Was gibt's Neues bei Subaru?

  • Danke für die schnelle Info sxe,


    interessant noch der Hintergrund. Der Bisherige Präsident Yoshinaga ist aufgrund des "Skandals" über formelle Fehler bei der Endkontrolle zurückgetreten. Nachdem der Fall aufgearbeitet und der organisatorische Fehler lokalisiert wurde sagte Präsident Yoshinaga wörtlich "ich habe versagt" und hat seinen Rücktritt erklärt.


    Ich persönlich habe Ihn nie kennen gelernt, aber seine monatliche erscheinende "Massage" war durchaus lesenswert. Z.B. Kritisierte er vor kurzem massiv, das der Wasserverbrauch bei der Automobilproduktion im Hause Subaru viel zu hoch sei und mann hier dringend etwas unternehmen müsste. Genau so schräg (japanische Kultur): Sein regulärer Vertrag wäre am 12.05.2018 ausgelaufen. Selbstverständlich (so sagte er) wird er auch nach seinem Rücktritt seine Arbeitskraft dem Unternehmen zur verfügung stellen, egal in welcher Position. Auf seinen anteiligen Provisionsanspruch für 2018 hat er mit den Worten "ich habe dem Unternehmen geschadet" verzichtet. Yoshinaga startete seine Berufliche Laufbahn 1977 bei Subaru.


    Solch "Eier" in der Hose würde man sich anlässlich der Probleme bei unseren deutschen Autobauern einmal wünschen. Da haben Japanische Manager ein anderes Verständnis.


    Des weiteren wird Subaru in 2018 seine Führungsstruktur umkrempeln. Derzeit sind in Vorstand und Aufsichtsrat 29 Personen Tätig. Diese Mannschaft wird nun auf 15 Personen reduziert um straffere und effizientere Unternehmensstrukturen zu schaffen (Zitat "Strong and Solid"). Interessant auch (im Vergleich zu anderen Konzernen), von diesen 29 Personen sind lediglich 2 Personen (Aufsichtsrat) Externe. Mr. Komamura (Komatsu) und Mr. Aoyamo (Daiichi).


    Der Neue CEO bei Subaru Mr. Tomomi Nakamura ist ebenfalls seit Beginn seines Berufslebens (1977) bei Subaru. Ach ja, und zum Entscheidungszeitpunkt über die Produktaufnahme des Subaru BRZ in die Modellpalette war er seinerzeit der Entscheider in Japan (danke Nakamura-San). Ich hoffe er trifft bzgl. des BRZ 2 die richtigen Entscheidungen :-)))

  • CTO079,


    Also CEO ist der oberste Präsident. Der Chairman ist sozusagen der Sekretär des CEO Präsidenten, Der Stellvertreter heist auch Präsident (aber nich CEO), die anderen sind Directoren.


    Chairman Kondo ist nicht wegen des Skandals zurück getreten, sondern wegen der Umstrukturierung. Den Posten Chairman wird es zukünftig nicht mehr geben bei Subaru. Yochinago (bisheriger CEO) hat seine Arbeitskraft weiter angeboten und ist jetzt bis zu seinem Ausscheiden im Mai 2018 praktisch der Sekretär (Chairman) seines früheren untergebenen Tachimori.


    Die Fürhungsspitzenstruktur gilt bei Subaru in der ganzen Welt. Bei Subaru Deutschland ist lt. Japanischer Struktur Hr. Kubota der CEO (tritt aber nie in Erscheinung), Hr. Amenda ist "geschäftsführender Sprecher" (Chairman)

  • Der Bisherige Präsident Yoshinaga ist aufgrund des "Skandals" über formelle Fehler bei der Endkontrolle zurückgetreten. Nachdem der Fall aufgearbeitet und der organisatorische Fehler lokalisiert wurde sagte Präsident Yoshinaga wörtlich "ich habe versagt" und hat seinen Rücktritt erklärt.


    Lächerlich, der sollte mal bei deutschen Wirtschaftslenkern und Spitzenpolitikern in die Lehre gehen, dann würde der sogar noch gute Gründe finden, seinen Job zu behalten, wenn er persönlich ein total vernichtendes Feuer in den Werkshallen gelegt hätte.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

  • Der ist gut 860, wobei ich noch befürchte das ein Deutscher Manager, nachdem er das Feuer gelegt hat, auch noch eine Mrd. Abfindung für zukünftige Erfolge (von denen keiner wies ob sie eintreten) einverleibt.


    Bzgl. der neuen Konzernspitzenstruktur, bin ich gespannt ob sich das auch Weltweit verändern wird. Bisher hat jedes Land oder Region immer einen CEO und einen Chairman. Der CEO ist immer ein Subaru Mann/Frau in der jeweiligen Region und Japaner. Der Chairman (Geschäftsführender Sprecher) ist dann immer jemand aus der entsprechenden Region.


    Bei Subaru Europa ist übrigens Hr. Masamichi Kuda CEO. Wobei so ein Title bei gerade mal 46 Mitarbeitern etwas überbewertet wird :-))). Die Subaru Chefs in den jeweiligen Länderregionen wechseln aber i.d.R. alle 3-5 Jahre (dann geht´s nach Hause oder in´s nächste Land).


    By the way: auf der Subaru EU Homepage findet man ganz unten rechts in klitzekleiner und hellgrauer Schrift diverse EU Confirmitätserklärungen. z.B. auch die ganzen EU WLTP 6 d temp RDM Zertifikate. Warum die das so gut verstecken, keine Ahnung (und dann auch noch so klein das es keine Sau lesen kann)


    http://www.jama-english.jp/europe/publications/rde.html

  • Es gibt Neues von Subaru, ein vielleicht-Levorg-Nachfolger names Subaru Viziv Tourer - so wird es zumindest auf der Auto-Messe den dortigen Journalisten verkauft. Nachdem es erst eine Studie ist, die aber schon relativ realistisch aussieht, wie lange sind denn eigentlich die Entwicklungszeiten von Studie bis zum Straßenverkauf? Vorausgesetzt natürlich, dass die Studie überhaupt jemanden so brennend interessiert, dass eine zukünftige Massenproduktion freigegeben wird.

