner, BuddyClub RL, 3M Lock Kennzeichen, Heckscheiben foliert, AP Bremsanalge uvm.
    man ist nie fertig -> Turboumbau mit rund 430PSund 500Nm derzeit....
    Hier direkt zu meinem:

  • Saubere Sache, lass uns bitte am weiteren Fortschritt teilhaben.


    Gegen 2.2 Liter könnten wohl Reglementsgründe sprechen, Hub mal Bohrung darf mann doch meistens nicht ändern, oder?


    Und der Lehrling bei Erich hat sowieso das grösste Los gezogen, ersterns ist er in einer sehr universalen und Motorsport afinen Firma und dann "muss"er auch noch alles selbermachen! ;-)


    Da kommen wohl die letzten Auto Mechaniker und Versteher auf die Welt, mit den menügestützten TeileTauschern der grossen Werkstätten kann man doch nix mehr anfangen.


    Voller Hochachtung vor dem Lehrherrn


    Carsten

    Gwehrfahrdeblom Sachsenring 10/11/12/13/14/16
    denn geradeaus kann jeder :D



    Es geht nicht darum, wie schnell ein Auto ist, sondern WIE ein Auto schnell ist.
    ( überliefert von T. Schrick)

  • In so einer Bude habe ich damals auch gelernt, eigene Rallye-Fahrzeuge, einen Spezialisten für Amis, zwei für leichte LKW, Automatikgetriebe, Schaltgetriebe und Motoren repariert / überholt, Autoelektriker, Blechbude und Lackiererei dabei, es gab anfangs noch einen Wagenpfleger! da konnteste was für's Leben mitnehmen!


    Lang ist's her, schön, daß es das heute noch gibt.


    bis denn,
    Christian

  • Ich darf Bohrung und Hub ändern, das wäre kein Problem.
    Da ich aber in der Klasse bis 2 Liter (F10) starte, sind die vorhandenen 1998 ccm schon das Limit.
    Also bleibt es bei den Originalmaßen.
    Durch exaktes Nachhonen wird lediglich das Kolbenspiel für die geplanten Schmiedekolben angepasst, das werden max 3-4/100 mehr.


    Die Kurbelwelle ist schon sehr leicht. Da ist nur etwas Feinarbeit nötig. Viel Gewicht kann man da nicht sparen, max 0,5 kg.

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  • Ahh, OK, THXs for info.
    Klingt ja alles sehr interessant

    GT86 Schalter, Pearl White, TRD komplett incl. ESD, Alcantara Rot, JBL Sound, 25/20 Eibach, Mittelarmlehne, TRD Türversteifung, Blinkerbirnen chrom, Haubenlift, 225/18, TRD Domstrebe und Öldeckel, Toyota DoorLights, Cargoliner, BuddyClub RL, 3M Lock Kennzeichen, Heckscheiben foliert, AP Bremsanalge uvm.
    man ist nie fertig -> Turboumbau mit rund 430PSund 500Nm derzeit....
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  • Mal ein paar Zahlen:
    Gewicht Kurbelwelle: 10.250 g
    Pleuel 521 g
    Kolben 330 g
    Kolbenbolzen 91 g


    Da hat Subaru ja schon richtig Leichtbau betrieben bis auf den superschweren Kolbenbolzen.
    Selbst hochwertige Motorsportteile wiegen nicht weniger: JE Schmiedekolben 315 g, JE Kolbenbolzen 98 g, H-Schaft-Stahlpleuel 519 g.
    Da werde ich nichts an Gewicht einsparen können, außer beim Kolbenbolzen. Da frage ich mal bei Wössner an, für einen Sauger darf es auch etwas weniger massiv sein. 30 g lassen sich da einsparen.
    Vielleicht lasse ich da auch sofort den Kolben mitbauen. Mit Wössner habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht.
    Die Kurbelwelle ist gerade auf der Drehbank und wird heute fertig.
    Dann geht sie zum Motorenbauer, den Hubzapfen von Zylinder 1 so weit herunterschleifen, dass er wieder auf der gesamten Fläche rund trägt.
    Leider hat er beim Lagerschaden doch etwas abbekommen und ist an einer Stelle 4/10 mm unter Maß.
    Nach dem Schleifen wird er galvanisch aufgechromt und auf Serienmaß geschliffen.
    Anschließend Feinwuchten, wobei ein Ergebnis unter 1 g erzielt weden soll.
    Eine top ausgewuchtete Kurbelwelle ist der Garant für einen standfesten Motor und höchste Drehzahlen.
    Der Motor soll 9000 U problemlos machen können, auch wenn die nicht benötigt werden.


