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  • »Hectorpascal« ist der Autor dieses Themas

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1

Donnerstag, 28. August 2014, 10:36

Saugertuning vs. Aufladung

Hallo zusammen,

aufgrund der neuesten Vorkommnisse möchte ich euch zu einer Diskussion einladen um alle Möglichkeiten zum
tunen in Relation von Preis und Leistung zu setzen.
Ich persönlich gehöre zur Saugerfraktion weil der GT sehr gut auf dieses anspricht und mit eine paar Änderungen
so richtiges Rennfeeling aufkommt.
Einige hier haben das bereits umgesetzt und sind damit sehr glücklich.
Die Kosten dafür sind sehr überschaubar und für weit unter 1500€ hat der GT mal schnell 220PS und 230NM verpasst bekommen.
Ein Low-Budget Paket bestehend aus Fox-Auspuffanlage mit EC-Zulassung, K&N-Filtermatte und Mapping kostet ca. 1300€ ohne Versandkosten

http://dein-sportauspuff.de/fox-edelstah…geschraegt.html
http://www.autoteilemann.de/k-n-replacem…er-33-2300.html
http://www.ebay.de/itm/Toyota-GT86-Subar…=item4ac2ba7b46

Das macht 65€ pro PS und 76€ für jedes NM.
Je nach Ausgangslage kann das mal etwas mehr oder weniger sein.

Kommen wir nun zu den Aufladungen.
Die Pakete kosten mit allen notwendigen Eintragungen und ohne Stage 2-Komponenten ca. 8500€ und mehr.
290PS und ca. 300NM sind damit legal erreichbar.
Ausgehend von der Serienaustattung betragen die Kosten pro PS 94€ und für jedes NM sind 97€ einzurechnen

Habe ich bereits o.g. Low Budget-Paket installiert, erhöhen sich die Kosten entsprechend weil noch 1300€ hinzugerechnet werden
müssen und der Abstand von PS und NM zueinander sinkt.
Ergebnis sind 140€ pro gewonnen PS und NM.
Erst das eine und dann das andere machen zu lassen ist also am teuersten.
Ich finde das deswegen von vorneherein eine Entscheidung fällig ist.

Es wird nun teuer!
Bei den Aufladungen kommt noch ein höherer Wartungsaufwand, die geringere Haltbarkeit und die nun endgültig verwirkte Garantie auf Motor und Antriebsstrang dazu.
Das Low-Budget-Saugertuning hat diesbezüglich kaum Mehrkosten und selbst Garantieleistungen sind teilweise noch möglich.
Das negative am Saugertuning ist das man sich verzetteln kann und anfängt kostenspielige Änderungen und Verschlimmbesserungen vorzunehmen
in der Hoffnung auf eine bessere Leistungsausbeute.

Ein anderer Krümmer für relativ günstige 1000€ und im Schnitt ca. 5 PS Mehrleistung kostet uns 200(!) pro PS.
Selbst wenn ich überoptimistisch 10 PS annehme sind es noch 100€, dann ist es aber endgültig mit der Legalität (fehlender Kat) vorbei
und solche Krümmer kosten mit Import auch mehr als 1000€.
Eine Verbesserung der Drehmomentkurve (Torque Dip) ist nur für wenige unter uns relevant und
betrifft obendrein nur einen sehr engen Bereich.
Low-Budget Krümmer aus Fernost (Taiwan) habe ich bewusst rausgelassen, genau so wie Borla & Co.
Wer zusätzlich neu abstimmt lässt sprengt nun endgültig die 200€/PS Grenze.

Änderungen am Ansaugtrakt bergen mehr Risiken für einen Leistungsverlust und einbussen bei der Fahrbarkeit
als das nennenswerte Vorteile entstehen.
Ausser den überschaubaren Kosten für eine Filtermatte (Wartungsteil) ist das mit einer Geldverbrennung gleichzusetzen.
Ohne Abstimmung nach einer Änderung "hofft" man eher auf eine Verbesserung die nicht wirklich kontrollierbar ist.
Es muss viel Aufwand betrieben werden um einen sehr fraglichen Leistungsgewinn in Lastbereichen zu
erzielen die selbst für die wenigen Rennfahrer unter uns vernachlässigbar sind.
Kosten: 0 PS für X€. Herzlichen Glückwunsch!

