Motorschaden-Versicherung

  • Hallo Leute!
    Ich hatte vor rund einem Monat einen Motorschaden bei meinem geliebten BRZ mit nur 36.000km! (Ölpumpe hat versagt, Pleuellagerschaden etc.)


    Ich bin den BRZ eigentlich immer warm gefahren und ab und zu mal ausgedreht damit man auch etwas Spaß hat, aber kein Trackbetrieb :D
    Wie ist es zum Schaden gekommen? Bei rund 160 auf der Autobahn hörte ich ein klackern im Innenraum, kurze Zeit später leuchtete die Ölkontrolleuchte und ich blieb stehen.


    Auto habe ich bei einem Händler gekauft mit Garantie (auch auf Motor), nun steigt er aber bei der Reparatur aus der er sagt das Auto wurde "Mutwillig zerstört und immer im roten Drehzahlbereich betrieben." Auf Kulanz würde er nun 70% des Schadens übernehemen (habe gehört ca. 6000€ soll das ganze kosten)


    Nun frage ich mich ob die wenigen male bei denen die Schaltleuchte (roter Bereich) geleuchtet hat reichen um aus der Garantie auszusteigen, bzw ob es überhaupt möglich ist das ganze auszulesen. Überlege schon das ganze einen Anwalt zu übergeben da 2-3000€ Reparatur eine Menge Geld ist.


    Hoffe ihr könnt mir etwas weiterhelfen
    LG :)

  • Hoffe ihr könnt mir etwas weiterhelfen


    Sicher, aber ein paar weitere Infos wären notwendig.
    Besteht für Deinen BRZ noch die Werks- oder Importeursgarantie?
    Wann hast Du das Auto gekauft?
    Hat das Auto technische Veränderungen?


    "immer im roten Drehzahlbereich betrieben" ist bei einem serienmäßig belassenen BRZ nicht möglich, weil der Drehzahlbegrenzer bei erreichen des roten Bereichs rigoros abriegelt.


    Wenn Du Rechtsschutz hast, verschwende keine Zeit mit einem offenbar suspekten Händler, gehe sofort zum Anwalt.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

  • Ein Schaden in der Größenordnung ist immer blöd. Mein Beileid.
    Hast du noch weiter Infos zum Motor, also irgendwelche Umbauten?

    Mit freundlichem Gruß


    Skorpion / Carsten


    -------------------------
    Toyobaru GT86 Inferno Orange non Aero EZ 09/12 meiner seid 04/16
    Felgen: Oxigin Concave 18 in 18x8,5 et35, Valenti smoked, Bastuck Catback, Edelbrock Kompressor (Juni '17)

  • Mir ist nicht bekannt, dass der GT86 "Überdreher" im Boardcomputer abspeichert.
    Da ein Überdreher beim Hochdrehen auch eigentlich nicht passieren kann (durch den Drehzahlbegrenzer) ist mir nicht klar wie dein Händler auf die Idee kommt.
    Ein Überdreher ist eigentlich nur beim herunter schalten möglich.
    Mir ist nicht mal klar wie er das mit dem Überdreher beweisen möchte.


    Es klingt für mich ein bisschen danach als ob der der Händler die Kosten nicht tragen möchte.
    Von daher wäre hier mein Rat auch zum Anwalt zu gehen. Es klingt sehr suspekt.


    Interessant wäre was es für ein Händler ist. Subaru/Toyota, oder ein Autohaus eines anderen OEMs, oder ein freier Händler?


    Bei Porsche weiß ich, dass Überdreher in mehrere Kategorien abgelegt werden.

    Gruß
    Skin


    • Toyota IQ • 1,33l • MT • 1G3 •
    • Toyota GT86 • 2,0l • MT • H8R •

  • Ich komm jetzt mal mit drei Regelungsmöglichkeiten:


    1. Gewährleistung
    Das wär für Dich, Patrick, (im ersten halben Jahr) die beste Variante. Die Spielregeln dazu stehen im Gesetz, die Gestaltungsmöglichkeiten für den (gewerblichen) Verkäufer sind gegenüber dem (privaten) Käufer sehr eingeschränkt; sowas wie eine Teilung gibt es nicht. Allerdings ist da die Zeit das Problem; innerhalb der sechs Monate nach Übergabe des Fahrzeugs wird vermutet, dass der Schaden bereits bei Übergabe vorlag (wichtig hierbei: der Verkäufer kann diese Vermutung widerlegen), danach musst Du als Käufer beweisen, dass der Wagen schon bei Übergabe mangelhaft war.


