Hyundai i30 N Performance

  • Moin,


    eigentlich wundert es mich, dass ich noch gar nix zu diesem Asiaten hier gefunden habe.


    Mit dem neuen i30 bringt Hyundai auch mal einen direkten Angriff in Richtung Golf GTI Clubsport. Der Hyundai i30N schafft in der Performance-Version bis zu 275 PS an die Vorderräder (mit Differenzial) und holt aus 2 Litern Hubraum 378 Nm.


    Das Ganze gibt es derzeit nur mit Handschaltung. Der i30 sprintet in 6,1 Sekunden auf 100 km/h und ist bei 250 km/h abgeriegelt. Mit dabei gibt's jede Menge Spielereien, wie Launch Control (beim Schaltwagen! Finde ich klasse....Kupplung treten, Gaspedal etwa 3-4 Sekunden treten und bei 4000 Touren einhalten und dann die Kupplung schnacken lassen), Zwischengas-Funktion und ein sog. N-Grin-Control System. Mit dem lassen sich 4 Fahr-Modi vordefiniert einstellen (Eco, Normal, Sport und N) sowie einer frei konfigurieren (N-Custom).


    Im Performance-Paket steht der i30 auf 235/35 R19 LM-Felgen mit Pirelli P Zero Bereifung. Ebenfalls dem Performance-Paket ist die Overboost-Funktion vorbehalten (die letzte 25 Mehr-PS), die Permance-Bremsanlage und die Klappen-Auspuffanlage. In den Tank kommen 50 l Super, die bei einem kombinierten Verbrauch von 7,1 l/100 km etwa 700 km halten sollen (na klar.)


    Die Namensgebung N steht übrigens sowohl für das Forschungs- und Entwicklungszentrum von Hyundai in Namyang als auch für den Nürburgring. Besonders interessant finde ich dabei, dass die Koreaner den i30 N rund 10.000 km über die 20,8 km lange Strecke gejagt haben. 480 unfassbare Runden. Diesen Aufwand betreiben sonst wohl eher die "großen" Hersteller wie Porsche und Co.


    Mich würde mal interessieren, wie sich der Wagen gibt, wenn er sportlich bewegt wird. Er ist und bleibt nunmal ein "Frontkratzer" und hoch wie'n Bus ist er auch noch. Dabei darf man auch das Leergewicht von 1584 kg nicht vergessen. Zwar hat er ein deutliches Leistungsplus, aber trotzdem denke ich, dass er vom Gefühl her den Toyobaru niiiieee erreichen kann.


    Genug geschwallt. Fakt ist, dass ich den Wagen am 07.11.2017 mal testen werde. Ich hab eine Probefahrt gebucht und werde hinterher berichten... 8)

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    Toyota GT86 - Bj. 2016 - inferno orange metallic
    Centerplate "86"-Emblem - Pivot Dual Gauge DXW-W - Weathertech Kofferraumschale - Tachoabdeckung Leder mit doppelter, roter Ziernaht -
    Soundtube-Stopfen "86" - Subaru Öl-/Wasser-Wärmetauscher - Radium Brake Master Cylinder Brace - TRD-Domstrebe - TRD-Schaltknauf -
    Nappa-Leder-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung - 2017er Center Dash Assembly mit roter Ziernaht

  • vermute aber mal, dass es kein echter Vergleich zum Toyobaru werden kann.



    Nein, kann es nicht


    Golf-Form vs. Coupe / Sportwagen-Form. Schon aus diesem Grund kommt er für mich nicht in Frage.
    (Und ja, ich kaufe Autos auch mit dem Blick auf das Äußere, nicht (nur) mit dem Blick auf die technischen Daten und Testwerte)

  • von der Straßenlage her kann die " Golfklasse" doch nie mit dem GT/BRZ mithalten.


    tiefer Schwerpunkt und perfekte Gewichtsverteilung lassen sich nicht austricksen.


