"Trickser" Hamilton

  • Vorab, ich mag Hamilton nicht und freue mich, dass Nico Rosberg seinen Punktevorsprung bis zum WM-Titel klug verwaltet hat. Das F1-Rennen von gestern habe ich nicht gesehen. Irritiert bin ich von der Meldung der FAZ, die den in der WM-Wertung unterlegenen Hamilton als "Trickser" beschimpft. Ja, was erlaube Hamilton? Da fährt dieser unverschämte Trickser den Boxenfunk missachtend tatsächlich so langsam vor dem Feld, dass hinter ihm das Feld zusammenrückt und damit der Konkurrenz die Möglichkeit, Rosberg zu überholen, eingeräumt wird. Geichzeitig ist er aber scheinbar immer schnell genug, Rosberg hinter sich zu halten.
    Ich nenne das mal eine brilliante taktische Meisterleistung in fast aussichtsloser Lage (nur zur Erinnerung, ich mag Hamilton nicht). Was wollen denn die, die Hamilton nun "Trickserei" vorwerfen?

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


    Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.


    "Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

  • Ich finde, dass der ganze Formel 1 Zirkus mittlerweile eine furchtbarer Schwachsinn geworden ist. Wenn mal ein junger, talentierter Fahrer etwas aggressiver unterwegs ist (Verstappen) heulen gleich alle rum. Wird um Postitionen gekämpft, so wie es im Rennsport auch üblich sein sollte, dann fängt hinterher die große Heulerei an. Oder es hagelt schon während das Rennen aktiv ist Strafen. Lächerlicher gehts kaum. Hamilton hat alles versucht. Warum auch nicht. Ist ja nicht so als hätte er Rosberg von der Strecke gefegt.


    Aber wie bereits gesagt, eine Rennserie bei der es um Spritsparen geht und darum dass außer den Ingenieuren kaum noch einer die Autos versteht und selbst die Fahrer regelmäßig im Trüben fischen warum der Wagen nicht wie gewünscht funktioniert ist sowas von langweillig. Tradition bedeutet nichts. Geld ist alles. Hat man ja vor kurzem wieder gesehen, als Ecclestone die F1 wieder nicht in Deutschland stattfinden lässt weil der GP einfach zu teuer ist und bei uns zum Glück der Staat nicht mitbezahlt.


    Da lobe ich mir die MotoGp. Echte Männer, echte Rennen. Verständliche Technik und sinnvollle Regeln. Kein Vergleich zur F1.

    Michelin PSS 225/40, OZ Leggera HLT 8x18, KW V3 mit Stützlagern, ST Stabis, Perrin Pulley Kit+Kurbelwellenscheibe, Milltek AGA, Motiv Overpipe, Schroth Gurte, Mishimoto Ansaugung, K&N LuFi, HKS Duct, Valentis smoked, Innenraum Alcantara, Lederarmlehne, Clarion NX720E, Cusco Domstrebe und Motorstreben vorne, Laile Strebe hinten, TRD ASC, TRD DoorStabi, Grimmspeed Bremsstopper, Guerney Flap, Oil Catch Can, mehr...

  • ... die Formel 1 noch langweiliger machen. Ich mag weder Rosberg, noch Hamilton.
    Die Abstände zwischen P1 und P2 sind sonst relativ lang, so das man schon nach 15 Runden ahnen kann wer gewinnen wird.


    Ich fands jedenfalls wieder spannen. Die ersten 4 jeweils im Sekundenabstand :)

  • Ich bin kein Fan vom Hamilton und ich fand das Rennen gestern schon recht spannend.
    Hamilton hat alles richtig gemacht, da wird im Kartbereich viel schmutziger gefahren.
    Außerdem war es die einzige Möglichkeit für ihn noch Weltmeister zu werden, warum sollte er es nicht tun?


    Das Spannendste für mich war allerdings die Taktik und Aufholjagd vom Vettel, hat man aber auch nur richtig auf der Zeitenapp mitbekommen, in der Übertragung war es viel später erkennbar.


    DTM war auch spannender wie sie sich noch angelehnt und angeschoben haben, heute bricht ein Flügelchen ab und das Auto ist unfahrbar.....
    In der Nascar ist das noch so und das ist zum Ende der Rennen hin recht spannend, obwohl eine Meisterschaft in einem Rennen gewinnen und nach Gesamtpunkten im Jahr 8ter sein ist auch nicht richtig für mich, die Spannung im letzten Rennen war dafür sehr hoch.

