At All Costs - User Kurzgeschichte

  • Monday Funday!


    No11


    Razzia


    Ryo zog sich die schwarze Skimaske über und stieg aus dem Wagen. Er hatte ein paar Meter zu gehen, aber er wollte unter keinen Umständen erkannt werden. In seiner rechten hielt er den Koffer fest im Griff.
    „Da kommt jemand.“ Sagte Rin zu Taro und sah in den Seitenspiegel des Mitsubishi Lancers. Taro nickte ihm zu und beobachtete die Person. Schon seit beginn der Woche standen sie nutzlos hier rum und observierten die Bushaltestelle in der Hoffnung, dass jemand einen Koffer hier abstellen würde.
    „Das ist unser Mann.“ Meinte Taro, als er den Koffer in der Hand der Person sah und die kaum zu übersehende Skimaske.
    „Ich verfolge ihn.“ Meinte Rin und bewegte die Fernbedienung seiner Drohne.
    Ryo ging schnellen Schrittes zur Bank an der Bushaltestelle und stellte den Koffer ab. Er war sich sicher, dass er beobachtet wurde, weshalb er sich auch maskiert hatte. Es war stickig und warm unter der Maske und er schwitzte, nicht nur allein wegen dem Adrenalin das durch seinen Körper schoss. Nachdem er den Koffer abgestellte hatte machte er sich eilig auf den weg, um von dort zu verschwinden, unwissend dass die Drohne ihm überall hin folgen würde. Er wollte so schnell wie möglich abhauen, seit er den Koffer abgestellt hatte überkam ihn ein ungutes Gefühl, wie als würde ihm die Kontrolle über etwas entgleiten, als würden seine Reifen ungewollt Grip verlieren. Auch wenn er schnell weg wollte ging er einen kleinen Umweg zu seinem Wagen und schlich sich, um mögliche Verfolger ab zu hängen, über ein leerstehendes Industriegelände, vorbei an alten Containern und großen Abwasserschächten die verlassen, nutzlos herumstanden. Als er schlussendlich bei seinem Wagen ankam sah er sich etwas Paranoid um, zog die Maske ab und stieg ein. Auf dem Bildschirm der Drohnennkamera konnte Rin sehen wie der Wagen sich in Bewegung setzte und verschwand.


    Nara drückte sich an Ryo als sie aufwachte, sie war so froh ihn wieder zu sehen, die ganze Nacht hatte sie sich Sorgen gemacht, ob er noch zurück kommen würde, oder ob sie ihm etwas antun würden. Endlich war dieser blöde Koffer weg und sie konnten alles hinter sich lassen. Ryo wachte auf und sah in Naras tiefe Augen. „Total bescheuert.“ Dachte er. „Ich hätte umgebracht werden können. Was hat diese Frau nur an sich das ich ihr nicht widerstehen kann? Ich muss wahnsinnig sein.“
    Ryo atmete tief auf. „Endlich ist es vorbei.“ Sagte er erleichtert.
    Nara nickte. „Ist heute euer erstes Training?“
    „Ja, ich muss mich auch bald fertig machen. Mal gucken wie sich die Schüssel fährt.“ Meinte er in einem leicht abfälligen Ton. Er war etwas enttäuscht, dass der Wagen keinen Wankelmotor und keine Turbolader hatte, doch das war ihm von vornherein schon klar gewesen, es missfiel ihm trotzdem.
    Als er aufstehen wollte drückte sich Nara gegen ihn und hinderte ihn daran. Er sah sie überrascht an und bekam sofort wieder dieses merkwürdige, warme Gefühl in seiner Brust. Plötzlich, seit letzter Nacht empfand er Furcht, Furcht davor von ihr getrennt zu sein, ohne sie leben zu müssen, oder zu sterben und nicht mehr bei ihr sein zu können. Zuerst war es ihm im Industriegebiet aufgefallen, diese Furcht vielleicht nicht zurück zu kommen. Noch nie empfand er etwas derartiges.
    „Du willst also kämpfen?“ Scherzte er und packte sie.


    Aiko lud die Patronen nach und nach in ihre Schrotflinte während sie in dem Truppentransporter der Polizei saß.
    „Glaubst du sie ist dabei?“ Fragte Mamoru, der ihr gegenüber saß.
    „Einerseits hoffe ich ja, andererseits hoffe ich es nicht für sie.“
    Sie waren auf dem Weg zu einer Razzia. Ein zuverlässiger Informant hatte ihnen Daten über die Unterkünfte von Gefangenen der Triaden gegeben. Bei den Gefangenen hielt es sich in 90% der Fälle um Frauen die zum Verkauf bestimmt waren. Meistens waren sie durch Drogen gefügig gemacht worden und einfach hoffnungslos verloren. Selbst wenn sie sie befreien konnten, vor der Sucht konnten sie sich selten retten. Der Wagen ging hart in die Eisen und hielt an. Einer der Polizisten öffnete die hintere Tür und sprang nach draußen, in die dunkle Nacht. Aiko und Mamoru taten es ihm gleich. Sie stürmten zur Eingangstür des Gebäudes wo ein paar Kollegen diese mit einer großen Ramme öffneten. Sie waren irgendwo in einem alten, vergessenen Industriegebiet mitten im Wald. Kaum war die alte Holztür geöffnet fielen auch schon die ersten Schüsse und Schreie hallten durch die Nacht. Aiko griff in die Brusttasche ihrer Weste und holte eine Blendgranate heraus. Sie zog den Splint und warf sie in den Gang. Kurz darauf war ein lauter Knall zu hören woraufhin die Polizisten den Korridor stürmten, auch Aiko und Mamoru taten es ihnen gleich. Die Halle wurde von alten, gelblichen Lampen erhellt. Der Geruch von Schießpulver schwängerte die Luft als sie Raum für Raum die Türen ein traten. Doch plötzlich stieg ein scheußlicher, gammeliger Gestank in Aikos Nase und sie bemerkte eine kleine Luke im Boden. Von hier musste der Geruch kommen und sie deute mit Handzeichen darauf hin. Mamoru half ihr sie zu öffnen und plötzlich stank der ganze Raum bestialisch. Eine Treppe führte hinunter, doch es war stockfinster. Aiko betätigte die Taschenlampe die sich an ihrer Flinte befand und ging damit, im Anschlag, die Treppe hinunter. Außerhalb ihres Lichtkegels war alles pechschwarz, als sie am fuße der Treppe ankam wäre sie fast über etwas gestolpert, doch die Füße vor ihr zuckten schreckhaft zusammen. Sie leuchtete weiter nach oben und eine völlig abgemagerte, verstörte Person kam zum Vorschein.
    „Ach du scheiße.“ Sagte sie entsetzt, als sie den Keller weiter ausleuchtete und überall Menschen fand die halb verhungert, verstört vor sich hin vegetierten. Sie drehte sich zu Mamoru.
    „Hol sofort die Sanitäter! Am besten alle!“
    Sie eilte die Treppe wieder nach oben und stürmte aus dem Gebäude, nur um sich gleich im Gebüsch daneben zu übergeben. Sie hatte schon viel erlebt, vor allem seitdem sie es sich zur Aufgabe gemacht hatte das organisierte Verbrechen zu bekämpfen, aber das... War selbst für sie zu viel. Im Gebäude fielen immer noch vereinzelte Schüsse, als plötzlich Mamoru heraus kam.
    „Hinterm Gebäude muss ein Pfad in den Wald sein, da wollen welche Flüchten.“ Meinte er.
    Aiko schluckte den Bitteren Geschmack herunter, riss sich zusammen und folgte ihm um die Halle herum und hinter das Gebäude. Das Feuergefecht war zu einem Heillosen durcheinander geworden, als sie hinter der Lagerhalle ankamen sahen sie wie ein Paar der Triaden wegrannten. Ein kleiner Trupp der Polizei hatte es geschafft sich am Hinterausgang in Stellung zu bringen und feuerte auf die Flüchtenden. Aiko lehnte sich an einem Baum und zielte auf einen der weglaufenden, dann zog sie ihren Finger zusammen und betätigte den Abzug. Mamoru tat es ihr gleich. Es war egal ob sie bewaffnet waren oder nicht, sie verdienten den Tod und niemand würde Fragen stellen. Überrascht wo die Schüsse herkamen versuchten ein paar noch Deckung zu nehmen, doch die Kugeln machten keinen halt vor ihnen und Blut schwängerte den trockenen Boden. Nachdem die Schüsse abklangen gingen sie zu dem Pfad, um zu begutachten was sie angerichtet hatten. Aiko ging zu zwei der Leichen die übereinanderlagen, einer hatte wohl versucht seinen Kumpel in Sicherheit zu ziehen als die Schrotkugeln seinen Rücken zerfetzten. Plötzlich hörte sie etwas im Gestrüpp und sah jemanden vorbei huschen.
    „Fuck.“ Rief sie und sprintete ihm hinterher. Sie konnte Mamoru noch hören. „Nicht Aiko, es ist zu gefährlich.“
    „Zu gefährlich wofür?“ Fragte sie sich. Jeder einzelne der von diesen Bastarden entkam war einer zu viel. Sie rannte dem Typ hinterher, durch das viele Gestrüpp konnte sie ihn nur ab und zu sehen, doch plötzlich hörte sie ein lautes Knacken und dann einen Schrei. Er war über einen Stamm gefallen und hatte sich den Knöchel gebrochen. Hilflos und schmerzerfüllt saß er da, mitten im Wald. Aiko ging langsam auf ihn zu und warf sich ihre Schrotflinte über die Schulter.
    „Wer ist dein Boss?“ Fragte sie laut und wütend. Sie packte den offensichtlich hilflosen am Kragen und zog ihn hoch. „Wo ist Nara?“ Brüllte sie ihn an. Doch der Typ konnte nur vor schmerzen schreien, als sie ihn wieder los lies und er auf den Boden knallte. „Na los rede!“ Schrie sie ihn an. Aiko hatte schon viel erlebt, doch so etwas wie heute, lies sie völlig sprachlos und entsetzt. Bei dem Anblick der gequälten Leute in dem Keller, war ihr das Blut in den Adern gefroren. Das konnten keine Menschen sein die so etwas taten, solche Grausamkeiten ausführten, dafür fehlte ihr jegliches Verständnis. Sie holte weit aus und trat dem am Boden liegenden in die Rippen, welcher sich vor Schmerz zu winden begann.
    „Ich frag dich jetzt noch ein mal! Wo ist Nara?“
    Er riss sich etwas zusammen und starrte Aiko an, dann spuckte er ihr vor die Füße.
    „Fick dich...“ Schluchzte er. „... Du Bullenschlampe, das ist polizeiliche Gewalt, dafür wirst du büßen.“
    „Du willst also die Harte Tour?“
    Aiko holte etwas aus ihrer Tasche und warf es vor ihn auf den Boden, dann zog sie ihre Pistole und zielte auf ihn. Sie konnte seine plötzlich entsetzen Augen über Kimme und Korn sehen, als er realisierte was hier vorging. Vor ihm auf dem Boden lag ein Revoler den Aiko ihm hin geworfen hatte. Sie spannte den Hahn ihrer Pistole.
    „Na los, schnapp ihn dir.“