    Geradeaus, sicher ganz nett mit dem Drehmoment, der "echte Golf " wird sich da aber dennoch nicht abhängen lassen, allein schon durch DSG.


    freut mich aber dennoch für die Hyundaileute das die auch mal vom Fleck kommen :D

  • Naja, ich würde sagen, das er nicht nur geradeaus kann. Bei den 24h hat er sich ganz gut geschlagen, Platz 4 in der Klasse und 50 gesamt, ein Golf war schneller, der andere langsamer, die GT86 alle langsamer ;).


    Pos No.Cl. Entrant Car Laps Time total GAP Avg. fastest Lap
    4 92 SP 3T HYUNDAI N HYUNDAI i30 N 135 24:04:03.049 10 Rd. 142.351 9:54.409 84


    50 92 SP 3T HYUNDAI N HYUNDAI i30 N 135 24:04:03.049 23 Rd. 142.351 9:54.409 84


    http://24hrennenassets.azureed…4h-Rennen_Race_Result.pdf

    J.C.:"He who shall be last shall be sideways and smiling"
    Jango:"Alles für den GT, Alles für das Forum, mein Leben für das Auto"
    満月-86

  • Das ist halt auch so ein Punkt, auf den ich echt gespannt bin.... Eben weil er gut abgeschnitten hat beim 24h Rennen und weil die Ingenieure den Wagen 10000 km über den Nürburgring gescheucht und perfektioniert haben.


    Trotzdem bin ich auch eher skeptisch. Wenn das allerdings ein gutes Fahrgefühl sein sollte, würde ich den Wagen als Nachfolger nicht ausschließen wollen. Man wird ja auch nicht jünger :P

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    Toyota GT86 - Bj. 2016 - inferno orange metallic
    Centerplate "86"-Emblem - Pivot Dual Gauge DXW-W - Weathertech Kofferraumschale - Tachoabdeckung Leder mit doppelter, roter Ziernaht -
    Soundtube-Stopfen "86" - Subaru Öl-/Wasser-Wärmetauscher - Radium Brake Master Cylinder Brace - TRD-Domstrebe - TRD-Schaltknauf -
    Nappa-Leder-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung - 2017er Center Dash Assembly mit roter Ziernaht

  • Wenn das allerdings ein gutes Fahrgefühl sein sollte, würde ich den Wagen als Nachfolger nicht ausschließen wollen. Man wird ja auch nicht jünger :P


    Ach... dahingehend bin ich optimistisch. Vor allem wenn ich mir den durchschnittlichen Fahrer richtiger Sportwagen (Ferrari, Lamborghini, Porsche, Aston Martin, ...) so anguck. Die sind ja meist irgendwas zwischen 50 und 70...


    [ironie] Man munkelt ja, der Ferrari FF und sein Nachfolger GTC 4 Lusso seinen in erster Linie entstanden, damit die Fahrer ihre Rollatoren bzw. Rollstühle ins Auto bringen.[/ironie]


    Gern muss ich auch immer wieder an den Lambo-Verkäufer denken, der mir von einer Mitt-Achtizigerin erzählte, die einen Lambo bestellte und ihren Ferrari in Zahlung gab. Selbiger sei ihr zu langweilig geworden...

  • Woher habt ihr diese Zahl von 1584kg?


    Das wäre schwerer als mein Astra J OPC den ich bis vor kurzem hatte.
    In Spa sprach ich mit einem Hyundai Fahrer und Autohaus Besitzer der diesen Wagen mit dabei hatte. Er sagte mir das sie ihn gewogen haben, sie kamen bei halbem Tank auf 1410kg. ;)


    1584 halte ich für unwahrscheinlich, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. :) Möglicherweise ist dies das Leergewicht aus dem Fahrzeugschein, gemessen mit 3/4 Tank, einem Fahrer von 75kg und 7kg Gepäck.


    Gesendet von meinem SM-G950F mit Tapatalk

  • Die 1584 kg stammen aus dem Prospekt von Hyundai. Da stehen für den N Performance 1504 bis 1584 kg drin. Für den reinen N stehen etwas weniger im Datenblatt (1475-1555 kg)

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  • Die 1584kg bekommt man hin, wenn man das Panoramaglasdach einbauen lässt. Das ist halt leider schwer, aber trotzdem geil ;).


