Toyota steigt jetzt auch mit Mazda in den Elektroautomarkt ein

  • Toyota der ja in Sachen Umweltfreundliche Antriebe der Pionier der Hybridtechnik und Vorreiter in Sachen Wasserstoffantrieb ist hat sich nun auch dazu entschlossen Elektroautos zu entwickeln. Lange war das (vernünftigerweise) ja keine Option. Da China (dem zukünftig größtem Absatzweltmarkt für PKW) nun ernst macht und ab 2018 die Elektroqoute für Neuzulassungen einführt sah man sich offensichtlich dazu genötigt (Aussage Handelsblatt).


    Da Toyota bis dato keine technologische Plattform hierfür hat haben Sie sich einen Partner Gesucht. Mazda. Mit denen möchte man zukünftig gemeinsam die gesamte Plattform und Antriebstechnik Entwicklen und unter beiden Marken verkaufen. Anders als seinerzeit mit Subaru haben sie das aber nicht über eine Kapitalbeteiligung geregelt, sondern mit Mazda und Denso am 28.09.2017 ein neues Unternehmen gegründet (EV C.A. Spirit Co.Ltd). Toyota ist zu 90 % und Mazda und Denso zu je 5% daran beteiligt. Standort ist Tokyo und am 01.10.2017 geht´s mit 40 Mitarbeitern (aus dem Hause Mazda, Dens und Toyota) los


    Ziel ist es bis 2021 Elektromodelle unter dem Mazda und Toyota Label zu bauen. In den weiteren Jahren möchte das Unternehmen diese technische Plattform auch anderen Autobauern anbieten. Ganz schön gewagter Zeitplan. Innerhalb von 3 Jahren von einem weißen Blatt Papier zum Fertigen Produkt, Respekt


    Die Aufgabenverteilung innerhalb der EV C.A. Spirit Co.Ltd ist auch ganz spannend: Mazda ist für die Produktplanung, Entwicklung und das Qualitätsmanagement zuständig, Denso steuert die Elektronik und E-Motoren zu und Toyota arbeitet die TNGA (Toyota New Global Architecture) für die Verwendung in E-Autos um und steuert diese bei.


    Wir deutschen sind in der Welt ja schon diejenigen, die mit am längsten geschlafen haben, aber immerhin gibt es von BMW bereits so etwas fertig zu kaufen. Subaru hat 2005 mit Tepco, SIM und Panasonic ein Unternehmen zur E-Auto Entwicklung gegründet und vom Stella E in Japan 50.000 Stk. Verkauft. Da wird's für Toyota nun höchste Eisenbahn da auf zu schließen um dem Anschluss nicht zu verlieren. Ich bin aber überzeugt, die "rocken" das :-)


    Persönliche Anmerkung: Schade das der Irrsinn (E-Auto) Global nun richtig fahrt auf nimmt. ;(

  • Einen Nachtrag noch:


    Ein weiteres bekanntes Unternehmen steigt nun auch in den Elektroautomarkt ein und will ab 2020 die ersten Autos zum Kauf anbieten. Wer???


    Dyson (ja, der Staubsauger hersteller) !!!


    Ich sag nur: The answer my friend, is blowing on the street :thumbsup:

  • Mit Mazda hat man allerdings einen Partner gefunden, der mit Elektroautos bisher genau gar keine Erfahrung hat. Ist aber egal, Toyota hat mehr Elektroantriebe verbaut als irgendein anderer Hersteller. Naja, bei irgendwas mussten sie ja jetzt kooperieren. :D

  • Ich habe bis vor kurzem auch nicht gewusst, das der bisher erfolgreichste Hersteller von Elektroautos die Firma Nissan ist (baut seit 2008 Elektroautos in Großserie und Verkauft die seit 2012 die auch in Deutschland. Wir kennen die eher als Renault Modelle, sind aber Nissans. Der Nissan Leaf geht jetzt schon in die 2. Generation. Merkwürdigerweise hat Nissan erst Kürzlich seine komplette Betteriesparte an einen Chinesischen Investor Verkauft. Ob das eine gute Entscheidung war.


    Ja SXE genau das habe ich auch gedacht. Warum mit Mazda? Bin aber zu dem Schluss gekommen, das es tatsächlich keinen anderen Japanischen Hersteller mehr gibt, der nicht bereits eine Allianz in Sachen E-Auto unter Dach und Fach hatte (ausser Mazda). Und BMW will da sein eigenes Ding in Sachen E-Mobiltät machen (die wollten da keine Zusammenarbeit mit Toyota auch nicht in Sachen Hybrid). Mann Munkelt ja, das sich die verbleibenden Deutschen Autobauer (BMW/MERCEDES/VAG) zusammen tun wollen um gemeinsam etwas auf zu bauen. VAG hat hier wohl (als größter) den Beschaffungspart übernommen. Die kaufen derzeit wie verrückt alles was auf dem Weltmarkt an Lithium Mienen zu haben ist.


    Warten wir es ab.

  • Schade das der Irrsinn (E-Auto) Global nun richtig fahrt auf nimmt.


