Muss man immer Vollpreis beim Hersteller kaufen oder tut es auch die Bucht oder andere Alternativen? Vor- und Nachteile.

  • 130€ Zündkerzen, 130€ Kupplungsscheibe, Motorlager 213€. Für den Einbau Zahl ich nix, geht beim Tausch der Ventilfedern gleich mit.

    130 € für die Zündkerzen? Sicher, dass da nicht die Einbaukosten doch mit drin sind?


    Ich glaube ich hatte seither für Zündkerzen bei nem 4-Zylinder immer nur um die 20-30 Euro bezahlt. Oder ist die 1 vorne versehentlich reingerutscht?

  • Rund 22€ x4 sind 88 € +6€ sind 94€

    Der Fachhandel hat lagerkosten, Lohnkosten usw. + gewinnaufschlag= VK.

    Du möchtest doch das dein Auto von gut ausgebildeten und fair bezahlten Menschen betreut wird, welche mit der nötigen Sorgfalt und Fachkenntnis an deinem Auto arbeiten.

    Dies geht nur, wenn du die Werkstatt auch Geld verdienen lässt.

  • kommt immer auf die Höhe des aufschlages an.


    Bei Bremsen bist du bei 20€ vs 100€ für einen Satz Beläge, das sehe ich dann nicht mehr ein (Selbiges gilt pro Bremscheibe, macht also pro Achse 60€ vs. 300€).


    30€ mehr für Zündkerzen geht gerade noch in Ordnung, finde ich.

  • An und für sich wollte ich mich an den Rat halten, nichts mehr dazu zu sagen - aber-

    Die Werkstatt bezieht (muss) die Ersatzteile über den Hersteller, dieser gibt die Preise vor, hier ist die Marge mehr oder weniger immer die gleiche d.h. die Werkstatt hat auch bei den sogenannten Mondpreisen keinen höheren Ertrag.

    Die meisten Werkstätten bieten auf Nachfrage auch OEM Produkte an, diese kaufen Sie in der Regel selbst ein, sind jedoch meist günstiger als Originalteile aber immer noch etwas teuerer als die Internetanbieter, jedoch mit Garantie bzw. Gewährleistung durch die Werkstatt.

    Ich frage meine Werkstatt immer nach OEM Produkten, auch vor dem Kauf der Querlenker von Budde hatte ich angeboten das der Fachhändler dort kauft und ich einen gewissen Aufschlag zahle, in diesem Fall haben wir uns aber darauf geeinigt, dass ich kaufe und er einbaut.

    Der GT/BRZ wird ja teilweise mit viel Engagement und Herzblut und für noch mehr Geld „verbessert“ für Dinge, wie ein öldeckel von TRD werden 50 oder 100 Euro ausgegeben, aber der Fachwerkstatt werden die 30 € beim Öl nicht gegönnt, aber 120% Engagement bei den Reparaturen erwartet.

  • Also ich komme selber aus dem Werkstattbereich bzw. habe meine ersten Berufsjahre in einer Werkstatt verbracht. Und sorry, aber Gewinnmargen von teilweise bis zu 70% auf Ersatzteile sind einfach nicht mehr normal. Das muss nicht für jedes Ersatzteil wie z.B. Zündkerzen gelten und auch nicht für jede Werkstatt. Ebenfalls muss natürlich eine Werkstatt auch etwas verdienen, aber das tut sie ja bereits an der Arbeitszeit, die im Regelfall ebenfallsdeutlich höher angesetzt ist, als in der Realität tatsäschlich erforderlich.


    Man könnte meinen, bei manchen hier wächst das Geld auf den Bäumen.

  • Also ich komme selber aus dem Werkstattbereich bzw. habe meine ersten Berufsjahre in einer Werkstatt verbracht. Und sorry, aber Gewinnmargen von teilweise bis zu 70% auf Ersatzteile sind einfach nicht mehr normal. Das muss nicht für jedes Ersatzteil wie z.B. Zündkerzen gelten und auch nicht für jede Werkstatt. Ebenfalls muss natürlich eine Werkstatt auch etwas verdienen, aber das tut sie ja bereits an der Arbeitszeit, die im Regelfall ebenfallsdeutlich höher angesetzt ist, als in der Realität tatsäschlich erforderlich.


    Man könnte meinen, bei manchen hier wächst das Geld auf den Bäumen.

    Lassen wir es dabei, hier geht es um den Rückruf.

