"Werkstatt-Abo": ja oder nein?

  • Nicht, dass ich entscheidungsschwach wäre, aber wie ich es drehe und wende komme ich auf keine eindeutige Antwort, vielleicht hat jemand Erfahrung damit:
    Es gibt ja bei vielen Autoherstellern neben dem Kauf des Autos auch die Möglichkeit, monatlich für einige Jahre eine Rate X an den Hersteller/Händler zu überweisen und dafür hat man als Gegenleistung sämtliche Wartungen, Inspektionen, Verschleißreparaturen frei und auch den herstellereigenen Pannendienst.
    Das hört sich eigentlich erst mal gut an. Und knallhart durch kalkuliert, wäre das in meinem Fall so, dass die Kosten der 4 nackten Inspektionen mit den Monatsraten fast 1:1 aufgehen (ok, Abo-Version ist gegen die Direktzahlung für jede einzelne Inspektion ein paar wenige EUR teurer, aber ich dreh da nicht jeden Cent um). Jeder weitere Verschleißreparatur wäre also ein Minusgeschäft für den Händler/Hersteller. Nachdem der Hersteller aber kein Samariter ist, frag ich mich wo der Haken ist?
    Klar, was kann bei neuen Autos schon verschleißen: Bremsen sollten Minimum 50.000km halten (kein Sportwagen, kein Mikro-, Klein- oder Billigstwagen), Auspuff auch so um die 5 Jahre, Federn detto, etc. Aber wenn doch, könnte mans für lau machen lassen? Oder bestimmt der Hersteller: Ach nö, der (Auspuff, Stoßdämpfer, whatever) geht schon noch auch wenn z.B. evtl. der TÜV was anderes sagt? Oder wird bewußt "anders" repariert (z.B. korridierten Auspuff schweißen anstatt austauschen)? Und gibts da bekannte Ausschlüsse, oder kann ich auf dem Weg zur Arbeit einfach mal ranfahren und sagen: Frostschutz-Scheibenwaschwasser ist leer, bitte Frostschutzwasser auffüllen for free (nur als Beispiel)?
    Für mich hört sich das Angebot ein wenig zu kundenorientiert an, um wahr zu sein, wer kann mich über die Fußangeln aufklären?

  • Wie sind denn die genauen Konditionen?
    Sind denn wirklich die Materialien drin oder nur die Arbeitsleistung?


    Falls du die Teile von denen kaufen musst, wird es sich schon rechnen.


    Haben sie es auf eine gewisse Laufleistung begrenzt? Meine Bremsen/Auspuff/Kupplung waren bei 80.000 Kilometer noch ok.

  • Beinhaltet "alles", d.h. Arbeit und Material. Laufleistung ist begrenzt, aber kann gewählt werden, darauf berechnet sich der Monatstarif. Es gibt ziemlich sicher einen Maximalwert, bis zu welcher Laufleistung man abschließen kann, aber in die Regionen kommen wir nicht. Konkret geht es um Servicevertrag für 4 oder 5 Jahre und 13.000 km/Jahr Laufleistung. Quasi Garantieverlängerung mit Rundum-Sorglos-Paket. So wirds zumindest verkauft. Anschließend sind die Markenhändler/Hersteller am Auto eh nicht mehr interessiert und der typische Kunde geht dann oft zu einer freien Werkstatt.

  • Die Laufleistung is schon mal ein Problem, weil sehr gering. Und wenn diese Überschritten wird, dann stellen die sich massiv quer.


    ok. Laufleistung ist immer ein Problem, ob bei Versicherung, Kredit oder eben Servicevertrag. Als reines Pendel- und Einkaufsauto mit 1 x Urlaub pro Jahr lässt sich das aber recht gut abschätzen und bei 2 Autos + 1 Motorrad im Haushalt sollte sich das Problem managen lassen.

  • Für die Händler ist der Service nach Wagenverkauf ein extrem wichtiges Standbein. Die Kundenbindung nach Verkauf ist aber gefühlt geringer da die Mentalität der Käufer sich einerseits ändert, andererseits viel Wettbewerb am Markt ist. Solche Verträge dienen dazu die Kunden wieder zu binden. Umsatzgarantie ist sehr wertvoll (auch vor der Bank).