  • Hi ExKnightRider,


    Seit beginn der VIZIV Studien (und teilweise auch vorher). war es bei Subaru immer so, das von der ersten Studie bis zum "Auto beim Händler" meist nur 18-24 Monate dazwischen lagen (siehe BRZ oder Ascent). Mit Ausnahme des nächsten WRX STI war es bei Subaru immer so, das es Studien nur von Modellen in der Öffentlichkeit gab wenn es sich um neue (bisher nicht vorhandene) Modelle von Subaru handelte. 2. Variante ist, das Du nie wieder etwas von dieser Studie hörst (wovon ich definitiv nicht ausgehe)


    Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und tippe mal, das dieser "Levorg Nachfolger" sogar drei Subaru Modelle beerben wird, da er ca. 10 cm höher und länger ist als ein Levorg, gleichlang mit dem Lagacy und fast so hoch wie der Crossover7 ist. Diese Modelle müssen bis zum Jahre 2020 ersetz werden (Plattformunstellung). Das es ein komplett neues Modell ist (ich denke der bekommt auch einen eigenen Namen), gibt es auch diese Studie. Also ich gehe fest davon aus das diese Studie in Ähnlicher form in den nächsten 18-24 Monaten real zu kaufen geben wird. Ich finde es von Subaru auch wieder gelungen ein Kombi Konzept vor zu stellen, das höher als ein Normaler Kombi ist aber deutlich flacher wie ein SUV oder Van. Tolle Nische und vom Design sieht man dem das gar nicht an das der 4,80 Mtr. lang und ca. 10 cm höher ist.

  • Bei Subaru gefällt mir das mit Vergangenheit und Gegenwart so offen umgegangen wird. Die Autos natürlich auch.
    Kattys Ausführungen, so unreal sie vlt vielen erscheinen mögen, finde ich nicht unglaubwürdig. Das was man vlt im TV als 'TV eben' abtut und auch meiner einer gerne recht sarkastisch darstellt ist, so schwer das einem Europäer auch glaubhaft zu machen ist, in Asien durchaus normal. Ohne jetzt mit Beispielen ausholen zu wollen: selbst gemachte Erfahrungen bestätigen das. Die Leute ticken teils echt so wie Katty es beschreibt, besonders in Nippon.


    Das Emissionsthema beim toyobaru hatten wir glaube ich vor Jahren schon. Gerade was den berühmten Torque dip angeht wurde dieser gerne darauf zurück geführt das Subaru mit PERMANENTER Drosselung eben die Abgaswerte einzuhalten vermag. Das finde ich legitim. Genügend Motoren wurden durch diverse Normen gekillt, einen konstanten Riegel vorzuschieben ist vernünftig. Wenn andere Konzerne diesen Schritt gegangen wären anstelle des Images - oder was auch immer - wegen zu schummeln... Stünden sie jetzt vlt besser da. Egal. Darauf müssen wir hier nicht eingehen.


    Kann jemand was zu dem sagen was mir mein Händler erzählte? Er ist (da er eigentlich kein vollwertiger Händler ist) nicht immer bestens informiert, was nichts an meiner Symphatie ihm gegenüber ändert.
    Subaru stellt Diesel wieder ein, jetzt wo sie ihn endlich hatten? Macht Sinn, nur kurios das sie es nicht noch etwas versuchen. Noch scheint es keine Verbote zu geben also...
    Subaru meint das sich solche Cross Wägen momentan besser verkaufen und will demnach in Zukunft darauf setzen. Ernsthaft? Es stimmt das die halbe Welt anscheinend daran glaubt 'viel etwas nichts richtig ' im Auto haben zu müssen aber ändert Subaru deshalb gleich seine Richtung?

  • Ja Basti die Japanische Kultur tickt definitiv anders da hast Du recht. Ich bin bei leibe kein Japan Experte aber durch meine Reisen dorthin und dem beruflichen Umgang mit denen habe ich einiges gelernt.


    Die Subaru Service Partner (also nicht Händler sondern Vermittler) sind nicht selten besser informiert, das sie einen viel engeren Kontakt zur Technik Abteilung haben. Bzgl. Diesel kann ich Dir sagen, das die Produktion in Japan bereits 2017 eingestellt wurde. Das Thema Diesel ist bei Subaru ein Fall bei dem sich die Nackenhaare eines jeden Controller aufstellen. Die wurden ja ausschließlich für den Europäischen Markt Entwickelt. Wenn man bedenkt, das in den letzten 10 Jahren durchschnittlich rund 45.000 Subarus, davon ca. 15.000 Diesel in Europa verkauft wurden dann macht das 150.000 Motoren. Kein Hersteller dieser Welt würde für so eine Stückzahl einen Motor von Grund auf neu entwickeln. Abgemildert wurde das etwas dadurch das die Entwicklungsbasis auch für die FB und FA Motoren verwendet werden konnte. Ich persönlich finde es auch schade, denn ich kenne keinen Diesel wo du einen Sport Endschalldämpfer dran baust und da kommt sound raus (Boxer Rumble). Ich mag auch die Charakteristik (Drehwilligkeit und Ansprechverhalten). Der Boxer Diesel feiert dieses Jahr in Europa übrigens sein 10 jähriges, aber die Party wird wohl definitiv ausfallen :-(


    Cross Wägen :thumbsup: oder Sports Utility Vehicle sind Begriffe die nicht von Subaru erfunden wurden. Mercedes und Audi versuchen mit höher gelegten E-Klassen und A 6 mittlerweile ja auch auf den Zug eines seit 22 Jahren gebauten Outback auf zu springen (da kannte man den Bergriff Cross Wagon noch nicht). Der Viziv Kombi ist die neue Kombi Generation. Da Subaru schon immer bei der Produktplanung darauf geachtet hat, das die Autos in kein übliches Schema passen ist für die Überlebens wichtig. Sie sind somit aus der Schusslinie der "großen" Diese Fahrzeuggattung (da erfinden wir bestimmt auch noch einen Namen für), Kombi mit 1,55 Mtr. Höhe (nicht durch Höherlegung erzielt), gibt es derzeit nennenswert nicht. Entweder man kauft ein Normales Auto (z.B. Kombi) oder einen SUV oder VAN, dazwischen ist der Markt fast leer. Der derzeitige Crossover 7 (nur in Japan) ist ein Fahrzeug solch einer Gattung und wird mittlerweile seit 10 Jahren gebaut. Wir in Europa kennen diese Fahrzeugklasse gar nicht. Ich finde den Konzeptionell ziemlich genial und eine gute Alternative für den Van typischen Kunden (Familie mit Kindern). Ein Van ist eigentlich zu groß ein normaler Kombi zu klein.


