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Montag, 14. April 2014, 09:51

Das der GT 86 im Subaru Werk gebaut wird hat aber auch was sehr gutes. Das Subaru Werk in Japan ist nämlich die erste "grüne" Autofabrik der Welt. Das heisst es ist die erste Autofabrik die zu 100% unabhängig von Japans Energieversorgung ist (und das schon vor Fokushima). Der Gesamte Strom wird per Windkraft und Solarenergie erzeugt. Für Fuji Heavy ein logischer Schritt, denn eine andere Sparte dieses Konzerns ist einer der größten Windkraftgeneratorenhersteller.


Oh la la, da ist aber jemand gründlich auf geschickt manipulierte Daten in Werbebroschüren hereingefallen. Wenn es so wäre, dass diese "grüne" Autofabrik tatsächlich nur mit selbst aus Wind- und Solarenergie hergestelltem Strom arbeiten würde, müsste die Produktion bei Flaute und Dunkelheit eingestellt werden. "Sorry, wir können Ihr bestelltes Auto nicht bauen, es weht gerade zu wenig Wind". Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendeinen Industriebetrieb auf der Welt gibt, der so arbeitet.

Bestenfalls kommt diese Autofabrik rein bilanziell auf eine bezogene Arbeit in MWh, die zufällig über's Jahr gesehen in irgendwelchen über das Land verteilten Wind- und Photovoltaikkraftwerken produziert und in überregionale Netze eingespeist wird. In der Realität heisst das, dass "grüner Strom" zu manchen Zeiten im Überfluss vorhanden (und damit wertlos) ist und während der dunkelen Flaute der von der Autofabrik dringend sofort benötigte Strom in Anlagen produziert werden muss, die jederzeit zur Verfügung stehen müssen.
Gruß aus dem Bergischen Land
Andreas

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Montag, 14. April 2014, 09:55

Jepp, ist das gleiche, wenn ich 100% Ökostrom beziehe, ich bezahle dafür, es kommt aber aus der gleichen Steckdose mit dem gleichem Strom von RWE mit Braunkohle....

Asien ist Lichtjahre entfernt von "Öko".....

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Montag, 14. April 2014, 12:21

Oh je, das wäre ja schon ein eigenes Kapitel Wert. Ich war 2005 in Japan, da ich als Projektleiter (QM Zertifizierer) die Wasserkraftturbinen für dieses Werk (bzw. für die Zulieferer) überwacht habe. Das ganze Industriegebiet in der Provinz Tochigi hat natürlich auch eine Anbindung an das öffentliche (Atom)Stromnetz, denn die überschüssige Energie muß ja abgeführt werden. Das Problem ist nicht kein Wind (an Japans südostküste gibt es keine Windstillen Tage) sondern eher zu viel Wind.

Das Industrieareal verfügt über riesige Wasserturbinenwerke, bei Energieüberschuss wird Wasser in höher gelegte Rückhaltebecken gepumpt. Wenn die Energiemenge nicht ausreicht wird dieses Wasser durch Turbinen in´s Tal geleitet. Energiespitzen und Energieengpässe werden alsdann in das Stromnetz eingespeist bzw. entnommen. Ein Kollege (dessen Gewerk die Elektrizität war) sagte mir, das die max. Kapazität der Windkraft und Solaranlagen ca. um den Faktor 5 über der benötigten Menge des Industrieareals läge (Das ist/war einmalig in der Welt).

Ja, der Asiatische Raum ist weit weg von Öko, aber Japan und China (beides Asien) sind noch mal soweit auseinander (Kulturell und was Öko anbelangt) wie Johannesburg und Flensburg. Die Japaner haben einen sehr großen Respekt vor der Natur und haben da ein ganz anderes Verhältnis wie die Chinesen (ich war in beiden Ländern). Japan ist da ziemlich dicht an Europa. Was "Natur" betrifft würde ich sagen, die sind "grüner" als wir deutschen.

Andere Fabriken machen das in Japan genauso, nur in Tochigi steht/stand die modernste (2005) und Größte Anlage Japans (Das ist Stand 2005, war seit dem nicht mehr in Japan, weiß nicht ob es mittlerweile noch größere Anlagen dort gibt).

Hat mich damals und heute beeindruckt, auch wenn das eigentlich gar nicht hierhin gehört. Japan ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Ansonsten ist der Strommarkt, wie wir alle wissen, ein Virtueller Markt, was technisch bedingt aber gar nicht anders geht, aber ökologisch Sinnvoll ist.
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Montag, 14. April 2014, 14:58


Energiespitzen und Energieengpässe werden alsdann in das Stromnetz eingespeist bzw. entnommen.



