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quintana

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Donnerstag, 3. April 2014, 18:54

Spaßauto fahren und Umweltschutz - ein heikles Thema?

Meine Vermutung ist, dass dieses Thema in einem Forum, das sich einem sportlichen Auto widmet, eher ein mildes Lächeln oder schlimmstenfalls auch gänzlich ablehnende Kommentare hervorrufen kann. Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen und möchte auch einfach mal bewusst zum Nachdenken anregen.

Doch von vorne: Ich denke, ich bin so erzogen worden, dass ich schon immer im Alltag nicht achtlos mit der Umwelt umgegangen bin. D.h. für mich ist es selbstverständlich, keine Verpackungen, Taschentücher und sonstigen Unrat außerhalb der dafür vorgesehenen Behältnisse (auch Mülleimer genannt) zu entsorgen. Das war mir bis vor einigen Jahren auch genug "Umweltschutz". Nun haben sich mit den Jahren meine Werte gewandelt. Nach dem Schauen diverser Dokumentationen über Lebens- und Schlachtbedingungen von Nutztieren habe ich meinen Fleischkonsum drastisch reduziert. Ich bewundere die Leute, die aus ethischen Gründen zu Vegetariern oder Veganern werden. Natürlich kann man die belächeln und ich bin der Letzte, der auch bei ernsten Themen nicht auch mal einen Witz reißen oder einstecken kann. Wie dem auch sei: Ganz verzichten mag ich darauf nicht, aber ich denke, wenn jeder deutlich maßvoller konsumieren würde, wäre schon viel geholfen. So viel dazu.

Ein anderes Thema ist eine ganz generelle gesteigerte Aufmerksamkeit bezüglich Umweltthemen, sei es nun Luftverschmutzung, Urwaldrodung, Walfang, Delfinschlachten usw. Die Liste ist lang. Zu lang! Wirklich aktiv helfen kann man selber mit seinem stinknormalen Bürojob eigentlich eher weniger, deswegen lege ich zumindest ganz gerne den Finger in die Wunde und mache auf solche Missstände aufmerksam und versuche halt mit kleinen, bescheidenen Maßnahmen zu einer Verbesserung beizutragen, beispielsweise besuche ich keine Zoos mehr. Ich denke selbst kleine Maßnahmen wie z.B. ein geteilter Link auf Facebook kann schon einen winzigen Beitrag leisten um das Bewusstsein in der Gesellschaft zu wecken, so dass manche ihr eigenes Handeln vielleicht auch überdenken oder die gesteigerte Aufmerksamkeit zu mehr Druck auf Regierungen und Organisationen führt, ihr umweltschädliches Verhalten zu ändern.

Doch wodrauf will ich eigentlich hinaus? Mir macht es immer zu schaffen, wenn ich mir zu meinem eigenen Vergnügen etwas gönne, was zu Lasten der Umwelt geht und da ist das Auto natürlich ein ziemlich großer Faktor. Denn seien wir mal ehrlich: Mit einem modernen Auto, das 5 Liter Diesel oder 6 Liter Super verbraucht ist man heutzutage eigentlich mehr als ausreichend motorisiert! Der Rest ist pures Vergnügen und wenn ich darüber nachdenke, komme ich mir immer furchtbar egoistisch vor, weil mir eben auch der Umweltgedanke sehr wichtig ist.

Heute kam mir dann ein "Geistesblitz": Wenn alles über 6 Liter auf 100 Km dem Vergnügen dient, warum dann nicht die Differenz zu meinem tatsächlichen Verbrauch mit dem GT86 nehmen und die gleiche Summe für eine Umweltschutzorganisation bzw. ein Umweltschutzprojekt spenden? Bei meinen knapp 9 Litern Verbrauch wären das großzügig gerechnet 5 Cent je Km. Ich habe mir jetzt fest vorgenommen, jeweils die gefahrenen Km eines Quartals mit 5 Cent zu multiplizieren und dann alle 3 Monate an wechselnde Organisationen/Projekte zu spenden. Bei geschätzt knapp 10.000 Km im Jahr kommt ja dann doch ein wenig zusammen!


