Einmal Alpen und zurück.

  • Hallo zusammen!



    Aus gegebenem Anlaß hier mal ein kleiner Reisebericht:


    Ich machte vom 19.7. - 24.7. eine Tour in die Alpen mit meinem Vater.


    Umweltfreundlich wie wir sind, fand das Ganze mit zwei Autos statt. Ich in meinem BRRRZ und Papa im Honda S000.


    Das versprach anstrengend zu werden(für meinen Vater), aber ich freute mich schon seit ein paar Wochen total darauf.


    (von papa)
    "Ist halt mal wieder etwas ganz anderes als im Pickup über den Dingen zu thronen. Ich liebe die Zwiebackfräse und es war Zeit, sie mal wieder artgerecht zu bewegen. (honda S2000)
    Er fährt seit seinem siebten Lebensjahr Rennen (Rennkart) Er weiß was ich und der S können und umgedreht. Es erhöht ungemein den Fahrfluß."


    Mit von der Partie war unser Sohn Jan (21) mit seinem Subaru BRZ, Bj. 2015, mit einem leicht modifizierten 2-Liter 4-Zylinder Saugboxer und komplett umgestricktem Fahrwerk und Bremsanlage. Pirelli Pzero (2,20bar Warmdruck)
    PAPA im absoluten Stock-S000 aus 2003. Bereifung: Dunlop Sport Maxx RT.




    Gute fünf Tage Kurvenhetzerei und Moppedärgern liegen jetzt hinter uns.


    Unter der Woche war auf den vielen Pässen der Hochalpenroute nahezu kein Verkehr. Und wenn, waren wir schneller B) Und ohne Quatsch: Bis auf ein paar ganz wenige (hirnlose?) Hardcoremoppetisten und einheimische Streckenkenner haben wir auch den Großteil der Motorräder überholt und hinter uns gelassen. Die Moppeds mußten dann schon anfangen, die Kurven zu schneiden und das geht auf die Dauer nicht gut.


    Hilfreich waren auch unsere LPD-Funken, mit denen der Vordermann dem Hintermann freie Fahrt (oder auch nicht) durchgeben konnte. Dadurch war es möglich, an Stellen zu überholen, die dem Überholten als absolutes Harakiri erscheinen mußten. Zum Beispiel Rechtskurven um enge Felsecken herum... =O


    Ein kurzer Abriss der gefahrenen Pässe:


    Tag eins:


    Fahrt von Alzenau bis an den Genfer See


    Tag zwei:


    Abfahrt von Evian les Bains am Genfer See


    Col les Gets
    Höhenrücken »Faucigny«
    Col de la Colombière (1613m)
    Col des Aravis (1487m)
    Col des Saisies (1650m)
    Col de Méraillet (1605m)
    Cormet de Roselend (1968m)


    Danach eine Abkürzung über die Autobahn, weil uns die Zeit für mehr gefehlt hat.
    Übernachtung in Beaune auf knapp 1800 Metern.


    Tag drei:


    Col du Télégraphe (1570m)
    Col du Galibier (2645m)
    Col du Lautaret (2058m)


    Von dort sollte es eigentlich über Briancon über den Col d'Izoard gehen. Auf halber Strecke auf dem Pass plötzlich eine Sperrung wegen der Tour de France auf der anderen Seite des Passes. Na super. Ein Schild in Briancon wäre nicht schlecht gewesen. Also wieder zurück und über Briancon nach Guillestre. Ab da stimmte die Richtung wieder, leider ging uns dadurch eine gute Stunde verloren.


    Immer noch Tag drei:


    Col de Vars (2107m)
    Col de la Madeleine - Grenze nach Italien (1996m)


    Das Ziel an diesem Tag war Saluzzo, etwas unterhalb von Turin.


    Tag vier:


    Heute war nur Kilometerfressen angesagt. Also ab auf die Autostrada und über Turin, Mailand, Monza und Lecco unser Ziel bei Tirano, etwas unterhalb vom Stilfser Joch angesteuert.


    Tag fünf:


    Stilfser Joch (2757m)
    Ofenpass (2149m)
    Über Silvaplana (1805m) die Julierstraße mit Julierpass (2.284 m) nach Chur und dort dann auf die Autobahn in Richtung Bodensee mit der letzten Übernachtung bei Friedrichshafen.


    Die ganze Zeit hatten wir nur Bombenwetter.


    Am letzten Tag, pünktlich zur letzten Etappe, fing es dann zu regnen an. Wir haben uns dann aber auf der A7 in Höhe von Bad Mergentheim doch entschieden, den Rest über Landstraße zu fahren. Das ist in diesen Autos einfach angenehmer als Autobahn.
    Montag nachmittag waren wir dann wieder zuhause in Alzenau.



    PS.: Bitte keine emotionalen Diskussionen in Sachen PKW vs. Mopped, wobei ich die eher in meinem Pickup-Forum erwarte. Hier wissen wir, wovon wir reden und erzählen kein Stammtischgeschwätz. Das mit dem Moppeds ärgern funktioniert ohne Probleme, wenn beide Parteien aufeinander aufpassen. Da merkt man nach ein zwei Kurven ganz schnell, wie der andere drauf ist. Bei mir macht es die Erfahrung und bei Jan das Fahrkönnen und die Reaktionsgeschwindigkeit als Rennfahrer aus.


    Nach so einer Bergaufhatz gab es oben von den überholten Motorrädern eigentlich IMMER einen Daumen oder ein rausgestelltes Bin. Bergab waren wir sowieso schneller.




