Saugertuning vs. Aufladung

  • Mal meine -zugegeben recht nüchternen- Überlegungen dazu:


    Den GT habe ich gekauft, weil er ein bezahlbarer und halbwegs vernünftiger Sportwagen ist. Und bei einem Sportwagen ist mir vor allem wichtig, dass er Fahrspaß vermittelt.
    200 PS machen zweifellos eine Menge Spaß, ich kann das Fahrzeug aber in dieser Leistungskategorie auf öffentlichen Straßen schon nicht mehr am Limit bewegen. Dafür müsste ich auf eine Rennstrecke.
    250 oder sogar noch mehr PS machen sicher auch noch mehr Spaß, da ich aber die 200 schon nicht richtig nutzen kann, sind die 50 zusätzlichen Pferdchen eigentlich unnötig. Oder eben für die Rennstrecke.
    Ergo machen leistungssteigernde Modifikationen für mich als Hobbylandstraßenfahrer also eigentlich keinen Sinn. Sie lesen sich auf dem Papier vielleicht noch ganz gut, verschlingen aber eine Menge Geld. Geld, das bei mir nicht für mehr Spaß am Fahren sorgt. Für mich käme Leistungsoptimierung also höchstens infrage, wenn sowieso ein Teil getauscht werden müsste und ich mit geringem finanziellen Aufwand ggü. des Originalteils auch ein Leistungssteigerndes verbauen könnte.


    Thread kann zu.

  • Wenn der Motor eine gewisse Laufleistung erreicht hat vielleicht eine gute Möglichkeit im Rahmen einer Revision doch etwas zu tauschen.


    Na dann reiß mal die ersten 200.000 km runter. ;)


    Mal abgesehen von der Zeit, die bis dahin vergeht, stellt sich die Frage ob es dann noch Sinn macht der ausgelutschten Karre ein teures Tuning angedeihen zu lassen?

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

  • Wie ich gelesen habe war das bei den Subaru WRX die hart rangenommen wurden durchaus üblich.
    Einige FA20 die bei 5000km geöffnet wurden hatten teilweise schon reichlich Ablagerungen.


    Die Entlüftung pustet reichlich Öl in die Ansaugung was ich jeden Monat in meiner Catch Can sehen kann.
    Hätte ich alles bisher gesammelte zusammengekippt, wäre ich locker bei ca. 200ml und mehr.
    Da geht trotz Sammelwut einem natürlich immer noch was durch die Lappen.
    Regelmässige Ölwechsel in kurzen Intervallen sind da wohl Pflicht wenn man keinen
    zusätzlichen Dreck in die Brennkammer pusten möchte.


    Damit z.B. die Injektoren nicht verdrecken und das Sprühmuster sich verändert müssen beide Systeme (Port/Direkt) fast durchgängig
    ausgelastet werden. Wer ein Mapping nicht nur auf Leistung auslegt muss das berücksichtigen und lässt die Port-Injektoren immer
    etwas mitlaufen. Zur Kühlung und zum reinigen.


    Die Zeit wird es zeigen wie sich unser FA20 verhält.
    Neben hoher Belastung, Falscher Behandlung durch den Fahrer, schlechten Mappings, Aufladung, Abgasrückführung etc.
    sind moderne Motoren vielleicht ein Stückchen wartungsintensiver geworden als es noch vor 20 Jahren der Fall war.
    Ich bin da aber kein Experte! ;)

  • Nach >20 Jahren EJ Erfahrung - Motoren die selbst aufgeladen locker 200.000 km überleben - traue ich es Subaru durchaus zu, mit dem FA20 einen Motor aufgebaut zu haben, der dem mindestens ebenbürtig ist.