    2. Garantie
    Eine eher suboptimale Lösung, weil gesetzlich weder vorgeschrieben noch geregelt - und so kann der Verkäufer grundsätzlich die Bedingungen frei gestalten. Wobei es auch Garantiebedingungen gibt, die von Gerichten geknickt wurden. Und klar muss der Verkäufer sich auch an die Garantiebedingungen halten, die bei Vertragsschluss vereinbart und in den Vertrag aufgenommen wurden. Das ist die Lösung, die ich in Monat 7 bis Ende-der-Garantielaufzeit wählen würde.


    3. Kulanz
    Ich bezeichne sie immer als die "endlose Güte und Barmherzigkeit" des Verkäufers. Der Verkäufer übernimmt also die / einen Teil der Kosten, obwohl er dazu weder gesetzlich noch vertraglich gebunden ist. Die Bedingungen kann der Verkäufer hier vollkommen frei wählen.



    Ein Anwalt kann vor allem bei Möglichkeit Nr. 1 helfen; vor allem weil viele Verkäufer gar nicht auf die Gewährleistung zu sprechen kommen, sondern direkt alles über die Garantie lösen wollen - zum einen weil vielen Verbrauchern / Nicht-Juristen der Unterschied gar nicht bekannt / bewusst ist, weil sich "Garantie" zum zweiten besser und "nach mehr" anhört als "Gewährleistung und natürlich zum dritten, weil sie als Verkäufer mit der Garantie besser fahren.
    Bei Möglichkeit Nr. 2 kann der Anwalt auch helfen, zum Beispiel durch Prüfung der Garantiebedingungen und Prüfung der vorgeschlagenen Maßnahmen anhand der Garantiebedingungen.
    Bei Möglichkeit Nr. 3 ist ein Anwalt rausgeschmissenes Geld. Der kann auch nur einen Bitt-Brief schreiben, wird aber auf taube Ohren stoßen, weil der Verkäufer nach Anwalts-Konsultation das Verhältnis als so zerrüttet ansehen wird, dass er einen Teufel tun wird, dem Kunden entgegen zu kommen.


    Und so ist es tatsächlich an dieser Stelle wichtig zu erfahren, wann der Kauf stattfand...

  • Danke für die schnellen Antworten!
    Also das Auto wurde im Jänner gekauft bei einem "Privaten Händler" in Österreich, heißt mehrere Marken kein offizieller Subaru Betrieb.
    Der Schaden passierte Ende Mai also knapp 4 Monate nach Kauf.


    Das Auto stand ca. 3 Wochen beim Händler ohne das etwas passierte, nun wird er repariert und habe als Info bekommen: Entweder ich bezahle die 30%, oder bezahle im schlimmsten Fall alles sollte ich einen Anwalt ins Spiel holen.


    Das mit dem überdrehen verstehe ich eben nicht, für was gibt es den Begrenzer? Verschaltet habe ich mich NIE und er schaden passierte schon bei einer hohen Geschwindigkeit und starker Beschleunigung, also sanft fahren war etwas anderes jedoch nicht 10 Sekunden im Begrenzer. Seine Worte am Telefon waren nur "Der Motor wurde mutwillig zerstört"


    Ich werde mir mal die "Auswertung" ansehen und schauen ob das wirklich zu sehen ist dass er im Roten Bereich betrieben wurde. Der Händler kommt mir auch nicht recht seriös vor, Anwalt werde ich mal kontaktieren da ein Rechtsschutz vorhanden ist.