Ich schreibe das weil ich selber mich derzeit selbst sehr intensiv mit Sinn und Unsinn weiterer Modifikationen und deren Kosten auseinandersetze.
Mit zunehmenden Alter kommt sowas häufiger vor. :D
Wahrscheinlich bleiben nur noch ein weicher abgestimmtes Fahrwerk und eine Schwungscheibe übrig, wobei beides für Alltagsfahrer nicht wirklich wichtig ist.
Ich persönlich hätte nach einem Jahr GT nur gerne etwas mehr an Komfort.
Um das zu bekommen sind 16 Zoll Felgen schon fast ausreichend und sparen obendrein langfristig Kosten an Material und Benzin.
Fahrspass und der Adrenalinspiegel leiden darunter bestimmt nicht. ;)

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2

Donnerstag, 28. August 2014, 11:08

Sinn und Unsinn weiterer Modifikationen und deren Kosten
Mal meine -zugegeben recht nüchternen- Überlegungen dazu:

Den GT habe ich gekauft, weil er ein bezahlbarer und halbwegs vernünftiger Sportwagen ist. Und bei einem Sportwagen ist mir vor allem wichtig, dass er Fahrspaß vermittelt.
200 PS machen zweifellos eine Menge Spaß, ich kann das Fahrzeug aber in dieser Leistungskategorie auf öffentlichen Straßen schon nicht mehr am Limit bewegen. Dafür müsste ich auf eine Rennstrecke.
250 oder sogar noch mehr PS machen sicher auch noch mehr Spaß, da ich aber die 200 schon nicht richtig nutzen kann, sind die 50 zusätzlichen Pferdchen eigentlich unnötig. Oder eben für die Rennstrecke.
Ergo machen leistungssteigernde Modifikationen für mich als Hobbylandstraßenfahrer also eigentlich keinen Sinn. Sie lesen sich auf dem Papier vielleicht noch ganz gut, verschlingen aber eine Menge Geld. Geld, das bei mir nicht für mehr Spaß am Fahren sorgt. Für mich käme Leistungsoptimierung also höchstens infrage, wenn sowieso ein Teil getauscht werden müsste und ich mit geringem finanziellen Aufwand ggü. des Originalteils auch ein Leistungssteigerndes verbauen könnte.
Warum sollte ich laufen? Ich habe doch vier gesunde Reifen.

3liter

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3

Donnerstag, 28. August 2014, 11:09

Turbokits mit allem drum und dran gibt es schon ab 6999 für ca. 90 PS - also 77€/PS. Für Saugertuning mit 1500€/20PS liegen wir bei 75€/PS.

Garantie ist beim Turbo/Kompi ganz sicher weg. Beim Saugertuning theoretisch aber auch.
Wartungsmehraufwand für den Turbo gibt es so nicht. Für den Kompressor dagegen schon, z.B. zusätzlicher Ölwechsel (wird sich aber wohl ordentlich in Grenzen halten).
Höheren Verschleiß hast du beim Saugertuning genauso wie bei einer Aufladung - in Abhängigkeit vom Leistungszuwachs und Häufigkeit und Höhe des Leistungsabrufs.

Am Ende ist doch nur die Frage:
- Wieviel Leistung will ich?
- Was bin ich bereit auszugeben?

Bin ich bereit, genug dafür auszugeben, dann Aufladung, sonst Sauger. Oder ganz was anderes. Felgen, Fahrwerk, Bremsen, AGA, Reifen. Je nach persönlichem Gusto und Einsatzgebiet.
3liters TURBO

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NikolausN30

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Donnerstag, 28. August 2014, 11:11

Allgemeine Modifikationen für mehr Fahrspass

Ich hoffe mein Beitrag trifft dein Thema,
aber um mehr Fahrspass zu haben ist nicht zwingend mehr Leistung nötig. Evtl. reicht es das vorhandene Potenzial effizienter zu nutzen. Gute Möglichkeiten sind da meiner Meinung:
  • Leichte Felgen,
  • Leichte Kardanwelle (okay überproportional teuer),
  • Leichte Schwungscheibe und
  • Leichte, ausgewuchtete Riemenscheiben.

Dazu noch eine guter Luftfiltermatte, verschlossene Resonatoren, thermoisolierte Ansaugschläuche und eine nicht angeschlossene Kurbelgehäuseentlüftung am Ansaugrüssel
+ eine Abstimmung auf dem Prüfstand.
Klar weitere Dinge an der Auspuffanlage sind sinnvoll, hier kenne ich mich aber nicht besonders aus.