  • Also ich komme selber aus dem Werkstattbereich bzw. habe meine ersten Berufsjahre in einer Werkstatt verbracht. Und sorry, aber Gewinnmargen von teilweise bis zu 70% auf Ersatzteile sind einfach nicht mehr normal. Das muss nicht für jedes Ersatzteil wie z.B. Zündkerzen gelten und auch nicht für jede Werkstatt. Ebenfalls muss natürlich eine Werkstatt auch etwas verdienen, aber das tut sie ja bereits an der Arbeitszeit, die im Regelfall ebenfallsdeutlich höher angesetzt ist, als in der Realität tatsäschlich erforderlich.


    Man könnte meinen, bei manchen hier wächst das Geld auf den Bäumen.

    Da würde ich eher die günstigen Preise hinterfragen - die Wahrscheinlichkeit, B-Ware oder gar Plagiate zu erwerben ist mMn sehr groß wenn etwas deutlich unter dem Fachhandelpreis angeboten wird.

    Musste die leidvolle Erfahrung selbst schon machen, als ich die Bremboscheiben billig im Internet bestellt hatte... Diese waren ungleichmäßig in der Dicke, was mit dem bloßen Auge erkennbar war. Seitdem nur noch Käufe im Fachhandel.

  • Bei Bremsen bist du bei 20€ vs 100€ für einen Satz Beläge, das sehe ich dann nicht mehr ein (Selbiges gilt pro Bremscheibe, macht also pro Achse 60€ vs. 300€).

    Bremsenteile für 60€ pro Achse, würde ich auch fahren, aber nur auf den Einkaufsfahrrad 8|


    Chinakracher Teile auf nem Sportwagen, Leute mir wird Angst und Bange<X



    BTW @DrFrexx


    das schreit nach einer Auslagerung:


    vorgeschlagener Threadtitel:


    "Bin ich schlau oder ist Geiz gefährlich?"


    Besorgt Carsten

  • Sorry für OT.

    Dass da jemand Teile aus BlingBlingLand in den Toyobaru strickt, ist natürlich bedenklich und 20€-Bremsbeläge können imho auch nichts taugen. Das käme mir definitiv "nicht in die Tüte" ... Obigen Beitrag von Nickmann hatte ich allerdings etwas anders verstanden.


    Dazu mal ein paar Beispiele:

    Ein Liter Motoröl: Toyota: >17€ aus der großen Tonne, Markenöl von LM (bei denen ich einfach nur Kunde bin): 6,60€

    Ein Liter Differentialöl: Toyota: >78€, Markenöl : 22€

    Und da befinde ich mich in einem Bereich, wo ich nicht mehr willens bin, mitzuspielen.


    Diese Beispiele ließen sich noch fortsetzen mit Waschflüssigkeit, Kühlmittel, Pflegemitteln ... aber das sind Kleinbeträge, die mich persönlich nicht interessieren.

    Obige Beispiele zeigen aber Werkstattpreise bis weit über das Dreifache des Preises von echter Markenware im freien (Fach-)Handel.


    Ich lasse auch nach Ablauf der Werksgarantie meine Inspektionen beim Freundlichen Toyota-Händler machen, bringe aber mein Motor-/Getriebe-/Differentialöl in Absprache mit der Werkstatt selbst mit.

    Dass die Werkstatt dabei mitspielt, ist mit Grund dafür, dass ich so verfahre und die (kompetente Marken-)Werkstatt in mir einen zufriedenen Kunden hat, der auch einen Teil der evtl. mal nötigen Reparaturen dort ausführen lassen wird ...

    Grüße aus Soest
    Frank
    ------------------------------------------------------------------------------
    My cars are family members accidently living in the garage ;)
    Die schönste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Kurve

  • Wie überlebt der kfz-Handel?

    https://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_370.pdf

  • Da bist du schlecht informiert.


    Oftmals laufen die Produkte rechts ohne Logo vom Band und links mit Logo für das vierfache.


    Ich kaufe bei Bremsen z.b. immer Nipparts, auch für Sportwagen.


    Genau das, was du denkst, will man ja erreichen.

  • Wenn dir das NoName Zeug reicht, dann ist das deine persönliche Entscheidung.


    Mein GT wird artgerecht gehalten, die OEM Bremsenteile waren dem thermischen Stress nicht gewachsen.

    Wie bei so vielen hier übrigens.


    Das wird auch garantiert nicht besser wenn man dann noch Geld durch den Einsatz von Generika ( also Nachbauten) sparen will.


    Die Lösung war hier tatsächlich Aftermarket, allerdings nicht vom Basar sondern vom Spezialisten.


    Bloss weil die Bremsscheiben alle sehr ähnliche Maße haben, halten sie noch lange nicht den gleichen Belastungen stand.


    BTW, OEM bedeutet:


    Original

    Equipment

    Manufakturer


    d h es wurde für den Fzg Hersteller unter dessen QM und mit Dokumentation produziert.