Jetzt mal einfach so in die Runde gefragt: Wer findet die Idee gut? Wer findet sie total bekloppt? Gibts hier jemanden, der ähnlich zweigespalten ist wie ich? Ich bin übrigens Sternzeichen Zwilling, daher habe ich wenigstens eine Ausrede! :rolleyes:

Am liebsten würde ich mehr Leute zum Nachdenken anregen, so dass vielleicht auch der ein oder andere Sportwagen- oder SUV-Fahrer motiviert wird, ähnlich zu handeln. Ich habe nur noch keine Idee, wie man es aufziehen kann, ohne lächerlich zu wirken. Ich denke gerade in der Autolobby und erst recht bei den Spaßfahrern wird man schnell als ideologisch verblendet betrachtet, wenn man sich für so einen Zweck stark macht. Meine Überlegungen stehen noch ganz am Anfang, aber ich frage mich schon, wie man die Leute zum Nachdenken bringen kann, sei es nun mit einer Website oder einem entsprechenden Sticker am Auto etc.

So, Feuer frei. Ihr dürft mich nun auslachen. Aber nur, wenns mit sachlicher Kritik verbunden ist. :D

Artalos

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Donnerstag, 3. April 2014, 19:20

Also zum einen finde ich die Idee super. Werde ich versuchen auch so zu machen. Habe früher immer viel gespendet und finde das mal einen guten Anlass.

Deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen, da es ja immer ein Thema ist: Wir können was tun, andere Gesellschaften haben diese Handlungsoption nicht. Wir haben zum Teil die Infrastruktur und sollten sie nutzen.

Mit dem GT ists bei mir so, dass ich eigentlich alle Alltagsfahrten mit der (Strassen-)Bahn oder zu Fuß mache. Als Alltagsauto ist ein sehr sparsamer Tscheche seit über sechs Jahren der Begleiter. Mit dem GT ist mein CO2 Fußabdruck immer noch viel geringer als bei demjenigen der "für ein bisschen Ruhe morgens" mit seinem Golf 30km zu Arbeit pendelt.
Ich denke, jeder hat auch das Recht auf eine "Vergnügungssünde".

----
Nachtrag: Wir haben z.B. auch schon seit weit über sechs Jahren Ökostrom.
Warum der GT so ein geiles Auto ist?
------------------------------------------------------
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Sgt.Seg

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Donnerstag, 3. April 2014, 19:36

Die Idee ist gut! Bin auch für den Umweltschutz, in gesunden Maße. Manches ist einfach technisch kaum möglich (wie 100% Versorgung aus Erneuerbarer Energie und weiterhin 50Hz Netz) aber vieles schon. Und ich seh das so, ich verpuste etwas mehr Benzin, fliege dafür aber nicht 2mal im Jahr nach Malle wie viele andere.

Man muss ein gesundes Maß finden... wie bei allen Dingen finde ich. Und im übrigen finde ichs Top, dass du die *Cojones* hast so ein Thema in Auto-Foren anzusprechen.


Und dazu gleich eine Frage, wohin spendest du?
In Sachen Umweltschutz bin ich da etwas überfordert... hab bisher eher dem Roten kreuz o.ä. meine Spenden gewidmet. Umwelttechnishc ist viele Grenzwertig. Greenpeace verpesstet selbst genug Umwelt mit Ihren alten Rostbooten aus den 60ern, mit denen die die Walfänger aufhalten...
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Balduros

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Donnerstag, 3. April 2014, 19:41

Jip, gute Gedankengänge bzw. Ansätze. Mit Blick auf die Umwelt hat sich dieses Forum (inkl. mir) mit dem Kauf und Bewegen des Toyobarus egoistisch verhalten, keine Frage.

