Tips zum Fahrwerk einstellen gesucht

  • So, ich habe mein Fahrwerk mal erneut einstellen lassen.


    Alte Werte:
    VA: -1°10' Spur +5' und -1°10' Spur +5'
    HA: -1°35' Spur +7' und -1°35' Spur +7'


    Gutes Handling, reagierte gut und direkt auf die Lenkung, aber im Kreisverkehr rutschte er gerne etwas über die Vorderachse nach der Einfahrt (also nach der "rechts rein und links um den Kreis" Kombination schiebt er dann erstmal 1-3m über die Vorderachse bis er dann der Kurve folgt)



    Neue Werte:
    VA: -1°30' Spur +/-0 und -1°30' Spur +/-0'
    HA: -1°10' Spur +7' und -1°10' Spur +7'


    Reagiert etwas träge auf die Lenkung, das Heck sitzt recht lose, ESP kommt jetzt schon beim schnellen abbiegen



    Das Thema träge Lenkung hängt mit der Spur zusammen (?), d.h. ich sollte hier auf die +5' wieder gehen? Aber den Arsch hätte ich gerne wieder stabiler. Driften mag ich nicht, aber die Landstraße und den Kreisverkehr möchte ich wie auf Schienen nehmen.


    Jemand noch eine gute Idee? Auf der HA ist ein verstellbarer Querlenker drauf. Fahrwerk vorne aht einen verstellbaren Sturz (BC Racing BR Street)

  • Um auf Landstraßen durch die Kurven zu räubern müsstest du wesentlich mehr Sturz Vorne als auch Hinten fahren. Für den Kreisverkehr ist das aber wohl die falsche Abstimmung...
    Irgendwo musst du also den Kompromiss finden ;)


    Auf der Vorderachse würde ich aber definitiv wieder zurück auf eine leichte Vorspur +5' pro Seite sollten hier reichen. Damit wird deine Lenkung wieder spitzer und das Auto fährt auch bei höheren Geschwindigkeit etwas ruhiger.

  • Wenn ich meinen morgendlichen Weg zu Arbeit richtig wähle habe ich 2 Kreisverkehre. ich mag es einfach die Audis zu erschrecken. Ich kann aber auch gut mit der Landstraße leben.


    Was wäre der Vorschlag beim Sturz? Vorne 2° und hinten 1°50'? Hinten die Spur vielleicht runter auf Null um das Heck stabiler zu halten?

  • Ich habe im Moment -2° VA und -1,4° HA jeweils mit leichter Vorspur so wie bei deinen "alten" Werten.


    Funktioniert für so ziemlich alles wunderbar und wenn ich es übertreibe kommt ganz sanft das Heck so das ich genug Zeit hab zu reagieren.

  • Ha - Werte sehen jetzt eigentlich nicht so aus, dass da was sehr instabil ist.


    Um die 1,5° Sturz und 7' Vorspur an der HA sollten eigentlich für guten Grip hinten sorgen (weniger Vorspur => instabiler).


    Wenn du die Vorderachse besser machst, wird das Heck schlechter:
    Mehr Sturz vorn bedeutet (in der Regel), dass du mit der VA besser um die Kurve kommst. Entsprechend bekommst du durch die dynamische Achslastverschiebung vorn mehr Gewicht auf die Räder - gleichzeitig wird's hinten entsprechend leichter.



    Ausgehend von den neuen Werten würde ich hinten den Sturz auf das alte Niveau erhöhen und die Reifendrücke prüfen (gerade bei den Temperaturen jetzt). Vorn ist eher Geschmackssache. Spur 0 vorn ist ne schnelle Variante, mit Vorspur kann es durchaus etwas schlechter werden, fühlt sich aber besser (direkter) an.

  • Ich geh mangels anderer Infos mal von Serienfahrwerk ( Federn und Dämpfer) aus, da ist 2,3 vorne völlig Ok.


    Wenn die Reifen 500km alt sind und dir seit kurzem das Einlenkverhalten nicht mehr gefällt, könnte man da einen Zusammenhang herstellen?


    Wie alt sind die Parada nach DOT NR und was können die eigentlich im Verhältnis zu den vorhergefahrenen?


    Ich hab Parada nie gesehen, geschweige denn gefahren. Wie schmecken die denn?


    MFG Carsten

  • Copperhead
    Fahrwerk ist ein BC Racing BR Street, es ist Vorne 6 und 9 Klicks von Hart aus und hinten 12Klicks von Hart aus eingestellt.
    20/10mm tiefer als Serie
    Hinten habe ich dauerhaft circa 30kg mehr Gewicht als zur Serie


    Die Parada sind aus diesem Jahr (genaue DOT habe ich nicht im Kopf, aber es war 2017)


    3liter
    Ich kenne eigentlich so, dass die VA breiter steht als die HA, das ist aktuell anders rum. Wie gesagt, schnelles Abbiegen löst das ESP aus und der gute Meister meinte nach der Proberunde, er würde damit nicht bei 150 ein Ausweichmanöver fahren.