Da wundert es mich doch sehr, dass Du mit Deinem technischen Hintergrund Werbebotschaften im Stile von "die erste Autofabrik die zu 100% unabhängig von Japans Energieversorgung ist " weiterverbreitest.
Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, dass es ein Industriekonzern schafft, mittels großer Pumpspeicherkraftwerke die Zufallsstromproduktion von Windkraftanlagen zu vergleichmäßigen. Ebenso ist es auch aus meiner Sicht lobenswert, wenn die Industrie selbst sich um eine ökologische Stromerzeugung bemüht. Aber ich halte es für unzulässig und in gewisser Weise manipulativ, wenn in der Darstellung eine rein bilanzielle Ökostrom-Selbstversorgung dann zu "zu 100% unabhängig" umdeklariert wird.
Ähnlich ist es, wenn der Schönauer seinen (Öko-)Strom aus Wasserkraftwerken in Norwegen bezieht und tatsächlich glaubt, dass sein Strom, der sonst immer den Weg des geringsten Widerstands wählt, nicht schon in Norddeutschland die Lampen erhellt, sondern auf geheimnisvolle Weise und unter Umgehung physikalischer Gesetzmäßigkeiten den Weg bis in den Schwarzwald findet.
Gruß aus dem Bergischen Land
Andreas

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Montag, 14. April 2014, 15:42

Hallo Andreas,

bin ja bei Dir. Die EG Öko Audit Verordnung regelt zwar den ganzen Kram was legal und "Autonom" bedeutet, das ist für den Gesunden Menschenverstand und für viele andere aber nicht wirklich transparent.

Was viel spannenderes, was ist das für ein geiles Auto auf Deinem Profilbild (Toyota ? Subaru?) Ups schon sind wir wieder beim Ursprungsthema.

LG

Sven
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Montag, 14. April 2014, 15:57

Die "Autofrage" wird detailliert in "Andreas' bergische Kaffeetafel" beantwortet. Komm doch mal da vorbei.
Gruß aus dem Bergischen Land
Andreas

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Montag, 14. April 2014, 18:55

Gerne, nur wo ist die (irgendwo im Bergischen Land, das habe ich verstanden:-)))))).
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Montag, 14. April 2014, 19:35

Hier findest Du die Geniesser der gepflegten Plauderei.
Gruß aus dem Bergischen Land
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Dienstag, 15. April 2014, 07:23

Und nun wieder zurück zum Thema Männer :thumbup:
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Dienstag, 15. April 2014, 07:53

Was in der Tat auffällt ist, dass auf sehr vielen Teilen das Subaru-Logo drauf ist...
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Dienstag, 15. April 2014, 08:04

Ich habe irgendwo mal das Gerücht gehört, dass sogar auf dem Toyota Logo Subaru drauf steht :whistling:
Ich werde meine Logos morgen abmachen ... wenn dem so ist, werde ich ein Foto einstellen :D
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Dienstag, 15. April 2014, 10:43

Unter den Toyota-Logos auf den Kotflügeln im Motorraum ist Subaru im Blech...

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Dienstag, 15. April 2014, 11:30

Welcher Hersteller stellt denn bitte ihre eigenen Logos her ;) Die werden nicht nur eingekauft, die Zulieferer selbst beauftragen nochmal externe Büros, die die Anlagen/Maschinen entwickeln :D
Naja ok vielleicht tun das nicht alle..

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Dienstag, 15. April 2014, 12:00

Und es ist genauso Usus, dass Autos im Auftrag bei "Zulieferen" (teil-)entwickelt und gebaut werden. Der Lexus LFA (oder auch früher der Toyota GT2000) ist so z.B. eigentlich eher ein Yamaha...
Die Frage nach Toyota oder Subaru liegt eher im Auge des Betrachters - ich würde keine der beiden Thesen weder komplett bejahen, noch verneinen. Als Auftragsgeber und Initiator wäre es Toyota, als Entwickler wohl beide (zu steiten wäre über den Anteil), als Produzent schließlich Subaru...
Also: Toyobaru!