Wretch

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Donnerstag, 3. April 2014, 19:52

Jip, gute Gedankengänge bzw. Ansätze. Mit Blick auf die Umwelt hat sich dieses Forum (inkl. mir) mit dem Kauf und Bewegen des Toyobarus egoistisch verhalten, keine Frage.


Mhh wenn man so will habe ich mit dem Kauf des GT´s was für die Umwelt getan. Mein Auto vorher hat an die 13L verbraucht und hintenraus kamen eher schlecht gefiltert die Abgase heraus. hust hust :D Oft hatte ich auch 2 Autos gleichzeitig und jetzt nur noch eines was sogar Euro 5 hat...

Also ich hab ein reines Gewissen :D

Balduros

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Donnerstag, 3. April 2014, 20:02

Ist natürlich alles Ansichtssache. :D Alleine unsere Existenz belastet ordentlich die Umwelt (CO2, Müll, Platz), Ressourcen (Fossile Treibstoffe) und Mitmenschen (Stichwort "Dichtestress" in der Schweiz) ob wir wollen oder nicht. Das Auto ist nur ein Teil davon, den Man(n) aber halt relativ gut beeinflussen kann.

Mike26810

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Donnerstag, 3. April 2014, 20:07

Ich bin Öko habe meinen Mustang gt mit gut 15 Liter verbrauch durch GT 86 + Roomster beide 14 Liter verbrauch ersetzt.
Meine Öko bilanz ist so sauber wie die Energiewende mit sauberen kohlekraftwerken.

Gruß
Green Mike

Fox

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Donnerstag, 3. April 2014, 20:23

Beim Verbrauch habe ich mir bisher wenig Gedanken gemacht. Bei meiner Kilometerleistung im Jahr halte ich es für nebensächlich ob das Auto 3 Liter mehr oder weniger verbraucht. Insbesondere, da ich es wichtiger finde, insgesamt ressourcenschonend zu leben. Der GT8 als Neuwagen bzw. jedes andere neue Auto verbraucht so unfassbar viele Ressourcen, dass ich vermute dass der Benzinverbrauch nebensächlich ist. Ganz ehrlich: Hätte es die alte gebrauchte Karre nicht auch getan? Jeder Oldtimer samt roter Umweltplakette ist unterm Strich besser als ein neu produziertes Auto. Neues Handy, neuen Fernseher und neues Tablet aller 6 Monate? Ständig neue und kurzlebige Billigklamotten? 2km mit dem Auto fahren statt zu Fuß oder mit dem Rad/Bus? Ich denke da habe ich die letzten Jahre enorm dran gearbeitet und achte da sehr bewusst darauf. Vor allem da es uns die Industrie ja nicht einfacher macht mit Produkten, die eine eingebaute vorgegebene Lebensdauer hat. Da hat man als Kunde teilweise schlechte Karten und keinen Einfluss drauf :thumbdown: Fängt damit an, dass man keine Handys kaufen sollte bei denen der Akku nicht austauschbar ist. Es ist halt alles nur noch Wegwerfzeug und das ärgert mich am meisten. Ich finde es immer wieder spannend, im Alltag so sparsam und effizient wie möglich zu leben, nicht weil ich geizig bin sondern weil ich vieles für Verschwendung und Luxus halte.

--
Die Idee mit der Spende finde ich gerade trotzdem spannend. Man stelle sich vor, wir stellen sowas gemeinsam auf die Beine. Natürlich kann man von niemandem verlangen, 5 Cent pro Kilometer zu spenden, aber irgendwie wäre es schon klasse, eine Aktion daraus zu machen, die sicher auch entsprechende Publicity oder auch Nachahmer in anderen Foren findet. Könnte man mal ne Umfrage draus machen... finde ich spannend! Wenn man dann eine Summe zusammenbekommen würde, wäre ich allerdings dafür, das nicht einfach irgend ner Hilfsorganisation zu überweisen, sondern gemeinsam zu überlegen wo man das Geld direkt in ein Projekt investiert und direkte Ergebnisse sieht.