  • Zitat

    Da lobe ich mir die MotoGp. Echte Männer, echte Rennen. Verständliche Technik und sinnvollle Regeln. Kein Vergleich zur F1.


    Selbst gestandene F1 Fahrer sehen das genauso , das sagt schon viel aus ;)


    Außerdem gibts da in einem Rennen so viele Überholmanöver wie bei der F1 in einer ganzen Saison :p

  • Das Rennen gestern an sich war wieder mal etwas spannender und ich hätte gehofft, dass Hamiltons Strategie aufgeht. Ich mag Rosberg nicht und bin aber auch kein Fan von Hamilton. :D Momentan taugt mir Verstappen total. Wie er in Brasilien einen nach dem anderen überholt hat, genial. Gestern vom letzten Platz wieder auf den vierten vor. Super! :thumbup: So einen schaue ich gerne beim fahren zu und nicht den anderen Langweilern die die Rennen durch Boxenstrategie gewinnen. Das blöde rumgeheule weil Verstappen etwas knapper überholt hat nervt mich mittlerweile tierisch, genau genommen eigentlich schon die ganze Formel 1 mit deren saudummen Strafen und zigtausend Regeln. Leider zickt auch Vettel schon rum, weil Verstappen ein wenig härter unterwegs ist wie alle anderen. Ich mag den Jungen und werde mir nur wegen Verstappen nächstes Jahr die Formel 1 wieder öfters ansehen wie letzte Saison.

  • Klar hat Hamilton getrickst. Das ist aber per se nicht verwerflich und in dieser Situation verständlich weil seine einzige Chance.
    Aus Team-Sicht ist das allerdings anders. Hier gab es eindeutige Order schneller zu fahren, da ein Sieg an erster Stelle steht. Wenn Hamilton alle auflaufen lässt, dass evtl. Rosberg noch von zwei Autos überholt wird, ist auch der (Doppel-)Sieg an sich in Gefahr. Und jeder Punkt bedeutet am Ende des Jahres Kohle für's Team.
    Die diesjährigen Mercedes sind gut im Lead aber nicht so gut für Überholmanöver. Dass ein Mercedes (Rosberg) nicht vorbei kann, bedeutet nicht, dass es nachher ein Vettel oder Verstappen (in diesbezüglich anders ausgelegten Autos) nicht kann.
    Die Fahrer fahren in erster Linie für das Team und nicht für sich. Hier ist Hamilton tatsächlich etwas vorzuwerfen.

  • Hamilton kann froh sein, dass Rosberg nicht so wie Prost oder Senna oder Hill oder Schumi oder Villenneuve geistig unterwegs ist und den gleich in der ersten Kurve "abgeschossen" hat, ist ja alles schon da gewesen.


    Hamilton hört sehr oft nicht auf sein Team und solange er um Siege fährt, macht er auch so weiter, egal was das Team sagt, denn dann zählt führ ihn nur seine eigene Meinung und das Team duldet es auch.


    Verstappen ist nen zweischneidiges Schwert. Er fährt super, probiert manche unkonventionelle Sachen aus, aber arbeitet teilweise zu sehr mit der Brechstange und gegen die Absprachen in den Fahrerbesprechungen, wo es um die Sicherheit geht. Und genau Das werfen ihm die anderen Fahrer vor.


    Von Vettel haben wir auch schon eine sehr egoistische Seite gesehen, ist wohl so, wenn man um die WM-Spitze fährt, fand es aber gut, dass er nur wegen nem zweiten Platz nicht mit aller Gewalt am Rosberg vorbei wollte und ihm damit noch um die WM gebracht hat.


    Ich finde es gut, dass er es endlich geschafft hat und Weltmeister geworden ist, Beständigkeit sollte sich auch mal auszahlen.

  • Ist zwar Erbsenzählerei aber Vettel hätte Rosberg sogar überholen können. Hätte die WM nicht entschieden. Erst wenn auch noch Verstappen oder ein anderer vorbeigezogen wäre, wär Hamilton Weltmeister geworden.


