Gedämpfte Aftermarket-Riemenscheiben

  • Freunde der Nacht.
    Zuerst sollte ich vielleicht klarstellen das dies hier kein echter Sorgenthread ist.
    Er betrifft eher nur einige wenige die die ihren GT86 gerne zwischen 5000 und 7500rpm bewegen
    und Modifikationen zur Leistungsverbesserung vornehmen.


    Und ja, Boxer sind konstruktionbedingt gut ausbalanciert.
    Das gilt aber nur für Unwuchten die bei anderen Motorendesigns mit Gegengewichten ausgeglichen werden müssen.
    Dazu kommen aber auch Verwindungen und Vibrationen entlang des Antriebsstrang die bei jedem Motor vorkommen
    und u.a. von den Zündungen an den Zylindern ausgehen.


    Es gibt Hersteller die sich diesem Thema annehmen und Scheiben entwickeln die besonders harten Testbedingungen ausgesetzt werden.
    Dazu zählen ATI und Fluidampr:


    http://www.atiracing.com/produ…ers/charts/dam-subaru.htm
    http://www.subispeed.com/2015-…ngine-damper#.VSDkJOEXudw


    Dazu ein erklärender Link:


    http://www.atiracing.com/products/dampers/damper_dinan.htm


    Ab Werk haben wir bereits eine vibrationsgedämpfte Riemenscheibe die mit dem OEM-Schwungrad abgestimmt ist.
    Nichtsdestotrotz steht diese Kombination in Verdacht bei anhaltend hohen Drehzahlen für Schäden am Antriebsstrang verantwortlich zu sein.
    Wahrscheinlich dämpft diese aber nur recht passiv die anfallenden Vibrationen während spezifische Resonanzen nicht ausgeglichen werden können.
    Unsere OEM-Riemscheibe wird laut Amiforum seit 2002 bei unterschiedlichen Modellen verbaut und ist wenig FA20 spezifisch.
    Auf Anfrage bezeichnete sie Subaru auch als nicht gedämpft!?
    Bei uns soll der kritische Bereich um die 600Hz liegen und von 4500rpm bis Drehzahlgrenze gehen.


    Wer nur im Stadtverkehr mitschwimmt und auf der Autobahn im sechsten cruist hat wohl die wenigsten Sorgen.
    Besonders eindrucksvoll fand ich einen Thread aus dem S2000-Forum wo eine gedämpfte Riemescheibe sogar
    Klopfen reduziert hat und Leistung wiedergewonnen wurde.
    Ohne Fluidampr:


    Mit Fluidampr:


    Der Thread dazu:
    http://www.s2ki.com/s2000/topi…vs-fluidampr/page__st__25



    Was meint ihr?

  • Meine Meinung:


    Du vergleichst einen Reihenvierzylinder von Honda aus dem Jahr 2000 mit einem Boxermotorvon Subaru aus dem Jahr 2012.
    Warum nicht einen BMW-Reihensechser mit einem Porsche-Boxer-Sechszylinder vergleichen?
    Dein Post besteht aus unbelegtem Sekundärwissen mit seltsamen (eigenen) Schlussfolgerungen.

  • Alle Links gelesen?
    Warum keine Äußerung zu Sinn und Unsinn solcher Riemenscheiben?
    Da seit dem Reihensechszylinder und dem Porsche Boxer der Verbrennungsmotor nicht neu erfunden wurde
    werden hier nur scheinbar Äpfel mit Birnen verglichen.
    Mir geht es um sinnvolle Modifikationen die nicht nur auf maximale Performance abzielen sondern auch
    im gesunden Maße die Haltbarkeit berücksichtigen.
    Resonanzen und Verwindungen an Motoren gibt es auch im Jahr 2015. ;)


    Zweiter Versuch. :D
    Hat jemand Erfahrung mit solchen Riemenscheiben und ist der Nutzen für die Haltbarkeit
    und Performance ein großer?
    Der FA20 hat zwar Modifikationen für höhere Drehzahlen was ihn aber nicht zwangsläufig zum
    Drehzahlmonster ohne Schwächen macht.
    Das waren seine Vorgängermotoren bei Subaru auch nicht unbedingt.
    Bilder von kaputten oder verschlissenen Pleuellagern/Kurbelwellen beim FA20 gibt es ja genug.
    Das könnte doch durchaus an deren Beanspruchung am Antriebsstrang liegen?
    Hohe Drehzahlen und Aufladung fördern das ganze natürlich.
    Ich habe hier mal einen mit MPS-Turbo gesehen dessen Schaltblitz bei 6000rpm anging.
    Das fand ich sehr gut und vernünftig.
    Ist ja auch teuer so ein Umbau..... ;)

