Gt86 ohne Scheckheft kaufen?

  • Hi aus Hamburg,

    So nach fahrten mit TT,MX 5, Mini S bin ich beim BRZ und GT 86 gelandet.

    Ich habe nen schicken gefunden doch er hat knapp 40k runter ist von 2012 und OHNE Scheckheft

    Ich habe keine 2 linke Hände aber mechaniker bin ich nun auch nicht das ich direkt mängel erhöre^^ was denkt ihr über nen gt86 ohne SH?


    Danke für eure Meinungen

  • Da sich die Historie in keinster Weise nachvollziehen lässt, zumindest nicht ohne Hilfe von Toyota, würde ich Abstand vom Kauf nehmen, die Laufleistung würde ich schon mal anzweifeln, wer so wenig fährt pflegt sein Auto und macht die KD-Dienste - egal wo.


    Meine Meinung: lieber ein paar Euro mehr und eine nachvollziehbare Historie.

  • Wie kann von so einem "neuen" Auto kein SH vorhanden sein....? Meine Empfehlung finger weg


    Tja das fragt man sich prinzipiell schon. Nur kommt das natürlich auch auf den Vorbesitzer an.

    Ich selbst habe mir auch einen Gt86 aus 2012 geholt, bei dem kein Scheckheft vorhanden war mit ähnlich geringer Laufleistung.

    Grund für das Fehlen war schlicht und ergreifend dass der Vorbesiter in den 1920er Jahren geboren war, sehr wenig gefahren ist und er es nicht eingesehen hat, trotzdem jedes Jahr zum Service zu dackeln.


    Anhand der wenigen Rechnungen die er hatte konnte ich zumindest erkennen, dass die Kilometer nicht getürkt waren und aufgrund des Zustandes,

    meiner Einschätzung des Vorbesitzers und eines entsprechend üppigen Preisnachlasses habe ich trotzdem gekauft.


    Garantie ist nach 7 Jahren sowieso kein Thema mehr, bleibt die Frage wie Kulant Toyota im Allgemeinen ist. Dieses Thema hat sich für mich mit dem fehlenden Scheckheft logischer Weise erledigt. Das Risiko war es mir aber dann unterm Strich wert.


    Von daher denke ich, dass bei fehlendem Scheckheft die Begleitumstände eine extrem wichtige Rolle spielen. Kommt einem irgendwas komisch vor gebe ich meinen Vorrednern recht - Finger weg!

  • Meiner bekommt mehrmals pro Jahr vollen Service. Von mir. Ohne Checkheft. Und der steht garantiert besser da als einer der nur einmal im Jahr nen Stempel, 0w20 und aufgefülltes Scheibenwasser für 500 Euro bekommt.

    Hat jetzt 36k drauf, sechstes Öl im Motor, zweites in Diff und Getriebe. So als Beispiel.

  • Nach mehreren Werkstattentäuschungen ( meistens nur nerviger Kleinscheiss, aber trotzdem)

    bin ich jetzt mein eigenes Scheckheft.


    Allerdings können meine Erben ( vorher kriegt den keiner 😠) anhand eines dicken Ordners mit Rechnungen für Material und meinem Tagebuch trotzdem alles nachvollziehen.


    MFG Carsten

  • ..bin ich jetzt mein eigenes Scheckheft


    Allerdings können meine Erben ( vorher kriegt den keiner 😠) anhand eines dicken Ordners mit Rechnungen für Material und meinem Tagebuch trotzdem alles nachvollziehen.


    MFG Carsten

    Selbe Einstellung.

    Solange meiner nicht der Kaltverformung zum Opfer gefallen ist müssen sie mir den Schlüssel aus meinen kalten, toten Fingern entreißen bevor ich ihn freiwillig hergebe. 8):thumbup:

  • Solange meiner nicht der Kaltverformung zum Opfer gefallen ist müssen sie mir den Schlüssel aus meinen kalten, toten Fingern entreißen bevor ich ihn freiwillig hergebe. 8) :thumbup:

    Ich schließe mich an xD


    Und zum Thema: Mein GT86 hat nur ein mal eine Werkstatt von Innen gesehen und das war für den ersten Ölwechsel nach dem Kauf. Und das auch nur weil er da noch in der Garantie war. Seitdem mache ich alles selber und der Wagen hat mittlerweile über 50k runter. EZ 09/12 und läuft und läuft und läuft.

    Und nachdem ich neulich gesehen habe dass zB Suzuki 450 Euro für einen Service an einem 1,2er Swift nimmt, oder einem Kumpel von mir fast sein EJ25 geplatzt wäre nachdem ein "qualifizierter" Subaru-Mechaniker den Zahnriemen gewechselt hat (privat, daher keine Gewährleistung), bin ich ganz froh drum dass ich's selber mache xD


    Also meine Meinung als Schrauberklaus zu dem Thema ist, dass ein fehlendes Checkheft kein Ausschlusskriterium sein muss. Genauso wie ein vorhandenes keine Garantie ist.

  • Und nachdem ich neulich gesehen habe dass zB Suzuki 450 Euro für einen Service an einem 1,2er Swift nimmt [...]

    Wo hast du denn das her? Ich hatte vor dem GT einen Suzuki Swift Sport Baujahr 2014. Den bin ich ca. 85tkm gefahren, der war währenddessen 7 mal beim Service und ich lag immer zwischen 150 und 250€.

    Ich persönlich bringe mein Auto zum Service immer in die Werkstatt. Einerseits weil ich zwei linke Hände habe und auch daheim nicht die passende Ausrüstung, andererseits weil ich keine Lust auf Schrauben habe. Ich fahre lieber.


    Und zur ursprünglichen Frage: ich persönlich würde mir kein Auto ohne dokumentierte Historie kaufen. Das muss zwar kein Scheckheft sein, aber irgendwas um die Wartungen und das sonstige Autoleben glaubhaft zu dokumentieren sollte es schon sein.

  • Wo hast du denn das her?

    Von der Rechnung die meine Mutter bezahlen durfte nachdem ihr Auto 2 Stunden in der Werkstatt war.



    Ich persönlich bringe mein Auto zum Service immer in die Werkstatt. Einerseits weil ich zwei linke Hände habe und auch daheim nicht die passende Ausrüstung, andererseits weil ich keine Lust auf Schrauben habe.

    Naja und das ist ja dann dein Bier. Aber warum sollte ich Geld für etwas bezahlen was ich selber machen kann und woran ich auch Spaß habe? :P


    Mir sind genügend Storys bekannt, von irgendwelchem gepfusche oder horrenden Preisen, vor allem in Vertragswerkstätten.

    Aber es gibt selbstredend auch Ausnahmen, bzw anders gesagt: Es ist sicher nicht die Regel, dass in Werkstätten Mist gebaut wird. Aber trotz allem ist es in meinen Augen nicht sinnvoll Geld für Dinge auszugeben die ich selbst machen kann. Wenn jemand Installateur ist, ruft er ja auch nicht den Klempner wenn das Klo verstopft ist :D


    Und wie gesagt, ich denke, dass eine ordentliche Dokumentation nicht verkehrt ist, aber es ist auch keine Garantie. Das Auto kann auch regelmäßig in der Werkstatt geserviced worden sein und dir trotzdem nach 1000km unterm Arsch verrecken. Genauso ist es auch umgekehrt, dass ein Auto komplett ohne Historie gut gepflegt sein kann. Mehr sag ich ja gar nicht :D

  • Am Serviceheft allein kann man den Pflegezustand wirklich nicht festmachen. Ich persönlich bin auch beim Verkäufer wählerisch und hoffe, das Serviceheft (oder Nicht-Serviceheft) dann damit abgleichen zu können:

    Privatverkäufer: Durch Smalltalk lässt sich vielleicht herausfinden ob das Auto gepflegt wurde (insbesondere auch falls es kein Serviceheft gibt) oder auf Verschleiß gefahren wurde.

    Markenwerkstatt: Wenn eine solche ihren Namen verdient sollten die ihre eigenen Gebrauchtautos sowie deren Stärken und Schwächen kennen und schon bei Hereinname auf den Hof checken und bei Bedarf verbessern sowie entsprechend kommunizeren können. Alternativ preislich unschlagbar rauswerfen. Wenn mir eine Markenwerkstatt da schon nichts bieten kann, gleich bleiben lassen.

    Fähnchenhändler: Für mich ein No-Go. Es ist derart trivial ein Serviceheft zu faken (Blankoheft sowie Stempel zum selbst setzen, optional inkl. Logo, sind jederzeit für wenige Euro im Internet erhältlich), dass da mein Vertrauen gegen Null geht. Natürlich sind solche Aktionen kriminell, aber wen kümmert das in der Branche?

    Insofern find ich´s ja schon einen Vorteil, dass einige Hersteller im Jahr 2019 "schon" drauf kommen, dass man das online und schwerer manipulierbar verwalten kann, nur bis sich das in der Breite durchsetzt (und auch unkompliziert und für jedermann kostenlos abfragbar ist) gibt es den GT86 vielleicht gar nicht mehr.

    Bis dahin gilt: Das Serviceheft allein ist ohne Gesamteindruck nahezu wertlos.