    Mir persönlich wäre es egal gewesen. Finde beide Fahrer recht unsympatisch. Hamilton ist mir zu arrogant und Rosberg kommt mir wie ein verwöhntes Weichei vor.


    Von dem fahrerischen Können bin ich allerdings von beiden beeindruckt. Auch wenn sich die Fahrzeuge (zum negativen) geändert haben, gehört immer noch eine Portion Mut und sehr viel Können dazu da oben mitzuspielen.

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  • Ist zwar Erbsenzählerei aber Vettel hätte Rosberg sogar überholen können. Hätte die WM nicht entschieden. Erst wenn auch noch Verstappen oder ein anderer vorbeigezogen wäre, wär Hamilton Weltmeister geworden.


    Bei meiner Aussage ging es "mit aller Gewalt" und damit eine evtl. Abschießen von Rosberg, ich dachte das dies so klar rüber kam.


    Das ein dritter Platz gereicht hätte, war schon klar.

  • Die Fahrer fahren in erster Linie für das Team und nicht für sich. Hier ist Hamilton tatsächlich etwas vorzuwerfen.


    Interessante Sichtweise, immerhin wird ein Fahrer-Titel ausgefahren und Hamilton hatte wohl unter Einhaltung der fahrerischen Spielregeln die letzte Option auf "seinen" Titel einzulösen versucht. Den Team-Titel hatte das Team ja bereits sicher, da gibt es aus meiner Sicht keinen nachvollziehbaren Grund mehr, Hamilton von Seiten des Teams für seine taktischen Manöver im letzten Rennen zu kritisieren.
    "„Wir haben den Rennsieg in Gefahr gesehen. Seit drei Jahren ordnen wir alles dem Rennsieg unter“, begründete Wolff seinen Ärger" Ich dachte immer Wolff wäre ein Profi, bei Beachtung von Hamiltons Ziel musste Wolff doch vollkommen klar sein, dass Hamilton niemanden freiwillig hätte überholen lassen, der musste zur Erreichung seines Ziels zwingend siegen, der Sieg eines Mercedes war (sofern der Karre kein technisches Missgeschick in den Weg kommt) nie gefährdet.
    In der Tat wird die F1 immer mehr zum Zirkus, angefangen von Teamprotesten wenn mal einer überholt ohne vorher den Blinker zu setzen bis zu extrem unsportlichen Äußerungen vom Promoter zu einem in der Glitzerwelt besser vermarktbaren Wunschweltmeiser.


    Und ja, Moto-GP ist der bessere Motorsport!

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


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  • Zur Formel 1 an sich:


    Früher mal war die Formel 1 die Spitze des Machbaren im Automobilsport. Heute nicht mehr. Denn wenn es so wäre, wären die Boliden jenseits von Gut und Böse, bzw. der Sicherheit für Fahrer und Zuschauer. Daher wird mit (mehr oder weniger sinnvollen) Regeln versucht, einzuschränken und trotzdem irgendwie die Spitze der Technik darzustellen. Das Resultat ist sicherlich in mehr als einigen Punkten immer wieder diskussionswürdig aber sicher auch keine leichte Sache den richtigen Mittelweg zu finden. Klar kann man auch einfache Nascar Boliden im Einheitschassis mit Technik von Übervorgestern auf ovale Strecken schicken. Wäre dann nur nicht die Formel 1.


    Gleiches Problem hat ja auch die WRC - eigentlich im Vergleich zu früher auch langweilig geworden. Aber war schon richtig, damals bei der Gruppe B die Bremse zu ziehen.


    Oder DTM...

  • Bei meiner Aussage ging es "mit aller Gewalt" und damit eine evtl. Abschießen von Rosberg, ich dachte das dies so klar rüber kam.


    Das ein dritter Platz gereicht hätte, war schon klar.



    Achso. Naja das wäre schon der Hammer gewesen. Aber Vettel und Rosberg scheinen sich ja ganz gut zu verstehen.
    So ist die WM wenigstens nicht durch fremde Hilfe beeinflusst worden.