    Ich bin am Samstag einem N auf der Autobahn begegnet der Sound war schon ganz nett, allerdings nicht mit dem F-Type zu vergleichen den ich gerade fuhr ;). Gut ... der Vergleich ist auch nicht ganz fair.

  • Dann sind wir bei 1379 kg. Wenn ich den Wagen am Dienstag fahre, sinds tatsächlich 1504 kg. Ich will doch hoffen, dass der Wagen vollgetankt ist :thumbsup:

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  • Dann hoffe ich, dass Deine ErFAHRung besser ist als meine...
    Immer wenn mein Hyundai Coupe in der Werkstatt war (also öfter), hatte ich einen i20 (oder i10) in der schlechtesten Motorisierung.
    Da ist man auf die Autobahn gezogen und schon wurde es Hell (und manchmal Quitschig-Laut) hinter einem, da man nicht vom Fleck kam...

  • Das hoffe ich auch - ich bin mal ne Zeitlang Hyundai Atos gefahren :D


    Der kam von der Schönheit des Blechkleids ziemlich direkt nach dem Fiat Multi-Ih

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  • Moin.


    Gestern war der Tag, an dem ich den i30 N Performance probefahren durfte. Meine Erwartung an dieses Auto war ja zwiegespalten: einerseits dachte ich, dass das nichts werden kann. Ich meine, dass ist ein Korea-Golf. Ein Golf ist kein Sportwagen, auch nicht, wenn er aus Korea kommt. Andererseits war da das N-Performance-Team, die den Stuhl 9.984 km über den Nürburgring gescheucht haben. Dementsprechend war ich gespannt wie ein guter alter Flitzebogen.


    Also rein in den GT86, raus auf die Bahn, hin zum Hyundai Autohaus Moritz nach Laatzen. Dort angekommen, hat mich der Verkäufer durch die Glasfenster erspäht und ist rausgekommen, um mir beim Einparken zuzusehen und mich zu begrüßen. Der Wagen sei ja wirklich schön, mit der Farbe fiele er ja direkt auf. Ich weiß. :love:


    Kurz einen Blick auf den N geworfen, dann rein ins Autohaus. Kalt is'. Probefahrtvertrag unterschreiben. Ich hab eine Stunde Zeit und 250 Frei-km. Das könnte eng werden.... :P Auf dem Vertrag steht schon die Laufleistung, die der 275 PS Hyundai auf dem Tacho stehen hat. 35 km. Also da geht mit vernünftigem Menschenverstand noch nicht so übermäßig viel.


    Dann raus und rein in den i30 N Performance. Das erste was auffiel, war, dass ich fast im Kofferraum saß. Mit Zündung anmachen wurde ich innerhalb von 10-15 Sekunden zwischen Lenkrad und Sitz eingeklemmt und hochgehoben. Ahh. Komfort-Paket. Mein Sitz bewegt sich für Ein- und Aussteigen zwischen Zwerg (der vor mir gefahren sein muss) und Goliath (fürs Aussteigen). Mein erster Gedanke war, dass ich das auch noch nie erlebt hatte. Mein zweiter war, dass das verdammt unpraktisch ist so nachts um halb 1, wenn der Meldeempfänger piepst. Aber das ist eher offtopic und ich muss das Paket ja nicht ordern.


    Während der Verkäufer mir alles erklärte, mich mit den einzelnen Modi vertraut machte, konnte ich mir den Innenraum anschauen. Quasi ein kurzer Qualitätscheck. Ja, es hat sich einiges verändert, seit ich das letzte Mal einen Hyundai hatte (Hyundai Atos Bj. 2006....ich war jung und brauchte das Geld.....für andere Sachen :rolleyes: ). Das Armaturenbrett ist geschäumt (ein wenig), fühlt sich ordentlich an (jedoch wird der Staub darauf kleben). Die Spaltmaße innen sind gleichmäßig und hauchdünn. Ich greife mal kurz vor: beim Fahren scheppert nix, hört man sehr gut im Eco-Modus. Aber das hat ja Dr. Winterkorn vor Jahren bereits auf der IAA festgestellt ;).