Weiß jemand, welche Maßnahme an der Auspuffanlage am sinnvollsten ist?
Ich fahre schon seit Jahren ein Hybridfahrzeug, meiner verbrennt Benzin und Reifen. :thumbup:

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Donnerstag, 28. August 2014, 11:35

@3liter: Wenn du das Turbokit von MPS meinst dann kommen noch Kosten für Ansaugtrakt, Einbau und Eintragung dazu.
@NikolausN30: Ich würde das auf Felgen und Schwungscheibe reduzieren weil das am meisten bringt.
Bei rotierenden Massen ist der Aussendurchmesser ausschlaggebend und Riemenscheiben/Kardanwelle tragen ausser
einem Gewichtsersparnis nicht nennenswert dazu bei.
Das habe ich hier im Forum gelernt. :D
Dem Fahrspass sind diese Modifikationen bestimmt nicht abträglich.

chireb

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Donnerstag, 28. August 2014, 11:45

Dem kann ich mich anschließen mit Abstrichen bei der Kardanwelle: die lohnt in Bezug auf den finanziellen Aufwand absolut nicht.
Wirkungsvolle Änderungen an der Auspuffanlage, speziell der Einbau eines gut abgemessenen Fächerkrümmers bringen erst richtigen Leistungszusatz, wenn eine ordentliche Abstimmung vorgenommen wird.
Ein richtig gut funktionierender Fächerkrümmer kann sogar einen Leistungsverlust bringen, wenn die bessere Strömung zu einer Abmagerung führt.
Da der GT aber in einigen Bereichen relativ fett läuft, kann man eher ein leichtes Leistungsplus erwarten.
Hat man dagegen über ein ECUTEK-Update das Gemisch bereits etwas magerer programmiert, verliert man im oberen Bereich auch schon mal ein wenig gegen den vorherigen Stand.
Es kommt immer auf den Einzelfall an.

Die Abstimmung muss nicht unbedingt auf dem Prüfstand erfolgen. Das geht auch auf der Straße und ist hier sogar motorschonender als auf dem Prüfstand. Das dauert dafür länger, kostet aber nix, man muss wissen wie das geht und die Ausrüstung haben.
Wenn man z.B. Änderungen im Ansaugbereich vorgenommen hat wie z.B. den HKS-Trichter, dann macht der sich eh´ nicht auf dem Prüfstand sondern nur bei höherer Geschwindigkeit und einer Straßenabstimmung bemerkbar, wenn der Effekt durch den Staudruck mit berücksichtigt wird. Auf dem Prüfstand funktioniert das nicht. Ich halte bei einer guten Kombination aller Möglichkeiten ohne Eingriff in die Motorhardware eine Leistung von bis zu 240 PS möglich.
"Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit, die Lehrfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit, das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis, das Eigentum oder das Asylrecht zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte...." Art 18 GG

The-T

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Donnerstag, 28. August 2014, 11:54

Vom Prinzip her muss man aber sagen, dass man bei einem aufgeladenem Motor, ja noch weiter hinaus kann, ohne hohe kosten (Zündzeitpunkt, Füllung, Ladedruck<3 ).
Das heisst ein Leistungszuwachs zu den ca. 300ps von 10-50 ist jederzeit möglich, wenn man auf verschleiß geht ;)

Ich bin überzeugter Turbofahrer,
aber mein GT bleibt so wie er ist ein Sauger, weil er sich so als Daily Driver einfach super fahren lässt ;)

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Donnerstag, 28. August 2014, 13:09

@chireb: Sag mir Bescheid wenn du die 240PS erreicht hast. :D
Wenn das ganze legal zu machen ist, dann würde ich nochmal Geld in die Hand nehmen.
Ich gucke schon jeden Tag auf dein Schwungscheibenupdate weil ich es einfach geil finde wenn der Motor
so richtig reissen kann.

@The-T: Klar gehen mehr als die 300 PS, ganz ohne Frage.
Die mögliche Leistung ist bei einem Stage 1 aber limitiert. So ganz ohne Geld in die Hand zu nehmen
funktioniert es dann doch nicht.
Die Rechnung wächst mit den PS exponentiell. ;) :D

Pedrobear

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9

Donnerstag, 28. August 2014, 13:13

Also da hab ich ja noch ein Schnäppchen gemacht mit dem Vortech Kit inkl. Ölkühler um 6K, das sind 75€ pro PS. :D Früh genug zugeschlagen.