  • Mal wieder mit Verspätung :whistling:
    Durch den ganzen trubel um den SuperBowl hab ich gestern einfach nicht dran gedacht :rolleyes:
    Aber besser spät als nie!


    Episode 12


    Fuck


    Naoji stieg nach einer Rasanten fahrt aus dem 370z. Er sah den Wagen an während ein beruhigendes Knistern vom Motor ausging. Naoji konnte kaum glauben wie unglaublich schnell er damit Fahren konnte und wie präzise er den Wagen, selbst bei hohen Geschwindigkeiten, noch steuern konnte. Trotzdem machte er sich etwas sorgen, nicht um den Wagen, oder das bevorstehende Rennen, sondern um Ryo. Sie trafen sich in der Box wo Ryo mit Deisuke sprach.
    „Ryo, ich war zwei Sekunden schneller als du. Was ist los?“ Fragte er direkt.
    Das Gespräch der beiden stummte abrupt ab und Ryo sah Naoji etwas überrascht an.
    „Ich hab mich zurück gehalten, keine Sorge, beim Rennen darfst du zweiter werden.“ Konterte Ryo etwas überheblich.
    „Das werden wir sehen.“ Meinte Naoji. „Naja, ich mach mich auf den Weg, bis dann.“ Verabschiedete er sich.
    Auf dem Parkplatz, vor der Rennstrecke auf der sie bald ihr erstes, richtiges Rennen bestreiten würden, wartete Kagami in ihrem Gt86, um Naoji ab zu holen.
    „Und wie hast du dich geschlagen?“ Fragte sie und konnte die Antwort kaum abwarten als er einstieg.
    „Ich war zwei Sekunden schneller als Ryo.“
    „Zwei?!“ Rief sie verblüfft und sprang ihm um den Hals. „Ganze zwei Sekunden?! Das ist ja großartig.“ Meinte sie als sie sich wieder in ihren Sitz gleiten lies.
    Naoji sah allerdings nicht so begeistert aus.
    „Ich weiß nicht, ich war noch nie schneller als Ryo. Irgendwie macht mir das Sorgen, er meinte zwar das er sich zurück gehalten hat, aber irgendwas stimmt nicht mit ihm.“


    Nara fiel Ryo um den Hals als er zur Tür herein kam. Sie küssten sich lang und ausgiebig. „Wie wars?“ Fragte sie.
    „War okay.“ Meinte Ryo. „Ich muss noch schneller fahren.“
    „Aber nicht zu schnell.“ Lächelte sie.
    „Ja, ich glaube mich beschäftigt diese Geschichte noch etwas.“
    „Mach dir darum keine Gedanken, der Koffer ist weg und wir...“ Sie stoppte kurz. „Zusammen.“
    „Vermutlich hast du recht. Morgen gehen wir erst mal meine Eltern besuchen, bevor sie sich sorgen machen wo ich die ganze Zeit bin.“
    „Ich bin gespannt.“ Meinte sie. „Das du jetzt Rennen fährst wissen sie aber schon oder?“
    „Ich denke mal das Makoto es meinem Vater erzählt hat, immerhin hat mein Vater ihn ursprünglich angestellt, um mir das Fahren bei zu bringen.“


    Aiko stand am hinteren Notausgang der Polizeistation und rauchte ihre, bereits elfte, Zigarette des Tages, als plötzlich die Tür auf ging und eine junge Kollegin heraus kam.
    „Aiko, ich hab dich überall gesucht.“
    „Was gibt’s Grünschnabel?“ Fragte sie und pustete den Rauch nach oben.
    „Ihr sucht doch diese Nara...“
    Aikos Augen wurden schlagartig größer, wie auch ihre Aufmerksamkeit.
    „Wieso?“ Wollte sie brennend wissen.
    „Naja...“ Stotterte die neue. „Vor ein paar Wochen, du warst gerade auf Streife und das Telefon an deinem Schreibtisch hat geklingelt.“
    Aiko erahnte übles und die Wut fing an in ihr zu brodeln.
    „Ich hab es erst ignoriert, aber es hat immer wieder geklingelt, also bin ich irgendwann ran gegangen. Ich weiß nicht wer dran war, aber es war eine Frau und sie wollte die Nummer von einem Ryo Takahashi, sie meinte es wäre dringend und du wüsstest Bescheid, also hab ich ihr die Nummer rausgesucht, aber bevor ich fragen konnte wie sie heißt hat sie aufgelegt.“
    Aiko schluckte langsam ihren Zorn herunter und friemelte gleich noch eine Zigarette, zitternd vor Wut, aus der Packung.
    „Okay...“ Sagte sie und biss sich auf die Lippe. „Dann gehst du jetzt rein und suchst die Nummer von diesem Typ, legst sie auf meinen Schreibtisch und dann gehst du mir den Rest der Woche besser aus dem Weg.“
    Die Neue sah beschämt zu Boden, wollte noch etwas sagen, aber wusste dass jetzt besser der Zeitpunkt war zu gehen.