    So. Wer es bis jetzt geschafft hat, kann durchatmen. Mittlerweile ist der Verkäufer ausgestiegen (freiwillig, ich war echt angenehm überrascht) und ich kann losrollen. Natürlich im Eco-Modus. Langsam starten. Was sofort auffällt, ist die Kupplung. Durchtreten klappt wie überall. Packen tut die Kupplung erst auf den allerletzten Millimeter. Sehr gewöhnungsbedürftig. Innen ist es ruhig; trotzdem hört man von innen und außen, dass man hier keinen 120 PS 1.0 T-GDI fährt. Das gleiche im Normalmodus. Eine Einstellung für alle Tage, wenn man semi-sportlich früh morgens durch den Ort gleitet. Einen Daumen hoch an dieser Stelle. Dann kommt der erste spontane Einfall: Geil, ein freier Parkplatz! Kurz gecheckt - keiner hinter mir. Schnell am Volant gekurbelt (liegt gut in der Hand) und in die Kreuzung hinein. Und erschrocken. Der i30 N wankt. Wankt sehr. Okay, es ist der Normalmodus, aber trotzdem bewege ich hier fast 300 PS und habe das Gefühl, ich sitze in einem Hyundai Atos. Mit Sportsitzen freilich. Hmm....rauf auf den Parkplatz, paar Bilder knipsen, durch die Modi zappen und lauschen und die Klappenauspuffanlage im N-Modus feiern. Oh ja. Alter. Verwalter. Die Auspussanlage gefällt mir zu 1000%. Im N-Modus ist sie einfach herrlich. Schon bei knapp 2000 rpm sprotzelt sie fröhlich heiser vor sich hin und die Leute auf dem Parkplatz des Möbelhauses gucken schon etwas irritiert. Mir egal, ich wohne ja nicht hier :rolleyes:. Dann wieder rein in die Einstellungen - Zwischengas-Funktion an und runter vom Parkplatz. Direkt das nächste Erschrecken. Alter Schwede, ist das hart geworden. Da wankt ja nix mehr. Und da lag ein Kieselsteinchen mit 1 mm Körnung. Hab ich gespürt. Gut, dass macht Spaß - weiter! Ohhh rote Ampel, der vorne steht ja! Das merkt die Kamera vorne - und piepst und blinkt der Bordcomputer. Frontkollisionswarner funktioniert auch. Die City-Notbremsfunktion bis 75 km/h hab ich nicht getestet :rolleyes: .


    Es wird grün, ich biege, nach ewigem Warten auf der Kreuzung, endlich nach links ab. "Ein bisschen mehr Gas als normal, weil die AGA dann so schön knallt", denke ich mir und möchte bei warmem Motor bei etwa 4000 vom Gas gehen. Der Plan: vrööööööööööööööööööm, böm böm böm, vröööö----usw. Die Realität holt mich auf der Mitte der Kreuzung ein. Der Turbo drückt. Auf einmal. Volles Brett. Und was macht der Frontkratzer? Nunja, fairerweise gebe ich zu, dass er nicht kratzt, aber die Sperre greift. Bei etwa 3000-3500 Touren von den angepeilten 4000. Und der rote Bereich ist noch lange hin. Der geht ja erst bei 7000 los. Das ist gut, dass die Sperre greift, damit ich nicht wertvollen Grip verliere. Zeigt mir aber auch eindrucksvoll, dass sich schnelles Fahren, Gas geben und Lenken in Kombination mit Vorderradantrieb und 275 PS nicht verträgt. Zurück zum Plan: Die AGA soll knallen, wenn man Last wegnimmt. Funktioniert hervorragend! Einfach göttlich! Innen drin schon fein, von außen genauso - nur ein paar dB lauter. Die Klappenabgasanlage möchte ich definitiv für den GT86 haben....