Ich möchte hier noch anmerken:

Das Wichtigste ist wieviel Leistung ich anstrebe! will ich nur 230PS steht ja eine Aufladung sowieso nicht zur diskussion.
Will ich 280 PS aber als Sauger, ist sicher die Aufladung wieder die günstigere Variante, ja die ersten 20PS sind billig, aber irgendwann sind die "günstigen Umbauten" gemacht und dann kommen teure Komponenten wie Krümmer usw.

Saugertuning steht irgendwann an! Mehr Luft= mehr Sprit= mehr Leistung
Turbo, Kompressor sind fähig, die Leistung (natürlich mit entsprechenden Mods.) sehr hoch zu treiben.
Pearl White Aero mit Leder, MT
Optik: Dotz Shift 8x18, getönte Scheiben, Valentis Red, Hauptscheinwerfer innen schwarz, Shark Fin
Motor: Vortech Supercharger, HKS Intake , Pulley Kit, Cusco Oil Catch Can, TRD Ölfilter, Seitrab GME Ölkühlerkit, AKM UEL Cattless, Bastuck Catback
Fahrwerk: TRD Fahrwerk Verstärkungs Kit, Cusco Domstrebe vorne, Sturzeinstellkit vorne bis 1,75°
Interieur: Parrot Asteroid Multimedia mit Torque, Öldruckanzeige, Aktivsubwoover

860

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Donnerstag, 28. August 2014, 13:16

Das macht 65€ pro PS und 76€ für jedes NM...
... betragen die Kosten pro PS 94€ und für jedes NM sind 97€ einzurechnen


Zunächst die Feststellung: Ich bin ein Fan von Saugmotoren!

Jetzt zur Sache. Der Preisvergleich Kosten/Zusatz-PS sieht auf den ersten Blick zwar plausibel und richtig aus, bei näherer Betrachtung ist er das aber nicht. Hier wird eine Mehrleistung von 20 PS mit einer Mehrleistung von 90 PS verglichen, das verzerrt den Vergleich.

Korrekt wäre ein Vergleich 45 % Mehrleistung durch Saugertuning/45 % Mehrleistung durch Aufladung. In diesem Fall wäre ich auch ohne Recherche überzeugt, dass die Mehrleistung durch Aufladung wesentlich günstiger zu bekommen wäre. Im Falle von nur 10 % angepeilter Mehrleistung ist der Kostenvorteil ganz sicher beim traditionellen Saugertuning, denn dafür benötigt man das ganze teure Verdichtergeraffel nicht.

Wenn man also die Leistung seines Motors nach der Devise jede zusätzliche PS so günstig wie möglich zu bekommen steigert, müsste erstmal (wie so oft im Leben) das Ziel definiert werden. Mit steigendem Zusatzleistungsanspruch ohne persönliche Vorlieben bezüglich Sauger/Aufladung zu berücksichtigen, muss am Kreuzungspunkt der beiden Kostenkurven die Entscheidung von Saugtuning zu Aufladung kippen.

Das Leben kann so einfach sein.
Gruß aus dem Bergischen Land
Andreas

Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.

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Donnerstag, 28. August 2014, 13:51

@860: Korrekte Sichtweise.
Wenn ich über Preis/Leistung schreibe meine ich die maximal erreichbaren Leistungen bei minimalen Einsatz.
Ich kenne mich nicht so gut aus aber ein Saugertuning bei unserem 2L Boxer ist bis zu welcher PS-Zahl möglich?
Ist das ganze dann noch bei Tempo 30 in der Stadt fahrbar?
Prozentual diese beiden miteinander zu vergleichen ist zwar akademisch richtig aber die Physik macht dir einen Strich durch die Rechnung.
Wer z.B. als Ziel 250PS anstrebt, hat eine schwere Entscheidung zu treffen.
Er muss sich mit nur ca. 225 PS begnügen und wird (vielleicht) etwas unzufrieden sein
oder er legt das 6,5-fache an Geld hin und seine Guthabenseite ist nachzubessern. :D
Dummerweise werden die Aufladungen immer teurer anstatt diejenigen mit weniger Ansprüchen
zu bedienen. Neben den reinen PS würde sich ja auch so manches andere Problem (Torque Dip)
erledigen. Eine Möglichkeit wäre der Innovate ohne Wasserkühlung und Frontpipe.
Leider produziert der durch seine Leistungsentfaltung untenrum schon sehr viel Hitze
was bei starker Belastung kritisch werden kann.
Ein Innovate-Kit von SAW ohne Wasserkühlung und Frontpipe das sowas berücksichtigt wäre mal obergeil und eine Nische obendrein!
Peer, hörst du zu?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hectorpascal« (28. August 2014, 13:59)