    „Das ist der Wichser.“ Sagte Rin und drehte sich zu Kyoya. Dieser kam näher an den Bildschirm und wedelte den Zigarrenqualm aus dem Weg, um das Video besser zu sehen. Sie waren in einem kleinen Hinterzimmer eines Kasinos das ihrem Boss Ayato gehörte.
    „Zoom nochmal ran und pausiere dann.“ Meinte er und wandte sich wieder dem Whiskey und seinen Gästen zu die sich auf dem kleinen Sofa breitmachten.
    „So sieht man sein Gesicht, er hat zwar ne Maske auf gehabt, aber ich hab ihn mit der Drohne verfolgt und er hat sie ausgezogen bevor er eingestiegen ist.“
    Kyoya stellte sich wieder hinter den Bürostuhl auf dem Rin saß und sah auf den Bildschirm.
    „Hey, komm mal her, kennst du den vielleicht?“ Fragte er und schwenkte mit seinem Whiskyglas.
    Osamu drückte die Prostituierte zur Seite und stand auf. „Mach mal platz.“ Als er sich das Gesicht auf dem Bildschirm genauer ansah war er plötzlich sprachlos.
    Kyoya bemerkte seinen Gesichtsausdruck und den, kaum zu übersehenden, offen stehenden Mund.
    „Du kennst ihn?“ Fragte er in einem fordernden Ton.
    „Ähm... Also...“ Stotterte Osamu, als Kyoya ihn plötzlich am Kragen packte und gegen die Wand drückte.
    „Spucks aus!“ Schrie er ihn an.
    „Ja! Ja! Ich kenne ihn. Scheiße!“ Fluchte Osamu verängstigt.


    „Sie sind also der Grund warum wir so lange nichts von unserem Sohn gehört haben.“ Sagte Ryos Mutter, während sie zusammen auf dem Balkon saßen und ihren Tee genossen.
    Nara lächelte. „Naja, er ist ja jetzt auch viel beschäftigt mit seiner Fahrerkarriere.“ Meinte sie und sah zu ihm rüber, wie er an dem Geländer des Balkons stand. Ganz in schwarz gekleidet, in einem vornehmen Anzug. Ryos Mutter folgte ihrem Blick und drehte sich, um zu ihm zu sehen.
    „Sehen sie nicht gut aus unsere Männer?“ Meinte sie.
    Ryos Vater der neben ihm am Geländer stand drehte sich zu ihm.
    „Makoto hat mir schon erzählt das du ein Team gefunden hast, beziehungsweise ein Team dich.“
    Ryo nickte bestätigend.
    „Wäre schön so etwas mal von dir zu erfahren. Ich weiß ich war nicht immer ein guter Vater, mit meinem Job, ist es schwer Zeit zu finden.“
    „Kein Problem, du bist ja auch nicht mein richtiger Vater.“
    Er wusste das Ryo das in keine Fall böse meinte, es war einfach eine Tatsache. Er blickte über seine Schulter zu Nara und seiner Frau.
    „Wie schnell warst du bei den Testrunden?“ Fragte er. „Im Vergleich zu den anderen.“
    Ryo war etwas verwundert über die Frage.
    „Naja, also ehrlich gesagt war ich etwas langsamer.“
    Sein Vater schmunzelte. „Dann musst du sie wirklich lieben.“
    „Was?“ Fragte Ryo überrascht.
    „Dir fehlt der Biss, du bist nicht mehr bereit alles zu geben, weil du Angst hast.“
    Ryo sah ihn erstaunt an und blickte dann ebenfalls zu Nara. Sie sah wunderschön aus in dem weißen Sommerkleid, das er ihr gekauft hatte, nur ihr lächeln machte sie noch schöner.
    „Fuck.“ Flüsterte Ryo als er realisierte das sein Vater recht hatte.


    Deisuke war kreidebleich als er auflegte, seine Knie zitterten und er hatte unangenehme Schweißausbrüche. Er wusste nicht was er tun sollte, immer wieder stand er auf und lief im Kreis, nur um sich wieder hin zu setzen. Seine Gedanken drehten sich und er kam sich vor wie in einer Achterbahn. Plötzlich, mit einem Schlag, könnte er alles wieder verlieren, das Rennteam, seine Werkstatt, einfach alles. Im schlimmsten Falle sogar noch sein Leben. Immer wieder schossen ihm Sätze aus dem Gespräch in den Kopf.
    „Es muss ein Exempel statuiert werden.“
    „Wir können dir mit einem Schlag alles weg nehmen.“
    „Du hast das verbockt. Du musst das tun.“
    „Er muss sterben!“

  • Fight, alter, echt mann! Ich mag die Geschichte immer mehr!! Danke für die Fortsetzungen!

    _________________________________________________
    Toyota GT86 - Bj. 2016 - inferno orange metallic
    Centerplate "86"-Emblem - Pivot Dual Gauge DXW-W - Weathertech Kofferraumschale - Tachoabdeckung Leder mit doppelter, roter Ziernaht -
    Soundtube-Stopfen "86" - Subaru Öl-/Wasser-Wärmetauscher - Radium Brake Master Cylinder Brace - TRD-Domstrebe - TRD-Schaltknauf -
    Nappa-Leder-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung - 2017er Center Dash Assembly mit roter Ziernaht

  • Nja, diesmal hab ich keine Ausrede warum erst am Dienstag der Nächste Teil kommt :S
    Nächstes mal wieder Montags! Versprochen! Ist ja dann auch bald Finale ^^


    Game Day


    Mitten in der Nacht steuerte Deisuke seinen Supra auf den Parkplatz vor der Rennstrecke. Es regnete in strömen, doch für den nächsten Tag war Sonnenschein angesagt. Alles in allem gute Voraussetzungen für das Rennen. Er schleppte die vier Reifen, die er gerade so in seinem Wagen untergekriegt hatte, einen nach dem anderen, mit der Hilfe von Osamu in die Box. Er stellte sie zu den anderen Reifen die für das Rennen vorgesehen waren, lies aber die Plastiktüte daran und packte sie nicht aus. „Und du glaubst das funktioniert?“ Fragte Osamu etwas skeptisch.
    Deisuke nickte nur. Eigentlich wollte er nicht das es funktioniert, doch er musste es tun und er war sich auch gar nicht sicher ob es tatsächlich klappen würde. Die Schuld zerfraß ihn innerlich, doch er lies das Schicksal seinen Lauf nehmen. Entweder würde Ryo ein zu erfahrener Fahrer sein und es schaffen, was für Deisuke vermutlich den tot bedeuten würde, oder er würde es nicht überstehen, was wiederum seinen tot bedeuten würde.


    Am nächsten Tag verabschiedete sich Nara von Ryo. „Und du willst wirklich nicht mit kommen?“ Fragte er.
    „Nein, ich seh mir das von hier an.“ Antwortete sie. Nara wollte nicht mit auf die Rennstrecke, sie hatte zu große Angst davor miterleben zu müssen wie Ryo etwas schlimmes passierte.
    „Okay.“ Er akzeptierte ihre Entscheidung und küsste sie zum Abschied.
    Sie sah aus dem Fenster hinter her, wie er fort fuhr und schaltete den Fernseher ein. Die Vorbereitungen liefen bereits und die Kommentatoren spekulierten über den Ausgang des ersten Rennens. Gerade als sich Nara setzen wollte, um das geschehen zu verfolgen hörte sie ein Vibrieren aus der Küche. Sie folgte dem Geräusch und stellte fest, dass Ryo sein Handy liegen gelassen hatte. Zuerst wollte sie ran gehen, doch wusste sie nicht ob es Ryo recht war, also lies sie es klingeln.


