Woran erkennt man das Sperr- Differenzial?

  • Sorry, aber ich muß mal etwas blöde fragen, woran erkenne ich, ob mein GT 86 das Sperr- Differenzial oder das einfache, also ohne Sperre hat.
    Muß dazu sagen, bin ein eher verhaltener Fahrer, ein Spezialist würde bestimmt beim Fahren merken, was er drin hat.

  • Schlag auf einem Parkplatz im Stand stark ein und fahr mit TC OFF oder ESP OFF flott los. Es fühlt sich an, als würde sich der Antriebsstrang irgendwie "verspannen" es ruckt ein wenig, aber das Kurveninnere Rad hat trotzdem Traktion. Selbst wenn beide Räder durchdrehen, merkt man wie die Räder unterschiedlich Traktion aufbauen um den besten Vortrieb zu gewährleisten.
    Normalerweise "schwimmt" das Fahrzeug ohne Sperre mehr seitlich weg, während der Wagen mit Sperre ohne das Heck zu verziehen losfährt.
    Ausser du übertreibst es, dann gehts wie bereits oben beschrieben quer ;)

    Michelin PSS 225/40, OZ Leggera HLT 8x18, KW V3 mit Stützlagern, ST Stabis, Perrin Pulley Kit+Kurbelwellenscheibe, Milltek AGA, Motiv Overpipe, Schroth Gurte, Mishimoto Ansaugung, K&N LuFi, HKS Duct, Valentis smoked, Innenraum Alcantara, Lederarmlehne, Clarion NX720E, Cusco Domstrebe und Motorstreben vorne, Laile Strebe hinten, TRD ASC, TRD DoorStabi, Grimmspeed Bremsstopper, Guerney Flap, Oil Catch Can, mehr...

  • Helferlein ein oder aus spielt keine Rolle. Auch ohne Helferlein merkst du die Sperre wenn du zum Beispiel am Kreisverkehr oder auf dem einsamen Parkplatz schnell genug in der Kurve fährst. Probiers einfach mal aus, wahrscheinlich hat das Differential schon öfter bei dir eingegriffen ohne dass du es gemerkt hast ;)

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  • Wenn esp usw aus ist und du aus einer engen kehre herausbeschleunigst würde ohne sperre das innere rad
    Beginnen durchzudrehen -> wenig Beschleunigung


    mit sperre spürt man richtig wie sich die kraft optimal verteilt ->
    Mehr Vortrieb
    bei zu viel Gas drehen natürlich beide weg -》》》querverkehr


    Hmm - ich dachte, das sei genau umgekehrt! In ganz engen Kehren dreht das kurvenäußere Rad schneller als das kurveninnere. Wenn nun noch Gasgeben dazu kommt, würde ein durchdrehendes Kurvenaußenrad das Innenrad - ohne Sperre - doch bis zum Stillstand bringen.


    Fahr mal aus dem Stillstand ohne TRC mit stark eingeschlagenem Lenkrad kräftig an. Dann quietscht bzw. "rubbelt" das kurveninnere Rad deutlich, da die Sperre hier mehr Kraft zuweist, als das Rad im Kurveninneren bei einem normalen Differenzial bekommt.

    GT86 MT, EZ 07/2013, Inferno-Orange, 25/20 mm Eibach-Pro-Kit, Eibach-Spacer 40 mm, TRD Türversteifungen, "Megan Racing" Domstrebe vorne, "Laille Beatrush" Domstrebe hinten.

  • Hmm - ich dachte, das sei genau umgekehrt! In ganz engen Kehren dreht das kurvenäußere Rad schneller als das kurveninnere. Wenn nun noch Gasgeben dazu kommt, würde ein durchdrehendes Kurvenaußenrad das Innenrad - ohne Sperre - doch bis zum Stillstand bringen.

    Ohne Sperre wird das Kurvenäußere Rad bei immensem Gaseinsatz niemals (deutlich) schneller drehen. Es wird immer das weniger belastete, also Kurveninnere Rad durchdrehen.
    Mit (Torsen) Sperre wird mehr Kraft auf das Kurvenäußere Rad geleitet, wenn das dann auch durchdreht, dann werden beide Räder mit großer Wahrscheinlichkeit mit gleicher Drehzahl drehen -> und schon kommt der Arsch rum. ;)

  • Vielen Dank für Eure Antworten und die praktischen Tipps zum Testen!
    Ich hatte die "Helferlein" bis jetzt immer eingeschaltet.