    Showroom
    MODS |O.Z Leggera 18x8 |VA:Brembo OEM+Ferodo DS2500|HA:EBC OEM+GreenStuff|Stahlflex|Milltek resonated CAT-Back & OP|Motiv Concepts FP|AVO Turbo+CatchCan|Mishimoto Ölkühler|Exedy S1 Kupplung|BeatSonic Sharkfin|TRD Ducktail|Valenti Blinker|TOM's Rücklichter|TRD Domstrebe | KW V3

  • Das ist gut zu wissen!
    Mir ging es nur darum zu sagen das es keinen Sinn macht einen quasi neuen Motor zu öffnen sondern
    erst dann wenn die Garantie futsch ist oder zumindest ein geringer Wartungsbedarf vorhanden ist.
    Der FA20 ist ohnehin in vielen Punkten anders weil neben Leistung auch die Ökonomie im Vordergrund gestanden hat.
    Wir werden sehen wie er/es sich entwickelt. ;)

  • Ist ein interessanter Thread hier, den ich so auch schon aus dem MR2 Forum kenne.
    Die Fragen sind indes schon immer dieselben gewesen: Preis/Leistung? Sinn/Unsinn welcher Maßnahme usw.


    Wir hatten im MR2 Forum nun eigentlich eine ähnliche Community wie hier: Die Saugerfraktion, denen die 156PS/bzw 170 PS des Seriensaugers hier in D gereicht haben und eben die PS Junkies.
    Jedoch stellte sich die Frage nach dem "was ist eigentlich günstiger?" nicht.
    Die Turbo-Version des MR2 war in Japan erhältlich und mit den Jahren wurden auch die Importe immer erschwinglicher.
    Der Einbau des Turbomotors war quasi Plug&Play und eine legale Abnahme war über den Speedmeister auch kein Problem.
    So habe auch ich aus meinem 156PS Sauger einen 297 PS starken Turbo gemacht.
    An Mods waren das:
    3S-GTE Motor
    Offene Ansaugung (APexi)
    200 Zellen Kat in einer Sard Down Pipe
    Größerer Ladeluftkühler von Berk
    3" Blitz NürSpec R -Aga
    Blitz Steuergerät optimiert auf die Aga und den größeren LLK


    Kosten lagen gesamt bei ca. 6500 inkl. Abnahme.
    Dagegen gestellt war ein Kollege des Forums der an seinem Sauger so ziemlich alles hat machen lassen, was zu machen war.
    Ich glaube er hatte nachher ca. 210-220PS (was beachtlich war, von 156PS kommend). Investition knapp über 10K.


    Sicherlich nicht ganz auf den GT umlegbar die Rechnung, aber es bleibt auch abzuwarten wie der Markt für den GT in dieser Richtung in ein paar Jahren ausschaut.
    Wie schon richtig gesagt wurde:
    Für Leistungsenthusiasten (300PS und mehr) geht wahrscheinlich kein Weg an der Aufladung vorbei. Für nötig hielte ich es aber nie:
    Wie schon richtig geschrieben: Das Potential des Serien (Sauger) GT, lässt sich im öffentlichen STVO-Bereich schon gar nicht mehr erfahren, wenn man legal bleiben will. Bei diversen Motorsportvarianten ist das dann schon eher was, oder eben für Leute die ihren GT gerne auch mal auf Trackdays bewegen.


    Das habe ich beim MR2 auch gemerkt. Der Wagen hatte nachher Zeiten von 0-100 in unter 5 Sek. Das waren für so einen alten Japaner schon sehr gute Werte. Wollte man mit dem Wagen so ein wenig Spaß haben, stand man quasi immer am Führerscheinentzug.
    Ausfahren konnte ich ihn dann nur auf dem Track.
    Inzwischen denke ich: Um den Fahrspaß zu steigern sind zu allererst wirklich gute Reifen eine gesunde Maßnahme. Dann evtl. Versteifungsstreben und ein gutes Fahrwerk. Das wären immer die 1. Dinge in die ich investieren würde. Sie sind idR legal oder eintragbar und haben keine negativen Auswirkungen auf die Haltbarkeit des Motors.