    Wichtig wäre mir nur ob er wirklich einfach so sagen kann, der Motor wurde ständig überdreht, keine Garantie


    EDIT: Zu den Veränderungen: Motorisch wurde nichts geändert nur ein ROAR Auspuff Catback wurde montiert (mit EG, sollte denke ich kein Problem darstellen)

  • Reparatur wird begonnen bevor Sachlage geklärt ist? Und dann auch noch eine "Drohung" ja nicht Anwalt einzuschalten. Sehr dubios.
    Ob die Mechaniker dort die Kompetenz für den Einsatz haben sei mal dahingestellt...
    Wie genau die Gesetze in Sachen Gewährleistung in Österreich lauten - keine Ahnung. Kann mir aber keine großen Unterschiede vorstellen. EU und so.
    Bei Kauf im Januar müsst es ja grad noch in den 6 Monaten liegen. Insofern - sofort Rechtsbeistand holen (obwohl es jetzt schon reichlich spät ist, da Reparatur schon begonnen wurde) und am Arsch lecken lassen.

    GT86 ZN6, E8H, Aero, Leder Rot, 25/20 Eibach, Mittelarmlehne, TRD Türversteifung und Domstrebe, Supertek Luftfilter, Öl-/Wasser- Wärmetauscher, Prosport Öltemperatur Instrument, Unterboden-/Hohlraumv., Bremssattel blau lackiert, Heckscheibenfolierung, Valenti Smoked, Ultraleggera Gold 8x18, Powerflex Sturzschrauben, 5Zigen Pro Racer ZZ Catback, Joying Android HU, Rückfahrkamera, Weathertech
    Produktion Mai 2014, Liefertermin 01. August 2014
    >>><<<
    Instagram tedchalk

  • Schreib mal Patrick (GP Performance) an. Er kann dir definitiv sagen was im Steuergerlegt gespeichert wird und was nicht.
    Nach der Info von deinem Händler geh auf jeden Fall zum Anwalt ich denke er will den Schaden nicht zahlen und spekuliert drauf, dass du lieber 30% zahlst als ein Risiko einzugehen und dir einen Anwalt zu nehmen.


    Am Ende musst du es entscheiden, aber bisher klingt es für mich sehr nach Ärger mit dem Händler.


    Tut mir wirklich leid für dich!
    Halt uns aber bitte mal auf dem laufenden.

    Gruß
    Skin


    • Toyota IQ • 1,33l • MT • 1G3 •
    • Toyota GT86 • 2,0l • MT • H8R •

  • Dass du aus Österreich bist, ist eine wichtige Information.
    Leider kenne ich mich mit dem dortigen Recht nicht aus.


    Die Situation für Deutschland hat mb100 schon sehr genau beschrieben.


    Ausgehend davon, dass du den Schaden 4 Monate nach dem Kauf hattest - und gemeldet hast-, würdest du hier nicht schlecht dastehen.



    Das Auto stand ca. 3 Wochen beim Händler ohne das etwas passierte, nun wird er repariert und habe als Info bekommen: Entweder ich bezahle die 30%, oder bezahle im schlimmsten Fall alles sollte ich einen Anwalt ins Spiel holen.


    Das sind schon verwerfliche Methoden. Da würde ich -persönlich- es schon drauf ankommen lassen.



    Das mit dem überdrehen verstehe ich eben nicht, für was gibt es den Begrenzer? Verschaltet habe ich mich NIE und er schaden passierte schon bei einer hohen Geschwindigkeit und starker Beschleunigung, also sanft fahren war etwas anderes jedoch nicht 10 Sekunden im Begrenzer.


    "Überdrehen" funktioniert beim FA20 nur, wenn du aus einem hohen Gang versehentlich in einen Niedrigen schaltest, und das Auto durch die falsche Übersetzung den Motor überdreht.



    Seine Worte am Telefon waren nur "Der Motor wurde mutwillig zerstört"


    Bei solchen Aussagen sollte der gute Mann mal mit vernünftigen Beweisen rüberkommen - wenn er das nicht kann, weißt du, mit welchem Typ Mensch du es zu tun hast.




    Ich werde mir mal die "Auswertung" ansehen und schauen ob das wirklich zu sehen ist dass er im Roten Bereich betrieben wurde. Der Händler kommt mir auch nicht recht seriös vor, Anwalt werde ich mal kontaktieren da ein Rechtsschutz vorhanden ist.



    Gute Idee. Der wird dich in deiner speziellen Situation besser beraten können.

