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Tommy

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1

Donnerstag, 4. Juni 2015, 00:21

Abgrenzung Unfall zu Bagatellschaden

Hallo Leute,

leider habe ich das Pech, dass mir nach nicht mal 3 Monaten an der Ampel hinten einer drauf gerauscht ist :-(. Ich war jetzt vor 2 Wochen beim Gutachter. Der hat festgestellt, das sowohl die komplette Heckschürze, als auch der Prallfänger gewechselt werden muss. Kosten incl. Arbeitslohn ~1500€. Eine Wertminderung hat er mir nicht zugestanden. Auf die Frage, ob dies nun ein Unfallfahrzeug ist oder ob das ganze beim Verkauf offenbarungspflichtig ist, hat er verneint. Daher auch keine Wertminderung. Ich habe nun ein bisl gesurft und gesucht was dort die Grenzen sind und ab wann man von einem Unfallfahrzeug spricht. Das ganze scheint etwas schwammig zu sein. Eine Genaue Grenze ab welchen Reperaturkosten ein Unfallfahrzeug gegeben ist, schein es nicht zu geben. In einem Urteil aus dem Jahr 2007 was ich gefunden habe, wurde gesagt, dass alles was über nachlackierarbeiten herrausgeht schon nicht mehr als Bagatellschaden gilt. Auch der Händler bei dem ich das Auto gekauft habe meint, das so ein Schaden beim Verkauf zu offenbaren ist. Meine Frage nun an euch:
Was würdet ihr ihn bei einem solchen Schaden (am besten aus Erfahrung) sagen?
Ich überlege den Gutachter auf zu fordern mir ein Schreiben auszustellen, das dieser Schaden nicht offenbarungspflichtig ist beim Verkauf.

Gruß
Tommy

MaryDorifto88

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Donnerstag, 4. Juni 2015, 00:26

Ist er nicht da nur angeschraubte Bauteile ausgetauscht werden!
Offenbarungspflichtig wird es erst wenn gerichtet werden muss soweit man mir sagte...

Tommy

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3

Donnerstag, 4. Juni 2015, 00:30

Ja so hat die Werkstatt beim Gutachter auch argumentiert. Alle anderen Werkstätten in den ich nachgefragt habe, meinten ehr dass bei einem Solchen Schaden auch meist eine Wertminderung und Offenbarungspflicht greift.

Raipier

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Donnerstag, 4. Juni 2015, 00:54

Bei einem Tausch von Anbauteilen (Stoßfänger, Querträger, Kotflügel, Haube, Türen, etc.) brauchst gilt keine Offenbarungspflicht.

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Tommy (04.06.2015)

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Donnerstag, 4. Juni 2015, 07:28

Wenn dir keine Wertminderung zusteht ist er nicht Offenbarungspflichtig.
Hab gerade den selben Kram am Hacken. Bei mir ist auch nur die Schürze und Träger betroffen.TRD Rep kosten laut Gutachten 2406 Eur. Wertminderung 200 Euro.
Im Gutachten steht das es kein Unfallw. ist,jedoch der Schaden Offenbarungspflichtig ist. Die gehen da nach irgend so eine Tabelle.

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Tommy (04.06.2015)

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Donnerstag, 4. Juni 2015, 08:59

Man muss zwischen "Unfallwagen" und "unfallfrei" unterscheiden. Unfallwagen ist deiner nach dem Schaden nicht, deswegen auch keine Wertminderung. Unfallfrei ist er jedoch auch nicht und somit offenbarungspflichtig. Mehr dazu weiß Google oder z.B. hier.

Jeryko

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Donnerstag, 4. Juni 2015, 18:36

Jetzt mal nebenbei gefragt, wenn Du ein Wagen kaufen magst, würdest DU gern wissen ob der Wagen solch einen Schaden hatte oder nicht?

(Es wird hier zwar um die Rechtslage diskutiert, aber nicht um die Ehrlichkeit ;) )

Fox

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Donnerstag, 4. Juni 2015, 22:38

da nicht GT86 spezifisch schiebe ich mal ins Automobile
Mein Spätzünder ^^
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Samstag, 6. Juni 2015, 11:29

Tach auch!

Nach kurzer Recherche möchte ich kurz zur Rechtslage ausführen:

Hatte ein Gebrauchtwagen beim Verkauf einen Unfall, der mehr als nur ein Bagatellschaden und deshalb wertmindernd ist, dann liegt ein Sachmangel vor. Daran ändert nichts, dass der Schaden fachmännisch repariert ist. Der Käufer könnte Kaufpreisminderung verlangen oder z. B. vom Kauf zurücktreten. Es muss nicht einmal "unfallfrei" vereinbart sein, auch ohne Abrede darüber ist der Wagen mangelhaft. Daher sollte man beim Verkauf offenbaren, welche Vorschäden vorhanden waren, wenn diese mehr als Bagatellschäden sind.

Zur Abgrenzung Bagatellschaden - Unfallschaden:
"Bagatellschaden kann nur ein Schaden sein, der so geringfügig ist, dass er bei vernünftiger Betrachtungsweise den Kaufentschluss nicht beeinflussen kann. Damit bleiben für Bagatellschäden nur etwa ganz geringfügige Lackschäden, nicht aber Blechschäden übrig, mögen sie auch rückstandsfrei und ohne großen Aufwand repariert worden sein." vgl. Kommentierte BGH-Rechtsprechung Lindenmaier-Möhring 2008, 249603.

Ich hoffe, das hat geholfen? Bei weiteren Fragen, einfach fragen. Vielleicht kann ich sogar antworten ;-)

Gruß, Julian

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Tommy (07.06.2015)

Tommy

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Sonntag, 7. Juni 2015, 12:04

Danke für eure sowohl vielzahligen, als auch sehr hilfreichen Antworten.
@Jeryko natürlich würde ich auch gerne von so einem Schaden erfahren und ICH würde es auch nicht verheimlichen. Ich habe mich nur gefragt, ob nicht bei den Meisten Käufern dann ehr eine Abschrekende Wirkung eintritt bzw. die meisten Händler würden wohl sagen: "Ich gebe dir den Betrag xxx weniger". Also ist in dem Fall wohl der ehrliche Verkäufer leider der dumme, wenn er dann noch nichtmal eine Wertminderung zugestanden bekommt.
Aber davon ab möchte ich mein Schmuckstück ja eh nicht verkaufen. Nur ärgerlich, das mir das nach nichtmal 3 Monaten mit meinem neuen Auto passtiert und nicht mit dem 17 Jahre alten Wagen davor :-D.