  • Keine Ahnung, was breiter steht oder nicht.


    Wenn man am Fahrwerk nicht herumspielen möchte oder kann, dann bietet sich das Spiel mit dem Luftdruck an. Dadurch, dass eh mehr Last auf der VA wohnt als hinten, gehört das ja fast schon zum guten Ton, hinten bisschen weniger Druck zu fahren als Vorn. Gleiche Reifendimensionen vorausgesetzt.


    Was sind die 6/9 Klicks vorn? Zug- Und Druckstufe ... und wenn ja ... was ist dann was? Wäre das hinten dann 12/12?

  • Ok, dann fällt der Ansatz, dass Zug-/Druckstufe im Verhältnis nicht stimmen könnten aus.
    Vom Gefühl her finde ich ne Differenz von 6 Klicks zwischen vorn und hinten zu hoch, wenngleich mir die Richtung richtig erscheint.


    Wie gesagt: Probier's mit weniger Luft hinten, ggf. etwas mehr Sturz hinten, ggf. etwas (mehr) Vorspur vorn.


    Punkt 1 kannst du ja sehr leicht allein testen, und wird sehr wahrscheinlich schon helfen. Die Frage ist, ob das dann ausreicht.

  • Die große Differenz ist glaube ich dem Fahrer geschuldet, der mit zuviel Gewicht auf dem Fahrersitz hockt. Leider habe ich kein Ausgleichsgewicht für den Beifahrersitz gefunden. Also, suche nette Beifahrerin zweck Optimierung des Handlings :D

  • Wolfgang Weber wäre auch mein Tipp gewesen - für mich der Fahrwerksspezialist :thumbsup:
    Und ein netter Typ obendrein.


    Das ganze hin und her gerate! bringt doch eh nichts. Und am Ende fliegste noch irgendwo ab. Das will auch keiner!!!

  • Den kenne ich (noch) nicht. Ich war hier in Gaimersheim bei Hohenester ... der ist aber eigentlich sehr Audi lastig.


    Dann wird es aber Zeit, sieh zu, das Du Kontakt mit W. Weber aufnimmst, einen Termin machen, das ganze staunend genießen und danach wieder dauergrinsen!


    Das waren mit die besten 55 Minuten meines Lebens ;).

    J.C.:"He who shall be last shall be sideways and smiling"
    Jango:"Alles für den GT, Alles für das Forum, mein Leben für das Auto"
    満月-86

  • Die große Differenz ist glaube ich dem Fahrer geschuldet, der mit zuviel Gewicht auf dem Fahrersitz hockt. Leider habe ich kein Ausgleichsgewicht für den Beifahrersitz gefunden. Also, suche nette Beifahrerin zweck Optimierung des Handlings :D


    Ich würde auch erstmal vorne und hinten gleiche Zug-und Druckstufe wählen und dann etwas mit den Werten spielen. Wieso ist hinten immer 30kg mehr als Serie?
    Machst du die Spur und Sturzeinstellungen wenn du drinnen sitzt oder ohne Fahrer?

  • Dann interpretier ich das mal so, dass es ausgeschlossen ist, dass das veränderte Fahrverhalten mit dem Reifenwechsel zusammenhängt.


    Welche Inputs an Lenkung und Bremse/Gas gibst du denn genau, wenn das Untersteuern einsetzt?


    Beispiel:


    wenn ich mit Spass durch den Kreisel (180°) fahre, bremse ich auf der Geraden an, schalte beim Bremsen runter, gehe kontinuierlich von der Bremse und lenke dabei in den Kreisel ( also rechts).
    Beim Umlenken ist die Bremse frei und ich gehe wieder ans Gas , die Vorderachse federt also gerade aus, wenn ich nach links lenke.
    Würde mein Auto jetzt untersteuern, hätte er also zu schnell ausgefedert und dadurch Haftung/Anpressdruck verloren.
    Die Lösung wäre, vorne die Zugstufe weiter zuzudrehen, damit er langsamer ausfedert.
    Vergleiche das Flow Chart von Wolfgang Weber zum Untersteuern.


    Leider steht bei dir die separate Zugstufe nicht zur Verfügung, deshalb hab ich da keinen wirklichen Lösungsansatz.
    Du hast ja schon leichte Keilform eingestellt, kriegst also auch nicht so einfach mehr Gewicht auf die Vorderachse.


    MFG Carsten