Zulassungsstatistik

  • Dass im April 8,0 % weniger PKW in Deutschland neu zugelassen wurden als noch vor einem Jahr, lag wohl kaum am schlechten Wetter und einer damit einhergehenden verminderten Kauflust. Es lag wohl eher daran, dass bereits im Vormonat deutlich mehr Fahrzeuge zugelassen wurden als sonst üblich, der Grund also eher in einem zeitlichen Vorziehen von Neuwagenlieferungen und -zulassungen zu suchen ist. Ob die Hersteller nun produktionsbedingt eher liefern konnten oder viele Kunden ihren Wunschliefertermin bewusst um einen Monat vorgezogen haben lässt sich aus den Zahlen leider nicht ableiten. Während bei allen deutschen Herstellern im April Zulassungsrückgänge zu verzeichnen waren, konnten mehr als die Hälfte der ausländischen Hersteller Zuwächse gegenüber dem April 2016 verbuchen. So auch Subaru mit 16,5 % und Toyota mit 12,0 % (727 neue Subarus und 6622 neue Toyotas). Unsere Lieblinge hatten daran folgenden Anteil:

    • GT86: 20 (13 privat, 7 gewerblich)
    • BRZ: 9 (4 privat, 5 gewerblich)

    Zum Thema "Anteil": Im Jahr 2016 betrug der Anteil des BRZ 1,02 % an allen in Deutschland neu zugelassenen Subaru-PKW, der Anteil des GT86 0,42 % an allen in Deutschland neu zugelassenen Toyota-PKW.

  • Ist er ja auch. Er ist als Toyota seltener als der BRZ als Subaru. :D

    "There are a number of ways of increasing performance. (...) These items can all be modified by customers (...).
    Yet designing a low center of gravity body from scratch can only be achieved by the car's manufacturer. And that is what we have done."


    Hiromi Tamou
    Deputy General Manager, Subaru Engineering Division

  • Wie schon im April konnten Toyota und Subaru auch im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich zulegen. Bei Toyota stieg die Anzahl der neu zugelassenen Wagen um 38,2 % auf 7602 Stück, bei Subaru bedeutet das Plus von 18,2 % 585 Neuzulassungen. Verglichen mit dem Plus von 12,9 % über alle PKWs und Marken gerechnet ist das für beide Hersteller ein überdurchschnittlicher Anstieg. Der bescheidene Anteil von GT86 und BRZ daran lässt sich wie folgt in Zahlen ausdrücken:

    • GT86: 16 (11 privat, 5 gewerblich)
    • BRZ: 8 (5 privat, 3 gewerblich)
  • Danke für die aktuellen Zahlen, spitze.


    Schön das der BRZ mittlerweile bei einem Verhältnis von 2:1 angekommen ist (GT86/BRZ). Irgendwie ist der Verlauf der Zulassungszahlen beim BRZ Subaru typisch. Lange unerkannt und irgendwann verstanden. Ich denke zum Jahresende wird die Gesamtstückzahl des BRZ wieder deutlich angestiegen sein gegenüber den letzten beiden Vorjahren (ich schätze mal gute 100 Stk.). Und auch Subarutypisch: Im letzten drittel des Lebenszyklus geht´s noch mal aufwärts.


    Erfreulich auch für Toyota, das die Gesamtzulassungszahlen mal einen richtigen Schub nach vorne gemacht haben. Bei Subaru sehe ich das Zulassungsplus von 18,2 % eher mit gemischten Gefühlen. Es gibt nur das selbe Kontingent wie im Vorjahr. Ein Plus bedeutet: schneller weg die Autos und wieder längere Lieferzeiten.


    Wie der neue Subaru Deutschland Chef erst vor 2 Tagen verkündete: "Nein ein Absatzplus planen wir für 2017/2018 nicht, da wir nur das selbe Herstellerkontingent wie im letzten Jahr haben. Für Subaru Neukunden natürlich blöd, denn solch ein Nachfrageüberhang sorgt natürlich für weniger Rabatt beim Neuwagen Kauf. Für Kunden die bereits einen Subaru haben erfreulich, denn die Wertstabilität der gebrauchtfahrzeuge bleibt dadurch überdurchschnittlich hoch.

  • Lange unerkannt und irgendwann verstanden.