    Huch. Jetzt hab ich es schon verraten. Ich will den GT86 behalten. Warum? Weil sich der GT86 subjektiv besser anfühlt. Sicherer irgendwie. Ich habe jetzt zwei Serienfahrzeuge gefahren, keine Veränderung am Fahrwerk. Und auch, wenn das eine ein praller Apfel ist und das andere eine 90er Jahre Birne, müssen bei mir beide Autos das gleiche machen. Mich von A nach B fahren. Mit Spaß und mit Vernunft. Und jetzt kommts: das ganze im fliegendem Wechsel. Und genau da krankt der i30 N und punktet der GT86. Ein Beispiel? Wenn ich mit dem GT86 auf der Landstraße unterwegs bin, passiert es derzeit recht häufig, dass ein Trecker mit Rüben auf dem Anhänger unterwegs ist. Oder wie wir Dorfkinder sagen: das Safety-Car ist draußen :P . Nunja, wenn frei ist, möchte ich spontan sagen können: ja mir reichen 60 oder weniger nicht und ich will jetzt überholen. Die Hand zuckt zum Schalthebel, von 6 in 3, der Fuß tritt zweimal beherzt aufs Gas, der linke Fuß kuppelt ein und raus, am Trecker vorbei, rein, schalten 4,5,6 und wieder gleiten. Wieder Ruhe im Auto und eine freie Landstraße vor mir. Das ganze finde ich persönlich etwas schwieriger im i30 N Performance. Es ist frei, ich wähle den entsprechenden Modus aus (weil ich in Eco oder Normal nicht das Gefühl habe, dass ich das schaffe), dann schalte ich zurück, raus, vorbei, rein, schalten 4,5,6 - ach ja, Modus zurückstellen. Das ist jetzt nicht so wild, aber im Normalmodus möchte ich keine 1,5 to spontan um 3 m nach links versetzen. Dafür wankt mir das Fahrwerk zu arg. Und im N-Modus zu fahren, jeden Tag und jeden km einer Strecke, ist etwas zu viel des Guten. Weil er sich einfach gar nicht mehr bewegt und man trotzdem hoch sitzt wie im Bus...Stichwort G-Kräfte. Außerdem ist er dann einfach absolut unkomfortabel - wie oben geschrieben: Kiesel aus der 1 mm Körnung.


    Der i30 N Performance macht ohne Frage richtig Spaß und ist ein richtig schnelles Auto. Das ganze verpackt er eher introvertiert im Vergleich zum GT86/BRZ. Man muss den Wagen schon hören (N-Modus), um zu wissen, dass das kein x-beliebiger 2 Liter Diesel mit 2 Endrohren a la VAG ist. Aber die Entscheidung, ob ich jetzt sportlich fahre oder normal, wird mir abgenommen. Durch die vielen Modi, die ich habe (insgesamt 5) ist man versucht, nur mit 2 klar zu kommen. Entweder normal oder Eskalation. Im Normal-Modus geht's nicht sportlich (und das hat mich echt am meisten geschockt....weil schnell ist er auch geradeaus im Normalmodus - aber am Ende einer Gerade ist meistens eine Kurve) und im N-Modus geht's nicht normal. Im Popometer fühlt sich das nicht rund an für mich.


    Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, den ersten Hyundai aus der N-Reihe fahren zu können. In gewisser Weise hatte ich mit meiner Vermutung vor Antritt der Probefahrt recht: "Sportwagen" und doch wieder kein "Sportwagen". Aber der Wagen macht auch Spaß, sehr viel Spaß sogar. Innerstädtisch reicht der zweite Gang völlig hin, um jede Polizeistreife einmal kennen zu lernen....er ist auch sauschnell (übrigens hat er ein Mäusekino a la Honda Civic Type R zum Schalten, das hab ich aber in Anbetracht der wenigen km nicht ausgetestet). Aber er steht für mich eher zwischen zwei Welten. Der Spagat oder der fliegende Wechsel zwischen Normal und Sport gelingt dem i30 N nicht so schnell wie dem GT86 und nur mit elektronischen Helferlein. Damit ist er raus für mich. Sei's drum. Dann ist der Toyobaru halt alternativlos. Hoffentlich hält er noch 60 Jahre.


    PS: Danke an dieser Stelle nochmal an das Autohaus Moritz und Herrn Bergen, die eine schnelle Probefahrt kostenfrei möglich gemacht haben.