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  • Interessante Sichtweise, immerhin wird ein Fahrer-Titel ausgefahren


    Wenn es nur der Fahrer-Ttel wäre, warum sollte sich ein Automobilhersteller beteiligen? (Früher waren Fahrertitel sogar eine Zeit lang Formel-und Hersteller übergreifend.) Formel 1 Fahrer werden von Teams fürstlich bezahlt um für das Team möglichst viele WM-Punkte als Team zu holen - nicht um eine Extrawurst zu backen. Nur mit den WM-Punkten lohnt sich das Salär der Fahrer für die Teams.

  • Früher mal war die Formel 1 die Spitze des Machbaren im Automobilsport. Heute nicht mehr.


    Das könnte die F1 heute noch sein. Man könnte beispielsweise sagen "ihr habt 120 Liter Einheitssprit für ein Rennnen - macht was ihr wollt. Fahrwerk, Antriebseinheit, Reifen freigestellt". Das würde wahrscheinlich zu verschiedenen Technikansätzen führen, in jedem Fall wäre nur die technische Spitze siegfähig.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


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  • Wieso? In der Langstreckenmeisterschaft funktioniert das doch ganz gut.
    Da gibts Audi mit Diesel, Porsche mit Vierzylinder Turbo Toyota mit Saugmotor usw.
    Selbst der Energiespeicher ist offen. Schwungspeicher, Kondensator oder Batterie. Alles offen.
    Finde ich persönlich super interessant. Und dann muss es auch noch zuverlässig sein und die Tankmenge ist begrenzt.


    Ein guter Ansatz. BOP und Regeln braucht man natürlich auch. Vor allem wenn es um die Sicherheit geht.

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  • Nunja, "unbezahlbar" ist eine Teilnahme an der F1 auch heute schon, das dürfte demnach kein Kriterium sein. Bezüglich der Sicherheit für die Fahrer könnten ja einige unabdingbare Vorgaben ins Reglement geschrieben werden. Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit brauchen nicht reglementiert werden. Die stehen im ureigensten Interesse der Teilnehmer, denn auch in der F1 gilt "to finish first you have to finish first".

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    Andreas


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  • Nunja, "unbezahlbar" ist eine Teilnahme an der F1 auch heute schon, das dürfte demnach kein Kriterium sein.


    Würden die Regeln nicht die Kosten einschränken, würden die Streckenbetreiber die Kosten (die natürlich durch gereicht werden) nicht deckeln können. Siehe GP Deutschland 2017 - aktuell aus diesem Grund nicht im Kalender. Für Sponsoren, wäre der Kosten/Nutzen Faktor nicht gegeben. Kleine Teams könnten noch weniger Fuss fassen.


    Wenn man das technisch Mögliche machen würde, sollte man den Fehler-Faktor Mensch aus dem Auto nehmen. Ob es dann allerdings noch Fans gäbe, die das bezahlen würden?

  • Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit brauchen nicht reglementiert werden. Die stehen im ureigensten Interesse der Teilnehmer, denn auch in der F1 gilt "to finish first you have to finish first".


    Diese sind aus oben erwähnten Kostengründen bereits limitiert, so dass sie mehr als ein Rennen halten müssen. Sonst hätten wir noch Qualifikationsmotoren, die nur eben dieses überstehen würden. Zudem einen für Regen und einen für Trocken, einen für Kalt und einen für warmens Wetter, etc... Unbezahlbar...


    Das Sicherheitsregeln aufgenommen werden sollten, hast Du ja bereits eingeräumt.

  • Wieso? In der Langstreckenmeisterschaft funktioniert das doch ganz gut.
    Da gibts Audi mit Diesel, Porsche mit Vierzylinder Turbo Toyota mit Saugmotor usw.
    Selbst der Energiespeicher ist offen. Schwungspeicher, Kondensator oder Batterie. Alles offen.
    Finde ich persönlich super interessant. Und dann muss es auch noch zuverlässig sein und die Tankmenge ist begrenzt.


    Sicherheitsregeln und Kosten deckelnde Regeln gibt es in gleicher Weise in der WEC wie in der Formel 1. Es sind eben andere Dinge reglementiert. Klar könnte man die Regeln wie in der WEC gestalten. dann würde die Formel 1 aber nicht mehr Formel 1 heißen, sondern WEC. Ist doch schön, dass es beides gibt. Und gemessen an Zuschauerzahlen kommt das Formel 1 Konzept bisher noch besser an.


    Heißt ja nicht, dass deswegen alles in Butter ist.