PS: Ihr seid klasse :thumbup:
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Sgt.Seg

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Donnerstag, 3. April 2014, 20:37

Die Idee mit der Spende finde ich gerade trotzdem spannend. Man stelle sich vor, wir stellen sowas gemeinsam auf die Beine. Natürlich kann man von niemandem verlangen, 5 Cent pro Kilometer zu spenden, aber irgendwie wäre es schon klasse, eine Aktion daraus zu machen, die sicher auch entsprechende Publicity oder auch Nachahmer in anderen Foren findet. Könnte man mal ne Umfrage draus machen... finde ich spannend! Wenn man dann eine Summe zusammenbekommen würde, wäre ich allerdings dafür, das nicht einfach irgend ner Hilfsorganisation zu überweisen, sondern gemeinsam zu überlegen wo man das Geld direkt in ein Projekt investiert und direkte Ergebnisse sieht.


PS: Ihr seid klasse :thumbup:
Das ist eine Super-Idee, evtl. schafft man bei genügend grßer Beteiligung ja auch etwas von Subaru oder Toyota mit reinzuholen... dann bei einem Treffen noch eine Medienwirksames Bild...

also obs 5cent werden bei mir werden verspreche ich mal nicht... aber ich wäre sicher mit am Start!
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Fox

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Donnerstag, 3. April 2014, 20:45

Mir gehen grad schon die wildesten Ideen im Kopf rum. Wie wäre es wenn bis zu einem bestimmten Einsendeschluss Ideen für Projekte sammeln die unterstützt werden könnten (möglichst wirklich tolle, große, Projekte, wo jeder Euro dringendst gebraucht wird, wo eine Direktinvestition Sinn macht und direkt umgesetzt wird – natürlich nicht so was wie Kindergarten Hummelbrumm wünscht sich neue Tablets). Diese Projekte stellen wir dann zur Abstimmung und das Projekt mit den meisten Stimmen wird unterstützt. Dann spendet jeder einmalig z.B. so viele Euro, wie er in Summe an Pferdestärken in der Garage stehen hat (oder einen gewissen Prozentsatz davon, man muss ja nicht gleich übertreiben :D )

Mein persönliches Bestreben als Admin wäre es, eine solche Aktion unter einem spannenden Motto an möglichst viele deutsche Autoforen heranzutragen damit diese unserem Beispiel folgen (mir fallen aus dem Stehgreif schon mal mindestens 4 ein, die da bestimmt mitmachen), so dass über ein Jahr gesehen sicherlich enorme Summen zusammenkommen könnten. Das wäre ein Schneeball über die Foren, Facebook & Co. der sich gewaschen hat und die „schlimmen Autoproleten aus dem Internet“ hätten markenübergreifend mächtig ihr Image aufpoliert, vielleicht schafft man es sogar in Zeitungen oder Fernsehen etc.
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Donnerstag, 3. April 2014, 20:49

Die von Quintana vorgeschlagene Spende von 5 Cent/Liter Mehrverbrauch halte ich gemessen an den "Spenden" die an der Kasse zwangseingezogen werden geradezu für knickerig.

An Mineralölsteuer, Ökosteuer und Erfölbevorratungsbeitrag zieht der Staat 65,96 Ct/L ein dazu kommt der Preis für den eigentlichen Kraftstoff und oben drauf die MwSt, die bei den aktuellen Preisen ca. 25 Ct/L ausmacht.

Daüber hinaus zähle ich die Toyobarus nicht zu der Gruppe Fahrzeuge, die mir auf Grund ihres Kraftstoffverbrauchs ein schlechtes Umweltgewissen machen würden. Im Spritmonitor-Vergleich nach Leistungsklassen unterbietet der Toyobaru mit z.Zt. 8,52 L/100km sogar den Durchschnittsverbrauch der so hoch gelobten und effizienten 200 PS-Dieselklasse und unter den Benzinern erreicht der Toyobaru die Verbrauchswerte der 100 PS-Klasse.
So gesehen kann man unseren Sportwagen fast als "Ökomobil" bezeichnen.