    Nun war es endlich so weit. Naoji stand in der Startposition und trat auf das Gaspedal, um die Drehzahl zu steigern. Durch das Qualifying konnte er sich einen platz auf der zwölften Startposition sichern. Sein blick fokussierte das Startlicht und alles um ihn herum verschwamm. Ab jetzt gab es nur noch ihn und das Rennen, es war wie als würde er eine andere Realität betreten, eine Realität in der alles auf seine Urinstinkte reduziert wurde. Plötzlich schaltete das Licht auf grün um und sein Wagen preschte nach vorn, der Geruch von verbranntem Gummi schwängerte die Luft und die lauten Motoren brüllten wie teuflische Bestien. Das Rennen hatte begonnen.


    Als Taro seinen Lancer parkte sah er auf sein Handy und überprüfte die Adresse. Er sah durch das Seitenfenster auf die andere Straßenseite, wo sich das Hotel befand. Kein zweifel, hier war er richtig. Er rief sich Deisukes Worte ins Gedächtnis. „Sie wird allein, in dem Hotel bleiben.“
    Taro öffnete das Handschuhfach des Wagens und holte einen kleinen Koffer heraus. Er zog sich seine Lederhandschuhe über und öffnete den Koffer. Durch die getönten Scheiben brauchte er sich nicht all zu viele Sorgen zu machen das irgendjemand den 1911er bemerken würde. Er nahm die Pistole und legte das Magazin ein. Es war eine handlichere Version mit einem gekürztem Lauf. Taro schraubte noch den Schalldämpfer auf und steckte die Pistole in seinen Schulterholster der sich unter seinem Jackett befand.


    Nachdem Ryo einige Runden hinter sich gebracht hatte steuerte er die Box an. „Ich brauch neue Reifen!“ Sprach er aufgeregt in das, in seinen Helm integrierte, Mikro.
    Kagami eilte zu den Reifen in der Box und wollte sie gerade in Position bringen, als Deisuke sie rief. „Warte, nicht diese Reifen, ich mach das.“ Meinte er.
    Kagami sah ihn verwirrt an, sie dachte sich nichts dabei und lies ihn seinen Job machen. Er holte ein paar Reifen hervor, die noch in einer Plastiktüte eingepackt waren.
    „Hier, die hier.“ Meinte er.
    Ryo hielt an der Box. Deisuke und Kagami wechselten die Reifen, alles ging unglaublich schnell und das musste es auch. Kagami stutzte etwas als sie die Reifen montierte. Sie hatte ja schon öfter Sliks gesehen, doch diese sahen ganz anders aus, als wären sie schon total abgefahren worden.


    Naoji überquerte die Ziellinie. „Hälfte Geschafft.“ Dachte er und versuchte sich von dem Porsche Cayman nicht abschütteln zu lassen. Auf der geraden setzte er sich links hinter ihn, als er sah wie die Bremslichter angingen zögerte er nur den Bruchteil einer Sekunde und bremste etwas später. Dann lenkte er in die scharfe Linkskurve und schaffte es an der Innenseite vorbei zu ziehen.


    Ryo fuhr aus der Box und nahm wieder Geschwindigkeit auf, er hatte jetzt zwar etwas Zeit verloren, doch mit den neuen Reifen würde er die Plätze wieder gut machen. Auch er zischte an dem Cayman vorbei und schon bemerkte er den anderen 370Z von Naoji vor sich, doch irgendetwas stimmte nicht, er spürte wie sein Wagen etwas schwamm und sich merkwürdig verhielt. Ryo stieg noch weiter aufs Gas und setzte sich in Naojis Windschatten. Er spürte Vibrationen im Lenkrad, irgendetwas lag ganz gewaltig im argen.


    Schon wieder klingelte Ryos Telefon. Zuerst hatte Nara es gar nicht bemerkt weil sie so von dem Rennen gefesselt war. Genervt davon schnappte sie es sich und ging ran.
    „Ja?!“ Fragte sie gestresst.
    „Guten Tag, hier spricht Kommissar Aiko Nakamura, kann ich bitte Ryo...“ Noch bevor sie Ausgesprochen hatte platze es aus Nara heraus.
    „Aiko? Wieso zum Teufel rufst du hier an?“
    „Nara? Bist du das?“ Aiko konnte es kaum glauben. „Mein Gott, ich hab gedacht du wärst tot. Wo bist du? Hast du den Koffer noch?“ Die Fragen ratterten wie aus einem Maschinengewehr aus ihr heraus.
    „Was? Ähm, nein. Ich hab den Koffer nicht mehr. Ich bin raus, ruf nicht wieder an und lass uns in Ruhe.“
    „Warte, du bist in Gefahr.“ Sagte Akio noch, doch Nara hatte schon wieder aufgelegt.
    Mamoru der bei ihr im Büro saß sprang auf.
    „Los, ich habs zurück verfolgt!“


    „Scheisse, nicht jetzt! Ich muss nur ein paar Plätze gut machen, um aufs Podium zu kommen, ich kann gewinnen!“ Ryo war wieder voll und ganz in seinem Element. Für ihn gab es jetzt nichts außer dem Wagen und die Strecke. Er war voll und ganz auf das Rennen konzentriert und verlor keinen Gedanken an etwas das ihn ausbremsen konnte. In der nächsten, langgezogenen Rechtskurve lies sich Ryo etwas nach außen tragen und versuchte an Naoji vorbei zu kommen. Er biss die Zähne zusammen, beide fuhren am absoluten Limit, als das Heck von Ryos Wagen plötzlich ausbrach. Er erschrak kurz, doch lenkte sofort ein und driftete hinter Naoji durch die Kurve. In der darauffolgenden Linkskurve hatte er nun den Vorteil auf der Innenseite zu sein, da diese spitzer war mussten beide etwas abbremsen. Ryo lenkte in die Kurve und gab Gas, doch Naoji lies nicht nach und wollte seinen Platz nicht aufgeben.
    „Er ist langsamer als ich in der Außenseite, dabei hat er doch gerade erst Reifen gewechselt.“ Wunderte sich Naoji. Plötzlich ging ein schlagartiger Ruck durch Ryos Wagen und er verriss das Lenkrad. Er drehte seinen Kopf nach rechts und sah den schwarzen Gummi seines Reifens umher fliegen, dann realisierte er Naojis Wagen direkt neben sich und wusste das er der Kollision nicht mehr ausweichen konnte.


    „Nein!“ schrie Nara als sie das schreckliche Geschehen im Fernsehen sah und sprang auf. Sie war völlig aufgelöst und mit der gesamten Situation überfordert. Auf einmal hörte sie Sirenen von draußen, zuerst dachte sie es käme von der Übertragung, doch sie malte sich sofort das schlimmstmögliche aus. Ihr blieb nichts anderes übrig, sie musste sofort zur Rennstrecke, gerade als sie ihre Jacke überzog hämmerte es an der Tür.
    „Wer ist da?“ Fragte sie.
    „Hier ist der Hotelservice, ich müsste kurz an den Sicherungskasten in ihrem Zimmer.“ Sagte Taro, der auf der anderen Seite der Tür stand. Er hatte sich mit dem Rücken zur Tür gestellt, für den Fall dass er durch den Türspion beobachtet wurde. Seine Hand befand sich bereits in seinem Jackett und umklammerte die Pistole.