    Viele Generika Teile haben zB die gleichen Maße, sind aber für ein anderes Modell spezifiziert.

    Die Metallurgie genau wie Bearbeitung können sich gewaltig unterscheiden.

    (ZB Genauigkeit der Endbearbeitung und spannungsfrei glühen, beides bei belasteten Bremsscheiben wichtig gegen Rubbeln)


    Wenn du sicher bist dass dein billiger Jakob die gleiche Qualität vom selben Hersteller billiger liefert, dann mach.


    Im Netz gibts ja keine minderwertigen, geschweige denn gefälschte Teile.


    Was soll schon passieren?


    Viel Glück Carsten

  • Seit wann ist Bosch (oder Nipparts) Noname?


    Es geht doch auch nicht darum, billigteile oder Plagiate zu kaufen, sondern einfach darum, dass die Werkstätten unverschämt hohe Aufschläge nehmen und man dasselbe anderswo teilweise für ein Viertel bekommt.


    Für mich richten übrigens die originalen Bremsen aus. Ich mache ich keine Trackdays. Aber da muss auch jeder das kaufen, was er benötigt.


    Wahrscheinlich sind Performance - Teile auch günstiger, als Serienteile im Autohaus.

  • Dr.Frexx

    Hat den Titel des Themas von „Bin ich schlau oder ist Geiz gefährlich?“ zu „Muss man immer Vollpreis beim Hersteller kaufen oder tut es auch die Bucht oder andere Alternativen? Vor- und Nachteile.“ geändert.
  • Beitragstitel geändert, hoffe gefällt mehr.

    Schöner Titel ;)


    Man muss einfach sagen, dass die Hersteller (OEMs) das Geld ganz einfach auch über den Aftermarket verdienen. Viele (bestes Beispiel sind Reifenhersteller) legen bei jedem verkauften Neuwagen zuerst drauf, verdienen aber dann im Ersatzteilgeschäft (Aftermarket) das Geld.

    Die von Nickmann genannten 70% "Gewinnmarge" sind kein Gewinn und auch nur "Rohmarge", da jegliche Overheads (z.B. Vertrieb, Verwaltung, Entwicklung, usw.) bezahlt werden müssen... so kann es schnell mal so aussehen, dass ein Hersteller Ersatzteile im Aftermarket mit SCHEINBAREN 70% Aufschlag im Vergleich zum Zubehör(Internet-)handel "verdient", bei denen am Ende aber nur 10% hängenbleiben, weil die Overheadkosten oder der sogenannte "Wasserkopf" eben so groß ist.


    Sehr gutes Beispiel ist hier auch HP... die musten in der Vergangenheit mit dem VK allein über 50% über den Herstellkosten liegen um pberhaupt ne Nullrunde, sprich einfach 0 auf 0, rauszukommen...


    Ganz einfach: Wer selbst Schrauben kann, der kauft am Besten selbst im Netz ubd macht es auch selbst... Ich kann ja auch keine vergoldete Edelsamali im Netz kaufen und die beim Metzger um die Ecke am Besten für Lau aufschneiden lassen wollen...

  • Ganz so plakativ, wie gelegentlich dargestellt, ist es nicht. Um heutzutage Teile ans Herstellerband zu liefern, muss man A-Lieferant (oder im Krisenfall B-Lieferant) sein.

    Dazu durchlaufen diese Teilelieferanten Tests, Auditierungen und Beurteilungen von Seiten des Autoherstellers, die zur Einstufung führen.


    A-Lieferanten werden kurz gesagt bei Aufträgen bevorzugt behandelt, B-Lieferanten "gern genommen" wenn es mal knapp wird, C-Lieferanten bleiben unberücksichtigt, da es an Qualität und/oder Zuverlässigkeit fehlt.


    Alle diese Lieferanten können in der Regel auch Teile auf den freien Markt werfen und tun das auch.

    Auch vom C-Lieferanten können diese Teile durchaus OEM-Qualität haben.


    Darüber hinaus existieren noch Lieferanten rein für den freien Markt. Die Beurteilung der Qualität ist hier aber unsicher/unmöglich. Der gern verwendete Hinweis "in Erstausrüsterqualität" sagt praktisch nichts aus.


    Lebensgefährlich kann es dann werden, wenn irgendwelche Hersteller Kopien von Markenteilen erzeugen, die das Aussehen, aber nicht die qualitativen Eigenschaften der OEM- oder Zuliefermarkt-Teile haben. Leider ist das heutzutage recht häufig zu beobachten, wobei sich BlingBlingLand hier stark hervortut.

    Grüße aus Soest
    Frank
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