    Ich bin ja nicht bekannt dafür, dem Elektroantrieb an KFZ das Wort zu reden, muss an dieser Stelle aber einschreiten. Von "Irrsinn" kann man m.E. im Falle der Elektromobilität nur sprechen, wenn man es dogmatisch und für alle und alle Fälle durchsetzt.
    Für eine ganze Reihe von Anwendungsfällen sehe ich die E-Mobilität und Hybridantriebe als funktionierendes Element einer angenehmeren Umwelt. Busse mit einer definierten Innenstadtroute, innerstädtische Paketboten, ein Teil der Taxen, der Zweitwagen in der Familie, der entweder nur als Einkaufstasche oder nur für den Weg zum mit Öffentlichen nicht erreichbaren Arbeitsplatz genutzt wird, etc.. Mir ist die Problematik der Akkuproduktion und die damit einher gehenden Umweltschäden durchaus bewusst und weil ich "vom Fach" bin sehe ich auch schon das Problem, die elektrische Energie für eine Riesenflotte von Elektrofahrzeugen bedarfsgerecht zu erzeugen und zur Steckdose zu transportieren. Eine generelle Umstellung der aktuellen individuellen Mobilität auf individuelle E-Mobilität würde selbst bei sogenanntem "smart grid" enorme Kosten im Bereich der Stromerzeugung und -Übertragung verursachen.
    Daher sehe ich die E-Mobilität je nach Anwendung als hervorragende Ergänzung oder eben auch als Irrsinn an.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

  • sxe,


    eher nicht, Subaru baut seit den späten 1960er E-Autos. 2005 haben die Ihre Partner für Zukünftige Entwicklungen gefunden und ein gemeinsames Unternehmen gegründet. Der E-Stella war Japans 2. Batterieauto überhaupt und wurde fast 50.000 mal produziert. Bei den Hybriden geht Subaru auch einen einzig artigen Weg (im CVT-Getriebe integrierter E - Motor). Das Patent hierauf (hat Subaru seit 1987) ist dieses Jahr ausgelaufen und schon gibt es die ersten Nacharmer. Den E-Motor mit einem CVT Getriebe zu kombinieren ist a) sehr viel Preiswerter als mit Planetenradgetrieben, b) effizienter, c) funktioniert in der Praxis noch besser (Antriebskomfort). Kennt Hier aber keiner.


    In D ist schon ein Forester Hybrid zugelassen (Versuchsfahrzeug). Mit dem Modellwechsel 2018 soll der auch hier verfügbar sein. Mein Persönlicher Eindruck: Du merkst den Unterscheid gar nicht, Das Auto verbraucht nur weniger)


    Stichwort Subaru CVT Getriebe (Lineatronic) da gibt es dieses Jahr auch noch was zu feiern. 30 Jahre elektronische CVT Getriebe bei Subaru. Mach ich mal einen Separaten Beitrag draus, ist auch ne spannende Entwicklungsgeschichte. Vorab: war eine Gemeinschaftsentwicklung eines niederländischen Getriebebauers mit Subaru (DAF Autos kennen noch einige) den Subaru später übernommen hat.

  • Was meinst du mit "eher nicht"? Wenn es auf den Anschluss an das Mazda/Toyota JV bezieht, dann wohl eher doch. ;-)


    https://www.torquenews.com/108…tnership-toyota-and-mazda



    Die Original-Nachricht von Asahi Shimbun ist auf Japanisch, das kann ich nicht. ^^


    Die 3 Jahre Entwicklungszeit für ein E-Auto (mit Batterie) ist nicht so anspruchsvoll. Ist ja sehr viel einfacher konstruiert als ein Benziner oder Hybrid. Tesla begnügt sich ja mit weniger Vorlaufzeit, von daher passt das schon. Und Erfahrungen mit Elektromotoren (als Antrieb) und Batterien hat man ja bei Toyota mehr als genug. Das meinte ich weiter oben, als ich geschrieben hat, dass keiner mehr Elektroantriebe verbaut hat als Toyota. Von batterieelektrischen Autos war bewusst nicht die Rede.

  • Journalistenente.


    Bezieht sich rein auf Zulieferketten. Toyota hat in Japan jetzt den japanischen Journalisten die "next Hybrid Generation" vorgestellt. Nach Ablauf des Subaru Patentes auf das E-CVT Getriebe, fliegen die Planetengetriebe (die Borg Warner seinerzeit erfunden hat) bei Toyota stück für Stück raus und die Subaru E CVT Getriebe kommen rein. Toyota und Mazda werden zukünftig die von Subaru entwickelte Technologie verbauen. Die E-CVT Getriebe die in den zukünftigen Mazda und Toyota verbaut werden sollen, werden aber nicht von Subaru geliefert (die fertigen die für Ihre Modelle selbst) sondern Toyota und Mazda lassen die in Lizenz (vermutlich von Asien) fertigen. Genau das selbe spiel wie beim MT unserer Autos. Subaru hat eine Lizenz von Asien für das Getriebe, die haben es für die Verwendung im BRZ/86 weiter entwickelt und fertigen es selbst. Für Subaru ein guter Deal, weil sie dann an den E-CVT Getrieben ordentlich mit verdienen um den weiteren Hybridausbau auch zu finanzieren


    In der Presse heisst es dann: "Subaru beteiligt sich an dieser Kooperation".


    Finde die Unternehmenskultur einzelner Firmen immer Lustig: BMW holt immer verbal den Hammer raus, wenn sie auf Toyota angesprochen werden und Subaru kommentiert so etwas erst gar nicht.


    Subaru ist in Sachen Hybrid (2018 kommt die nächste Forester Generation, die gibt es dann auch als erstes Hybridmodell bei uns) seit Jahren mit den Partnern Tepco, Panasonic und SIM gut aufgestellt und in anderen Märkten ist die 2. Generation an Hybriden bereits unterwegs. Und Elektroautos können die schon seit den 1960er bauen. R 1 E und Stelle Plug in wurden in den 2000er ja auch hier präsentiert. Mangels Interesse, kamen die aber nicht im Europäischen Markt und blieben in Japan. Hat wohl auch mit der Unternehmenskultur zu tun, das Subaru in sachen Batterien in Japan (Panasonic) bleiben und nicht in Korea (Samsung) Einkaufen wollen.