    Mamoru stieg in die Eisen als sie mit Blaulicht bei dem Hotel ankamen. „Los! Los! Los!“ Brüllte Akio und riss die Beifahrertür auf, um zum Eingang des Hauses zu sprinten.
    „In welchem Zimmer wohnt diese Frau?“ Brüllte sie die Empfangsdame mit vorgehaltener Marke und einem Foto in der Hand an.
    „Zimmer dreiundzwanzig.“ Sagte diese nur verwirrt. Aiko sprintete, dicht gefolgt von Mamoru die Treppe hinauf und bog in den Flur der zu Zimmer dreiundzwanzig führte.


    Nara öffnete die Tür. „Ich hab überhaupt keine Zeit für so was! Und wo soll hier ein Sicherungskasten sein“ Sagte sie und sah den Mann verwirrt an, da er viel zu gut gekleidet für dieses Hotel war und sie ihn vorher auch noch nie hier gesehen hatte.
    Taro zog die Pistole unter seinem Jackett hervor und Nara riss die Augen auf, doch sie stand wie festgefroren da, wie ein Reh im Scheinwerferlicht, unfähig dem unausweichlichen zu entkommen.


    Aiko legte ihre Dienstwaffe auf den Mann vor Zimmer dreiundzwanzig an.
    „Polizei! Weg mit der Waffe!“ Schrie sie.

  • Und wieder ein klasse Teil.

    Mit freundlichem Gruß


    Skorpion / Carsten


    -------------------------
    Toyobaru GT86 Inferno Orange non Aero EZ 09/12 meiner seid 04/16
    Felgen: Oxigin Concave 18 in 18x8,5 et35, Valenti smoked, Bastuck Catback, Edelbrock Kompressor (Juni '17)

  • und wieder mit Cliffhanger....mann....


    Wie immer leider geil! :thumbsup: :thumbsup:

    _________________________________________________
    Toyota GT86 - Bj. 2016 - inferno orange metallic
    Centerplate "86"-Emblem - Pivot Dual Gauge DXW-W - Weathertech Kofferraumschale - Tachoabdeckung Leder mit doppelter, roter Ziernaht -
    Soundtube-Stopfen "86" - Subaru Öl-/Wasser-Wärmetauscher - Radium Brake Master Cylinder Brace - TRD-Domstrebe - TRD-Schaltknauf -
    Nappa-Leder-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung - 2017er Center Dash Assembly mit roter Ziernaht

  • Und hier, diesmal pünktlich, das Finale!


    Teil 14.1


    Final Stage


    Nara blickte wie gebannt in die Mündung der Pistole, als würde sie dem Tod direkt in die Augen starren. Doch plötzlich nahm sie eine leise Stimme wahr.
    „Die beiden Fahrer des Teams Sakushi Racing hatten einen fatalen Unfall.“ Es war der Moderator und Nara drehte sich zur Seite, um über ihre Schulter zum Fernseher zu sehen. Genau in dem Moment ertönte ein lauter Knall im Flur. Taro betätigte den Abzug und schoss Nara aus nächster nähe ins Gesicht. Danach drehte er sich schnell zum Treppenhaus, doch bevor er noch einen weiteren Schuss auf die Polizisten abgeben konnte wurde er von Aikos Kugeln durchsiebt. Nara wurde von der Wucht des Schusses zu Boden gerissen, sie nahm den metallischen Geschmack von Blut wahr und hielt sich die Hände vors Gesicht. Der schreiende Schmerz machte sich breit während sie sich immer wieder an ihrem eigenen Blut verschluckte und die zerfetzte Haut spürte, die sie mit ihren Händen zu schützen versuchte.


    Ryo erschrak als er schlagartig sein Bewusstsein wieder erlangte und nahm einen tiefen, hastigen Atemzug. Dann erst realisierte er wo er war, immer noch in seinem Wagen. Die Scheiben waren gesprungen und die Motorhaube komplett zerdrückt. Der ganze Wagen war Schrott, doch Ryo schaffte es die Tür zu öffnen und sich daraus zu befreien. Ungläubig sah er an sich herab, doch keine Spur von Blut, oder irgendeiner Verletzung. Er jetzt realisierte er was eigentlich geschehen war und bemerkte Naojis Wagen. Im Vergleich zu seinem war Naojis Z komplett zerstört, nur schwer konnte man erkennen das es überhaupt mal ein Auto gewesen war, doch Ryo konnte Naoji durch das Seitenfenster erkennen, regungslos, mit hängendem Kopf. Wie vom Blitz getroffen wollte er zu ihm eilen um ihn zu helfen, doch die Sanitäter packten ihn und führten ihn in den Rettungswagen, während sich andere um Naoji kümmerten.
    „Keine Angst, wir kümmern uns um ihn. Sie habens überstanden.“ Sagte einer der Sanitäter.


    Kagami sah über die Monitore in der Box was geschehen war und war sprachlos. Plötzlich empfand sie tiefe Verzweiflung und sorgte sich um Naoji. Sie musste unbedingt mit ihm ins Krankenhaus, um ihm bei zu stehen.
    „Deisuke?“ Rief sie, als sie sich nach ihm um sah. Sie konnte ihn nirgends finden und machte sich schnellen Schrittes auf dem Weg zu ihrem GT86 auf den Parkplatz, wo sie ihn dann bemerkte. Er saß neben seinem Supra auf dem Boden und hielt sich die Hände vor sein verheultes Gesicht. Kagami wusste nicht genau was vor ging, doch sie hatte eine Ahnung das Deisuke etwas mit dem Unfall zu tun hatte.
    Als er sie bemerkte winselte er vor sich hin. „Oh nein, es tut mir so leid. Ich wollte das alles doch gar nicht.“
    „Die Reifen, du warst das mit den Reifen.“ Dachte Kagami laut vor sich hin, als die Wut in ihr hoch kochte. Sie packte ihn am Kragen und zog ihn hoch.
    „Was zum Teufel hast du getan!?“ Schrie sie ihm ins Gesicht.
    „Die... Die wollten mich umbringen.“ Stotterte er. „Ich hatte doch keine Wahl.“
    „Du verdammtes Schwein!“ Brüllte sie und ohrfeigte ihn. Sie stieß ihn gegen seinen Wagen und wandte sich von ihm ab, um so schnell wie möglich zum Krankenhaus zu kommen.
    Deisuke sah ihr sprachlos hinter her, als sie vom Parkplatz fuhr. Plötzlich überkam ihn Panik. Panik das sie auch noch hinter ihm her waren, dass sie ein Exempel an jedem beteiligten statuieren wollten. Er schwang sich in seinen Wagen, um zu seiner Werkstatt zu kommen. Der Plan war, so schnell es ging zu flüchten. Als Deisuke den Zündschlüssel umdrehte schloss sich der Kontakt und der Wagen ging mit ihm, in weniger als einem blinzeln, in Flammen auf.