    PPS: Alles subjektive Meinung von meiner einer. Wer Fehler findet, darf sie behalten. :D


    PPPS: F**k alter ist das lang geworden 8|

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    Toyota GT86 - Bj. 2016 - inferno orange metallic
    Centerplate "86"-Emblem - Pivot Dual Gauge DXW-W - Weathertech Kofferraumschale - Tachoabdeckung Leder mit doppelter, roter Ziernaht -
    Soundtube-Stopfen "86" - Subaru Öl-/Wasser-Wärmetauscher - Radium Brake Master Cylinder Brace - TRD-Domstrebe - TRD-Schaltknauf -
    Nappa-Leder-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung - 2017er Center Dash Assembly mit roter Ziernaht

  • i30N, Civic Type R. in der Frontantriebsliega nach meiner Meinung das beste was es gibt (letzteren schon ausprobiert) und perfekt geeignet einem Golf oder Audifahrer vor zu führen, wie Frontantrieb und Leistung funktionieren können.


    Mit dem feeling eines GT86 oder BRZ hat das freilich nichts zu tun, denn das Konzept (Boxer, Schwerpunktlage, Achslastverteilung, Symmetrischer Antriebsstrang) gibts nur von Subaru. Schnellere Autos gibts natürlich von fast allen Herstellern.


    Vielen Dank für die Mühe die Du Dir gemacht hast, wirklich toll geschrieben. :thumbup:

  • Gerne! Honda Civic Type R ist dagegen Welten vom Hyundai i30 N entfernt. Das funktioniert alles eine Spur feiner abgestimmt. Kostet aber auch fast 10.000 € mehr und hat nochmal 50 PS on top.


    Den aktuellen bin ich allerdings noch nicht gefahren, nur den jetzt alten mit 310 PS.



    einem Golf oder Audifahrer vor zu führen, wie Frontantrieb und Leistung funktionieren können.


    :thumbsup: :thumbsup:

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  • super bericht !


    bloß eins wundert mich, du beschreibst das dir die angebotene Modi nicht zusagen.


    es soll aber doch die Möglichkeit einer individuellen Einstellung geben.


    z, B. lauter Auspuff und weiches fahrwerk usw


    damit müsste doch eine Einstellung gefunden werden die auch dir passt.


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    so gut wie der i30N und type R sind, einem scharfen golf R fahren die nicht unbedingt davon würde ich sagen. das sollten die VAG hater auch mal realistisch sehen :P

  • so gut wie der i30N und type R sind, einem scharfen golf R fahren die nicht unbedingt davon würde ich sagen. das sollten die VAG hater auch mal realistisch sehen


    Genau das ist allerdings seit 2015 mehrere Male passiert. Völlig überraschend aber dennoch. Ich packe mal ein paar Links rein (ja ich weiß, AutoBild und TopGear, aber die Rundenzeiten passen :P )


    Civic Type R, M135i, Golf R (Test 2015)


    Civic Type R, Focus RS, Golf R (2015)


    Civic Type R, Focus RS, Golf R, Leon Cupra (2017)



    es soll aber doch die Möglichkeit einer individuellen Einstellung geben.



    damit müsste doch eine Einstellung gefunden werden die auch dir passt


    Ich denke eher das Problem der Einstellung ist die Abstufung, entweder sofaweich oder bockhart, der annehmbare Mittelweg fehlt wohl.

    Ja genau, Herr Doktor, für mich fehlt der Mittelweg. Ich fand sogar den Sport-Modus einen Tacken zu weich für den Schwerpunkt und das Gewicht des Autos. Der Custom-Modus ist dann zu hart.


    Ich denke schon, dass irgendwo in dem Wust eine Einstellung gefunden werden könnte, die mir zusagt. Aber das Problem ist meiner Meinung nach, dass ich schnell oder sportlich fahren möchte, wann ich es will. Und nicht, wann ich es will und die Einstellung dafür gefunden haben. Allein das Knopf drücken nervt schon. Weil ohne Knopf halt nichts kommt.


