Crashed GT86 / FRS / BRZ

  • Wahnsinn, was ein Idiot. Das ist so grob fahrlässig, wieso sollte er was von der VS bekommen?

    Wenn er eine VK hat dann bekommt er natürlich was von der VS, bezüglich seiner Selbstbeteiligung. Der Unfall selbst wird wohl komplett auf seine Kappe gehen und glückicherweise ist anscheinend niemand verletzt worden.


    MfG


    Lars

  • Jeder ist schonmal leichtsinnig gefahren.

    Ja, aber die wenigsten von uns machen daraus ein Click-Bait-Video und bekommen noch Werbeeinnahmen! Und mit ein wenig (mehr) Selbst-Reflektion würde das auf mich schon anders wirken.

  • Wenn er eine VK hat dann bekommt er natürlich was von der VS, bezüglich seiner Selbstbeteiligung. Der Unfall selbst wird wohl komplett auf seine Kappe gehen und glückicherweise ist anscheinend niemand verletzt worden.


    MfG


    Lars

    In so einem Fall hätte die Versicherung durchaus die Möglichkeit, die Zahlung der Vollkasko zu verweigern.

    Die Haftpflicht muss die gegnerischen Schäden regulieren (-pflicht), die Versicherung könnte das Geld aber vom Versicherungsnehmer zurückfordern.

  • In so einem Fall hätte die Versicherung durchaus die Möglichkeit, die Zahlung der Vollkasko zu verweigern.

    Die Haftpflicht muss die gegnerischen Schäden regulieren (-pflicht), die Versicherung könnte das Geld aber vom Versicherungsnehmer zurückfordern.

    Dann müsste die VS dem VN aber Vorsatz nachweisen. Das ist jedoch nicht so einfach und würde ich dem Fahrer hier auch nicht unterstellen. Zwei Autos an so einer Abbiegung zu Überholen ist aber schon ein gewagtes Unternehmen und dann dem Abbiegenden vorzuwerfen er hätte nicht nach hinten geschaut greift ja leider auch ins Leere, denn da war ja noch ein weiteres Fahrzeug, welches genau hinter ihm war. Die Versicherungsprämien werden durch solche Unfälle jedenfalls nicht preiswerter.


    MfG


    Lars

  • Videos bei denen ein Linksabbieger von jemand überholt wird und zerschellt gibt es zu Hauf. Die daraus resultierenden Unfälle sind da zu sehen und vom Prinzip her immer gleich.


    Ich war auch mal Zeuge bei einem ähnlichen Unfall. Der Typ musste die ganze stehende(!) Kolonne im Berufsverkehrsstau auf der Gegenfahrbahn überholen. Wunderte mich, was da im Rückspiegel ist. Dann bog jemand aus der Querstraße (von mir aus gesehen von rechts) nach links auf diese Gegenfahrbahn ein. Bumm. Der arme Kerl, eben war er noch froh, dass endlich dort ne Lücke war und hier eine gelassen wurde, dann Ende des Fahrzeuglebens. Anschließend hat der Verursacher behauptet, er wäre nicht auf der Gegenfahrbahn gewesen. Der dachte wohl, wir stehen nur aus Spaß da rum, Ampeln gibts gar nicht und alle wollen ihn nur aufhalten.


    Ich gebe allerdings zu, dass die penetrant langsam Fahrenden bzw. nicht (oder nur unmerklich) Beschleunigenden eine echte Gefahr darstellen. Am Sonntagabend (mit dem Kombi, nicht BRZ) durch die Baustelle, offiziell 40km/h. Dann Ende und Schild 120. Drei Fahrzeuge vor mir ein Trödler, nicht zu sehen, als es geht, schert einer aus, dann noch einer, die Lücke wird dadurch länger.

    Und dann sehe ich beim Beschleunigen, dass der da gar nicht schneller wird. Wenn dann schon der hinter mir die linke Spur besetzt gehabt hätte, dann wäre ich "natürlich" Schuld gewesen. Hab den angehupt, bin wieder eingeschert da beschwert der sich weit(!) hinter mir mittels Lichthupe.

    "Der BRZ ist ein Auto, dass es nicht nötig hat, aller Welt zu verkünden, wie gut es ist."


    BRandenburger Zweitürer mit Automatik zum Wohlfühlen. - Wozu gibt es viertürige Autos?


    Wegen des Genitivs heißt es WEGEN DES - nicht(!) "wegen dem" .

  • Selbst wenn der andere Verkehrsteilnehmer sich umgeschaut hätte, muss der Überholende damit rechnen, dass dieser trotzdem abbiegt. Das wird nicht so einfach mit der Versicherung, denke ich. So eine Mauer wird bestimmt auch nicht günstig sein. :/

    Vielleicht gibt es aber auch bald ein neues Video, wo sich zum weiteren Verlauf geäußert wird (evtl. schon mit neuem Auto im Hintergrund). Dafür das er den Wagen noch nicht so lange hat, ist das schon ein frühes Ende mit dem BRZ.

  • Gute Nachricht:


    dem Unfall lag menschliche Unzulänglichkeit zugrunde,

    also Ungeduld und mangelnde Selbst/Verkehrseinschätzung.


    Es hatte NICHTS mit den speziellen Eigenschaften des Toyobaru zu tun.



    Schlechte Nachricht .


    sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung wie auch der Versicherungseinstufung ist das völlig irrelevant.


    Wir werden damit leben müssen dass das Publikum mit fallenden Marktpreisen immer jünger wird

    und wir jetzt in die Phase der "bezahlbaren, leistungsstarken aber diffizil zu fahrenden Autos in unkundiger Hand"

    eintreten.


    Andererseits ist auch der Manta durch dieses Fegefeuer gegangen und ( in homöopathischen Stückzahlen)

    auf dem Klassikermarkt angekommen.


    Hoffen wir also dass dies auch dem Toyobaru gelingt, die brutalen Versicherungskonditionen aktuell

    könnten dabei unterstützend wirken.


    Also haltet ein paar Autos in gutem, originalem Zustand,

    wenn meiner durch ist würde ich mir gerne einen Klassiker in die Garage stellen


    MFG Carsten

    Gwehrfahrdeblom Sachsenring 10/11/12/13/14/16
    denn geradeaus kann jeder :D



    Es geht nicht darum, wie schnell ein Auto ist, sondern WIE ein Auto schnell ist.
    ( überliefert von T. Schrick)

  • In einem solchen Fall ist es natürlich auch nicht das Klügste, gleich so ein Video hochzuladen. Aber gut. So wie ich das einschätze, ist er älter als 18 und damit kann er ja machen, was er möchte:S

    In Anbetracht der grünen Bäume und T-Shirt schätze ich, dass das Video bzw. der Unfall schon mind. 2 Monate her ist. Wahrscheinlich ist der Schaden schon reguliert und spätestens in einer Woche kommt das nächste Video.

  • Jeder ist schonmal leichtsinnig gefahren. Von daher, einfach froh sein, das da kein Radfahrer war.

    Es gibt leichtsinnig, wie noch über ne dunkelgelbe Ampel (gelb bedeutet schon anhalten, für die, die es nicht wissen!) oder etwa an ner Kreuzung in ne Lücke abbiegen, die sich doch als etwas kleiner herausstellt.

    Aber 1. Zwei Autos am stück überholen ist ja schon eine absolute Dummheit die für mich niemals zu rechtfertigen ist

    und 2. kurz vor einer Kreuzung überholen, absolut dämlich

    3. generell in der Stadt bei 50 überholen, da gibts so viel unvorhersehbares, parkende autos, die vllt anfahren...

    Es war einfach nur verdammtes glück, dass er nicht noch einen Fußgänger angefahren hat! Stellt euch vor aufm Motorrad wäre jemand gesessen, wollte vllt grade losfahren... Frau mit Kinderwagen...

    Auf den Gehweg ausweichen zu "müssen" ist einfach scheiße. In der Stadt einfach mal geduldig bleiben.

  • Grobe Fahrlässigkeit reicht der Versicherung auch, mal davon abgesehen, dass er vorsätzlich überholt hat. Oder wurde er dazu gezwungen.

    Grobe Fahrlässigkeit reicht aus, um den Auszahlungsbetrag zu kürzen. Aber in der Regel nicht auf 0. Ob das hier grob fahrlässig war... ich lass es offen. Bzw. verweise auf unten.


    Und nein, das vorsätzliche Überholen reicht vorliegend nicht aus. Bzw. wenn sowas ausreichen sollte, dann kündige ich sofort meine Vollkasko. Bzw. wenn ich wieder ausm Urlaub daheim bin. Bzw. nächstes Jahr im November.

    Er hätte den Unfall vorsätzlich herbeiführen müssen, also z.B. überholen müssen, wenn Gegenverkehr kommt und es für ihn absehbar war, dass sich ein Unfall ereignen wird. Das war hier aber definitiv nicht der Fall, v.a. weil der Fahrer (m/w), der mit dem Jazzy kollidiert ist, selbst die Spur gewechselt hat.

    Wie schwer die Rsp. sich tut, einen Vorsatz in ein Unfallgeschehen zu konstruieren bzw. ein solches bei einem Unfallgeschehen zu begründen, hat der Fall aus Berlin gezeigt. Ihr wisst schon... KuDamm-Raser, Benz vs. Audi (afair), Jeep wird umgestoßen, Jeep-Fahrer tot. Und dort ging man vom strafrechtlichem Eventualvorsatz aus, der so ungefähr der groben Fahrlässigkeit im Zivilrecht (und nach dem Zivilrecht wird ja hier die Eintrittspflicht der Versicherung bewertet) entspricht.


    Ich geh sogar so weit zu sagen: Ein findiger und vor allem sehr überzeugender Anwalt könnte bei einem nachsichtigen und besonnenen Richter mit unfähigem Anwalt auf der Gegenseite (in dem Fall der ausscherende Fahrer) aus der ganzen Geschichte eine 30%ige Beteiligung des selbigen Fahrers erreichen. Denn dieser hat die Spur gewechselt, obwohl selbige nicht frei war - und vor dem Abbiegevorgang / Spurwechsel hat man sich davon zu überzeugen, dass sie frei ist. Und die besagten 30 % (+ / -) ist ohnehin das, was Gerichte dem eigentlich schuldlosen Teil aufbrummen - weil Autofahren so ein verdammt gefährliches Tun ist.


    Nichtsdestotrotz: man hat mal wieder wunderbar gesehen, dass Überholen (1) von zwei Fahrzeugen (2) in der Ortschaft (3) ein ziemlich gefährliches Unterfangen ist...

  • Stellt euch vor aufm Motorrad wäre jemand gesessen, wollte vllt grade losfahren... Frau mit Kinderwagen...


    Eine Frau mit Kinderwagen auf einem Motorrad? Sieht bestimmt komisch aus...


    Dass btw immer die Frauen mit Kinderwagen als abschreckendes Beispiel herhalten müssen...



    Matthias,

    überzeugt kinderlos

  • Der von mir erwähnte Vorsatz bezog sich auch nur auf den Überholvorgang. Es war ja sein Entschluss, die anderen PKW zu überholen.

    Den Unfall hat er natürlich nicht vorsätzlich herbeigeführt, da hast du völlig recht.


    Einigen wir uns einfach darauf, dass die Aktion ziemlich dämlich war.

    Zu viel Leistung verdirbt nur den Fahrstil 8)



    BRZ Sport+ / OZ Ultraleggera 8x17 ET35 / ST XTA / AGA: GTSPEC, Budde Overpipe

  • Der von mir erwähnte Vorsatz bezog sich auch nur auf den Überholvorgang. Es war ja sein Entschluss, die anderen PKW zu überholen.

    Den Unfall hat er natürlich nicht vorsätzlich herbeigeführt, da hast du völlig recht.


    Einigen wir uns einfach darauf, dass die Aktion ziemlich dämlich war.

    Mit allen drei Punkten hast Du vollkommen recht.


    Entscheidend für die Gerichte usw. (also auch für die Regulierung durch die Versicherung) ist halt wirklich die Frage, ob der Unfall vorsätzlich herbeigeführt wurde. Und das ist wirklich schwer nachzuweisen; v.a. weil man sich ja selbst bei einem Unfall auch verletzen kann. Genau das war auch das, was der BGH bei der Berlin-Geschichte bemängelt hat. Also dass die Vorinstanz den Vorsatz sehr schwach begründet hat bzw. die Begründung in sich nicht stimmig war. Trotz der späten Stunde (bei mir isses grad Mitternacht durch...) hab ich den Link zum Urteil mal rausgesucht. Hier zu finden...

    Natürlich: in Frage kommen vor allem die erweiterten Suizide, also wenn jemand noch weitere Menschen "mitnehmen" will...


    Was ich sagen wollte: irgendwie machen wir fast alles, was wir so im Auto tun, vorsätzlich. Wir biegen vorsätzlich links ab (und schätzen ggf. die Geschwindigkeit des Gegenverkehrs falsch ein), wir scheren vorsätzlich aus (obwohl sich von hinten einer auf der gleichen Spur nähert), wir fahren vorsätzlich bei dunkelgelb über die Ampel, wir fahren vorsätzlich deutlich schneller als die Richtgeschwindigkeit, ... - und unterm Strich bin ich auch ziemlich glücklich, dass wir nicht als depperte Marionetten im Auto sitzen, die das mit dem Fahren dem Zufall überlassen...