    Das klingt zwar schön :) , aber ich denke es gibt einen profanen Grund, dass das extreme Missverhältnis sich normalisiert.
    Der GT86 ist nun eben nicht mehr schneller und häufiger verfügbar, da mittlerweile auch bei Toyota Neuwagen - in der Regel - erst bei Kundenbestellung geordert werden.
    Dazu dann die immer noch günstigere Einstufung in der Versicherung ^^

  • Ich bin gespannt ob sich das face-lift alleine durch die Optik des Wagens als Änderungsfaktor für die Statistik herausstellen wird.
    Der brz könnte so deutlich mehr Zuspruch finden, zumindest wünsche ich mir das. Wir werden sehen wo die Geschmäcker hin wandern.


    Aber das was katty da schreibt ist mal wieder ein interessantes Stück Verkaufsstrategie und, wie ich finde, töricht. Vlt wollen sie auch erst Kontinuität sehen und dann im nächsten Jahr nach oben korrigieren?
    Nur könnte es dann bereits zu spät sein um etwas vom Schwung mit zu bekommen.

  • Wenn ich das wiedergeben darf, was ich als Feedback von BRZ Neuwagenkäufern (der letzten 18 Monate) bekommen habe (warum BRZ und keinen GT86) ist der häufigste Grund nicht die Optik oder die billigere Versicherung, sondern das den Leuten erst später in Gänze klar geworden ist das ein GT86 ein Subaru ist und kein Toyota und daher es bei einigen dann halt eher der BRZ wurde. Subaru D ist da selber aber nicht glücklicher drüber, denn ein Outback bringt mehr Geld in die Kasse als ein BRZ.


    Toyota Händler kann ich aber auch gut verstehen, das sie keine große Euphorie mehr beim Thema GT 86 haben (das Auto bringt keine Marge mehr) und sich die Fahrzeuge nicht mehr so hinstellen wie das früher der Fall war. Seit Erfüllung der Abnahmeverpflichtung durch Toyota im letzten Quartal 2016 sind die Produktionszahlen des GT86 im Subaru Werk auch deutlich zurück gegangen. In den USA boomen seit dem Facelift die Zulassungszahlen des BRZ (die kriegen ja auch die netten Sondermodelle). Der Verkaufsstart des Toyota GT 86 (Scion Ersatz) in Amerika liegt weit hinter den Erwartungen zurück. Ich denke die Warten auch dort alle auf die neue Supra die ja auch in den USA Kult war.


    Für Toyota Fans freue ich mich riesig auf nächstes Jahr wenn es dann endlich wieder eine Supra gibt und ich hoffe auf größere Stückzahlen für Toyota.


    Mit Verkaufsstrategie hat das gar nichts zu tun. Die Japaner legen das Kontingent an Fahrzeugen fest, nicht die Deutschen. Und die Japaner machen das nicht aus strategischen Gründen sondern weil Sie nicht mehr produzieren können.

  • Kar darfst Du die wiedergeben, Katty. Es sind aber Deine Erfahrungen, entstanden in Deinem realen und virtuellen Umfeld und nicht der Querschnitt der deutschsprachigen Toyobaru Interessenten.
    Obwohl, bei den insgesamt homöopathischen Stückzahlen mag das doch schon einen gut messbaren Anteil ausmachen.

  • Hier (also in den USA) sieht man sowieso deutlich mehr BRZ als Scion FR-S oder Toyota 86. Scion hat halt nicht das beste Image (Billig-Marke von Toyota in USA, deswegen eingestellt) und als Toyota wird der Wagen eh nicht wahrgenommen. Und ja, hier gibt es zig Sondermodelle und Limited Editions von den Twins ...

  • Kriegst die in Deinen Koffer :-)))))))))

    Haha, glaubst Du! Ich glaub hingegen, dass da ist kein Platz mehr ist. Muss mich erst mal um die Orange Seite der Macht kuemmern.

  • Die hat STI 2013 als Einzelstücke für ausgewählte Amerikanische Kunden gebaut (mit EJ 20 Turbo Motor) Mann wollte damit Privatfahrern einen BRZ Cup ermöglichen, der aber leider nie zustande kam. Sind aber nie im offiziellen Subaru Verkaufsprogramm gelandet.