    Es gibt viele Beispiele solcher Nischen die Subaru bewusst wählt. Unser Schätzchen hier zum Beispiel. Als der erste XV hier erschien haben sich viele Subaru Kunden auch gedacht "warum ein höher gelegter Impreza???" Das diese Fahrzeuggattung hier momentan ziemlich Hip ist stand bei denen damals nicht im Lastenheft. Gutes Beispiel auch seinerzeit der Trebica. Ein AWD Van im Cayenne Format mit 3,6 Liter 6 Zylinder Boxer. Solch ein Auto passet hier in keine Fahrzeugklasse (Mercedes hat es mit der R Klasse versucht). Die die einen Haben lieben Ihn. Ein Levorg (Sports Tourer) würde in eine beliebte Fahrzeugklasse in Europa Fallen, wenn er hier mit 2 Ltr. und rund 300 PS erhältlich wäre. Es hat aber einen Grund warum Subaru das Auto in Europa bewusst nicht in dieser Variante platziert hat. Dieses Defensive Verhalten ist Subaru Kultur (so schade das auch für den Fan der Marke auch ist)


    Bedenken muss man auch das Subaru mit einem Modell im Weltmarkt bestehen muss. Andere große Hersteller haben für die jeweiligen Märkte (China/USA) ein eigenes Produktportfolio. Ein Forester muss in Japan, Amerika und Europa bestehen, ein Impreza genau so. Keine leichte Aufgabe für einen Produktplaner. In Amerika ist ein Forester z.B. eine Micro SUV und ein XV (Crosstreck) ein Kleinwagen.


    Aber egal welche Fahrzeuggattung Subaru da definiert, unten drunter steckt immer der Kern der Marke (Boxer, syemtrischer Antriebsstrang gepaart mit AWD, FWD, RWD, max. Sicherheit und die Fahrdynamik). Und Subaru baut definitiv nicht die besten Autos der Welt (wenn es das überhaupt gibt), sie bauen einfach andere (genauso wie Toyota mit seinen Hybriden) :thumbup:


    VW hat übrigens nun seinen Golf Cabrio Nachfolger vorgestellt, das wir der T-Roc SUV als Cabrio: Zitat aus Grönemeiers Song "Heimat": die Seele verhökert, alles Sinnentleert....

  • Muß man sich den neuen "Hoch-Kombi" als eine Art Ford C-Max (1,57 Meter hoch) auf japanisch vorstellen, eventuell mit mehr Kofferraum?

    # 8,1 l/100 km
    GT86 MY18, Pure red, Leder-Alcantara, Brembo-Bremse, Sachs-Dämpfer, 17x7,5 mit Michelin PS4, Rückfahrkamera, getönte Außenspiegel, Garmin Navi, Wunschnummernschild, Glücksschwein

  • Was meinen Partner angeht hat der erstaunlich schlechte Infos gehabt, soll nicht ihm zum Vorwurf sein sondern dem nächsten Glied in der Kette und ist auch egal. Da die Lieferung eines KFZ die Technikabteilung nicht berührt lassen wir das mal so stehen :)


    Thema boxer diesel, genau das meine ich. Einerseits wurde doch ziemlich viel Ressource in vielerlei Hinsicht in die Hand genommen, da den Schritt zu gehen ihn nach solchen Zahlen wieder einzustampfen bevor abzusehen ist was mit Diesel passiert (zumindest landläufig) ist... Tapfer. Und geht potenziell mit doch ordentlichen Verlusten einher die ein zu schließendes Loch aufreißen.
    Sofern die boxer diesel überhaupt in der Lage sind kontemporäre Abgas Normen einzuhalten würde manch ein hersteller wohl einfach bis zum Stichtag der neuen norm einfach die Fahrzeuge raus hauen und danach die Technologie beerdigen.
    Für mich schade, ich hätte schon gern versucht einen als Firmenwagen abzubekommen. Der XV fuhr wirklich gut für so einen Wagen.
    Wobei mir zu Ohren kam das die erste Generation dieser Motoren nach ca 100tkm gern hoch ging, der Händler der mir das berichtete meinte das die sich nach den 90tkm Inspektionen schon mal angefangen hatten sich bereit zu halten. Hut ab davor wie subaru mit solchen Problemen umging. Gerechnet haben konnte sich das nicht.


    Es macht Sinn das subaru die nischen füllt. Einen Preiskampf (sowie andere Kämpfe) wie auf dem Massenmarkt üblich muss man nicht haben und könnte ein Kleiner wohl auch nicht bestehen.
    Was den Sinn mancher nischen angeht bin ich aber generell unüberzeugt, wer Familie hat kommt auch mit Limousine gut vorwärts und ich hoffe inständig das diese "hoher Kasten" Mode bei Autos schnell wieder vorüber geht. Aber darüber kann man lange sinnieren und am Ende hängt es an der persönlichen Präferenz. Subaru offeriert schon Alternativen und trifft so oft, nicht immer, aber zumindest technisch meist, meinen Geschmack.


    Hut ab das die sich getrauen ihre Palette so oft umzustellen ; viele Firmen machen gerade damit viel Geld damit ihr bewährtes unwesentlich zu verändern.


    Was den Namen der potentiellen neuen Subaru Kreation angeht : bitte etwas besser als Levorg. Das assoziiere ich immer automatisch mit einem aufstoßenden Franzosen.

  • Ich glaube die sind froh den Diesel los zu sein. Man darf gar nicht erzählen, was da am Anfang alles nicht funktioniert hat (wäre ja Rufschädigend), aber es gab Aktionen, da kamen Austausch Motoren zu den Händlern und wurden an unverkauften Exemplaren mit 15 Km (Fünfzehn) die Im Autohaus standen komplett gewechselt bevor die an Kunden raus gingen. In der ersten Generation gab es auch Kurbelwellenbrüche an Fahrzeugen die noch keine 1000 Km gelaufen hatten. Da das alles komplett von Subaru bezahlt wurde kann man sich vorstellen wie das wirtschaftlich ausging. Die Diesel Modell werden jetzt bis ende 2018 abverkauft.


    Gebrauchte Diesel ab Euro 6 Norm sind aber eine Empfehlung wert, die sind wirklich ausgereift und halten viele 100.000 Km. Die halten auch die Abgasnormen ein (wurden ja nachgetestet).