    Nach meinem Urlaub geht es dann weiter und der Motorblock wird komplettiert, damit die Maße für den Zylinderkopf genommen werden können.

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    Einmal editiert, zuletzt von chireb ()

  • chireb du hast für den Kolbenbolzen 91g genannt und dann bei den Motorsportteilen den Kolbenbolzen mit 98g angegeben und anschließen gesagt, man könne hier 30g einsparen :D


    9000 U willst du also hin :D Ab zum Insektenbrummen :D

    GT86: dyn white pearl - navi - alcantara - seit 08/13 :) - mittelarmlehne - trd shift knob - grimmspeed tower strut - k&n luftfilter - 18x8 oz ultraleggera @ 225/40 PZero Nero GT - Mishimoto induct hose
    todo: bastuck aga - trd aero stabilizing cover - shark antenne - custom design

  • Da heißt ja nicht, dass die 98 g das optimale Gewicht ist.
    Die Bolzen sind so dimensioniert, dass sie auch in aufgeladenen Motoren funktionieren.
    Ich denke, dass man da eine individuelle Lösung finden kann.


    Update: Gewicht meiner Kurbelwelle: 9795 g fertig bearbeitet.
    Was jetzt noch kommt, gibt nur noch minimale Änderungen im Bereich von 10 bis 20 g.

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  • Danke für die Daten.


    Hast du zufällig die Toleranzen bezüglich der Kolben/Pleuelgewichte zu Hand?
    Es interessiert mich, ob da der gleiche Aufwand bezüglich Angleichung der Gewichte getrieben wurde wie beim (guten) Motorenbauer.


    MFG Carsten

    Gwehrfahrdeblom Sachsenring 10/11/12/13/14/16
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    ( überliefert von T. Schrick)

  • Ich habe erst einmal nur ein Pleuel/Kolben gewogen.
    Den Rest mache ich später, wenn ich mal Zeit habe.
    Viel Differenz sollte da aber nicht sein, zumindest sollte man davon ausgehen.

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  • Ich fahre seit 2 Jahren mit Drehzahlbegrenzer 8000 herum und habe keine Probleme.
    Ich brauche die 8000 aber so gut wie gar nicht und schalte gewöhnlich bei 7000 bis 7200, oft auch darunter, wenn es z.B. in einen langen Schweizer geht.
    Bis 8000 lasse ich schon mal stehen, wenn das Hochschalten nicht mehr lohnt.
    Das ist z.B. beim Slalom in Eggenfelden nur 2x pro Lauf vorgekommen und zwar im 4. Gang in den schnellen Toren, auf dem Rückweg der Landebahn.
    Du siehst das im Video, unmittelbar vor einem Bremspunkt wurden laut Aufzeichnung zwischen 7920 und 7980 Um erreicht. Hochschalten hätte da richtig Zeit gekostet, der 5. wäre keine 20 m drin gewesen.
    Im normalen Straßenbetrieb braucht man diese Drehzahlen gar nicht, auf der Rundstrecke kann es schon einiges bringen, um bei Serienübersetzung einen guten Anschluss zu bekommen.

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  • Danke Erich, war nur ne Interessenfrage.


    Hätte Rückschlüsse zugelassen, ob da einfach ne Serienproduktion läuft oder ob die Kolben selektiert/ angeglichen werden.


    Wahrscheinlich eh Wunschdenken meinerseits, sind ja doch Grossserienmotoren ;-)


    MFG Carsten

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