  • Klar habe ich die Hersteller-Links gelesen. Es hätte mich auch, rein marketingtechnisch, gewundert, wenn der Hersteller besagter Lösung diese nicht als das Optimum bzw. Must-Have darstellen würde.
    Meine Meinung zur grundlegenden Unterschiedlichkeit von Reihen-und Boxermotoren besteht auch nach Deinem Elaborat fort. Gleiches gilt auch für den Unterschied zwischen einem Benzinboxer und einem Dieselboxer, falls das Argument als nächstes kommen sollte.


    Gegenfrage:
    Woher nimmst Du die Überzeugung, dass es einen Unterschied / Sinn /Unsinn macht? Empirie, bitte.

  • Klar kann das Marketing sein, muss es aber nicht unbedingt!
    Ich habe mich weiter belesen und bin auf einige interessante Fakten gestoßen.
    Motoren an denen die Riemenscheiben mit ein paar Schrauben befestigt sind und sich relativ leicht entfernen lassen sind
    wie auch immer ausbalanciert!
    Das ist bei unserem FA20 der Fall.
    Unsere OEM-Riemenscheibe hat lediglich einen sog. NVH-Damper.
    Das steht für Noise, Vibration & Harshness und soll die Betriebsgeräusche des Riementriebs und der Anbauten reduzieren.
    Wir können also unbedenklich leichtere Riemenscheiben etc. verbauen ohne uns über eine veränderte
    Haltbarkeit des Motors sorgen zu müssen.
    Lediglich das Betriebsgeräusch wird lauter oder einige würden sagen "raciger".
    Darum geht es hier aber nicht.


    Hier geht es um Schwingungen die bei transversalen/seitlichen Belastungen auftreten wenn die Zylinder im Motor feuern und die Kurbelwelle verformen.
    Diese können sich verstärken wenn Amplituden aufeinander treffen und ungünstige Resonanzen bilden.
    Je länger die Kurbelwelle, desto wahrscheinlicher diese Resonanzen.
    Unser 4 Zylinder ist da am wenigsten problematisch.
    Fluidampr behauptet z.B das unser Motor mit einer leichteren Riemenschebe eine kritische 600Hz Resonanz der 5ten und 6ten Ordnung erzeugt
    Dummerweise zeigen die nur den Vergleich zwischen einer leichteren (z.B. Perrin) und der Fluidampr ohne OEM-Scheibe.
    Auch kann ich nicht beurteilen inwiefern so eine Resonanz schädlich ist und ob sie mit der OEM-Scheibe ebenfalls vorkommt?
    600Hz ist für mich eher Audiobereich was Subaru mit seinem OEM-NVH-Damper schon reduziert haben könnte.
    Tatsache ist das die Fluidampr nochmals schwerer als die OEM ist und deswegen schon anders einwirkt.
    Ich könnte(!) mir vorstellen das die leichten Performancegewinne im Dyno durch eine Minimierung der Leistungsverluste beim Antreiben
    der Aggregate entstehen bei einem gleichzeitig schlechterem Ansprechverhalten wenn nicht woanders gegengearbeitet wird.
    Wenn tatsächlich schwerwiegende Torsionskräfte vorlägen, dann hätten wir doch auch ein Zweimassenschwungrad, oder?
    Was mich beim Honda S2000 Post so beeindruckt hat war die scheinbare Tatsache das weniger Klopfen per Zylinder gemessen wurde.


    Achtung Spaß!
    Woran das liegen könnte kann ich mir nur so erklären:
    https://www.youtube.com/watch?v=fM27C2UzxIM
    Ab zwei Minuten.
    600Hz hat eindeutig eine Wirkung auf das Gas! :D


    Spaß aus!
    Es könnten aber auch nur die Klopfsensoren sein die weniger irritiert werden weil der Motor "ruhiger" läuft.
    Wenn die Sensorik besser funktioniert und deswegen falsch positives Klopfen entfällt wäre das nicht unbedingt unerwünscht.
    Da am gesamten Antriebsstrang des FA20 keine Dämpfung stattfindet und gemäß OEM-Specs anscheinend auch nicht erforderlich ist,
    kann man mit dem Fluidampr nicht viel falsch machen.