  • Genau die Aussage mit dem mutwillig zerstören und der Fakt das der BRZ repariert wird ohne genaue Info über Zahlung kommt mir komisch vor.
    Er meinte nur die gesetzliche Garanie tritt bei Eigenverschulden außer Kraft. Ein 0-100 Test ist in meinen Augen kein Eigenverschulden da wie gesagt ein Überdrehen nur beim verschalten möglich ist


    Lasse mir morgen mal die Auswertung zeigen und übergebe es einem Anwalt, denke auch das er nur versucht mich einzischüchtern. Ich halte euch auf dem laufendem!

  • Dass du aus Österreich bist, ist eine wichtige Information.
    Leider kenne ich mich mit dem dortigen Recht nicht aus.


    Sehr richtig - und ich kenn mich im österreichischen Recht auch nicht aus.
    Zwar gibts viele Überschneidungen, viele Gemeinsamkeiten und viele Jura-Studenten, die in Deutschland endgültig gescheitert sind, probierens nochmal in Österreich, aber ich befürchte, gerade seit der Schuldrechts-Reform in Deutschland gibts doch grad in dem Bereich, in dem wir uns hier bewegen, ein paar Unterschiede.


    Dass mit dem "wenn-Anwalt-dann-zahlen-wir-nix" ist natürlich auch sehr putzig.
    Ich antworte, wenn mein Gegenüber sagt: "Dann hol ich meinen Anwalt", immer "Sehr gut, endlich jemand, mit dem man sich gut unterhalten kann." 8) ;)

  • [...] gesetzliche Garanie


    So etwas existiert nicht.
    Gesetzlich ist die Gewährleistung, und eine Garantie ist freiwillig.


    Ich stelle die vorsichtige Vermutung an, dass der Herr versucht, dich daran zu hindern, einen Anwalt einzuschalten, mit dem Hintergedanken, dass er sowieso nichts zu verlieren hat.


    Warte mal ab, was dir der Rechtsbeistand rät.
    Wenn du das Auto täglich brauchst, ist ein Rechtsstreit -selbst wenn man gewinnt- leider manchmal eine schlechte Option, da er in der Regel sehr lange dauert.
    Da spreche ich aus eigener Erfahrung.

  • In den ersten 6 Monaten ist der Verkäufer auf jeden Fall in der Pflicht, Gewährleistung kann von einem Händler bei uns nicht ausgeschlossen werden.


    Außerdem hat er als freier Händler nicht die Geräte das vorgeworfene auszulesen.

    Auto war in einer Subaru Werkstatt "laut Händler", wer weiß wo der wirklich war.
    Die Pflicht besteht aber nur bei nicht Eigenverschulden habe ich mal in anderen Foren gelesen bei denen es um Motorschäden bei Neuwagen ging.
    Lasse mir heute die Auswertung zeigen, sollte er sagen das ist nicht möglich ist es für mich klar das hier was nicht stimmen kann.

  • Ich bin gespannt was er dir für eine Auswertung zeigen will.
    Halt uns mal auf dem Laufenden und viel Erfolg heute!


    PS: Wenn das Fahrzeug bei Subaru war gibt es eine Rechnung darüber. Die solltest du dir dann genau anschauen.

    Gruß
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    • Toyota IQ • 1,33l • MT • 1G3 •
    • Toyota GT86 • 2,0l • MT • H8R •

  • Falls der Händler tatsächlich beweisen können sollte, dass der Motor mutwillig zerstört wurde, dann wäre er ja völliger Vollidiot, wenn er überhaupt einen Cent vom Schaden übernehmen würde. Da er aber einen großen Teil zu übernehmen bereit ist, ist das Gerede von der mutwilligen Zerstörung nur heiße Luft. Die meisten Autoverkäufer sind halt Dampfplauderer, dass gehört bei denen zum Handwerk.


    Wenn das Auto drei Wochen nur rumstand, was ist dann mit dem Nutzungsausfall?


    Sonst mein üblicher Tipp: Zeugen dabei haben, wenn man mit dem Händler spricht. Und die Kompetenz der Werkstatt anzweifeln, bis er nachgewiesen hat, dass es wirklich ein Subaru-Partner war.


