Hilfe bei Suche nach Artikel/Urteil/Meldung zu kaputtem Cabriodach / gläsernen Autofahrer

  • Hallo Leute,


    ich habe mal eine Frage an die interessierte Community:

    Vor einiger Zeit habe ich mal irgendwo gelesen, dass ein Cabriofahrer (Marke nicht mehr bekannt) sein Cabriodach zerstört hat, weil er es bei einer zu hohen Geschwindigkeit betätigt (geöffnet oder geschlossen) hat.

    Also laut Bedienungsanleitung durfte das Dach meinetwegen bis 30 km/h betätigt werden und er war schneller.


    Ich weiß leider nicht mehr, ob das ganze ein Gerichtsurteil war, oder ob es nur Streit darüber gab, wer die Kosten tragen sollte..

    Ich glaube, es war so, dass die Dachträgerkonstruktion durch den zu hohen Gegenwind kaputt gegangen ist.


    Leider finde ich diesen Artikel/Eintrag/Meldung nicht mehr.


    Das einzige, was ungefähr passt, ist dieser Link: https://www.motor-talk.de/foru…chaden-5000-t1990937.html


    Das ist aber nicht das, was ich im Hinterkopf hatte..


    Eine Googlesuche mit verschiedensten Begriffen war leider erfolglos…


    Kommt diese Sache hier irgendjemandem irgendwie bekannt vor? Vielleicht klingelt das ja bei irgendjemandem im Hinterkopf, dass es mal so etwas gab - ich meine aber, dass es sich tatsächlich um ein Urteil handelte.


    Grundmessage des "Artikels" war, dass die Autohersteller verschiedenste Sensoren verbaut haben, die den "gläsernen Autofahrer" bei allem Möglichen überwachen - eben auch bei solchen alltäglichen Funktionen (wobei das ja meiner Meinung noch eine "berechtigte Überwachung" ist).


    Vielen Dank schon mal im Voraus :)

    P.s.: Es könnte sein, dass ich sowas mal bei meinen Eltern in einer ADAC-Zeitschrift, die das Thema "gläserner Autofahrer" hatte, gelesen habe..

  • aRKey

    Hat den Titel des Themas von „Hilfe bei Suche nach Artikel/Urteil/Meldung zum gläsernen Autofahrer“ zu „Hilfe bei Suche nach Artikel/Urteil/Meldung zu kaputtem Cabriodach / gläsernen Autofahrer“ geändert.
  • Da die Glaubwürdigkeit der Datenspeicherung nach meiner Erfahrung im Automobilbau grundsätzlich zweifelhaft ist, wird ein guter Rechtsanwalt sicher überprüfen lassen, ob die Sensorik in Ordnung war. Das kann man nicht glaubwürdig beweisen und damit greift "in dubio pro reo". Solange die deutsche Rechtsprechung wie im Fall Dieselskandal ohne das erforderliche Wissen urteilt, wird man auch möglichen Missbrauch der Verdeckbetätigung dem Hersteller anhängen können.


    Grüße Fred

    "Ich fahre nicht Auto, sondern mein Hintern hat Räder." Fritz B. Busch

    Einmal editiert, zuletzt von AP756 ()

  • Das kann man nicht glaubwürdig beweisen und damit greift "in dubio pro reo".


    Nö.


    "in dubio pro reo" heißt ja zum einen (frei übersetzt) "im Zweifel für den Angeklagten". Allerdings sind wir hier, wenn es um die Haftungsfrage (also für Schadenersatz) geht, im Zivilverfahren (also im Zivilrecht), und im Zivilverfahren gibts keinen Angeklagten.

    Zum zweiten gibts im Zivilverfahren die Parteiherrschaft des Verfahrens. Die Parteien führen das Verfahren, entscheiden, welche Beweise sie vorbringen - und es ist die Aufgabe der anderen Parteien, Gegenbeweise anzutreten. Wehren sie sich nicht, gilt die Behauptung der vorbringenden Partei als richtig. Kurz gesagt: selbst wenn die klagende Partei nur komische Behauptungen vorbringt, wird sie das Verfahren gewinnen, wenn die beklagte Partei abgesehen von den Daten zur Person nix sagt und grinst. Im Strafverfahren kann man so als Angeklagter durchaus ein Verfahren gewinnen.

    Und es gibt im Zivilverfahren Beweislastregeln, die dem Grundsatz folgen: "jede Partei muss beweisen, was für sie günstig ist". Die Ausnahmen stehen im Gesetz.

  • :). Ich weiss schon, warum Juristiktion nichts für mich ist (das hat zu wenig mit Realität und gesundem Menschenverstand zu tun), ich beschränke mich auf Technik.

    Ein Steuergerät merkt sich Schalterstellungen zu einem bestimmten Zeitpunkt, passende Kilometerstände, aber üblicherweise keine zeitliche Abläufe. Die kann man höchstens "interpolieren", indem man die spärlich vorhandenen Daten auf einer Zeitleiste aufträgt (die Steuergeräte haben nur eine kleine, endliche Speicherkapazität). Aus dieser Kenntnis heraus sollte man schon Argumente finden.

    Kuriosität am Rande: Moderne Autos sind "codiert" (ihre Merkmale werden im Steuergerät hinterlegt). Die beste Diebstahlsicherung ist, wenn man einen Aurtomatik auf Handschalter codiert, denn das Steuergerät wartet dann bis zur nächsten Steinzeit auf die Kupplungsfreigabe, bevor sich der Wagen starten lässt. Noch einer? Sag einem Cabrio, dass es ein Hubdach hat. Die Folgen sind je nach Hersteller lustig bis selbstzerstörend.


    Grüßle Fred