    Das es aber nur teurer Voodoo ist kann ich so abschließend nicht sagen. ;)
    Gefühlt würde ich den mit Gel gedämpften Fluidampr nehmen weil Flüssigkeiten reaktiver sind als Gummis mit spezifischen Härtegraden wie beim ATI.

  • Ich hab das folgende gelesen:


    http://www.welt.de/wissenschaf…ls-durch-Weisse-Haie.html


    Jährlich sterben mehr Menschen durch Kühe als durch Haie, beides sind also lebensgefährliche Lebewesen. Ich verkaufe zufällig einen magischen Rheinkiesel. Meine Forschungen haben ergeben, dass 100% der Menschen, die diesen Rheinkiesel mit sich führen, nicht von einem Hai getötet werden. Auch die Zahl der Todesfälle durch Kühe bewegen sich gen Null, wenn man nur diesen Rheinkiesel bei sich führt. Warum wird also nicht jedem ein solcher Rheinkiesel mitgegeben???
    Ganz einfach: Die Hersteller von Booten und elektrischen Zäunen sind einfach zu dumm, um die unglaubliche Effizienz dieser Rheinkiesel zu erkennen bzw. zu geizig, um diese zur Standardausrüstung zu machen.
    Im Gengenteil werden stattdessen so doofe Verhaltensmaßregeln aufgestellt, wie sie im Artikel zu lesen sind. Das schränkt meine Bürgerrechte im Umgang mit Kühen, aber auch mit Haien, die ja ähnlich gefährlich sind, dramatisch ein. Bei Haien helfen die für Kühe geschilderten Verhaltensmaßregeln auch gar nicht, weil man Haie nicht melken kann.


    Vielleicht sollte endlich mal jemand eine Petition starten, damit die Hersteller von Booten und elektrischen Zäunen, aber auch die von Melkmaschinen, endlich die Rheinkiesel zur Standardausstattung machen.


    Soviel zu "Fakten" und Kausalität.

  • Ist die Frage wem man überhaupt glauben soll wenn Fluiddampr dieses Diagramm zeigt:

    und Laskey Racing beziehungsweise ATI Racing dieses hier:

    Passt doch irgendwie nicht zusammen.

  • Onkel C
    Nicht ganz das Thema aber trotzdem ein lustiger Artikel.
    Bist du im Leben auch so lustig? :D


    Zu den gedämpften Riemenscheiben gibt es noch zu sagen das die besonders bei Motoren mit geänderten Innereien und Aufladungen empfohlen werden.
    Der Fluidampr hat zusätzlich noch Anschlussbohrungen für eine ARE Trockensumpfschmierung.


    Ist aber wohl das falsche Forum sich über den Unsinn/Sinn von gedämpften Riemenscheiben Gedanken zu machen.
    Dann sich lieber 3" Auspuffanlagen mit riesen Ansaugtrakt an den GT verbasteln.
    Das bringt es! ;)


    Edit:
    gummitod :
    Keine Ahnung welche Maschine das Diagramm von ATI zeigt. Chevy irgendwas?
    Das war auch bestimmt kein Boxer.
    Der FA20 läuft wohl so gut das eine zusätzliche Dämpfung nicht erforderlich ist und die Renningenieure unter uns
    auf Gewichtsersparnis bei den rotierenden Massen setzen.
    Was Fluidampr da zeigt sind m.M.n. hochfrequente Schwingungen die sich überwiegend audiomäßig bemerkbar machen.
    Deswegen auch der Vergleich zwischen einen Lighweight-Pulley und dem Fluidampr.
    Der OEM hätte wahrscheinlich wie der Fluidampr ausgesehen und das macht sich nicht gut bei der Vermarktung.
    Mich würde interessieren ob man fahrtechnisch tatsächlich was messen und spüren kann.
    Besonders mit einer leichteren Schwungscheibe die ja schon eine Abweichung von der OEM-Vorgabe darstellt
    und somit eine Dämpfung rechtfertigen könnte.
    Auch würde mich tatsächlich interessieren ob die Klopfsensorik durch Motorgeräusche derart beeinflusst werden kann.
    Philipp bei MPS hatte sowas mal angedeutet und gesagt das der Schwellenwert der Sensorik schon mal angepasst werden muss.
    Ansonsten bekommt man von der ECU Leistung entzogen wegen falsch-positiven Klopfereignissen die keine sind.