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Dienstag, 15. April 2014, 12:18

Beim Lexus hat Yamaha, wenn ich den Bericht richtig in Erinnerung habe, den Ansaugtrakt gemacht. Würde nicht sagen das das Auto deshalb gleich ein Yamaha ist ^^
Was mit bei den JApanern gefällt ist das sie noch vergleichsweise viel selbst machen. Für mich das krasseste Beispiel ist das Thema Motor. Bei VAG wird meines Wissens auch die Motorenpalette hin- und her geschoben, da hat der SEAT den gleichen Motor wie Audi und VW.
Honda baut Honda-Motoren, Subaru Subarumotoren.... :thumbup:

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Dienstag, 15. April 2014, 12:30

Naja seat, Audi und VW gehören auch zusammen... deswegen teilen die sich logischerweise auch die Motoren! Peugeot und Citroen teilen sich auch alles, weil die zusammen gehören.
Und Mercedes kauft Motoren bei Renault, BMW bei PSA (Peugeot-Citroen)... und Toyota verbaut Subaru Motoren. Also ist das eh alles recht fließend... und wenn man von der Zulieferkette betrachtet haben die meisten das ABS von Bosch oder Conti...
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Basti

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Dienstag, 15. April 2014, 12:37

genau das habe ich ja gesagt. Mir gefällt es das in Japan noch nicht alles Einheitsbrei ist. Klar gibt es da immer mal kleine Kooperationen wie Subaru-Suzuki, Toyota-Subaru, Toyota-Peugeot. Aber gefühlte 95% sind noch eigen.
Bei den Europäern sind das gefühlte 10%.

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Dienstag, 15. April 2014, 15:30

Da kann ich Basti nur Zustimmen. Die Deutschen Hersteller haben sich leider komplett aus der Fertiegungstiefe zurückgezogen. Nur noch Ingeneering und Montage leisten sich die Deutschen Autobauer, wobei letzteres auch bald passe ist. Ich fahre keine Chinesischen, Rumänischem, Ungarischen Autos mit deutschem Logo und deshalb bleibt leider fast kein Deutsches Modell mehr übrig.

Wenn ich daran Denke, das Mercedes in den 80er noch Sitze, Innenausstattung und Getriebe komplett selbst gefertigt hat. Oh je, schon schade, wenn Unternehmen Ihre Kernkompetenzen in die Mülltonne hauen. Wenn ich mir die heutigen Autos von denen Anschaue fühle ich mich bei den Preisen einfach nur betrogen.

Mich wundert es überhaupt, das eine Marke wie Subaru mit lächerlichen 500.000 Autos im Jahr Weltweit immer noch erfolgreich (Profitabel) am Markt ist und sich seine eigenen Konstruktionen (Boxermotoren, Allrad, Plattformen, Fahrwerke) überhaupt leisten kann. Die Subaru Boxer werden meines Wissens nach in keinem anderen Fahrzeug (vom GT mal abgesehen) verbaut. Das ist für alle anderen Autobauer undenkbar (wegen der geringen Stückzahlen). Auch erstaunlich, das trotz aller Kooperationen mit Giganten wie Toyota, Suzuki, Chrysler, sich nie eine Übernahme abzeichnete sondern immer nur Minderheitsbeteiligungen zustande kamen. Die machen einfach Ihr eigenes Ding

Gefallen hat mir das Werbeposter hinterm Schreibtisch meines Subaru Dealers: " Warum sich mit einem Stern zufrieden geben, wenn man sechs haben kann"
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Dienstag, 15. April 2014, 21:21

Beim Lexus hat Yamaha, wenn ich den Bericht richtig in Erinnerung habe, den Ansaugtrakt gemacht. Würde nicht sagen das das Auto deshalb gleich ein Yamaha ist
Ich habe andere Quellen:
http://www.thetruthaboutcars.com/2012/07…lance-of-power/
Wurde nicht hier irgendwo auch ein Video diesbezüglich gepostet? War das nicht die F1-Motoren-Schmiede?
Letzten Endes aber auch egal - meine Aussage wird daher nicht anders. Mag jeder sehen wie er will - irgendwie stimmt beides.

Generell ist es mir auch egal wie das Auto heisst und von wem es ist - Hauptsache es ist wie es ist (Naja, außer es wäre ein Aston Martin :love: )...

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Dienstag, 15. April 2014, 21:35

Toyota nutzte für den LFA Motor sowohl die F1 Motoren Fabrik als auch Yamaha.

Generell sind einige Zylinderköpfe bei Yamaha entwickelt worden, zb vom 7M-GTE