Edit: Ich muss korrigieren. Die zitierte Spritmonitor-Grafik ist in KW gestaffelt. Wenn man nun in der Klasse um 140 KW vergleicht, liegen die Diesel dort tatsächlich geingfügig sparsamer, die Benziner der 140 KW-Klasse jedoch haben im Durchschnitt einen deutlich höheren Verbrauch als der Toyobaru.
Gruß aus dem Bergischen Land
Andreas

Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.

"Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

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alexander74

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Donnerstag, 3. April 2014, 20:52

Meine Vermutung ist, dass dieses Thema in einem Forum, das sich einem sportlichen Auto widmet, eher ein mildes Lächeln oder schlimmstenfalls auch gänzlich ablehnende Kommentare hervorrufen kann. Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen und möchte auch einfach mal bewusst zum Nachdenken anregen.

Doch von vorne: Ich denke, ich bin so erzogen worden, dass ich schon immer im Alltag nicht achtlos mit der Umwelt umgegangen bin. D.h. für mich ist es selbstverständlich, keine Verpackungen, Taschentücher und sonstigen Unrat außerhalb der dafür vorgesehenen Behältnisse (auch Mülleimer genannt) zu entsorgen. Das war mir bis vor einigen Jahren auch genug "Umweltschutz". Nun haben sich mit den Jahren meine Werte gewandelt. Nach dem Schauen diverser Dokumentationen über Lebens- und Schlachtbedingungen von Nutztieren habe ich meinen Fleischkonsum drastisch reduziert. Ich bewundere die Leute, die aus ethischen Gründen zu Vegetariern oder Veganern werden. Natürlich kann man die belächeln und ich bin der Letzte, der auch bei ernsten Themen nicht auch mal einen Witz reißen oder einstecken kann. Wie dem auch sei: Ganz verzichten mag ich darauf nicht, aber ich denke, wenn jeder deutlich maßvoller konsumieren würde, wäre schon viel geholfen. So viel dazu.

Ein anderes Thema ist eine ganz generelle gesteigerte Aufmerksamkeit bezüglich Umweltthemen, sei es nun Luftverschmutzung, Urwaldrodung, Walfang, Delfinschlachten usw. Die Liste ist lang. Zu lang! Wirklich aktiv helfen kann man selber mit seinem stinknormalen Bürojob eigentlich eher weniger, deswegen lege ich zumindest ganz gerne den Finger in die Wunde und mache auf solche Missstände aufmerksam und versuche halt mit kleinen, bescheidenen Maßnahmen zu einer Verbesserung beizutragen, beispielsweise besuche ich keine Zoos mehr. Ich denke selbst kleine Maßnahmen wie z.B. ein geteilter Link auf Facebook kann schon einen winzigen Beitrag leisten um das Bewusstsein in der Gesellschaft zu wecken, so dass manche ihr eigenes Handeln vielleicht auch überdenken oder die gesteigerte Aufmerksamkeit zu mehr Druck auf Regierungen und Organisationen führt, ihr umweltschädliches Verhalten zu ändern.

Doch wodrauf will ich eigentlich hinaus? Mir macht es immer zu schaffen, wenn ich mir zu meinem eigenen Vergnügen etwas gönne, was zu Lasten der Umwelt geht und da ist das Auto natürlich ein ziemlich großer Faktor. Denn seien wir mal ehrlich: Mit einem modernen Auto, das 5 Liter Diesel oder 6 Liter Super verbraucht ist man heutzutage eigentlich mehr als ausreichend motorisiert! Der Rest ist pures Vergnügen und wenn ich darüber nachdenke, komme ich mir immer furchtbar egoistisch vor, weil mir eben auch der Umweltgedanke sehr wichtig ist.