  • rst ich sehe, dass wir beide eine vollkommen unterschiedliche Vorstellung vom Regelwerk einer Rennserie haben. Während ich der Meinung bin möglichst wenig zu reglementieren und dadurch erhoffe, eine vielfältigere und damit interessantere Rennserie zu sehen, scheinst Du Gefallen an umfassenden (Budget-) Regelungen zu finden.
    Das ist Geschmacksache und somit kann eine Diskussion darüber zu keinem Ergebnis mit der Aussage richtig oder falsch führen.
    Ich kann jedoch nicht beobachten, dass die zur Zeit gültigen Budgetregeln der F1 zu einer Chancengleichheit der Teams oder zu für Rennstrecken finanziell lukrativen Veranstaltungen führt und halte diese Regelungen daher für entbehrlich.

    Gruß aus dem Bergischen Land
    Andreas


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  • Wer Hamilton einen Vorwurf macht, sollte mal überlegen, ob er nicht genauso gehandelt hätte. Ziel eines Racers ist doch Weltmaeister zu werden. Das sollte auch eine Teamleitung wissen und auch verstehen. Wie hätte Hamilton denn Weltmeister werden sollen, wenn er Vollgas fährt? F1 sollte kein Kindergeburtstag sein, flennen eh schon alle rum. Vettel ging mir in letzter Zeit extrem auf'n Sack. Alles Lappen!


    Verstappen ist für mich ein kommender Weltmeister. Mal ein paar Jahre abwarten.

    GT86 Furious Black, Alcantara, Mittelarmlehne, Eibach Pro-Kit, Enkei Yamato 8x18" Gunmetal, Good Year Eagle F1 225/40, Buddy Club Taillights

  • rst ich sehe, dass wir beide eine vollkommen unterschiedliche Vorstellung vom Regelwerk einer Rennserie haben. Während ich der Meinung bin möglichst wenig zu reglementieren und dadurch erhoffe, eine vielfältigere und damit interessantere Rennserie zu sehen, scheinst Du Gefallen an umfassenden (Budget-) Regelungen zu finden.
    Das ist Geschmacksache und somit kann eine Diskussion darüber zu keinem Ergebnis mit der Aussage richtig oder falsch führen.
    Ich kann jedoch nicht beobachten, dass die zur Zeit gültigen Budgetregeln der F1 zu einer Chancengleichheit der Teams oder zu für Rennstrecken finanziell lukrativen Veranstaltungen führt und halte diese Regelungen daher für entbehrlich.


    Ich wollte nicht behaupten, dass ich die eine oder andere Weise eines Reglements besser finde. Ich versuche zu erklären warum es so ist, wie es ist - finde es dennoch ebenso gut, dass es Rennserien gibt, die es anders machen. Ein richtig oder falsch hatte ich dabei nicht im Sinn. Ich glaube aber, dass eine Rennserie, wenn sie weltweit ähnlich erfolgreich wie Formel 1 oder WRC wird, entsprechend reglementiert werden muss, damit sie sich nicht selbst zerstört. (Erklärungsversuch siehe oben.)


    Die Budgetregeln versuchen die Kosten immer wieder zu deckeln, die nach kürzester Zeit an anderer Stelle wieder explodieren. Dass dies ultimativ von Erfolg gekrönt ist, möchte ich bei weiten nicht behaupten. Ohne diese jedoch wäre die Formel 1 (oder WRC) schon lange tot.

  • Ziel eines Racers ist doch Weltmaeister zu werden. Das sollte auch eine Teamleitung wissen und auch verstehen.


    Ein Racer fährt für sein Team von dessen er sein Salär bekommt. Zuerst kommt der Nutzen für das Team, dann der Nutzen für den Fahrer. Ansonsten muss er sich sein eigenes Team aufbauen. Wieso sollte ein Team zugunsten eines Fahrers eigene Nachteile riskieren?


    Mercedes hatte die Konstrukteursmeisterschaft schon gewonnen. Und auch die Fahrerweltmeisterschaft. Nun gilt es noch mit möglichst vielen Siegen und Punkten abzuschließen, denn das gibt Geld. Geld von dem diese Fahrer bezahlt werden müssen. Das hat Hamilton riskiert.


    Ferner könnte ich mir vorstellen, dass es für Mercedes besser ist, wenn verschiedene Fahrer auf ihrem Auto Weltmeister werden. Denn dann ist es Mercedes, mit dem unterschiedliche Fahrer Weltmeister werden können, und nicht Ausnahmefahrer XY, der sogar mit Mercedes Weltmeister wird. Abgesehen davon werden mehrere Märkte der Sponsoren bedient. (Nicht zuletzt Sponsor Mercedes selbst)


    Durch diese Langsamtuerei ist in den Medien bald mehr von diesem Vorfall, denn vom Meisterschaftsgewinn zu lesen. Auch diese Nagativpresse ist nicht im Sinne des Teams.


    Für das Team, für das Hamilton angestellt ist, hat er sicherlich nicht gehandelt. Daher ist die Kritik aus Team Sicht korrekt. Würde ich so gegen meinen Arbeitgeber handeln, hätte ich bestimmt bald eine Abmahnung.

  • Ich verfolge die Formel 1 in den letzten Jahren nicht so intensiv wie früher, schaue mir die meisten Rennen aber an.


    In meinen Augen hat Hamilton eindeutig falsch gehandelt (auch wenn er gegen keine Regel verstoßen hat und ich seine Fahrweise nachvollziehen kann) da er (mal wieder) gegen eine Team-Anweisung verstoßen hat, bzw nicht gehorcht hat. Formel 1 kann man bei den vielen Beteiligten im Hintergrund eigentlich als Mannschaftssport betrachten, wenn da einer nicht funktioniert, wird er vom Trainer ausgewechselt.


    Dass Hamilton kein Teamplayer ist hat man schon früher gesehen, Rosberg hat sich meines Wissens nach immer an die Anweisungen vom Kommandostand gehalten, bzw. erst damit aufgehört, als Hamilton vorgelegt hat, daher hat in meinen Augen vielleicht nicht der talentierteste Fahrer die WM gewonnen, sondern der beste, denn einen guten Fahrer macht mehr aus als “nur“ schnell zu fahren.


    Von Verstappen bin ich beeindruckt, aber ihm fehlt ein gewisses Maß an Respekt seinen Kollegen gegenüber bzw. Fairplay. Wenn alle ausmachen, es wird nach Beginn des Bremsmanövers (bei 360 Sachen im Abstand von wenigen Metern) die Spur nicht mehr gewechselt, weil man damit nicht nur sich sondern seinen Gegner in Lebensgefahr bringt, dann hat man das zu lassen. Er kann froh sein, dass er die Manöver gegen so alte erfahrene Hasen wie Vettel oder Räikönnen gefahren hat, andere wären ihm da mit Überschuss im Heck gelandet und wer weiß wie das für alle ausgegangen wäre. So schnell wie er ist, hat er solche Manöver eigentlich auch nicht nötig.
    Wenn er also in Sachen Fairness noch zulegt, wird er garantiert mal nicht nur ein schneller, sondern ein großartiger Fahrer.

  • Hamilton vs. Rosberg... erinnert mich oft an Hunt vs. Lauda.
    Ein guter und extram draufgängerischer Schönling-Prolo, der alles tut, um zu gewinnen, und ein bedachter zurückhaltend taktischer Fahrer. Ganz vergleichen kann man die sicher nicht, aber es gibt große Parallelen.


    Ich find bei Arten gut, das bereichert die Serie, und auch wenn ich Hamilton weniger mag, so ist er mir lieber wie der *Mimi es tröpfelt es ist zu unsicher zum fahren**Mimi der hat mich abgedrängt* Rosberg.
    Das mag nicht mehr zeitgemäß sein, aber Rennfahrer brauchen einfach dickste Eier, um durch Eua Rouge vollgas zu fahren und um einfach mal drauf zu halten bei einem Überholvorgang. Und dabei meine ich mit Bedacht, wie ein Hamilton das macht, klar geht das oft schief, aber nicht immer wie manchen jungen Raudi Kollegen.


    Und so oft wie er sich gegen das Team wiedersetzt hat, wäre er bei Ferrari ein Rennen nicht gefahren, oder geflogen, wie ein Raikkonen damals.