  • Letzten Monat hat das KBA eine Statistik über den Fahrzeugbestand, aufgeschlüsselt nach Herstellern, veröffentlicht. Zum Stichtag 1. Januar 2017 waren 45.803.560 PKWs in Deutschland zugelassen. Der Statistik nach hat Toyota mit 1.299.589 Fahrzeugen daran einen Anteil von 2,84 %. Subaru kommt mit 123.463 PKWs auf einen Anteil von 0,27 %. Zum Vergleich: Porsche hat mit 277.093 Autos einen Anteil von 0,60 %. Wer folglich exklusiv fahren möchte, greift lieber zum Subaru statt zum Porsche :) .


    Keine große Überraschung ist die Tatsache, dass Volkswagen mit 9.887.132 Autos und einem Anteil von 21,59 % den Bestand anführt.Eine Analyse der Bestände in den einzelnen Bundesländern ergibt, dass Toyotas am häufigsten im Saarland das Straßenbild prägen: Während der Anteil in allen anderen Bundesländern zwischen 2,5 % und 3,8 % schwankt, tragen im Saarland 5,8 % aller PKWs ein Toyota-Logo. Für Subaru wurden leider keine entsprechenden Angaben veröffentlicht.


    Etwas kurios wirkt die Tatsache, dass den höchsten VW-Anteil mit sage und schreibe 34 % kein Bundesland inne hat, sondern in der Spalte "Sonstige" auftaucht. Bei "Sonstige" handelt es sich nicht etwa um das 17. Bundesland "Mallorca", wie einige hier vermuten würden, sondern hier werden Fahrzeuge der Bundespolizei, des THW und nicht eindeutig zuordnungsfähige Fahrzeuge geführt. Anderen Veröffentlichungen nach handelt es sich bei "Sonstige (Bundesländer)" um einen Gesamtbestand von zur Zeit rund 25.000 Fahrzeugen. Aus diesen Zahlen kann man ableiten, dass die öffentliche Hand zu gut einem Drittel bei VW beschafft (hat). Mit einem deutlichen Abstand, nämlich "nur" 11,0 %, folgt Mercedes auf Platz zwei, dicht gefolgt von BMW auf Platz drei mit 9,2 %. Platz vier und fünf teilen sich Ford und Opel mit jeweils 6,7 %, Platz sechs hat Audi mit 5,3 % inne. Damit stammen rund drei Viertel aller "Bundes-PKWs" aus (mehr oder weniger) deutscher Produktion.


    Aber auch was die monatlichen Zahlen angeht war das KBA wieder mal fleißig und pünktlich, so dass uns für den Juni 2017 folgende Informationen über die Neuzulassungen vorliegen:

    • GT86: 27 (14 privat, 13 gewerblich)
    • BRZ: 9 (5 privat, 4 gewerblich)


    Die Gesamtübersicht ab 2012 ist, wie seit Jahr und Tag, im ersten Post dieses Threads zu finden.

  • Für die Bundeswehrfahrzeuge (Y-......) und die NATO-Fahrzeuge (X-....) ist die "Zentrale Militärkraftfahrtstelle" (ZMK) in Mönchengladbach zuständig. Auf dem Dienstsiegel steht "Bundeswehr - Zulassungsstelle". Ob diese Fahrzeuge in den Statistiken des KBA auftauchen habe ich noch nicht herausgefunden.


    Zudem gelten für diese Fahrzeuge für die Zulassung andere Regeln als für "normalsterbliche" Fahrzeuge:

    • Die Schilder sind selbstverständlich NICHT reflektierend (Tarnung bei Dunkelheit).
    • Die Buchstaben und Ziffern entsprechen nicht den mit dem EU-Kennzeichen eingeführten Zeichen, sondern noch der alten DIN 1451.
    • Die Versicherung entfällt, denn die Bundeswehr bzw. der Bund haftet direkt und ist somit sein eigner "Versicherer", ähnlich wie bei der Bahn.
    • Eine Prüfplakette (HU) gibt es auch nicht.
  • Vielen Dank Statistix!