    Ansonsten bitte auch diesen Motorschaden in die Liste aller Schäden des Forums eintragen. Dieser Strang mit der Liste sollte am besten oben angepint werden, finde ich, finden die Admins aber wohl nicht. :whistling:


    Edit - Nachtrag
    Vielleicht wollte er dich mit dem Spruch von der mutwilligen Zerstörung aus der Reserve locken und irgendeinen Hinweis hören, der auf ein Schuldeingeständnis hin zu deuten wäre.


    Nun sagst du aber, du warst bei 160km/h, was ca. 71% deiner Höchstgeschwindigkeit waren. Real warst du bei Tachoanzeige 160 vielleicht bei 150km/h also 2/3 (zwei Drittel) von Vmax. Das Drehzahlniveau kenne ich als Automatiknutzer nicht. War es höher als 2/3 der Begrenzerdrehzahl?


    Frag ihn doch mal ob er die Begrenzerdrehzahl dieses Fahrzeugs kennt. Und welche Drehzahl seiner Meinung nach der Motor denn bei Tacho 160 hat. Dann wirste ja merken ob er Ahnung hat.
    Vielleicht wird er dann auch merken (aber nicht zugeben), dass er keine Ahnung hat und dass du gemerkt hast, dass er keine hat.

    "Der BRZ ist ein Auto, dass es nicht nötig hat, aller Welt zu verkünden, wie gut es ist."


    BRandenburger Zweitürer mit Automatik zum Wohlfühlen. - Wozu gibt es viertürige Autos?


    Wegen des Genitivs heißt es WEGEN DES - nicht(!) "wegen dem" .

    Einmal editiert, zuletzt von Zweituerer ()

  • Tacho 160 sind ca 4000rpm beim Handschalter.

    Grüße aus dem Sonnenwald


    Apoc991



    Toyota GT86 Pure (rot), Bastuck resonated Catback, OZ Ultraleggera 8x18" ET43 mit Michelin Pilot Sport 4 in 225/40, Enkei OEM 16" mit Michelin Alpin A5 in 205/55

  • Kommt doch auf den Gang an...


    Beim Beschleunigen müsste man gerade noch im 4ten sein, den kann man glaube ich bis 165 ziehen.


    Wenn du beim Runterschalten den 3ten statt den 5ten erwischt, bist du weit über den Begrenzer hinaus.

  • Moinsen,


    zufällig hat ein Kollege der gestern seinen Porsche hat austauschen müssen, erzählt, dass der TÜV-Typ (oder wer auch immer seinen alten Porsche bewertet hat) auch die Anzahl an Momentan ausgelesen hatte, welche er in den roten Drehzahlbereich gekommen sei. Und da ich nicht glaube, dass er sich 25mal verschaltet hat und so in den roten Bereich gekommen ist, kann ich durchaus glauben, dass auch bei uns solche Momente ausgelesen werden können.


    Ich würde es aber bei einem Sportwagen, welcher hier ja zum Schutz des Motors abregelt, nicht als "mutwillige" Zerstörung sondern als normale Nutzung eines Sportwagens bezeichnen.


    Ich bin auch schon das ein oder andere Mal an den Drehzahlbegrenzer geraten. Das ist doch normal, oder?

  • Nur so zur Info,


    fast alle Parameter die über den üblichen Fahrzustand hinausgehen (Begrenzer, Airbagauslösungen, ECU Flashen, etc.) werden gespeichert. Diese Daten können auch (ich kann jetzt nur für Subaru sprechen) nicht von den Servicepartnern mit den normalen Werkstattservice Modulen ausgelesen werden, das kann nur ein bestimmter Herr bei Subaru D. Diese Datensammlung ist heute völlig normal und findet in fast jedem Fahrzeug statt. Bei unseren Premiumherstellern werden noch viel mehr Daten gesammelt, das will man gar nicht wissen. Denn Tatsache ist ja leider auch, das eigentlich wirklich jeder Garantieantrag mit den Worten des Kunden beginnt "ich hab wirklich nichts.........":-)


    Das ist auch oft der Grund warum der ein oder andere bei der Garantie Baden geht. Schon den Fall gehabt, das der 2. Besitzer wirklich ordentlich gefahren ist, der Vorbesitzer aber 3 mal die ECU geflasht hat. Garantie futsch und der betroffene muss sich dann mit dem Vorbesitzer rumstreiten.