  • Fan bin ich von Kimi (klar wieso oder ?), Hamitlon (Talent ohne Ende, erinnert mich an Senna), Button, Massa


    Ich konnte Rosberg nicht wirklich ab. Zu introvertiert, zu sehr Jammerlappen. Hamilton hat letzte Saison in den USA voll reingehalten und Nico hat rumgeheult.
    Das hat er diese Saison abgestellt. Schnauze gehalten, voll angegriffen, dem Hamilton auch mal einen vor den Latz geknallt. Der gute Herr Rosberg ist zum harten Racer gereift und hat bei mir mächtig Bonuspunkte gesammelt.
    Ich bewundere Hamiltons Talent, aber sein Lebensstil ist nicht meine Welt, gut Rennenfahren kann er.




    Zum Sonntag.
    Ich habe volles Verständnis dafür, dass der Hamilton alles versucht um den Titel klarzumachen.
    Wäre ich an Rosbergs stelle gewesen hätte ich mir ne Kurve gesucht, die Innenbahn gehalten und mich "zufällig" verbremst.
    Wer Suzuka mit Senna und Prost gesehen hat weiss worauf ich hinaus will.
    Rosberg hat das jetzt am Sonntag clever gemacht und ist ein verdienter Weltmeister.
    Die Tatsache dass darum nun ein Drama gemacht wird zeigt welches Bild die F1 in den Medien abgibt.




    Zu Verstappen:
    Der Junge hat Talent, der Junge muss sich einen Namen machen, das passt den arrivierten Fahrern so nicht. Klar Senna, Lauda, Hunt, Piquet, Schumi, Villeneuve und Montoya waren auch nicht anders.
    22 Fahrer, alle ein riesen Ego und du willst dir Respekt verschaffen.
    In dem Sport spielt die Psyche eine grosse Rolle. Wenn jeder weiss dass du zu allem fähig bist dann überlegt sich manch einer zweimal ob er gegen dich voll reinhält.
    Bei Tempo 300 zickzack fahren geht aber nunmal gar nicht und das muss der Kollege Verstappen auch noch lernen. Wenn dich 21 Fahrer auf dem kiecker haben dann hast du ein Problem.
    Kimi, Vettel & Alonso haben alle schon bewiesen dass sie keine Chorknaben sind und wenn nötig auch mal ein Rennen wegwerfen um die Eier auf den Tisch zu legen.
    Ich erinnere da mal spontan an Monaco als Perez dem Kimi mal wieder zu sehr auf die Pelle rückte und dieser halt einfach mal hat stehen lassen.



    Zum Sport
    Mir taugt die F1.
    Es gibt Action, es gibt Überholmanöver, es ist spanend und die Chefetage hat erkannt dass wieder mehr Rambazamba her muss, nächstes Jahr gibts breitere Kisten, breitere Reifen und ca. 5 Sekunden schnellere Fahrzeuge. Zudem drücken nun die Jungen.
    Die MotoGP find ich auch klasse aber gerade in den 2000ern hab ich die SBK-WM bevorzugt weil in der GP nur 2 Fabrikate das Zeug zum Rennsieg hatten und das vergisst man seit 3-4 Jahren wieder.
    Die MotoGP hatte damals auch das Problem dass der Wettbewerb nicht mehr existent war.
    In der SBK haben sich Haga und Bayliss aufs übelste geprügelt, aber sind sich nie in die Kiste gefahren, haben sich immer Platz gelassen und so ziemlich die fairsten Rennen geliefert die ich je gesehen habe.
    Neben der Strecke waren sie super Kollegen, Nori's Sohn war gröster Baliss-Fan, auf der Strecke grosse Titelrivalen.
    DAS war für mich Rennsport vom feinsten.






    Richtig geile Rennaction gibts übrigens in Australien.
    Wenn ich mir die Rennen so ansehe, da wäre es easy dem Gegner voll in die Kiste zu fahren oder sich raustragen zu lassen. Knallhart aber saumässig fair.
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    Eines der kranksten Überholmanöver welches ich je gesehen habe wurde auch dort produziert.
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    Über alle 4 blockierten Räder in die Kurve zu überholen muss man erst mal bringen

    Demokratie ist, wenn 10 Wölfe und 1 Hase über die nächste Mahlzeit abstimmen.
    Freiheit ist, wenn der Hase wenigstens eine Schrotflinte hat.



    Liebe Grüsse aus der Schweiz