    Deine Frage bezüglich Sperre zielt auch ein wenig auf unsere "Italiener", oder? Mach Dir keine Sorgen, die haben die Sperre auf alle Fälle drinnen. Nach meiner Einschätzung würde es mich wundern, wenn die tatsächlich in Italien gewesen wären! Ein Insider sagte mir ' mal, da laufen nur die Papiere über Italien zwecks Tageszulassung, der Wagen selbst wird aus dem Zentrallager direkt zum Händler gebracht. Ansonsten würden die Transportkosten zu sehr den Gewinn schmälern.


    OT Exkurs: Die Helferlein (VRC) eingeschaltet lassen, ist m.E. nach absolut vernünftig im Straßenverkehr und auch der Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer geschuldet! Ich schalte nur auf abgesperrtem Gelände bzw. übersichtlichen Flächen / Plätzen aus, wo ich absolut niemand gefährden kann. Mit "VRC Sport" kann man im normalen Verkehr immer noch genug Spaß haben :-)


    Im Winter hat man oft - vor allem bergauf - eine bessere Traktion, wenn man TRC ausschaltet. Auch auf Glatteis fährt man ohne TRC oft besser, da hier das System u.U. das Gas völlig wegnimmt, so dass man nicht mehr von der Stelle kommt. Bei solchen Straßenverhältnissen kann das Ausschalten zumindest dieses Helferleins also auch sinnvoll sein.

    GT86 MT, EZ 07/2013, Inferno-Orange, 25/20 mm Eibach-Pro-Kit, Eibach-Spacer 40 mm, TRD Türversteifungen, "Megan Racing" Domstrebe vorne, "Laille Beatrush" Domstrebe hinten.

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  • Ohne Sperre wird das Kurvenäußere Rad bei immensem Gaseinsatz niemals (deutlich) schneller drehen. Es wird immer das weniger belastete, also Kurveninnere Rad durchdrehen.
    Mit (Torsen) Sperre wird mehr Kraft auf das Kurvenäußere Rad geleitet, wenn das dann auch durchdreht, dann werden beide Räder mit großer Wahrscheinlichkeit mit gleicher Drehzahl drehen -> und schon kommt der Arsch rum. ;)


    Ja, klingt einleuchtend für einen sich in Fahrt befindlichen Wagen! Beim Anfahren aus dem Stillstand mit eingeschlagener Lenkung sind aber beide Räder zuerst gleich belastet. Ich spüre hier deutlich, wie das kurveninnere Rad mehr Kraft bekommt als bei Autos mit Hinterradantrieb ohne Sperre, die ich auch regelmäßig fahre.

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  • Ja, klingt einleuchtend für einen sich in Fahrt befindlichen Wagen! Beim Anfahren aus dem Stillstand mit eingeschlagener Lenkung sind aber beide Räder zuerst gleich belastet. Ich spüre hier deutlich, wie das kurveninnere Rad mehr Kraft bekommt als bei Autos mit Hinterradantrieb ohne Sperre, die ich auch regelmäßig fahre.

    Richtig. Wenn man auf Schotter oder Kies anfährt merkt man das sehr gut. Das "Kurveninnere" Rad (wenn man voll eingeschlagen anfährt) versucht hierbei mit der Drehzahl des "Kurvenäußeren" Rades mitzuhalten.
    Dient auch als Anfahrhilfe auf Schnee, auf blankem Eis aber ist man nur noch mit einer Lamellensperre oder einem Drehzahlfühlenden Sperrdiff bedient.

  • War gerade wieder draussen die Sau rauslassen. Hier im Allgäu hats ja in den höheren Lagen schon etwas Schnee. Also das Sperrdiff funktioniert tadellos :D

    Michelin PSS 225/40, OZ Leggera HLT 8x18, KW V3 mit Stützlagern, ST Stabis, Perrin Pulley Kit+Kurbelwellenscheibe, Milltek AGA, Motiv Overpipe, Schroth Gurte, Mishimoto Ansaugung, K&N LuFi, HKS Duct, Valentis smoked, Innenraum Alcantara, Lederarmlehne, Clarion NX720E, Cusco Domstrebe und Motorstreben vorne, Laile Strebe hinten, TRD ASC, TRD DoorStabi, Grimmspeed Bremsstopper, Guerney Flap, Oil Catch Can, mehr...

  • Darum geht's ja gerade Basti, es zu prüfen, wenn es kein "deutsches" Auto ist. ;)
    Oder meinst Du die techn. Eintragungen in den Fahrzeugpapieren ? Da steht es wohl eher nicht drin ?


    EDIT: Wenn das stimmt, gibt es wohl für Toyota tatsächlich nur 1 direkten Eingangshafen. Ob das dann für den in der Subaru Fabrik gebauten Toyobaru aber auch zutrifft ?
    World Port Source
    Toyota operates a dedicated car terminal in the inner port area of the Port of Bruges-Zeebrugge. Most Toyotas delivered to Western Europe come through the Port of Bruges-Zeebrugge that handles some two thousand cars a day. Toyotas are delivered through the Port of Bruges-Zeebrugge throughout Belgium, the Netherlands, and Luxembourg. They also go to the United Kingdom, Portugal, Spain, Finland, Norway, Sweden, Italy, and Greece.

  • Um zu verstehen, wie ein Sperrdifferential funktioniert, habe ich mir folgendes überlegt: Auf ganz glattem Untergrund, etwa wie es ist, wenn ich ein bischen von der Fahrbahn abgekommen bin, dreht eines der beiden Räder durch. Ohne Sperrdifferential bleibt das andere Rad dann leider stehen, auch wenn es auf nicht rutschigem Untergrund steht. MIT Sperrdifferential bleibt es nicht stehen, sondern gibt Antrieb. Für normalen Fahrbereit folgt daraus, dass mit Sperrdifferential das kurvenäussere Rad volle Leistung auch dann bekommt, wenn das innere Rad durchdreht oder schneller dreht als das äußere Rad. Danach wäre es nicht richtig, dass beim Anfahren mit eingeschlagenen Lenkrad das kurveninnere Rad mit Sperrdifferential mehr Antriebsenergie erhält, als ohne. Ich lasse mich aber auch gerne korrigieren.

  • Auf die Bühne damit, eins der Hinterräder drehen:


    -keine Sperre: das andere Rad dreht sich in die andere Richtung
    -Lamellensperre: das andere Rad dreht sich in die gleiche Richtung
    -Torsensperre: das andere Rad sollte zumindest stehen bleiben

  • Um zu verstehen, wie ein Sperrdifferential funktioniert, habe ich mir folgendes überlegt: Auf ganz glattem Untergrund, etwa wie es ist, wenn ich ein bischen von der Fahrbahn abgekommen bin, dreht eines der beiden Räder durch. Ohne Sperrdifferential bleibt das andere Rad dann leider stehen, auch wenn es auf nicht rutschigem Untergrund steht. MIT Sperrdifferential bleibt es nicht stehen, sondern gibt Antrieb. Für normalen Fahrbereit folgt daraus, dass mit Sperrdifferential das kurvenäussere Rad volle Leistung auch dann bekommt, wenn das innere Rad durchdreht oder schneller dreht als das äußere Rad. Danach wäre es nicht richtig, dass beim Anfahren mit eingeschlagenen Lenkrad das Kurveninnere mit Sperrdifferential mehr Antriebsenergie erhält, als ohne. Ich lasse mich aber auch gerne korrigieren.


    Ich blicke jedenfalls nun nicht mehr durch, vor allem, nachdem ich das hier Link gelesen habe. Danach leitet ein Torsen-Differential keine Kraft mehr an das Rad, wenn das gegenüberliegende auf Glatteis durchdreht. Verstehe jetzt gar nichts mehr :-(

    GT86 MT, EZ 07/2013, Inferno-Orange, 25/20 mm Eibach-Pro-Kit, Eibach-Spacer 40 mm, TRD Türversteifungen, "Megan Racing" Domstrebe vorne, "Laille Beatrush" Domstrebe hinten.

  • Je nach mechanisch vorgegebenem TBR Wert leitet das Torsen Diff eben jenes Vielfache des übertragbaren Drehmoments des schlupfenden Rades an das andere. Wenn ein Rad auf Eis steht kann dort kaum Drehmoment übertragen werden. Dementsprechend wenig wird auch aufs andere Rad übertragen. Wenn du aber nicht gerade auf Eis stehst oder ein Rad in der Luft hängt, funktioniert die Sperre perfekt.

  • am einfachsten nen Wagenheber unter die Hinterachse /diff stellen und hoch pumpen, so dass die Hinterräder in der luft sind!
    ( vor die Vorderräder unterlegkeile legen!!!!! )
    und dann im leerlauf einfach mal mit der Hand eines der Hinterräder drehen,.. dreht sich das andere in die gleiche Richtung, dann hast du ein Sperrdiff ;)