    In der Modellpalette sind Forester, Outback und Impreza seit Jahrzehnten die Konstanten hier in Europa. In manchen Ländern wird der Levorg übrigens als Impreza Kombi verkauft. Aber Du hast natürlich recht, zu Autos wie dem Tribeca, dem BRZ/86 oder jüngst dem Ascent braucht es Mut zur Lücke.


    Bzgl. des Levorg mit 2 Ltr.: Mann stelle sich vor, die bringen hier so ein Auto, das auf dem Leistungsniveau eines BMW 335i Kombi, Mercedes C400T oder Audi A 4 3,0 TFSI, nur 15.000 € Euro billiger und Fahrdynamisch überlegen. Das würde einigen Herren hier nicht schmecken und hätte Konsequenzen. So ein Auto würde von den großen Pressen (Werbebudget der großen lässt grüßen) dann so lange klein gehackt, das dass wohl Rufmordähnliche Züge für die Marke hätte. Daher gab es ja tatsächlich mal den Plan den Levorg mit gedrosselter Maschine (240 PS) zu bringen um ausserhalb dieser Klasse zu bleiben. Die für so ein Modell prognostizierten Stückzahlen waren den Japanern aber zu gering. Das vermeidet man lieber, so gerne ich mir dieses Modell hier wünschen würde. Der Automobilmarkt ist ja hier in der EU kein Wachstumsmarkt mehr sondern ein reiner Verdrängungsmarkt. Da hält man sich als kleiner lieber raus.


    Der Aufstoßende Franzose ist Klasse, na dann Prost :-) Wie würdest Du so einen neuen Kombi nennen?

  • Und als Sondermodell den "Bowser", mit lustigen SuperMario und Bowser-Applikationen überall :D

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  • Genau Rolli,


    Ford C-Max oder Golf Plus, in der Kompaktklasse gibt es solche Fahrzeuge die irgendwo dazwischen liegen bereits. Als Mittelklassen Fahrzeug (also so ab 4,60 mtr. länge) ist da derzeit eine Lücke und auch nicht erkennbar das sich da was tuen wird (z.B. einen Mondeo-Max oder einen Passat Plus).


    Der nächste Levorg wird dann wohl der flachste aus dieser Kombi Familie werden. Solch eine realisierung würde auch prima in´s Subaru Konzept passen, da du Dir durch solche, moderat erhöhten Autos nicht die Schwerpunktprobleme wie bei Autos mit normalen Antriebslayout einhandelst. Der Crossover 7 liegt trotz seiner Höhe von 1,66 Mtr. genau so gut auf der Strasse wie ein Normaler Kombi. Neu ist das jetzt nicht. Subaru hat auch mit dem Forester so Angefangen. Der war seinerzeit (und heute auch noch ) mit 1,65 mtr. höhe deutlich niedriger als die Wettbewerber seinerzeit wie z.B. RAV 4 oder Freelander. Das Auto sollte sich halt nicht wie ein SUV Fahren sondern wie ein normaler PKW (was wieder eine Nische war die er erfolgreich besetzt).


    Bows gesprochen Boss ist cool, aber ob das zur defensiv Marke Subaru passt. Da wäre "Chairman" (wie uncool) wohl eher geeignet :-)))))))

  • Kaum ist das Thema "Abgasskandal" in Japan aufgeklärt gab es ja ungemach mit der DUH im Deutschen/Europäischen Markt. Das ganze hat für ziemlich viel aufregung in Japan, der EU und Deutschlandzentrale von Subaru hervorgerufen. Aber auch das Thema "Anzeige DUH" ist vom Tisch. Die haben Ihre Anzeige zurück gezogen.


    Was war passiert: In Japan gab es einen Abgasskandal (nicht stimmige Werte in der Endkontrolle). Haben wir eigentlich nichts mit zu tun. Subaru hat 3 Wochen nach eigener Feststellung dieses in einem Aktionärsnewsletter selbst den Aktionären kund getan (erstaunlicherweise sogar so detailliert das die fehlerhaft gemessenen Werte genannt wurden). Eine Pressemitteilung wurde ausschließlich in Japan verfasst.


    Die ganze Zeit fragte man sich in der Europazentrale, woher denn die DUH Detaillierte Kenntnisse von dem "Japan Skandal" erhalten hatte und warum ausgerechnet ein BRZ im Kreuzfeuer steht (aber nicht die Modellvariante GT86). Auch das ist soweit aufgeklärt worden. Die Anzeige der DUH nennt exakt die Tatbestandteile aus dem Aktionärbriefes (die haben das Auto nicht mal getestet, geschweige den testen lassen). Die DUH muss also von einem Subaru Aktionär Detaillierte Unterlagen bekommen haben. Also ich war es nicht :-))) aber es gibt ja noch andere (groß)Aktionäre.


    Die Untersuchungen haben in Sachen "Japan Skandal" übrigens ergeben, das genau 912 (neun-eins-zwei) Subaru BRZ fehlerhafte Abgaswerte in der Endkontrolle aufwiesen. Das Problem war ein fehlerhafter Sensor in der Testanlage (am Auto selbst war alles ok). Daraus wurde ein Skandal konstruiert und eine Anzeige der DUH. Prost Mahlzeit. Übrigens, bei den 912 BRZ handelte es sich um Modelle die ausschließlich für den Japanischen Markt bestimmt waren und die gar nicht für den Export vorgesehen waren.


    Leider geht das Kooperationsschamüzel in Japan zwischen Subaru und Toyota weiter. Diesmal aber von anderer Qualität.


    Nach der Vereinbarung von 2015 zwischen Subaru und Toyota, das Subaru Technik Patente von Toyota und Bauteile des Prius Plug in für zukünftige Subaru Hybrid Modelle nutzen darf, haben vor gut einem Monat die Herren in der Toyota Japan Firmenzentrale nun kurzerhand und einseitig beschlossen "Ihr dürft die Fahrzeuge aber nicht in Europa Verkaufen".


    Bei Subaru waren sie Sprachlos, denn in der EU Entwicklungszentrale in D haben die 2 Jahre die Prius Technik für den Einsatz in einem Subaru (Boxer, Symetrischer AWD) weiter entwickelt und zum Abschluss gebracht. Mit Mazda hat Toyota leider das Gleiche gemacht. Mazda wollte den CX 3 und CX 5 (ersteren gab es seit 2013 mit Prius Komponenten in den USA und Japan) nun auch in Europa Platzieren. Toyota sagt aber nun völlig unvorhersehbar "Nö".