860

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Donnerstag, 28. August 2014, 14:08

ist zwar akademisch richtig aber die Physik macht dir einen Strich durch die Rechnung


Wenn etwas akademisch richtig ist, spielt in > 99,9% aller Fälle auch die Physik mit ;)

Warum stünde einer, der 250 PS anstrebt, vor einer schweren Entscheidung? Man lässt sich von einem Motorenbauer ein Angebot für 250 PS Saugertuning und eins für 250 PS Aufladung geben. Der Interessent sieht die Preise, mischt seine persönlichen Vorlieben darunter und entscheidet (bei 250 PS vermutlich zugunsten Aufladung).

Edit: Noch eine Einschätzung zur Maximalleistung eines 2,0 L Vierzylinder Saugmotors. Ohne Berücksichtigung von Abgasvorschriften (Davon hab ich absolut keine Ahnung) und unter Vernachlässigung der Lebensdauer würde ich so einem Motor etwa 150 PS Literleistung bei ca 9000 U/Min, also 300 PS mit handelsüblichem Sprit zutrauen. Man wird dabei wohl auch Kompromisse bei der Standgasdrehzahl oder niedrigstem brauchbaren Drehzahlniveau im Verkehr machen müssen.
Gruß aus dem Bergischen Land
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Motobiker84

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Donnerstag, 28. August 2014, 14:17

Also grundsätzlich würde ich sagen man sollte zuallererst festlegen welchen Weg man geht.........also wie du sagst, mache ich "nur" Saugertuning und stimme darauf ab, oder plane ich ein "Aufladungstuning" dann fang ich mit der Installation eines Turbos/Kompressors an und optimiere daraufhin meine Komponenten.
Es kommt auch drauf an, wie hoch du hinauswillst. Ohne Aufladung ist früher Schluß in Sachen Leistung........ganz spontan getippt würde ich sagen das vielleicht 40 PS maximal per Saugertuning zu holen wären.... mit Aufladung kannst du theoretisch bis 400 PS hochgehen, glaub ein Tuner hat das schon gemacht beim GT.
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Donnerstag, 28. August 2014, 14:52

Letztlich ist es nur eine Frage des eigenen Leistungsziels - ist man mit 240 PS zufrieden, kann man mit Saugertuning problemlos diese Leistung erreichen. Will man >250 oder gar >300 PS, kann man Saugertuning nahezu vergessen, weil es dann richtig ins Geld geht und jedes PS unverhältnismässig teurer ist. Zudem ist derartiges Saugertuning oftmals gar nicht erst legal realisierbar.
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Donnerstag, 28. August 2014, 15:25

Ok, ich habe es hier nur mit wohlhabenden Kollegen zu tun. ;)
300PS Saugertuning bei 9000Rpm ist bestimmt ultrageil aber nur was für
Leute mit Austauschmotor(en) in der Garage und ohne jegliche Legalität.
Haltbarkeit ist doch auch eine physikalische Grenze und die Rennaufsicht gewissermassen auch. :D
400PS mit Aufladung hat diesselben Probleme.

Mir geht es um das gesunde Mittelfeld was ich vermisse.
Fahrbar, ökonomisch (in jeder Hinsicht), ordentliches Leistungsprofil und legal.
Jedes weitere PS'chen haut bei mir derzeit ein Riesenloch in die Tasche weswegen ich tatsächlich
eine Aufladung erwäge.
Die derzeitigen Lösungen sind aber ein zuviel an Leistung und Geld.
Ein Innovate-Kompressor mit weniger Ladedruck durch ein grösseres Riemenrad würde genau das bieten.
Die Amis wollen natürlich immer höher und weiter und bieten immer nur kleinere Riemenräder an.