    Das war beim 2015 Civic TYpe R anders. Da kommt auch ohne Knopf drücken schon richtig was. Alles halt eine Spur besser abgestimmt. Der war auch schon im Normalfall sportlich gedämpft. Wenn du den R-Knopf gedrückt hast, saßest du allerdings auf dem 8. apokalyptischen Pferd :D


    Was ich meine, ist mein subjektiver Popometer. Der Toyobaru fühlt sich für mich schneller an, sicherer an. Weil ich ohne elektronische Helferlein loslegen kann und weil er weniger wankt. Das alles kann der i30 N besser, ohne Frage: Mehr Dampf, bretthart, geiler Sound....aber entweder ich fahre dauerhaft im N-Mode oder ich verfluche jedesmal den dummen Knopp.

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    Nappa-Leder-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung - 2017er Center Dash Assembly mit roter Ziernaht

  • Danke! Ja, das hab ich mir auch gedacht und meine Frau hat hörbar ausgeatmet, als ich gesagt habe, dass ich kein neues Auto kaufe :D :D :D


    Das mit dem Fahrzeugkonzept stimmt zu 100%. Ich hatte mich halt ein wenig dadurch einlullen lassen, dass Hyundai den i30 N tausende km auf den Nürburgring gescheucht hat. Ist ja klar, dass man alles extremst hart machen muss, wenn man mit 1,5 to auf 1,50 m Höhe über den Nürburgring plättet (ja, der Schwerpunkt liegt niedriger ;) ). Und ebenso klar ist, dass man so nicht normal auf der Straße fährt. Ergo: Fahrmodi.


    Maaaaaan ich bin in den 90ern hängen geblieben. :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

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    Nappa-Leder-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung - 2017er Center Dash Assembly mit roter Ziernaht

  • Schöner Bericht!
    Ich bin ihn am Montag spontan -auf dem Heimweg vom Büro- für 30 Minuten gefahren, gestern nochmal etwas länger in Begleitung meiner Frau.
    Allerdings empfand ich ihn im "Normal"-Modus nicht als unangenehm weich und auf "N" auch nicht unangenehm hart. Ja, da poltert er etwas über jegliche Unebenheit die er finden kann, das tut mein BRZ allerdings auch, wenn auch etwas weniger hörbar. Nichtsdestotrotz kann ich von keinem der beiden Autos behaupten, dass sich die Schläge ins Rückgrat übersetzen ;-)


    Wie du schon angemerkt hast, ist die Serien-AGA mit der Klappe ein absoluter Traum. Das ist vermutlich das erste Auto, bei dem ich ab Serie nichts mehr ändern würde. Dagegen klingen der Type R und der BRZ leider nur nach Staubsauger.


    Auch muss ich zugeben, dass sich mein Fahrprofil mittlerweile stark gewandelt hat und ich nur noch sehr, sehr selten dazu komme, am Wochenende die Kilometer auf irgendwelchen Touren oder dem Track zu schrubben. Daher muss der Nachfolger im Frühjahr nicht mehr so den sportlichen Anspruch erfüllen, wie es der BRZ jetzt tut. Genau hier kommt das Konzept Hot Hatch zum tragen, was der N-Erstling meiner Meinung nach mit Bravour erfüllt. Preis-Leistungstechnisch müssen sich die Konkurrenten in der Preisklasse bis +-40.000€ was einfallen lassen, um hier die Stirn bieten zu können. Das ist auch der Grund, wieso wir jetzt auf ein schönes Angebot warten, um zum Jahreswechsel dem Händler direkt zwei i30N abzunehmen :rolleyes:

  • Das hat mit VAG hater gar nichts zu tun, bin selber auch 26 Jahre solche Autos gefahren. Der Spaß hört aber auf, wenn z.B. bei Tests beim Anbrensen aus hohen Geschwindigkeiten bereits in der 2. Runde bei den VAG 300 PS + Produkten (Seat, Golf, Audi) das Bremspedal in´s leere wandert, während der Civic nicht genug bekommen kann. Mag sein das ein Audi, Golf, Seat Fahrer beim Anbremsen aus 240 Km/h und einem tritt in´s leere als letztes Denkt "aber schön war er ja". Das hat aber nichts mit nicht Mögen zu tun, sondern mit dem Totalversagen von Ingenieuren oder Konzernstrukturen.


    Das es auch anders geht (fahrphysikalisch und elektronisch) zeigen in der Frontantriebsklasse Produkte wie die von Hyundai und Honda.