    Subaru ist insbesondere Enttäuscht, da Sie neben der vertraglichen Vereinbarung von 2015 ja auch dem gemeinschaftlichem Entwicklungskonsortium aus Toyota/Denso und Mazda beigetreten sind und man sich als gemeinsames Entwicklungsteam sah.


    Für Subaru entsteht dadurch in der EU eine sehr schwierige SItuation. Es geht nicht darum, das Subaru nun den Hybrid Markt in der EU nicht bedienen könnte (Subaru D geht eh davon aus, das das Interesse sowieso verschwindend gering sein wird). Subaru Europa hat fest auf die Toyota zusage gebaut um Ihre Flottenziele bis 2021 ein zu halten.


    In japan ist derzeit kein Subaru Manager bereit dazu etwas zu äussern, der Gesichtsaudruck Spricht aber Bände. Lediglich der Europa Chef von Subaru äusserte sich mit folgendem Statement:


    "Bei Subaru haben Kooperationen mit anderen Herstellern eine lange Tradition. Suzuki, Isuzu, GM alles Partner die auch völlig anders aufgestellt sind als wir. Wir konnten uns aber immer auf die Zusagen unserer Partner verlassen und haben konstruktive Lösungen gefunden die beide Seiten zufrieden stellten. In den letzten 5 Jahren haben wir aber gelernt das diese Unternehmenskultur unserem derzeitigem Partner völlig fremd ist" Zitat Ende.


    In einem Interview (Vogel Media group) mit Hr. Amenda (Subaru D Geschäftsleitung) gab dieser vorsichtig zu verstehen, das die Marschrichtung in Japan bei Subaru wohl nun lautet: wir suchen uns einen neuen verlässlichen Partner und entwickeln unsere eigene Technologie weiter.


    Offiziell noch nicht bestätigt aber schon an der ein oder anderen Stelle durchgesickert; Die beiden deutschen Unternehmen LUK und Bosch werden wohl mit Subaru den zukünftigen Hybridweg beschreiten. LUK ist bereits seit Jahrzehnten ein Partner von Subaru (Lineatronik und elektrifizierte Lineatronik aus der ersten Subaru Hybridgeneration) Mann sei zuversichtlich, denn immerhin werde Bosch/LUK bereits 2018 mehr Hybridsysteme liefern als Toyota in 2018 selber bauen kann. LUK und Bosch waren bereits die Lieferanten für die erste Hybridgeneration von Subaru.


    Dieses Schamützel zwischen den beiden (Subaru/Toyota) geht jetzt schon seit 2012 und wird immer schärfer. Ich bin mal gespannt wie lange das noch gut geht. Eine eigene Meinung zu diesem aktuellem Thema möchte ich mir hier noch nicht erlauben, dazu fehlen mir noch einige Informationen.

  • Schon sehr interessant (teilweise erschreckend) zu sehen wie Toyota hier seine Machtposition ausnutzt. Schade, ich dachte zumindest zwischen den japanischen Herstellern herrscht noch eine Art "Gentlemen's Agreement". Nach deiner Schilderung seh ich für eine zukünftige Kooperation auch eher schwarz. Bleibt abzuwarten, ob das für Subaru wirklich ein Verlust ist oder nicht. Mit Bosch/LUK scheinen sie für die Zukunft ja wohl besser aufgestellt zu sein, zumindest auf den ersten Blick.

  • Scheint ziemlich einseitig formuliert, wird seitens Toyota sicherlich auch handfeste Gründe haben. Versuch macht kluch. Mit dem GT haben sie meiner Ansicht mehr Ärger als gedacht, schon okay wenn er dann nur noch als BRZ rumfährt, dann steht wenigstens nicht mehr Toyota drauf und der tatsächliche Hersteller kann dafür gerade stehen.

  • Ich habe derzeit leider nur Informationen aus Subaru Quellen. Ich habe aber auch die Toyota Pressestelle angeschrieben und um nähere Informationen gebeten. Da habe ich bisher aber keine Rückmeldung bekommen. Diese Situation zu bewerten ist nicht ganz einfach, aber ich persönlich bin nicht so blauäugig um solche Dinge allein durch die blaue Markenbrille zu sehen. Ich kann das schon gut trennen (Produkt und Unternehmensführung).


    Ich habe vollstes Verständnis für einige Entscheidungen seitens Toyota und die ergeben auch einen Sinn. Toyota ist ein so großer Konzern der vor einem riesigem Wandel und Umbruch steht. In dieser Größenordnung musst Du auch die "Ellenbogen" ausfahren um Dich gegenüber den anderen "großen" zu behaupten. Die Entscheidung mit Mazda kann ich sogar gut verstehen. Mazda ist mit seinem Produktportfolio schon ein direkter Wettbewerber von Toyota. Subaru ist aber definitiv kein Wettbewerber für Toyota und letztendlich ein Partner.


    Europa ist für die Automobilindustrie das Prestigeschlachtfeld. Der Wandel der Branche bzgl. alternativer Antriebstechniken geht rasend voran. Wer hätte vor 5 Jahren gedacht, das unsere Deutschen Hersteller heute zusammen etwa 4 mal so viele Hybridmodelle im Angebot haben wie der einstige Pionier. Bei Hyundai läuft mittlerweile die 2. Generation eines Wasserstoffautos vom Band. In Sachen Elektroauto ist Toyota derzeit einer der letzten Hersteller die noch kein Angebot parat haben. Bitte nicht falsch verstehen, es geht nicht darum welches Konzept besser ist, sondern wer sich in welchen Segment einen Technologie Vorsprung erarbeiten kann. 2020 kommen die Chinesen mit Alternativen Antrieben (mit deutscher Technik) auf den Europäischen Markt. Ich denke an der Bosch Prognose, das Sie in 5 Jahren soviele Hybridantriebe Produzieren werden wie Toyota insges. Autos baut, ist was dran. Von daher kann ich einzelne "Kampfansagen", sei es mithilfe der DUH oder solche Entscheidungen schon nach voll ziehen, das machen alle anderen Konzerne in dieser Größenordnung genau so.