  • Was jetzt ein Anscluss für eine Trockensumpfschmierung mit dem Ausgangsthema zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
    Wer empfiehlt die Riemenscheiben für aufgeladene Motoren? wieder die Hersteller der Riemenscheiben oder die Anbieter der Aufladung?


    Und "das Forum" ist sicherlich das falsche, wenn es als Spielwiese für krude Gedankengänge benutzt wird, welche als "Faktum" dargestellt werden.


    Nur meine Meinung...

  • Leute! Ist das der neue Forenumgangston?
    Scheint ja einigen ziemlich an den Bart, äh Rheinkiesel zu gehen. :D
    Krude Gedankengänge die als Faktum verkauft werden gibt es hier zuhauf.
    Leider....
    Ist nur meine Meinung.


    Der Dry-Sump Anschluss wurde nur "featuremässig" von mir erwähnt.

  • Unabhängig vom Motor scheint der Fluildampr laut den Diagrammen aber kaum eine Wirkung zu zeigen, und das obwohl er angeblich in einem sehr breiten Frequenzspektrum wirken und daher keine Abstimmung auf den jeweiligen Motor brauchen soll...


    Ich glaube auch nicht das es darum geht, dass sich die Schwingungen "audiomäßig bemerkbar" machen, schließlich wirbt ATI damit das sie die Dinger hauptsächlich bei NASCAR und ähnlichem einsetzen. Vielmehr gehts wohl um die Dauerfestigkeit von Kurbelwelle und Lager. 600x pro Sekunde so ne Kurbelwelle um 0,2° biegen geht halt aufs Material. Wobei das noch nicht wirklich viel ist.

  • Ah, danke für die Diskussion!
    Du meinst eine ATI oder Fluidampr bringen tatsächlich was für die Haltbarkeit?
    Das Kurbelwellen sich verformen soll ja normal sein und es geht lediglich um sich aufbauende Schwingungen
    die eine zusätzliche Last bedeuten.
    Die im Fluidampr-Diagramm gezeigte leichtbau Alu-Riemenscheibe zeigt zwar so einen Frequenzpeak
    aber es fehlt eben das akustisch dämpfende OEM-Rad zum Vergleich. Deswegen meinte ich Audio.
    Alu absorbiert Schwingungen schlechter und gibt diese wie ein Lautsprecher nach außen weiter = Peak im Diagramm.
    Der Riementrieb singt dann sozusagen = racig.
    Raceseng musste wegen gebrochenen Alu-Riemenscheiben auch schon mal einen Rückruf starten und verstärken/nachbessern.
    Weingläser haben ja auch eine Resonanz und der Effekt ist allgemein bekannt. Singen oder zerspringen.
    Da ich allen radikalen Mods abgesagt habe kommt für mich nur noch eine leichtere Schwungscheibe aus Chromoly
    und eine leichtere odere gedämpfte Riemenscheibe in Frage.
    Ich würde wohl doch letzteres wählen und wenn es nur für ein gutes Gefühl ist.
    Was für einen Lambo gut ist kann einem Subaru-Boxer nicht schaden. :D

  • Hab mich nicht groß mit dem Thema beschäftigt aber für mich wäre das eher interessant wenns mit Aufladung richtung >400 PS geht. Mehr Bums im Zylinder, mehr Torsion an der Kurbelwelle.
    Bislang sind aber keine Fälle bekannt wo die Kurbelwelle beim FA20 schlapp gemacht hat oder?
    Worum es überhaupt geht hat ATI in dem von dir verlinkten Artikel in den Absätzen Fatigue Failure und Torsional Vibration ganz gut beschrieben.

  • Das 400PS auf den Antriebsstrang gehen ist klar.
    Von gerissenen Kurbelwellen habe ich noch nichts gehört.
    Nur von verschlissenen Lagern an denen laut Amiforum hohe Drehzahlen und mangelnder Öldruck schuld sind.
    https://www.google.de/search?q=fr-s+failed+rod+bearing&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=b6IiVd78IISasAH7qoSoCw#q=fr-s+rod+bearing+site:[url]www.ft86club.com[/url]
    Aber wer weiss das schon so genau.
    Es gibt ja auch Schwankungen in der Produktionsqualität.
    Grundsätzlich zerren die Torsionskräfte aber ganz ordentlich an den Lagern weswegen die Carillio-Pleuel bei Aufladung
    schon mal empfohlen wurden.
    Mit ihrer Verzahnung am Sockel sollen sie ein verdrehen und aufreiben am Lager verhindern.
    Das haben aber auch schon NA Speedheads ganz ohne Aufladung geschafft wie der Engländer der auf einer Pyrenäenausfahrt seinen GT noch in die Werkstatt retten konnte.
    Das hochfrequente Schwingungen durch eine etwaige mangelnde Dämpfung solche Defekte fördern können ist reine Spekulation.
    Toyota würde der Fahrweise die Schuld geben.
    Ich sage: Nichts ist unmöglich! ;)

  • Ich setz mich mal dazu. Also klar ist, dass im Motor je nach Konstruktion, Drehzahlniveau und Messort Schwingungen verschiedener Frequenzen und unterschiedlich hoher Amplituden gemessen werden können, die sich nicht unmittelbar erklären lassen. Ebenso klar ist, dass gleichmäßig drehende Massen auf den betroffenen Wellen solche Schwingungen bedämpfen können. Nicht klar ist, warum ausgerechnet die Riemenscheiben eines amerikanischen Tuners an dieser Stelle bessere Leistungen bringen sollen, als eine Serienriemenscheibe, die der Motorenkonstrukteur (der 5 Jahre Garantie auf den Motor gibt) nach 1000-en Stunden Prüfstandsläufen für richtig befunden hat. Genauso unklar ist, warum ausgerechnet eine "Störfrequenz" von 600 Hz (wo und wie überhaupt gemessen?) ein Problem darstellen soll, dass gleichermaßen von 4500 bis zur Höchstdrehzahl besteht.
    Ich halte die hier diskutierten bedämpften Riemenscheiben bestenfalls für unschädlich für den Motor und keinesfalls für eine "Verbesserung", die geeignet wäre die Motorlebensdauer zu verlängern. Ein solches Tuning sehe ich in etwa auf der selben Stufe wie Gaspedaltuning. Selbstverständlich hat die Riemenscheibe auch eine messbare Wirkung, nämlich auf den Kontoständen von Anbieter und Erwerber.
    Aber nachdem ich mir für viel Geld vollkommen zweckbefreit den Heckspoiler vom Kofferraumdeckel hab entfernen lassen, bin ich sowiso nicht mehr der richtige Diskussionspartner beim Thema "unsinnige Anschaffungen am Auto". ;)

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

  • Also gemessen sein müsste/sollte die Differenz vom Drehwinkel an beiden Enden der Kurbelwelle. Das Bild hier bringts auf den Punkt. Auf der einen Seite hat man das verhältnismäßig schwere Schwungrad als Schwingungsdämpfer und am anderen Ende eben nur eine leichte Riemenscheibe. Da gibts halt angeblich 600 kleine Ausschläge pro Sekunde. Aber wie groß die Amplitude wirklich ist und wie sich eine leichtere Riemenscheibe oder ein Kompressorumbau quantitativ darauf auswirkt und ab welcher Schwingungsamplitude das ganze überhaupt kritisch wird, hinter diesen Punkten seh ich noch ein großes :?: .



    Die einen kaufens weil sie es brauchen, die anderen fürs gute Gefühl, die meisten lassens, das Leben ist schön. :thumbsup:

  • Also zum Thema:
    1. Wie glaubwürdig sind die Datenquellen? Nur weil irgend jemand mal ein Auto mit irgend was ausgerüstet hat und nicht gleich was schlimmes passiert ist heißt das es die Lebensdauer verlängert?
    Die Frage nach der Erfahrung kann daher gar nicht mit statistischer Relevanz beantwortet werden.
    Jede Zusatzbelastung, auch Schwingungen, verkürzt die Lebensdauer. Ob sich das allerdings in den ersten 300000km auswirkt kann durch die gezeigten Diagramme nicht belegt werden.
    Deine Threads kommen mir daher immer wie Lobbyarbeit für die Aftermarketindustrie vor.