    „Ryo?“ Fragte die Polizistin und reichte ihm die Hand zur Begrüßung. Dieser setzte sich von seinem Krankenbett auf, er hasste Krankenhäuser und überhaupt wusste er gar nicht warum er hier war, ihm fehlte ja nichts. Dennoch erwiderte er ihre Geste. „Ja.“
    „Ich bin Kommissar Aiko Nakamura. Sagt ihnen der Begriff Yakuza etwas?“ Während sie die Frage stellte zog sie sich einen Stuhl heran und setzte sich.
    Ryo war etwas verwirrt von der Frage. „Ähm, ja warum?“
    „Sie wissen also über die Japanische Mafia Bescheid? Haben sie jemals Geschäfte mit denen, oder anderen zwielichtigen Gestalten gemacht?“
    „Was? Nein, was soll das überhaupt. Ich war gerade bei einem Rennen und hatte einen Unfall.“
    „Kennen sie eine Gewisse Nara?“
    Plötzlich stutzte er und ihm lief ein eiskalter Schauer über den Rücken. Die Fragen über Nara, im Zusammenhang mit der Mafia, das konnte nichts gutes bedeuten.
    „Wir wissen das sie in Kontakt mit ihr stehen.“ Ertönte Mamorus tiefe Stimme, der im Türrahmen stand und ihm mit seinem breiten Kreuz komplett einnahm.
    Ryo hielt sich die Hand vor die Stirn. „Was ist mit Nara?“ Fragte er vorsichtig. Ein ungutes Gefühl machte sich in ihm breit.
    „Ich stelle hier die Fragen.“ Erwiederte Aiko kalt. „Ich weiß nicht in welchem Verhältnis sie zu ihr stehen und auch nicht auf welcher Seite sie sich befinden, aber hat sie ihnen gegenüber jemals einen Koffer erwähnt?“
    Ryo wusste das er nun nicht mehr vor der Wahrheit weglaufen konnte und erhoffte sich nur mehr Informationen über Nara zu bekommen.
    „Okay, ich erzähle ihnen alles.“
    Ryo berichtete davon wie er sie kennengelernt hatte, wie sie bei ihm Zuflucht suchte, wie sie den Koffer los wurden und letztendlich wie sie sich verliebten. Es war wie eine kleine Zeitreise seiner Gedanken, die aber umso mehr seine Besorgnis schürten. Nachdem Aiko aufmerksam zugehört hatte ergriff sie wieder das Wort.
    „Nara ist eine Informantin von uns, schon Jahre lang. Ich arbeite ständig mit ihr zusammen und vor ein paar Monaten hatte sie die Chance an einen Koffer der Yakuza zu gelangen in dem sich ausgiebige Informationen über deren Geschäfte enthielten.“
    „Drogenschmuggel, Waffen, Menschenhandel.“ Warf Mamoru ein.
    „Sie sagte mir das sie, wenn sie uns den Koffer besorgt, damit nichts mehr zu tun haben will. Doch anscheinend ist ihr die Sache schneller über den Kopf gewachsen als sie, oder wir, dachten. Es ist sehr wahrscheinlich das die Mafia ein Exempel statuieren will.“
    Ryo unterbrach sie. „Warten sie, sie meinen, dass mein Unfall...?“
    „Das prüfen wir noch, nach dem Unfall ereignete sich jedenfalls eine Expolsion auf dem Parkplatz bei dem ihr Chefmechaniker Deisuke getötet wurde.“
    „Deisuke ist tot?“ Warf Ryo entsetzt ein. „Was ist mit Kagami und Naoji?“
    „Kagami ist hier, ihr geht es gut. Naoji ist stabil, aber nicht ansprechbar.“
    „Und Nara?“ Fragte Ryo und ahnte nichts gutes.
    „Als wir sie heute in dem Hotel ausfindig machen konnten, trafen wir vor Ort ebenfalls einen Attentäter an. Ihr wurde ins Gesicht geschossen, aber sie lebt und erholt sich gerade von der OP. Sie hat extremes Glück gehabt. Die Kugel ist in ihre Backe eingedrungen, hat ein paar Zähne mit genommen und ist zur anderen Backe wieder ausgetreten.“
    Ryo saß völlig sprachlos da, seine Gedanken drehten sich wie verrückt. „Wo ist sie? Ist sie hier?“ Er sprang von seinem Bett auf. „Ich muss zu ihr.“
    Mamoru schob ihn mit einer Hand wieder zum Bett. „Sie ist hier, es geht ihr soweit gut, aber sie können jetzt nicht zu ihr. Da sie eine wichtige Zeugin ist wird sie rund um die Uhr bewacht, seinen sie also unbesorgt.“
    Aiko stand auf. „Ruhen sie sich noch etwas aus.“ Dann verließ sie mit Mamoru das Zimmer.


    Kagami saß neben Naojis Krankenbett und hielt seine Hand. Tränen flossen ihr übers Gesicht.
    „Ich hätte niemals zulassen sollen das du dich auf dieses Rennfahrer Zeug einlässt. Ich hätte wissen müssen das es zu gefährlich ist und das es viel zu schön war, um wahr zu sein. Das ist alles meine Schuld.“ Schluchzte sie vor sich hin, doch die einzige Antwort die sie immer wieder bekam war das piepen des EKGs.
    Es war schon mitten in der Nacht und Kagami stand auf, um sich einen Kaffee am Automaten zu holen. Sie lief durch die leeren Gänge des Krankenhauses, wo ihr lediglich ein Mann mit schwarzem Mantel entgegen kam, zum Eingangsbereich. Es war so still und ruhig das sie ihre eignen Atemzüge hören konnte. Keine Menschenseele war mehr hier, selbst als sie zum Empfang hinüber schielte sah sie niemanden. Als sie das Kleingeld in den Automaten eingeworfen hatte brummte dieser mit, vergleichsweise ohrenbetäubendem Getöse, los.


    Ryo ertrug es nicht länger, wach in seinem Bett zu liegen und die Decke an zu starren. Er wollte zu Nara, also stand er auf, zog diesen lästigen Kittel aus und seine Kleidung an, dann machte er sich auf den Weg sie zu suchen. Es gab sicherlich nur ein Zimmer im gesamten Krankenhaus das von einem Polizisten bewacht wurde.
    Nachdem er ein paar Minuten ziellos umher geirrt war sah er Plötzlich eine Person, am Ende eines Ganges auf einem Stuhl, vor einer Tür sitzen.
    „Hey, Entschuldigung.“ Rief er und lief zielstrebig den Gang hinab. Dann erkannte er den Polizisten und blieb vor ihm stehen. Zu seiner Empörung musste er eingeschlafen sein. Ryo räusperte sich laut. „Entschuldigung!“ Rief er nochmals, doch wieder, keine Reaktion. Bei genauerem betrachten stellte er Blut an der Uniform fest. Er riss die Augen weit auf und stieß die Tür auf, da lag sie, Nara.
    Sie hatte zwei große verbände auf den Backen und Ryo begann zu brodeln vor Wut, als er sich ausmalte was für schmerzen sie durchlebt haben musste.
    Er trat in das Zimmer und sah das EKG ganz normal arbeiten, ihr Brustkorb bewegte sich auf und ab und Erleichterung machte sich für einen kurzen Moment breit, als er plötzlich von hinten gepackt wurde. Jemand hatte ihm im Schwitzkasten und auf einmal sah er die andere Hand der Person, die versuchte ihm eine Pistole gegen den Kopf zu drücken. Ryo stemmte sich mit aller Kraft nach hinten und beide fielen unsanft zu Boden auf ein kleines Regal, das dabei zu Bruch ging. Durch den Lärm wurde Nara wach und Ryo schaffte es sich zu befreien.
    „Nara komm, schnell!“ Rief er und streckte seine Hand aus.
    Ohne nach zu denken zog sie sich die Kabel ab und nahm seine Hand. Beide rannten den Flur entlang.
    „Was zum Teufel ist denn los?“ Fragte sie und hatte Mühe sich nach dem plötzlichen aufstehen auf den Beinen zu halten.
    Ryo zerrte sie weiter an der Hand.
    „Die wollen uns umlegen!“


    ... To Be Continued


    Nächsten Montag gibts den Rest :P

  • Klasse Mann! Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen wie's weiter geht

    _________________________________________________
    Toyota GT86 - Bj. 2016 - inferno orange metallic
    Centerplate "86"-Emblem - Pivot Dual Gauge DXW-W - Weathertech Kofferraumschale - Tachoabdeckung Leder mit doppelter, roter Ziernaht -
    Soundtube-Stopfen "86" - Subaru Öl-/Wasser-Wärmetauscher - Radium Brake Master Cylinder Brace - TRD-Domstrebe - TRD-Schaltknauf -
    Nappa-Leder-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung - 2017er Center Dash Assembly mit roter Ziernaht

  • Und weiter gehts! Diesmal überpünktlich ^^


    Kyoya stand aus dem zertrümmerten Regal auf. „Fuck!“ Fluchte er und eilte zu Tür heraus in den Gang, wo er Ryo und Nara entfernt flüchten sehen konnte. Er legte seine Pistole an und gab einen Schuss ab, doch er verfehlte sie. Durch den Schalldämpfer war nur ein dumpfer Knall zu hören und wie der Schlitten nach hinten sauste, die leere Hülse auswarf und wieder, geladen mit der nächsten tödlichen Kugel, nach vorne preschte.
    Nara zuckte bei dem Knall zusammen und warf einen entsetzten Blick über ihre Schulter. Erst jetzt realisierte sie was hier eigentlich vor ging und in welcher Gefahr sie sich befanden.