    Technologisch würde sich bei Toyota oder Subaru wohl überhaupt nichts ändern, wenn sie Ihre zusammenarbeit beenden würden. Einen wirklichen Technologietransfer hat es nie gegebene. Der Hauptgrund für die Kooperationen die Subaru mit anderen Herstellern eingegangen sind, waren immer "Geldbeschaffungsmotive". Die Partnerschaft mit Isuzu war seinerzeit z.B. erforderlich um den Aufbau des Werkes in den USA zu finanzieren. Dafür hat Subaru für Isuzu Produziert. Das Toyota seinerzeit mit 8,3% bei Subaru eingestiegen ist, hatte keinen Unternehmerisch/Strategischen Grund. Toyota hatte Subaru überhaupt nicht auf dem Schirm, aber der Preis für das Aktienpaket (und die Geldnot bei GM) war extrem verlockend. Aus Toyota sicht haben die sich seinerzeit gedacht, gute Kapitalanlage, zuschlagen.


    Erst nach dem einstig hat Toyota sich die Gedanken gemacht "was sollen wir mit der Beteiligung eigentlich machen" Und es hat ganze 3 Jahre gedauert bis man so etwas wie einen Plan hatte. Letztendlich war es Subaru, die den Toyotaleuten damals auf die Füße getreten sind und gesagt haben "Hallo Investor, wärt Ihr mal so lieb und würdet uns sagen was wir jetzt machen wollen" Die daraufhin im Jahre 2008 erstellte Agenda (zu der auch der BRZ/86 gehörte) war konstruktiv eigentlich schon zum scheitern verurteilt. Aber man hatte immerhin einen Plan (der auch ganze 6 Monate hielt, bevor Toyota ihn einseitig aufkündigte). Toyota konnte nicht auf dem Schirm haben, das die Weltwirtschaftskrise die 2008 begann sie so hart treffen würde, das der Staat Japan das Unternehmen fast 3 Jahre stützen musste. Da kann ich auch komplett nach voll ziehen, das in so einer Situation das eigene Hemd näher ist als das eines kleinen Partners von dem man ein Aktienpaket besitzt.


    Toyota hatte 2009 ernsthaft in Erwägung gezogen das Paket wieder zu verkaufen um besser durch die Krise zu kommen. 2009 war das Subaru Aktienpaket allerdings deutlich weniger Wert und die Angebote von Interessenten waren so schlecht das ein Verkauf für weitere Miese in der Toyota Kasse gesorgt hätte. Subaru (die zu der Zeit noch an ein Happy end glaubten) haben Toyota letztendlich überzeugen können, nicht zu verkaufen (wohl auch aus angst zukünftig eine Heuschrecke als Partner zu haben).


    Die Japanische Unternehmenskultur in den Großkonzernen gibt es in diesem Sinne nicht mehr (die zerbrach mit der Japan Krise in den 1990er). Die wirklich großen Konzerne sind global Player heute und haben mehr Mitarbeiter und Führungskräfte die ausserhalb Japans tätig sind und auch keine Japaner sind. Konzerne wie Nissan oder Mitsubishi haben heute einen Brasilianer als obersten Chef. In Japan steht noch eine große Konsolidierungswelle (Unternehmenszusammenschlüsse) an.


    Ich denke was bei den Partnern Toyota und Subaru schwieriger ist als bei den vorherigen Partnern, liegt in der Unternehmenskultur begründet. Beide Unternehmen eint nämlich eine wesentliche Eigenschaft nur auf völlig unterschiedlichem Größenniveau. Beide Unternehmen sind sehr geschlossen und wollen am liebsten alles selber machen. Toyota ist es mit dieser Kultur gelungen mit einer Marke zum größten Automobilhersteller zu werden (aus eigener Kraft und nicht durch unzählige zu käufe wie bei VW z.B.). Subaru ist mit dieser gleichen Einstellung zum Marktführer in ihrem Segment geworden. Toyota interessiert sich bis heute nicht wirklich für den Partner Subaru. Das merkt man schon an der Tatsache, das es in der gesamten Führungsriege bei Subaru und auch in dem Aufsichtsrat und Gremien nicht einen Toyota Manager gibt. Es ist eigentlich Üblich, das bei Beteiligungen von mehr als 10% der Investor auch einen Posten bekommt (meistens im Aufsichtsrat). Zu Isuzu und GM Zeiten war das der Fall (GM besass sogar 20% am damaligen FHI Konzern)


    Das Produkt BRZ/86 ist da leider ein "Brandbeschleuniger" gewesen. Das es so gekommen ist wie es ist, war ja auch ursprünglich so nicht geplant. Beide Partner sind sich heute einig, das so ein "Unfall" nicht noch mal passieren darf. Das war aber schon 2014 klar als in Japan (hinter verschlossenen Türen) die Bombe Platzte. Subaru sagte den Toyota Leuten; wir werden nie wieder eine solche "Gemeinschaftsentwicklung" mit Euch machen. In dieser Sache sind übrigens beide exakt der gleichen Meinung. Die neutrale Zone für beide Partner heisst heute Daihatsu.


    Es war auch für Toyota nicht sehr angenehm als Subaru Ihnen den Fertigungsvertrag in den USA kündigte. Toyota hat durch die Kriesenjahre viele Werke schließen müssen und als das USA Geschäft wieder anlief hat Subaru den Fertigungsvertrag für Toyota nicht verlängert. Das hat Toyota eine Menge Geld gekostet. Also auch Subaru hat schon Entscheidungen getroffen die für Toyota nicht angenehm waren. Subaru hat das aber frühzeitig ( 2,5 Jahre vorher) und somit für Toyota kalkulierbarer kommuniziert. Bei Subaru sind sie halt sauer, weil die Entscheidungen von Toyota immer aus "heiterem Himmel" kommen.


    Letztendlich ist und bleibt Subaru für Toyota eine Kapitalanlage und ein Zulieferer. Wie Die Branche der großen Autobauer mit Zulieferern umgeht, ist glaube ich bekannt. Genauso verhält sich Toyota gegenüber Subaru. Ist also leider nichts aussergewöhnliches oder Böses sondern in der Branchen Üblich.


    Wenn ich einen Persönlichen Wünsch äussern darf:


    01) Bosch/LUK übernimmt mal 10% des Subaru Aktienpaketes von Toyota.
    02) Subaru Japan verlängert den Vertrag mit Emil Frey für DACH nicht, sondern macht es selber.


    P.S. Leute, ich mag die Produkte des Hauses Toyota und ich habe unsere GT86 Gemeinde mehr als Gern. Ich hoffe Ihr könnt das oben geschriebene auch richtig zu ordnen.

  • Wer hätte vor 5 Jahren gedacht, das unsere Deutschen Hersteller heute zusammen etwa 4 mal so viele Hybridmodelle im Angebot haben wie der einstige Pionier. Bei Hyundai läuft mittlerweile die 2. Generation eines Wasserstoffautos vom Band. In Sachen Elektroauto ist Toyota derzeit einer der letzten Hersteller die noch kein Angebot parat haben.


    Ich hatte ehrlich gesagt gehofft, dass es noch wesentlich mehr sind. Das Elektroauto wird sich meiner Meinung nach langfristig nur als Nischenprodukt entwickeln, die Wasserstofftechnik wird zumindest eine der Hauptantriebstechniken sein. Jetzt mittelfristig auf den Hybrid zu setzen, halte ich für den richtigen Weg.

  • Sehr interessant!
    Ich kann leider keinen signifikanten Mehrwert für Bosch/LUK in der Akquisition des 10% Pakets sehen.
    Bosch ist sehr damit beschäftigt nicht-elektrische Komponenten aus dem Portfolio zu verkaufen und versucht strategisch im Bereich E-Mobilität zu zukaufen.
    Bosch/LUK würde eher in den Chinesen investieren, der konsequent auf alternative Antriebe setzt, vor allem bei den Wachstumsaussichten.
    Aber es ist ja alles immer eine Frage des Preises bzw der Bewertung des Pakets.
    Falls Toyota total genervt ist und wie in dem Artikel anbei konsequent jetzt jeden Stein nach Kosteneinsparung umdreht, könnte es zum Verkauf kommen, da man den sehr teuren angekündigten Wandel ja irgendwie finanzieren muss.


    Toyoda warns Toyota faces 'life-or-death' battle
    Link


    hier in deutscher Version:
    Link


    Mal schaun was die "Seven Samurai" aus dem BRZ/GT86 machen... :S

  • Danke CTO079,


    ein sehr interessanter Artikel, der genau den angesprochenen Wandel den der Konzern noch vor sich hat beschreibt. Danke Dir. Die kriegen das aber hin, davon bin ich überzeugt.


    Und das Bosch oder LUK bei Subaru einsteigt, ist nur ein Wunsch, der natürlich realitätsfremd ist. LUK ist seit über 3 Jahrzehnten Partner von Subaru und die beiden haben z.B. die Lineatronik Entwickelt. Der Kunde Subaru ist bei LUK safe, daher muss sich LUK auch keine Gedanken machen. Bosch ist da indirekt nur an Bord. LUK produziert hier und liefert Einzelkomponenten der Subaru Lineatronik nach Japan. Die Komponenten der elektrifizierten Lineatronikgetriebe (1. Hybridgeneration) hat LUK bei Bosch eingekauft und das Paket dann nach Japan geschickt.


    Wenn da in Sachen Hybrid eine Alternativpartnerschaft entsteht, dann geht das nur über den weg LUK. Die Hybridsysteme die Bosch derzeit an die Autoindustrie liefert sind für Längseingebaute Motoren mit AWD nicht kompatibel. Etwas ganz neues zu Kreieren wird für Subaru viel zu teuer sein. Deshalb denke ich, das sie den Weg über die elektrifizierten Lineatronik Getriebe gemeinsam mit LUK weiter Entwickeln (die Basis ist ja schon vorhanden). Da hatte es Mazda 2013 wesentlich einfacher. Die Prius Antriebseinheit wurde fast unverändert an den quer eingebauten Sky Activ Benziner mit 2,2 Ltr. Hubraum und Frontantrieb gehangen.


    Es war übrigens für die Subaru Ingenieure eine riesen Aufwand, aus den Hybrid Komponenten des Prius (die für längs eingebaute Motoren mit AWD auch nicht kompatibel sind) etwas zu stricken, das an die Subaru Boxer und den AWD passt. Das Ergebnis hat mit den ursprünglichen Prius Komponenten nur noch sehr wenig zu tun. Auch das Batteriepaket von Toyota passte nicht in die Global Plattform von Subaru und musste umgestrickt werden.


    Egal, für den USA Markt ist der Marktstart des Forester Hybrid (auf Basis von Toyota Hybrid Komponenten) noch in diesem Jahr geplant (die Meldung ist aber schon 3 Monate alt). Erst kürzlich hiess es aus den USA das der neue Crosstreck (bei uns XV) der neue Hybrid werden wird (den Vorgänger gab es schon mit Hybrid von LUK/BOSCH/Panasonic). Was da für ein Hybridsystem unter der Haube steckt, ist noch nicht veröffentlicht. Warten wir es ab.


    Ich bekam gerade die Meldung rein, das VW ab sofort einen Bestellstop für Ihre Hybridmodelle ausgesprochen hat. Der Grund ist unglaublich; die für 2018 geplante Stückzahl an VW Hybriden in Deutschland (29.800 Stk) sind AUSVERKAUFT! Weitere Autos kann VW 2018 in Ermangelung an Batterien und Fertigungskapazitäten nicht für den Deutschen Markt bauen.


    Die Märkte ändern sich rasend Schnell. Und das Deutsche Konsumverhalten ist verlässlich und einmalig. Wenn eine neue Innovation (Mobilfunk, Hybrid, etc.) kommt, sind wir die ersten die am lautesten Brüllen "was für ein quatsch, brauchen wir nicht, kann nichts, usw". Aber irgendwann kommt der Point of no return und wir rennen wie von der Tarantel gestochen alle in die selber Richtung. Ist eine typisch Deutsche Tugend :-))))) :thumbsup:

  • Interessant in der Sache ist auch, dass LUK wie auch INA, FAG und Teile von Conti zu der Schaeffer Gruppe gehören.
    Schaeffler hat aktuell nur ca. 1/3 des Betrages in Cash, um 10% an Subaru - gemessen am Börsenwert - kaufen zu können.


    Schaeffler hat 2018 einen eigenen Unternehmensbereich "E-Mobilität" in die Welt gesetzt und schreibt dazu folgendes:
    "Die Zahl der Kundenprojekte und Serienaufträge im Bereich der Elektromobilität nimmt stetig zu. Der Umsatzanteil mit Komponenten, Subsystemen und Systemen für Hybrid- und rein
    batteriebetriebene Fahrzeuge soll im Jahr 2020 bereits mindestens 15 % des Gesamtumsatzes des Automotive OEM-Geschäfts betragen.
    Aktuell hat die Schaeffler Gruppe bereits acht Serienaufträge für E-Achsen und Hybridmodule von verschiedenen Automobilherstellern weltweit erhalten. Wesentlicher Treiber ist hierbei die Region Greater China, die sich zunehmend zum globalen Leitmarkt für Elektromobilität entwickelt. Drei der bereits gewonnenen Serienaufträge für E-Achsen und Hybridmodule stammen aus China."


    Wahnsinn, wenn man bedenkt wie schnell China Europa in Sachen E-Mobilität abhängen wird.


    Link

  • Eigentlich hab ich mich für Unternehmensnachrichten nie interessiert aber macht wirklich Spass zu lesen und tolle Infos. Als Laie frage ich mich jetzt was denn eigentlich mit Honda ist? Gefühlt fahren da hier in der Gegend ziemlich viele Hybridversionen rum. Wieso nicht mit Honda zusammen arbeiten? Meine Frau fährt seit gut 6 Jahren einen Honda CR-Z. Sie fährt sehr sehr sehr gemäßigt und kommt auf durchschnittlich 6L/100km. Ich finde den Wagen auch klasse, wiegt wenig und ist sehr gut verarbeitet. Bei gleichen Fahrtstrecken im Winter rostet der auch deutlich weniger. Aber ziehen tut er nicht wirklich toll. Dafür sind 6L eigentlich viel Zuviel (alter GT nach 55000km 8,2L, neuer im Moment 7,5L). Was ich immer wieder toll finde ist das Starten mit dem E-Motor. So schön sanft....

  • Honda macht schöne Autos, aus dem civic ist auch mittlerweile wieder ein schönes Auto geworden auch wenn die Handbremse Mist ist. Der CR-Z war für mich eine ähnliche mogelpackung wie der neue Eclipse, nur nicht so schlimm. Vlt kannst du ihn nicht sparsamer bewegen weil sie versucht haben ihm ein wenig sportlichkeit zu geben. Der hat ja auch Schalter, oder?


    Die Frage, warum nicht zusammen mit Honda, ist wohl leicht frevelhaft und das sollte man Vlt keinen von denen fragen :D
    Wenn subaru jetzt was mit Honda machen würde wäre das so wie wenn Porsche nach Problemen mit VW zu Mercedes geht um Autos zu bauen. Das wird subaru gar nicht dürfen; Honda und Toyota sind die größten Marken und da wird die Wettbewerbssituation entsprechend sein. Mit etwas Pech will am Ende keiner mehr mit subaru.


    Was mich interessieren würde ist was Mitsubishi macht. Nur SUV oder so? Denen scheint es nicht gut zu gehen. Wobei der Nutzfahrzeugbereich gut läuft und man wieder mal sieht das KFZ in Europa die Japaner nicht interessieren. Drüben ist das was bei uns Siemens ist meist Mitsubishi.
    Wenn Mitsubishi mal wieder ein paar ihrer alten Modelle auflegt würde ich mir aber gern eines kaufen. A6M oder so :thumbsup:

  • Das Produkt BRZ/86 ist da leider ein "Brandbeschleuniger" gewesen. Das es so gekommen ist wie es ist, war ja auch ursprünglich so nicht geplant. Beide Partner sind sich heute einig, das so ein "Unfall" nicht noch mal passieren darf.

    Hey katty,


    habe ich etwas verpasst oder von welchem Unfall ist hier die Rede? Ein GT86 ist zumindest in Japan und den USA unheimlich beliebt. Warum das Projekt BRZ / GT86 jetzt Brandbeschleuniger sein soll erschließt sich mir nicht. Ich muss aber auch gestehen, dass ich die Themenrunde rund um das Produktionsende und nen potenziellen Nachfolger des GTs hier im Forum übersprungen habe :rolleyes:


    Kannst du oder jmd anderes mich kurz aufschlauen?

  • Hi TMOE95,


    Unfall nicht bezogen auf das Produkt oder aus Kundensicht. Für den Hersteller sowie Partner war das Szenario (Produkt Placement, Marketing, betriebswirtschaftlich Fakten) ein Unfall (mit unterschiedlichen Gewichtungen auf beiden Seiten).


    Das Subaru Produkte verkauft die es auch von einem anderen Anbieter gibt ist ja nichts neues für die gewesen und da hatte man schon Jahrzehnte Erfahrung mit (z.B. Justy, Trezia, etc. um im D Markt zu bleiben). Das lief auch immer Problemlos dank vernünftigem Dialog zwischen den Partnern (z.B. Suzuki, Daihatsu). Mit Toyota hat das leider nicht funktioniert. Das lag mit Sicherheit auch an dem emotional behafteteren Produktthema "Sportwagen" Bei dem vorherigen "Gemeinschaftsprojekt" Toyota Verso S und Subaru Trezia hat sich aber schon abgezeichnet, das dass nichts wird.


    Toyota hat ja auch daraus gelernt und beschreitet mit dem neuen Partner in diesem Segment (BMW) einen anderen Weg. Subaru hat auch draus gelernt und ist zu dem Schluss gekommen "mit diesem Partner ausserhalb Japans, nie wieder"


    Ergänzend muss man aber auch sagen, das es auch von Toyota Seite aus mal ganz anders geplant war. Der GT86 sollte sich ursprünglich von einem BRZ genauso stark unterscheiden wie ein BMW Z 4 von einer Supra. Durch den Projektausstieg (Entwicklung) nach nur 6 Monaten kam es aber ganz anders. Subaru war es klar das es nun "komplexer" wird. Mit den einzelnen Schritten die der Partner aber nach Produkteinführung gegangen ist (z.B. Preisdumping, Wettbewerbsabsprachen im Vertrieb) hatte Subaru in der Dimension aber nicht gerechnet. In Japan funktioniert solch ein "Produktttausch" Problemlos und da verhält sich Toyota und Subaru auch ganz anders.


    Toyota hatte hier nicht so das Glückliche Händchen gehabt, bzw. musste andere Interessen realisieren. Im USA Markt z.B. ein umgebadgetes Produkt nochmal um zu badgen hat dort Absatztechnisch nicht wirklich funktioniert.


    Das ist mit Unfall gemeint. Für den Kunden kurz und Mittelfristig natürlich eine feine Sache und aus deren Sicht kein Unfall.