Wenn Chireb ohne Eingriffe in den Motor die 240 PS erreichen sollte, dann mit Sicherheit nicht konstant und
auch nur in engen Bereichen. Dazu kommen wieder Abstriche bei der Fahrbarkeit, wenn auch nicht so gravierend.
Aber rechnen wir mal zusammen:

Auspuffanlage mit Krümmer, Front-/ Overpipe ca. 2800€ (alles Catted? Wohl eher nicht bei 240 PS)
Modifikationen Ansaugtrakt sofern sinnvoll ca. 400€ (HKS-Ansaugstutzen, Verbindungsrohr, Filtermatte, Resonatordelete(?))
Schwungrad 600€
Mapping 500€
Re-Mapping 300€ (weil einmal meistens nicht reicht)
Legal bekommen ca. 1200€ (Angabe vom Tuner nach Anfrage von mir)

Macht ca. 5800€ zusammen. Teilweise werden noch Import-/ Versandkosten und Werkstatt fällig.
Günstig ist das für 40 PS über stock nicht, nämlich 145€/PS
Da wird ein Cosworth Stage 1.3 ja fast günstig.
Wenn es das irgendwann mal mit TÜV geben sollte. :D

Wie man sieht sind auch die "moderaten" Ziele mit Kosten und Risiken verbunden.
Irgendwann ist das Ganze dann nicht mehr vetretbar.
Das sollte sich in Zukunft ändern.
Der Weg mit den "Packages" finde ich dabei immer sehr gut weil alles aufeinander abgestimmt ist.

Wer das erste richtig gemessene Dyno mit 240 PS (ohne Ethanol) zeigt bekommt von mir einen Kasten Wein oder Bier zugeschickt. ;)

860

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Donnerstag, 28. August 2014, 15:42

Fahrbar, ökonomisch (in jeder Hinsicht), ordentliches Leistungsprofil und legal.
Jedes weitere PS'chen haut bei mir derzeit ein Riesenloch in die Tasche weswegen ich tatsächlich
eine Aufladung erwäge.


Zum ersten Satz könnte man z.B. einfach das Stichwort "Vortech" geben.
Der 2. Satz beschreibt das oftmals entstehende Dilemma derer, die zunächst mit einer kleinen Leistungssteigerung anfangen, danach aber mehr wollen. Irgendwann erweist sich dann der zuvor eingeschlagene Weg als Sackgasse. Ganau darum ist es so wichtig, vorher das Motorleistungsziel zu definieren. Vereinfacht ausgedrückt könnte man auch sagen, dass die Finanzaufwendungen für die bisher durchgeführte Leistungssteigerung in dem Moment rausgeschmissenes Geld war, wenn von klassischem Tuning auf Aufladung umgestellt wird.
Gruß aus dem Bergischen Land
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GT_Marc

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Donnerstag, 28. August 2014, 22:10

Weiß jemand, was bei der Milltek Komplettanlage ab Krümmer ohne MSD an Leistung rumkommt, ohne Software Anpassung?
Ist das ein tatsächlich bemerkbares Leistungsplus?
Würde mich über Infos freuen!

Beste Grüße und danke

Marc

slashy

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Donnerstag, 28. August 2014, 22:31

steht auf der Milltek HP

Zitat

With the primary cat-back system, the car was able to produce a much more impressive increase of 11.9hp (6.6%) and 16Nm (7.7%)

GT_Marc

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Donnerstag, 28. August 2014, 22:54

Top, danke! :)

Falcon

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Freitag, 29. August 2014, 06:37

Nette Diskussion, man sieht schön die Unterschiedlichen Interessen.

Ich werde definitv beim Sauger bleiben, das war mir schon klar bevor ich den Wagen gekauft habe. :thumbup:

Obwohl ich schon diverse Fahrzeuge mit mehr als doppelt so viel PS (er)fahren durfte, sind mir die 200PS im BRZ mehr als genug.

Ich kann selbst die paar Pferdchen im Alltagsbetrieb so gut wie nie frei Rennen lassen, was würde es mir also nutzen da deutlich mehr Leistung zu haben? :whistling:

Durch den FT86 UEL Krümmer habe ich den Drehmomentverlauf an meine Wunschvorstellung angepasst, und muss nun nicht mehr Aufpassen bei welcher Drehzahl ich einen Überholvorgang ansetze, ich gefühlt immer das gleiche Drehmoment, und sollte ich bis über 5000U/min drehen müssen, dann gehts eben nochmal ordentlicher vorwärts. ;)
Vielleicht ergibt sich mal die Möglichkeit das ganze auf nem Prüfstand zu messen, aber ausser der netten Kurve wird mir das ganze nix bringen.

Wenns mich mal packt, dann wird die Hinterachsübersetzung von 4,1 auf 4,556 geändert, kostet so ca. 500€ und wird gerade in den unteren Gängen nochmal für deutlich mehr Spaß sorgen.

Vmax auf der AB schaffe ich, wenn ich Glück habe und mal alles frei ist, vielleicht 10 mal im Jahr. :rolleyes: