Reifen für die Rennstrecke

  • Fährt hier jemand auch bei Regen über den Kringel ?


    Jep, hier aber ausser Konkurrenz mit dem WRX:
    - DUNLOP Sport Max RT, bei mässigem Regen gut, schüttet es in Bächen baut er ab.
    - BRIDGESTONE RE 070, rutscht eigentlich immer ein bischen, sagen wir mal er ist einfach zu fahren weil es immer gleich viel rutscht, bin sogar im Oktober bei Schneeregen damit über die NOS.


    - DUNLOP DIREZZA 03G, kurioserweise besser als die ersten zwei (ist ein echter Semi), kann aber auch daran liegen, dass meine Eier auf der NOS immer dicker werden (oder der Nagel im Kopp tiefer), irre viel Grip wenns Gewitterrregen ist, wenn die Strecke vorher Temp hatte, sobald es nur noch feucht ist geht fast Knallgas.
    Mein nächster "normaler" Reifen wird ein UNIROYAL Rain Sport, den setzen viele RCN Teams ein, da er günstig ist und erste Wahl bei Regen (der Name ist wohl Programm).

  • Erfahrungswerte hab ich nicht aber dem Hörensagen nach ist von den Straßenreifen doch der Michelin PS3/4 im Trockenen schon sehr gut und baut seinen Vorsprung im Nassen noch aus. Ist allerdings nicht grad günstig. So wurde es mir zumindest mehrfach erzählt.
    Irgendwo bin ich aber auch mal über nen Test gestolpert, wo Semi mit Sommer verglichen wurde. Ich meine mich erinnern zu können, dass im richtig Nassen nur ein Semi an die Performance der Besten Sommer-Sport-Reifen ran kam. Welcher genau weiß ich aber nicht mehr.

    Toyota GT86
    (Dynamic White Pearl, Leder-Alcantara-Ausstattung (anthrazit), Navigationssystem, OZ Ultraleggera LM Graphit 8x18, JBL)
    Umbauten: MPS TurboKit (300PS/329NM), Ölkühler, MPS Downpipe (HJS Kat), Perrin Overpipe, HJS-200-Zeller Frontpipe, Invida N1 Catback, GrimmSpeed Strut Tower Brace, GrimmSpeed Hood Struts, Valenti smoked, KW V3, 4.44er Achsübersetzung

  • Also fahre seit dieser Saison die AD08R 245/40 R17 zuvor die RSR-595 235/40 R17, muss sagen im Vergleich dazu ist der AD08R top im Regen. Jedoch nur solange er noch Temperatur hat, im kalten Zustand bei Nässe ist er nicht wirklich so gut .

  • Wenn du bei (warmer) Nässe Semis fährst geht dass zwar bei korrekter Linienwahl recht gut,
    sobald du aber auf die polierten Stellen der Trockenlinie kommst gehts " Hecke auf, Auto rein, Hecke zu"


    Ausprobiert mit RE070 bei 20° auf der NBR GP.
    Zum Glück ist ist in der Ravenol Kurve inen genug Platz auf der Wiese, sodass ich nicht eingeschlagen bin.


    Ein STRASSEN Sport Reifen der Kategorie PS4 sollte da deutlich gutmütiger sein.


    Wieviel ( wenn überhaupt) langsamer du damit wärst musst du selbst ausprobieren und auch ob sie
    das Überhitzungsproblem bei langen Stints bekommen. Das jedenfalls sollte bei Nässe deutlich später kommen.


    Reifenwahl war nocht nie einfach, hat nen Grund warum Profiteams soviel testen.


    Viel Erfolg Carsten

    Gwehrfahrdeblom Sachsenring 10/11/12/13/14/16
    denn geradeaus kann jeder :D



    Es geht nicht darum, wie schnell ein Auto ist, sondern WIE ein Auto schnell ist.
    ( überliefert von T. Schrick)

  • Hier sind immer so viele widersprüchliche Aussagen!


    Erst heißt es der Nankang hält gut (ganze Saison, Zitat von Chris, Kommentare und Videos auf YouTube), aus anderer Quelle (Max) heißt es, er hält nur einen Tag!
    Der Federal soll gut halten und dann wieder nicht...


    Der RSR hält bombig, wenn man ihn nicht überfährt und eine halbwegs gesunde Achsgeometrie hat. Zusätzlich wechsle ich die Räder nicht pauschal regelmäßig achsweise durch, sondern nach Sichtprüfung je nach individuellem Verschleiß. Dann versuche ich mir die Trackdays noch so zu legen, dass es mal links und mal rechts rum geht. Führt zu einem 1a gleichmäßigem Verschleißbild und langer Haltbarkeit. Kann Copperhead übrigens bestätigen.


    Bei Nässe: Es darf nicht zu viel Wasser auf der Strecke sein, man muss den Reifen halbwegs auf Temperatur bekommen und die Asphalttemperatur darf nicht zu weit abfallen. Ist das erfüllt, hat der RSR einen Top Nassgrip. 2°C und kräftiger Regen mach zwar auch Spaß, wecken aber Assoziationen mit einer Seifenbahn.


  • Hab zu den UHP im Nassen schon was geschrieben.


    Ich bin aktuell extrem überwältigt von dem Nassgrip des Michelin PS4, und zwar selbst auf auch im Trockenen schon sehr rutschigen Asphaltstücken. Mit Federals oder auch meinen Ex-Hankook-Straßen Reifen fing in meiner Haus- und Hofserpentine das ESP auf feuchter Strecke teilweise schon bei 2000 Umrehungen fleißig an zu blinken. Mit den PS4 muss man es regelrecht provozieren. Nochmal: Unglaublich, ich habe noch nie einen Reifen gefahren, der so einen Nassgrip hatte.


    Auf der Rennstrecke konnte ich das leider noch nicht ausprobieren, freue mich aber schon riesig auf den erste WET-Trackday. Gar nicht auszumalen, wenn die Reifen auch noch ein wenig Temperatur bekommen (für trockene Rennstrecke sind sie freilich nichts).


    Ich bin aktuell dabei die RSR dann als Kompromissreifen auszusortieren und fürs Trockene auf richtige Semis zu gehen. Für den Regen sollten die PS4 perfekt sein.

  • Wenn das Budget eine Rolle spielt und man auch mal über den Tellerrand schauen will, kann ich noch eine Alternative ins Spiel bringen: Extreme VR2.
    Das ist ein runderneuerter Semislick, gibt es in 215/45/17 u 225/45/17 in jeweils 3 Mischungen: weich, mittel, hart und kostet knapp 100€. Ist eine polnische Firma, wird aber wohl in Deutschland produziert, Vertieb in D durch rtm Motorsport. Das Profil ist optisch fast noch etwas extremer als der AR-1. Es werden wohl Semi-Slick-Karkassen genommen u dann aufbereitet. Luftdruck-Empfehlungen sind ähnlich wie bei den gängigen Semis. Er wird bei osteuropäschen Rallyes und bei Bergrennen in England verwendet, hierzulande noch nicht stark verbreitet. Es gibt auch einen VR1, der teilweise als Regenreifen eingesetzt wird.
    Ich fahre Clubslalom in Baden-Württemberg. Hier ist der Toyo R888 fast der Standardreifen, da die üblichen anderen Reifen meist bei den 3x1km nicht auf Temperatur kommen. Der Toyo läßt bei warmen Wetter allerdings im letzten Lauf schon wieder nach. Letztes Jahr bin ich den AR-1 gefahren, der hat auch Doppelstarts überstanden und bleibt länger stabil als der R888. Dieses Jahr habe ich den VR2 in softer Mischung probiert und bin sehr zufrieden. Grip gleich von Anfang an und läßt auch bei warmen Wetter nicht nach. Nur bei einem Slalom mit 2km Lauflänge auf der Kartbahn in Walldorf hat er am Ende etwas nachgelassen, Außentemperaturen um 20 Grad und Sonne. Der linke vordere Reifen hatte da außen fast 70 Grad nach dem letzten Lauf.
    Für den Track würde ich nicht den soft nehmen, aber der mittlere oder der harte sollten gut gehen. Die empfohlenen Temperaturen beim soft sind 20-50 Grad, mittel 30-80 Grad und hart 40-100 Grad. Der AR-1 hat seinen Arbeitsbereich wohl von 70-100 Grad laut pro-track Homepage.
    Ich bin in meiner Klasse in den letzten Jahren immer im Mittelfeld gewesen und wollte mal was anderes probieren, da ich eh nichts zu verlieren habe und keine Lust hatte, immer 700€ für den Reifensatz auszugeben. Leider war der Frühling nicht kühl genug, dass sich meine weichen Reifen besonders ausbezahlt hätten, aber es läuft schon ganz gut. Habe jetzt wieder die Nankang drauf, die Ergebnisse sind ähnlich geblieben, also gripmäßig scheinen sich beide nichts zu nehmen. Den Reifen fahre ich meistens auch auf dem Weg zur Arbeit, da ich keine Lust habe, sie zu wechseln. Bis jetzt bin ich noch in keinen starken Regen gekommen, aber da sollte man sicher aufpassen. Auch fahre ich fast nie auf der Autobahn und wenn, dann nicht viel und nicht schnell. Ob ich mit einem runderneuerten Reifen auf der Nordschleife fahren würde, weiß ich nicht, andere Kurse mit geringeren Geschwindigkeiten und etwas mehr Auslauf würde ich aber machen und werde ich hoffentlich auch mal.
    Verschleißtechnisch merkt man die weiche Mischung des VR2 schon, ich habe jetzt 15 Slaloms, also 45 Rennkilometer hinter mir und nähere mich der 2mm Marke, neu waren es semi-typische 5-6mm. Die AR-1 haben aber auch nicht viel mehrim Slalombetrieb aber auch nicht deutlich länger gehalten.

  • Das hört sich auch interessant an! Wie gesagt, auf Markennamen gebe ich speziell bei Track-Reifen wenig. Würde zum Beispiel liebend gerne mal Hoosier Semis ausprobieren, den Standard Track-Reifen in Nordamerika für Autocross etc. :)

  • Da hast du was verwechselt, Hr Dr.


    Autocross ist die amerikanische Form des Slalomsports, was du meinst ist Rally Cross.


    MFG Carsten


    ( teilt sich selber einen Klugscheisserpunkt zu :thumbup: )

    Gwehrfahrdeblom Sachsenring 10/11/12/13/14/16
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    ( überliefert von T. Schrick)

  • Was haltet ihr denn von diesen Extreme VR2 die MK2 ins Spiel gebracht hat? Ich finde den tatsächlich sehr interessant, bin aber grad noch etwas am überlegen wegen der wiederverwendeten Karakasse...


    Scheinen aber tatsächlich in UK weit verbreitet zu sein, mehr findet man aber nicht raus.
    Außer, dass es eine NK-Serie (Neue Karkasse) gibt, aber in 17 Zoll wohl nur auf Großbestellung ab 50 Stk.


    Ich denke ich teste die mal (nicht NK) ! :) fahre ja schließlich keine NOS, komme Max. auf 170 auf den Geraden auf denen ich fahre.

  • Ich will niemand ins Gewissen reden aber ich für meinen Teil halte runderneuerte Semislicks egal auf welcher Strecke für zu gefährlich.
    Wie der Name schon sagt „Extreme“ - gefährlich.


    Auch wenn du sagst das die max Geschwindigkeit 170 km/h ist. Wenn sich dabei die Lauffläche ablöst möchte ich nicht im Auto sitzen.


    Außerdem kann dir auch keiner sagen was die Karkasse im ersten Leben alles mitmachen musst!!


    Bei einer Slalom Veranstaltung auf einer abgesperrten Freifläche von mir aus wenn man nicht großartig über den 2 Gang hinauskommt.


    Im Endeffekt ist der Reifen die einzige Verbindung zwischen dem Auto und der Straße !


    Ich würde bei Reifen, genauso wie bei Teilen der Bremsanlage, mich keinem Risiko aussetzen.


    Rennstrecke ist schon gefährlich genug.


    Musst ja auch vertrauen ins Auto aufbauen und willst nicht dauert denken das dir der Reifen um die Ohren fliegen könnte.



    Schau alleine mal auf der Autobahn wieviel Laufflächen von runderneuerten LKW Reifen am Straßenrand liegen....

  • Runderneuerte Rennreifen...... Hmm, technisch geht das ?(


    Das Vulkaniesierverfahren darf man technisch auch nicht mit den geklebten LKW Erneuerungen vergleichen.
    Wobei den LKW Fahrern auch oft Neureifen wegfliegen wg Überladung, Luftdruckschlamperei und Bordsteinschäden.


    Ein richtig gutgemachter Runderneuerter ist technisch so solide wie ein original aufgebauter, die Karkasse ist vorher
    geröntgt worden usw. Ob er richtig gut gemacht wurde kann man natürlich vorher nicht sagen.


    Auf jeden Fall kann keiner sagen welche Karkasse unter der neuen Decke steckt.


    Vielleicht fährt man dann ja vl einen Pilot Cup, vr einen P Zero Trofeo, hl einen Direzza und hr einen Federal RSR.


    Natürlich nur die Karkasse, die Decke sieht gleich aus :thumbup:


    Ich habe übrigens persönlich sehr gute Erfahrungen mit Runderneuerten gemacht, 10 Jahre ohne jede
    Auffälligkeit. Auf meinem Motorradtransportanhänger ( ohne 100er Zulassung :rolleyes: )


    MFG Carsten

    Gwehrfahrdeblom Sachsenring 10/11/12/13/14/16
    denn geradeaus kann jeder :D



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    ( überliefert von T. Schrick)

  • Ich stimme auch zu, Serienfahrwerk mit Semis macht auch nicht soviel Sinn.
    Mein Thread war auch nicht unbedingt nur für den Fragesteller, sondern auch für die Allgemeinheit gedacht.
    Das Thema Runderneuerte kann ich auch verstehen, auf meinem Familienauto würde ich auch keine fahren, aber für den GT und meine Einsatzzwecke passen sie.
    Ich hatte vorher auch Bedenken wegen den Karkassen. Ich habe mit rtm telefoniert, sie sagten, die Karkassen werden geröntgt und es sind Karkassen von einem Semislicktyp. Es sind auf jeden Fall Semi-Karkassen, sie sind steif und man könnte sonst nicht problemlos diese niedrigen Luftdrücke fahren.

  • Ich gebe meine Erfahrungen auch zum besten:


    - Cup 1: Unglaublicher Reifen, wenn warm hält er das Griplevel dauerhaft. Schade das es ihn kaum noch gibt. Neben dem Direzza 03G die Benchmark.


    - R888: bis auf bei leichter Nässe und auf der bremse im trockenen einen Katastrophe


    - Yokohama AD08R: guter Kompromiss, ähnlich dem 595 RSR von Federal. Bei leichtem Regen akzeptabel zu fahren, bei stehendem Wasser mit Vorsicht zu genießen.


    Alle Erfahrungen beziehen sich auf ein KW Clubsport.
    Nur die AD08R bin ich auf dem Serien Fahrwerk wie auch dem Clubsport gefahren.


    Für Anfänger empfehle ich den Federal, wer etwas mehr Stabilität über mehrere Runden möchten den AD08R.


    Es geht wie so oft eh nur um die goldenen Ananas. Ich habe es leider am eigenen Leib erfahren was es heißt das Auto zu verlieren und nur noch Passagier zu sein. Das möchte ich nicht noch einmal erleben oder jemanden anderen wünschen!!


    Also, passt alle auf. :)

  • Ich habe es leider am eigenen Leib erfahren was es heißt das Auto zu verlieren und nur noch Passagier zu sein.


    Das war doch die Geschichte mit Betriebsflüssigkeiten auf der ansonsten trockenen NS, da hätte Dir kein Reifen der Welt geholfen.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

  • Dann hab ich da was verwechselt, sorry.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil