Tourentips für Norwegen?

  • Ich plane Ende Juni nach Norwegen zu fahren (in den Alpen habe ich gefühlt allmählich alles durch...) - hat jemand gute Tips für schöne Strecken (Süden und Westen, nach Norden bis ca Jotunheimen Nationalpark)?

    Auch wenn die v_max 80 eher Blümchenpflückermodus bedeuten - das kann ja auch Spaß machen!

    Wenn ich so in Google Maps nach Kurven suche, lande ich immer ganz schnell auf nicht asphaltierten Strecken - mit der KTM würde ich sagen: "Ja genau!" , den BRZ will ich aber doch nicht hunderte km durch Schotter schicken...


    Freu mich auf jeden fall schon auf die viele Fotos, die man wohl von den Mautstationen gemailt bekommt!

  • Als Erstes fällt mir da da der Namen "Trollstigen" ein, ein nicht nur landschaftlich sehr schöner Streckenabschnitt in Straße 63 von Eidsdal (am Storfjord) nach Geiranger. Die Straße führt dann weiter nach Südosten zum Dalsnibba-Paß. Straße weiterfahren, und dann bei der Einmündung in die 15 rechts abbiegen (nach Südwesten), und bis zum Obstrynsvatnet-See gibts dann noch mal Einiges an Kurven.


    Ist schon ziemlich lange her, daß ich dort war, aber dieser Streckenabschnitt liegt bei mir in guter Erinnerung.

  • Landschaftlich ist Norwegen (fast) überall schön. Eine Alternative zu vorher festgelegten Touren wäre, eine kurze Liste zu erstellen mit Orten, wo man unbedingt hin will. Was die besten Verbindungsstrecken letztendlich sind kann man kurzfristig entscheiden, je nach Wetterlage, Lust und Laune, und eventuell auch je nachdem, was sich unterwegs anbietet. In dieser Hinsicht "einfach der Nase nach", wie Du schon sagst.


    Altmodische Karten (gedruckt auf Papier) waren früher so ziemlich das Einzige, was man zur Verfügung hatte. Ich würde die Möglichkeiten eines Navi's nicht gleich ausschließen, aber die altmodische Straßenkarte (im passenden Abbildungsmaßstab, wenn möglich) ist auch heute noch funktionstüchtig, und meistens übersichtlicher als was man auf dem kleine Navi-Bildschirm oder auf dem Handy sieht. "Alter Sack" oder nicht, diese alten/altmodischen Dinger sind deshalb auch heutzutage noch gut einsetbar. Und wie gesagt, in einigen Hinsichten hin und wider sogar besser ;)

  • Ich war vor 3 Jahren in Norwegen, leider ohne Sportwagen aber dennoch mit schönen Straßen.


    Erstmal kann ich Antonio di Lussi nur zustimmen. Der Trollstigen ist eigentlich Pflicht.


    Eine sowohl fahrerisch als auch landschaftlich tolle Strecke ist von Lysebotn nach Sirdal. Ich muss mal schauen, ob ich davon noch ein Video finde. Ich bin mir nämlich relativ sicher, das gefilmt zu haben.

    Lysebotn liegt direkt am Lysefjord, wo sich auch der Preikestolen befindet, ein bei Wanderern sehr beliebter Felsen mit toller Aussicht über den Fjord. Achtung: Die Fähre durch den Lysefjord bis nach Lysebotn kostet über 100€ (ca. 1100 NOK)! Wir haben das erst erfahren als wir schon auf der Fähre waren und mussten das dann eben so hinnehmen. Dafür ist die Aussicht bei Fährfahrt mitten durch den Fjord auch nicht schlecht und im Anschluss kann man eine tolle Straße fahren. Man sollte nur entweder als einer der ersten von der Fähre runter fahren oder 15-30 Minuten warten, damit die langsamen Wohnmobile etc. einem nicht die schöne Strecken vermiesen.

    Alternativ fährt man eben einfach von der "Hochebene" aus Nordosten kommend nach Lysebotn runter und dann den selben Weg wieder zurück und weiter Richtung Sirdal.

  • Die berühmte Turistraße in Norwegen schlechthin ist die Atlantikstraße (Reichstraße 64) zwischen Molde und Kristiansund. Die Straße werde ich auf dem Weg zu den Lofoten dieses Jahr fahren.

    Da die Straße aber eine der Touristenattraktionen ist, ähnlich Stilfserjoch oder der Transfagarsan (Rumänien), könnte die Straße sehr voll sein, insbesondere mit Wohnmobilen, was den Spaß etwas bremsen könnte.

    "Es ist mir egal, dass ein Ford Focus RS mit seinen über 300 PS ab Werk bessere Rundenzeiten stanzt, das hier macht einfach so viel mehr Spaß! Wenn der RS eine Flasche Tequila ist, wäre der GT86 Single Malt Scotch Whisky. Klar eignet sich der Tequila besser dazu, möglichst schnell für möglichst wenig Geld betrunken zu werden, aber Gentlemen und Genießer greifen aus Gründen der Trinkkultur dennoch lieber zum Whisky." (Heise.de Fahrmaschinenbau)