    ...im Übrigen bin ich der Meinung dass Toyota das GT86 Cabrio rausbringen muss! 8o
    "...no need to drive anything else" - J.C. (signed by me)

  • Also gemessen sein müsste/sollte


    gummitod, Du hast das Problem dermaßen perfekt auf den Punkt gebracht, dass Deine Formulierung als Universallösung der Diskussion genannt werden kann. :)

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


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  • Lobbyarbeit für die Aftermarketindustrie betreiben hier bestimmt nur ganz wenige. ;)
    Ich sehe es ähnlich wie 860, möchte mich aber nicht für seinen Beitrag bedanken
    weil es meine "Freunde" mit Abschluss in angewandter Physik schon getan haben. :D
    Deswegen verweise ich nur noch auf einen Post aus NASIOC der im Gegensatz zu uns
    recht zivilisiert verlief und auch einige Dokumente und Links enthält.
    Das OEM-Rad wurde da übrigens NICHT als ausschliesslicher NVH-Damper spezifiziert.
    Auch sind Lagerschäden ebenfalls ein Thema.
    Aber seht selbst:
    http://forums.nasioc.com/forums/showthread.php?t=2003273


    Edit:
    Ist natürlich ein EJ20 aber sehr gut vergleichbar.
    Der ATI soll ziemlich fest sitzen was für eine gute Wirkung wichtig ist.
    Laut einem Entwickler der dort gepostet hat erzeugt unser kurzer Motor eher
    Frequenzen außerhalb des Drehzahlspektrums.
    Auch weist er auf die Beschränkung hin das ein Gummidämpfer immer nur einen
    relativ engen Frequenzbereich abdecken kann.
    Änderungen an den Aggregaten verschieben wiederum Frequenzen was die
    Abstimmung eines Dämpfers zusätzlich erschwert.
    Welche Frequenzen schädlich sind wissen wirklich nur Leute die tief in der Materie verankert sind.
    Resonanzen können solide Gegenstände, Gase und Flüssigkeiten positiv und negativ beeinflussen.


    Besser als OEM zu sein ist nicht leicht!

  • So, nachdem ich mich ein wenig auf deutschsprachigen Seiten (z.B. hier) in das Problem der Kurbelwellentorsionsschwingungen eingelesen habe, stelle ich fest, dass dort die Entstehung der Schwingungen, der Frequenzbereich und die problemverschärfenden Bedingungen gut erklärt und behandelt werden. Dort (und auch woanders) wird aber nicht von einem maschinenschädigenden Problem für den Kurbeltrieb, sondern von einem Problem des von der schwingenden Riemenscheibe angetriebenen Riementriebs und den angeschlossenen Nebenaggregaten gesprochen. In erster Linie soll es sich dabei um ein Geräusch- und Verschleissproblem des Riemens handeln.
    Da üblicherweise, der Nockenwellenantrieb von der selben, der Kupplung gegenüberliegenden Seite der KW erfolgt, werden aus meiner Sicht so ungewöhnlich aufwendige Konstruktionen des Nockenwellenantriebs von der Kupplungsseite her (z.B. VW VR6) erklärbar.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


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  • Auf deutsche Links bin ich noch nicht gekommen. :D
    Da gibt es ja so einiges.
    Hier sind nochmal unterschiedliche Möglichkeiten und Wirkungsweisen unter einer Patentnummer beschrieben:
    http://www.google.com/patents/WO2014063881A1?cl=de
    Ich muss alles heute Abend mal genauer lesen.
    Sind aber klasse Infos und zeigen schon mal das es nicht immer nur um den Motor geht
    sondern auch um die Aggregate und deren optimalen Betrieb.
    Vielleicht kommen wir der Wahrheit ob ein OEM-Rad oder ein ATI/Fluidampr besser ist ein wenig näher.
    Immerhin "verzehren" die Aggregate auch nicht wenig Leistung. 2-3PS oder sogar mehr?

  • Mensch, gebt doch endlich auf!
    Wir haben hier genug Fakten zusammengetragen während hier ziemlich viele ohne Verstand und Zielsetzung sich
    Anbauten dranknallen.
    Ich und auch andere haben keine Lust solche Postings zu melden und zu kommentieren
    weil sie nicht beitragend sind.