  • Ja das stimmt. Wie ich vorne bereits erwähnt habe Schreibt ein Porsche "Überdreher" mit und Kategorisiert diese sogar.
    Ich kenne die Einteilung nicht ner aus dem Kopf, aber Porsche Gebrauchtwagen werden nur bei "leichten" überdrehern noch angekauft.
    Diese Überdreher kommen quasi dadurch zustande, dass man in Neutral auf das Gas tritt oder mal in den Drehzahlbegrenzer kommt, da man vergisst zu schalten.
    Das is auch nichts wildes und verursacht keine Schäde.
    Auslesen kann das aber nur ein PZ mit der entsprechenden Hard- und Software.


    Beim GTBRZ wird das nicht wirklich mitgeschrieben.
    Wenn dann ist das nur über Subaru/Toyota Deutschland und den von Katty erwähnten Herren herauszubekommen.
    Ein FTH hat da keine Chance.


    Kathy korrigiere mich gern, wenn ich falsch liege.

    Gruß
    Skin


    • Toyota IQ • 1,33l • MT • 1G3 •
    • Toyota GT86 • 2,0l • MT • H8R •

  • Da hast Du recht Skin,


    die Servicepartner können das nicht auslesen, gespeichert werden diese Daten aber (z.B. Begrenzer Einsätze). Ich weiß das z.B. auch Fehlermeldungen die in kürzeren Intervallen vorkommen und vom User selbst gelöscht werden, abgelegt werden. Sehr beliebt hierbei P0420 (Wirkung Kat zu gering) nach diversen Umbauten an der AGA. Also eine gewisse Historie an Fehlermeldungen wird auch nach Löschung mit den handelsüblichen Mitteln woanders dauerhaft abgelegt.


    Von einem befreundeten VAG Mitarbeiter weiß ich, das dort Sachen mit geschrieben werden..., unfassbar. "Ahh ja, Sie sind vor Erreichen der Betriebstemperatur 6 mal in den Trackmodus bei Geschwindigkeiten über XY bei einer Aussentemperaur von...., selbst maximale Verzögerungswerte der Bremsanlage werden gespeichert und G-Kräfte erfasst, Unfassbar. Beim aktuellen Golf wird die Motorleistung nach überschreiten des Inspektionsintervall um einen gewissen Wert herunter geregelt, usw. Subaru hinkt da zum Glück noch rund 10 Jahre hinter her.


    In den USA und Japan bietet Subaru aber z.B. einen Telemetrie Service an. Nach einem Unfall den Notfall knopf drücken und das Auto löst selber einen Notruf aus. Dabei werden nicht nur Standort des Autos mitgeteilt sondern auch welche Airbags ausgelöste haben und Dinge wie welche G-Kräfte lagen beim Unfall vor und wie viele Personen sitzen im Auto. Wenn einzelne Werte überschritten werden (z.B. Alle Airbags auf) dann braucht der Fahrer nicht mal einen Notruf absetzen, das Auto macht das von alleine. Die Sensorik ist im Auto schon vorhanden.


    Okay war jetzt nicht zum Thema passend, sorry.

  • Sehe ich es richtig, dass die Reparatur begonnen wurde, ohne dein Einverständnis? Hierfür könnte schon ausreichen dass du am telefonisch der Reparatur zugestimmt hast.


    Unabhängig wie sich die Dinge in den nächsten Tagen oder Wochen entwickeln, würde ich umgehend (nach erfolgter Reparatur) dein Eigentum wieder dort abholen. Dabei natürlich -nichts- bezahlen. Erstmal. Auf die Reaktion wäre ich dann sehr gespannt.


    So könntest du (in Absprache mit deinem Anwalt, versteht sich) den Ball wieder zurückgeben an den Händler. Soll er doch beweisen dass du A.) den Auftrag erteilt hast und B.) (noch wichtiger als A) überhaupt für den Schaden verantwortlich bist.


    Falls der Händler tatsächlich einfach losrepariert hat, wäre das u. U. sogar vorteilhaft für dich. Denn andernfalls hätte der Händler wohl erst auf deine Zahlung gewartet (welche du dann über ein evtl. langwieriges Verfahren zurückholen darfst).