    Im allgemeinen Ist Das ganze für Das Honda S2000 Forum von meinem Vater geschreiben worden wie man sicher beim lesen merkt.
    Also habe ich es im groben auch so gelassen :)



    Grüße Jany
    (Bilder folgen)

  • Sehr schön geschrieben ;-)


    Gerade der Teil mit dem Funkgerät und dem überholen an unübersichtlichen Stellen - unbezahlbar :thumbsup:


    Das mit den Moppeds kann ich nachvollziehen, fahre selber :evil:

    GT86 Schalter, Pearl White, TRD komplett incl. ESD, Alcantara Rot, JBL Sound, 25/20 Eibach, Mittelarmlehne, TRD Türversteifung, Blinkerbirnen chrom, Haubenlift, 225/18, TRD Domstrebe und Öldeckel, Toyota DoorLights, Cargoliner, BuddyClub RL, 3M Lock Kennzeichen, Heckscheiben foliert, AP Bremsanalge uvm.
    man ist nie fertig -> Turboumbau mit rund 430PSund 500Nm derzeit....
    Hier direkt zu meinem:


  • Das nenne ich mal Zeit-Management. :D



    Wieso? passt doch :D


    Mittwoch auf Donnerstag Tag1 (hinfahrt)
    Donnerstag auf Freitag Tag2
    Freitag auf Samstag Tag3
    Samstag auf Sonntag Tag4
    Sonntag auf Montag Tag5
    Montag dann die heimfahrt :D


    Dann waren es eigendlich nur 4 Tage Kurvenhetzerrei :D



    Grüße Jany

  • Nette Route, bin ich fast genauso auch mal gefahren - aber wie man den Col du Turini auslassen kann, wenn man einmal in der Naehe ist? Ts ts ts. Und statt Autostrada an Tag vier haette man auch das Rhonetal, Furkapass, Oberalppass und Rheintal, Julierpass und durch's Engadin zum Stilfser Joch fahren koennen :-) Nur so als Idee fuer NAchmacher!

  • Nette Route, bin ich fast genauso auch mal gefahren - aber wie man den Col du Turini auslassen kann, wenn man einmal in der Naehe ist? Ts ts ts. Und statt Autostrada an Tag vier haette man auch das Rhonetal, Furkapass, Oberalppass und Rheintal, Julierpass und durch's Engadin zum Stilfser Joch fahren koennen :-) Nur so als Idee fuer NAchmacher!




    Weil das nochmal 2 Tage extra gewesen wären :D
    Pro Tag um die 5-6 Stunden knapp 350 km an pässen gefahren.



    Da man sowas durchaus Wiederholen kann, werden "wir" das nächste mal einfach andere Routen einschlagen :D



    Grüße Jany

  • Hi Jan,


    seid ihr also die Tour wie angekündigt gefahren, klasse. :thumbup:


    Wenn ihr über Schaffhausen zurück nach Deutschland gefahren wärt, hättet ihr auch bei mir vorbeikommen können.


    Beim Lesen eurer Strecke laufen mir wohlige Schauer über den Rücken, viele der Pässe bin ich auch schon gefahren, auf unterschiedlichsten Untersätzen, MB-W108, Yamaha SRX-6 und noch so ein paar... :D das war in den 90ern. Ach ja in den 00ern war ich auch mit dem S2000 dort unterwegs. :rolleyes:


    Würde jetzt am liebsten direkt ins Auto hüpfen und ab in die Berge, ein paar Pässe fräsen.

  • Hallo zusammen!


    Hier hängt sich der alte Vater mal kurz rein.


    Es muß natürlich "vom 19.7. - 24.7." heißen. Da kam mir wohl eine Fingerverflixung in die Quere.


    Mir hat das auch ne Menge Spaß gemacht, auch wenn es, meinem Alter und dem Rücken geschuldet, teilweise ziemlich anstrengend war, Jan zu folgen. Ich habe über die fünf Tage ca. 2,5 kg Körperfett an die immer noch sehr gut passenden Hondasitze abgegeben... 8|


    Danke für die Kommentare. Das sieht nicht jeder so, auch nicht in "meinem" S2000 Forum.



    Viele Grüße, Jörg

  • Morsche zusammen!


    Wir hatten uns vom ADAC ein Tourset für eine Alpenrundfahrt kommen lassen und verfügten somit über recht gutes Kartenmaterial. Die Karten von Michelin sind natürlich genauer, aber zur Routenplanung finde ich die ADAC-Karten besser, weil sie eben nicht jeden Misthaufen anzeigen.


    Die Route stand ja im Großen und Ganzen halbwegs fest, aber wir haben uns trotzdem jeden Abend zusammengesetzt und die Route geprüft, bzw. das Ziel für den nächsten Tag festgelegt. War das getan, wurde mit Booking.com schnell noch nach einer passenden Unterkunft gesucht und fertig war die Laube.


    Eine große Routenänderung gab es gleich am Anfang. Ursprünglich wollten wir bis Grenoble Autobahn fahren, um dann dort bei Vizilles in die Route Napoleon (N85) einzusteigen. Am ersten Abend saßen wir dann in Evian les Bains am Genfer See und entdeckten, daß nebenan in Thonon les Bains die Route des Grandes Alpes losging. Das war irgendwie die bessere Idee. :thumbsup:



    Viele Grüße, Jörg