    Als Kagami gerade ihren Kaffeebecher in die Mülltonne warf hörte sie plötzlich schnelle Schritte im Flur. Sie wollte gerade den Eingangsbereich verlassen, um wieder zu Naoji zu gehen, als plötzlich Nara und Ryo um die Ecke stürmten.
    „Kagami!“ Ryo packte sie an den Schultern. „Wir müssen hier weg, schnell!“
    Noch bevor sie reagieren konnte kam auch schon Kyoya um die Ecke und legte seine Pistole an.
    Mit Nara an der Hand sprintete Ryo zum Ausgang und Kagami, die zwar etwas überrumpelt von der Situation war, aber sofort reagierte, tat es ihnen gleich. Die Schüsse sausten nur knapp an ihnen vorbei und brachten die Glastür des Krankenhauses zum bersten.
    „Was ist mit Naoji?“ Fragte Kagami panisch während sie auf den Parkplatz rannten.
    „Die wollen nur mich und Nara.“ Antwortete Ryo. „Gib mir die Schlüssel.“ Sagte er als sie bei Kagamis GT86 ankamen.
    „Bist du verrückt? Niemals.“ Sagte sie und stieg zur Fahrertür ein.
    Ryo öffnete die Beifahrertür, zog den Sitz nach vorn, lies Nara nach hinten einsteigen und setzte sich auf den Beifahrersitz.
    Kagami startete den Motor und sprintete mit quietschenden Reifen vom Parkplatz. Ryo sah auf der großen, mittigen Drehzahlanzeige, wie sie die Gänge voll bis zu den 7400 Umdrehungen ausfuhr.
    „Tut mir leid Schatz, aber es geht um Leben und Tod.“ Sagte sie vor sich hin.
    Ryo verstand völlig das sie mit dem Auto sprach und das es nicht gut für den Motor war ihn im kaltem Zustand gleich so hoch zu drehen. Plötzlich nahm Ryo Scheinwerfer im Rückspiegel war. Kyoya gab dem GT86 mit seinem Lancer EVO X einen kleinen Schubser. Ein heftiger Ruck ging durch das ganze Auto. Ryo drehte sich nach hinten zu Nara. „Bleib unten.“
    „Wo zum Teufel soll ich denn hin fahren!?“ Fluchte Kagami.
    Ryo wandte sich wieder nach vorn. „Fahr zu mir, zu meinen Eltern, von da aus können wir mit meinem FD Flüchten.“
    Kagami trat auf die Kupplung, zog die Handbremse und riss das Lenkrad nach rechts. Der Wagen driftete, halsbrecherisch über eine große T-Kreuzung durch den Verkehr hindurch. Doch Kyoya lies sich nicht abschütteln. Das perfekt ausgearbeitete Allradsystem das Lancers lies keinerlei Traktionsverlust zu und er konnte mit Leichtigkeit an dem 86 dran bleiben.
    „Du kannst ihn mit der Kiste niemals abschütteln!“ Fluchte Ryo.
    Kagami warf ihm einen grimmigen, furchteinflößenden Blick zu. Sie hatte das Gaspedal bis zum Boden durchgetreten, doch der Lancer klebte immer noch an ihrer Stoßstange. In der Ferne sah sie ein weitere, kleine T-Kreuzung und diesmal wusste sie was zu tun war.
    Als sie auf die Kreuzung zu kam musste sie etwas vom Gas gehen und der Lancer fuhr ihr wieder aufs Heck auf. Sie bremste noch etwas und zog dann wieder die Handbremse. Kagami lenkte nach links in die Kurve und das Heck ihres Wagens brach aus. Sie initiierte den Drift nach links und der Lancer fuhr in einer perfekten Kurve hinter ihr her, doch dann löste sie die Handbremse und trat wieder voll aufs Gas, was dazu führte das sich der Wagen komplett herum drehte. Kagami lenkte nach links ein und sah wie vor sich der Lancer stark abbremste. Sie konnte Kyoya durch die Windschutzscheibe sehen und streckte ihm für den Sekundenbruchteil den Mittelfinger entgegen. Kyoya der angenommen hatte sie würde nach links in die Straße fahren versuchte noch ab zu bremsen, fuhr jedoch in einen Haufen Mülltonnen die am Straßenrand standen. Der Geruch von verbranntem Gummi stieg in Ryos Nase und der GT zog eine graue Qualmwolke hinter sich her, als Kagami aus dem Manöver heraus beschleunigte.
    „Heilige scheiße! Ein Three sixty. Wer hat dir das denn beigebracht?“ Fragte Ryo erstaunt und auch erleichtert.
    „Naoji, Naoji hat mir das beigebracht.“


    Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen, als sie bei der Villa von Ryos Eltern ankamen. Sie stiegen aus und Ryo legte seine Hand auf Kagamis Schulter.
    „Danke. Ich hätte nicht besser fahren können. Fahr zu Naoji und kümmer dich um ihn.“
    „Nur damit ich das richtig verstehe. Warum will die Mafia euch umbringen?“ Fragte sie in einem ruhigen, etwas erschöpften Ton.
    „Nara, hat ihnen einen Koffer gestohlen, mit wichtigen Dokumenten. Sie war eine Informantin der Polizei. Wir haben den Koffer zurück gegeben, doch das hat ihnen anscheinend nicht gereicht.“
    „Und Deisuke. Er war der, der die Reifen gewechselt hat. Warum?“ Fragte sie.
    „Ich weiß es nicht, vielleicht haben sie ihn unter Druck gesetzt. Geh jetzt besser. Wir müssen auch verschwinden.“
    Sie verabschiedeten sich und Kagami stieg in ihren GT86 mit dem Gedanken das sie sich vermutlich nie wieder sehen würden.