    Gibt es zwischenzeitlich eine neuere Auswertung über den tatsächlich noch angemeldeten Bestand an GT/BRZ?
    Die wird doch 1-2 mal im Jahr aktualisiert wie ich mich gedenke zu erinnern :D

    Subaru BRZ Sport MT in WR Blue
    35. BRZ in Deutschland in privater Hand!
    EZ am 11.04.13 - Eibach Pro-Kit, H&R-Spurplatten, TOMEI UEL Expreme, Budde OP, Milltek Catback, HKS Filter, Scheibentönung


    "Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung, alles was wir brauchen, ist die richtige allumfassende Krise und die Nationen werden in die neue Weltordnung einwilligen."
    David Rockefeller, Vorsitzender der jährlichen Bilderbergerkonferenz

  • Problem
    Es existieren Millionen von Autos, die von einem Dieselmotor angetrieben werden, und die die Abgasgrenzwerte, von den Herstellern gewollt, zwar auf dem Prüfstand, nicht aber im Realbetrieb einhalten.


    Annahmen
    Folgende von vielen mehr oder weniger kompetenten Führungskräften, Experten und Politikern gemachte Annahmen sind als "wahr" zu betrachten (Tautologien):
    1. Eine mechanische Umkonstruktion der Motoren kostet viel Geld.
    2. Die Bauteile für die Umrüstung müssen produziert werden und kosten sehr viel Geld.
    3. Ein mechanischer Umbau aller betroffenen Fahrzeuge kostet noch viel mehr Geld.
    4. Was man nicht anfassen kann ist nichts wert.
    5. Was nichts wert ist kostet nichts.
    6. Software kann man nicht anfassen.


    Schlussfolgerung 1
    Aus den Annahmen 1 bis 3 folgt, dass eine mechanische Umkonstruktion und ein Umbau sehr, sehr teuer wird und die Hersteller gegebenenfalls in den Ruin treibt (heul!).


    Schlussfolgerung 2
    Aus den Annahmen 4 bis 6 folgt, dass Software nichts kostet.


    Beschluss
    Unter Berücksichtigung der Schlussfolgerungen 1 und 2 wird aus monetären Gründen beschlossen, dass Problem rein softwaretechnisch zu lösen.


    Aufgabenstellung
    Schreiben sie die vorhandene Software so um, dass die Grenzwerte im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Ob die Lösung praxis- und umweltgerecht ist ist hierbei zu vernachlässigen.



    Als Informatiker weiß ich nicht, ob ich über die beim Diesel-Gipfel beschlossene "Lösung" jetzt lachen oder weinen soll. Und ich denke so dürfte es vielen IT- und auch Nicht-IT-Leuten hier im Forum wohl auch gehen. Dieser unendliche Glaube an die Allmächtigkeit der Software ist für mich als Informatiker erhebend, erheiternd und erschreckend zugleich. Und mal allen Ernstes, wer glaubt wirklich daran, dass die neue Software nun keusch und rein sein wird wie ein junges Mädchen? Ist hier nicht schon der "Abgasskandal 2.0" im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert? (Ich liebe solche Doppeldeutigkeiten :D )


    Ich glaube nur an die blanken Zahlen, und diese lieferte uns das KBA dankenswerterweise wieder mal pünktlich ab. Und in der Hoffnung, dass die KBA-Software keine geheime Abschaltvorrichtung für Neuzulassungen von japanischen Sportwagen hat, wollen wir den folgenden Neuzulassungszahlen für den Juli 2017 Glauben schenken:

    • GT86: 48 (35 privat, 13 gewerblich)
    • BRZ: 7 (5 privat, 2 gewerblich)
  • Wie immer, vielen Dank fuer diese monatlichen Einsichten!


    Als Informatiker weiß ich nicht, ob ich über die beim Diesel-Gipfel beschlossene "Lösung" jetzt lachen oder weinen soll. Und ich denke so dürfte es vielen IT- und auch Nicht-IT-Leuten hier im Forum wohl auch gehen.

    Ja, ganz genau so. Die Tatsache, "dass Software nix kostet", weil man sie ja nicht fassen kann, verfolgt mich auch schon mein ganzez Berufsleben. Und in der Automobilindustrie am allermeisten.

  • 40 privat neu zugelassene Toyobarus im Juli, find ich klasse :thumbsup: gibt ja doch noch Leute mit Geschmack.


    Danke für die Zahlen und den kleinen Exkurs ;)

    ...und das Handtuch nicht vergessen!


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