    Nara klammerte sich an Ryos Hand während sie zur Garage liefen. Zu Ryos erstaunen wartete dort sein Vater auf ihn, mit einem Revolver in der Hand.
    „Was...?“ Bevor er aussprechen konnte unterbrach er Ryo.
    „Ich weiß Bescheid.“ Sagte er.
    Plötzlich hörten sie quietschende Reifen auf der Straße und eine dunkel gekleidete Person kam die einfahrt hoch gerannt. Es war Kyoya der in einiger Entfernung stehen blieb und auf sie anlegte.
    „Stehen bleiben!“ Schrie er wütend und außer Atem.
    „Es reicht Kyoya.“ Rief Ryos Vater und Zielte mit dem Revolver auf ihn.
    „Was? Du kennst ihn?“ Erschrak Ryo.
    „Sag Ayato das er zu weit gegangen ist. Mein Sohn wird diese Stadt verlassen und niemand von euch wird ihm folgen.“
    „Halt deinen Mund! Du törichter, alter Bastard. Er ist nicht mal dein richtiger Sohn.“ Fauchte Kyoya.
    „Und dennoch gehört er zur Familie.“
    Ryo war völlig verwirrt, nutzte jedoch die Unaufmerksamkeit von Kyoya ihm gegenüber, um Nara vorsichtig hinter sich zu schieben. Doch Kyoya bemerkte es sofort, lenkte seinen Blick auf sie und brüllte. „Stehen bleiben!“
    Und dann unterbrach ein lauter Schuss die angespannte stille der Nacht. Das Geräusch verschwand so schnell es gekommen war und wurde von dem prasselndem Regen verschlungen. Nara hatte Ryo vor Schreck umschlungen und beide blickten zu Ryos Vater. Sein Revolver qualmte und Kyoya brach in der Einfahrt zusammen.
    Ryo lies für einen Moment von Nara ab und ging zu seinem Vater der wie festgefroren da stand, noch immer Richtung Kyoya zielend. Er legte seine Hand auf den Revolver und drückte seinen Arm nach unten.
    „Einst hatte ich mir geschworen diese Waffe nie wieder ab zu feuern.“ Sagte er.
    „Vater.“ Ryo wusste nicht was er sagen sollte, er hatte so viele Fragen. Fragen, aber keine Zeit für antworten.
    „Ihr müsst gehen.“ Sagte sein Vater. „Ayato wird es nicht wagen uns anzugreifen, doch ich kann nicht garantieren das sie euch nicht suchen werden, also geht.“
    Zum ersten mal in seinem Leben fühlte sich Ryo als würde er tatsächlich zu dieser Familie gehören. Zum ersten mal erkannte er die Väterliche liebe die ihm sonst verwehrt geblieben war.
    Nach einer langen Verabschiedung stiegen Nara und Ryo in den RX7.
    Sie fuhren aus der Einfahrt und Ryo sah ein letztes mal die große, weiße Villa im Rückspiegel. Nara legte ihre Hand auf seine die er am Schaltknüppel hatte.
    „Ich liebe dich.“


    Aiko packte ihre persönlichen Sachen in den Karton und stellte ihn auf ihren Schreibtisch.
    „Also, Deisuke hat sich bei der Mafia Geld geliehen, um sein Rennteam zu finanzieren und Nara hat sich ausgerechnet in deren Fahrer verliebt?“ Fragte Mamoru der in dem Türrahmen lehnte.
    „Genau, die Mafia wollte ein Exempel statuieren und Ryo und Nara umbringen. Osamu, den wir als einzigen fassen konnten, hat gestanden Kontakte zur Mafia zu haben und das er für diese, Nara und Ryo identifiziert hatte.“
    „Was für ne Scheiße“ Murmelte er. „Und du willst das wirklich tun?“
    „Ich hab meine Sachen schon gepackt, du wirst mich doch nicht etwa vermissen?“ Fragte sie, als sie ihn freundschaftlich mit dem Ellenbogen stupste, während sie sich mit ihrem Karton an ihm vorbei drückte.
    „Dir wird doch sowieso Langweilig.“ Rief er ihr hinterher und starrte in das Leere Büro.


    Ein paar Jahre später.


    „Wusstest du das früher hier illegale Straßenrennen veranstaltet wurden?“ Fragte Kana während er auf seinem Fahrrad Akira hinter her strampelte.
    „Ich hab von einer unglaublichen Geschichte gehört, über ein Rennteam, dass in Mafiageschäfte verwickelt war. Ist schon ziemlich lang her. Ein paar sind wohl geflüchtet.“ Fügte er hinzu.
    Akira lachte. „Flüchten würde ich auch von hier wenn ich ein Auto hätte.“
    Kaum hatte sie die Worte ausgesprochen hörten sie brüllende Motoren in der Ferne die immer lauter wurden und den kurvigen, verzwickten Pass herunter kamen. Sie blieben beide mit ihren Fahrrädern am Straßenrad stehen und sahen sich sprachlos an. Plötzlich war Scheinwerferlicht aus der Kurve zu erkennen und schrill, schreiende Reifen zu hören. Dann Platzte ein GT86, mit unglaublicher Geschwindigkeit durch die Kurve. Der Wagen flog in einem perfekten Winkel um die Kurve dicht gefolgt von einem Nissan Silvia. Auf der geraden die genau auf Akira und Kana zu führte heulten die Motoren wie Bestien die nur Nachts erwachten auf. Kurz vor ihnen setzten die beiden Wägen zum nächsten Drift an und zischten perfekt synchron an ihnen vorbei. Während die Motorhaube genau auf Akira zeigte und der GT um die Kurve Driftete, konnte sie eindeutig eine Frau am Steuer erkennen die ihr zu blinzelte, oder zumindest hatte sie sich das eingebildet. So schnell wie das tosende Motorengewitter aufgezogen war, verschwand es schon wieder.
    „Hast du...“ Akiras Frage erübrigte sich, natürlich hatte Kana es gesehen.
    „Das war unglaublich!“


    :)
    So das wars. Ich hoffe es hat einigen gefallen. Mir hat es auf jedenfall sehr viel spass gemacht hier die Reaktionen zu lesen und alle Teile noch mal zu durchleben und wieder mit zu fiebern. Ein großes Dankeschön an alle die sich Montags, oder manchmal auch später :P Die Zeit genommen haben hier mit zu lesen und ihr Feedback ab zu geben.

  • Ich sage vielen Dank für die beste (wahrsch. subjektiv themenbezogen ^^) Kurzgeschichte(n) die ich jemals gelesen habe. Werde die meiner Mutter weiterleiten (sofern du das erlaubst), dass ich vllt auch mal im Deutschunterricht am Gymnasium manche Leute daran erfreuen können. Sollte es weitere Teile geben, würde ich mich sehr freuen ;) .

  • Auch von mir nen großen Dank für diese Reihe.
    Hat wirklich spaß gemacht sie zu lesen.


    Wenn du dich entscheiden solltest weitere Geschichten zu verfassen, wirst du hier bestimmt dankbare Leser finden.

    Mit freundlichem Gruß


    Skorpion / Carsten


    -------------------------
    Toyobaru GT86 Inferno Orange non Aero EZ 09/12 meiner seid 04/16
    Felgen: Oxigin Concave 18 in 18x8,5 et35, Valenti smoked, Bastuck Catback, Edelbrock Kompressor (Juni '17)

  • Auch von mir ein großes Lob und Dankeschön für diese geniale Kurzgeschichte. Nach den ersten Teilen habe ich mich wirklich auf jeden Montag gefreut, da dann ein neuer herauskam :D Eine eventuelle Fortsetzung würde ich auf jeden Fall begrüßen! :)

  • Vielen Dank, Fight, dass du uns die Montage erleichtert hast! Oder die Dienstage, ..., wann auch immer ich es gelesen hatte!
    Sehr sehr schöne Kurzgeschichte! Normalerweise hab ich es nicht so mit den Cliffhängern, aber das war echt gut gemacht bei dir!


    Solltest du mal ne Schreibwut haben, poste bitte wieder hier!
    Und danke, dass der GT86 noch driften darf :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

    _________________________________________________
    Toyota GT86 - Bj. 2016 - inferno orange metallic
    Centerplate "86"-Emblem - Pivot Dual Gauge DXW-W - Weathertech Kofferraumschale - Tachoabdeckung Leder mit doppelter, roter Ziernaht -
    Soundtube-Stopfen "86" - Subaru Öl-/Wasser-Wärmetauscher - Radium Brake Master Cylinder Brace - TRD-Domstrebe - TRD-Schaltknauf -
    Nappa-Leder-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung - 2017er Center Dash Assembly mit roter Ziernaht

  • Ich sage vielen Dank für die beste (wahrsch. subjektiv themenbezogen ^^) Kurzgeschichte(n) die ich jemals gelesen habe. Werde die meiner Mutter weiterleiten (sofern du das erlaubst), dass ich vllt auch mal im Deutschunterricht am Gymnasium manche Leute daran erfreuen können. Sollte es weitere Teile geben, würde ich mich sehr freuen ;) .


    :thumbup: Np
    musst nur erwähnt werden das sie von mir ist xD