Heute kam mir dann ein "Geistesblitz": Wenn alles über 6 Liter auf 100 Km dem Vergnügen dient, warum dann nicht die Differenz zu meinem tatsächlichen Verbrauch mit dem GT86 nehmen und die gleiche Summe für eine Umweltschutzorganisation bzw. ein Umweltschutzprojekt spenden? Bei meinen knapp 9 Litern Verbrauch wären das großzügig gerechnet 5 Cent je Km. Ich habe mir jetzt fest vorgenommen, jeweils die gefahrenen Km eines Quartals mit 5 Cent zu multiplizieren und dann alle 3 Monate an wechselnde Organisationen/Projekte zu spenden. Bei geschätzt knapp 10.000 Km im Jahr kommt ja dann doch ein wenig zusammen!


Jetzt mal einfach so in die Runde gefragt: Wer findet die Idee gut? Wer findet sie total bekloppt? Gibts hier jemanden, der ähnlich zweigespalten ist wie ich? Ich bin übrigens Sternzeichen Zwilling, daher habe ich wenigstens eine Ausrede! :rolleyes:

Am liebsten würde ich mehr Leute zum Nachdenken anregen, so dass vielleicht auch der ein oder andere Sportwagen- oder SUV-Fahrer motiviert wird, ähnlich zu handeln. Ich habe nur noch keine Idee, wie man es aufziehen kann, ohne lächerlich zu wirken. Ich denke gerade in der Autolobby und erst recht bei den Spaßfahrern wird man schnell als ideologisch verblendet betrachtet, wenn man sich für so einen Zweck stark macht. Meine Überlegungen stehen noch ganz am Anfang, aber ich frage mich schon, wie man die Leute zum Nachdenken bringen kann, sei es nun mit einer Website oder einem entsprechenden Sticker am Auto etc.

So, Feuer frei. Ihr dürft mich nun auslachen. Aber nur, wenns mit sachlicher Kritik verbunden ist. :D

die gleichen Gedanken habe ich mir auch schon gemacht, ich habe noch keinen Toyobaru, wahrscheinlich im nächsten Jahr. den Verbrauch von 8-9 Litern finde ich schon an der Grenze, aber gegenüber einem Porsche oder WRX STI ist das schon sparsam, denke ich. Ein Auto mit 12-13 Liter würde ich nicht fahren wollen. Über die Umwelt mache ich mir auch viele Gedanken, habe auch meinen Fleischkonsum reduziert und fliege fast nie, erst recht nicht für 2-3 Tage. Auf der anderen Seite machen normale Autos einfach keinen Spaß mehr, dh. 6 Liter Verbrauch für ein Scheißgefühl. der Toyobaru macht einfach Spaß, zumindest bei meinen drei bisherigen Probefahrten...
Wie ist denn Dein Verbrauch konkret in der Stadt, Landstraße, Autobahn?

quintana

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Donnerstag, 3. April 2014, 20:52

Hui, mit diesem positiven Feedback in so kurzer Zeit hätte ich gar nicht gerechnet! Damit ist ein kleiner Teilerfolg schon erzielt, denn ich betrachte jeden, der sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt schon als solchen!

Klar, Details und Ausgestaltung sollte man immer noch jedem selber überlassen. Wie ich auf die 5 Cent/Km gekommen bin, habe ich ja dargelegt. Aber alleine die Vorstellung, was erreichbar wäre, wenn JEDER Fahrer eines mehr als nötig motorisierten Fahrzeugs (wobei ich das mit 5 Liter Diesel bzw. 6 Liter Super schon eher großzügig sehe, wenn man bedenkt, dass man einen BMW 320d mit 184 PS schon mit etwas über 5 Litern Diesel bewegen kann) nur EINEN einzigen Cent je gefahrenen Km spenden würde. Das wäre richtig großes Kino! Und dem einen tun 5 Cent halt schon richtig weh, während der Porsche-Fahrer in der Regel - falls er nicht ausschließlich fürs Auto arbeitet - normalerweise auch problemlos 10 Cent zahlen können sollte.

Wie gesagt, über Details habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht, deswegen finde ich es gut, dass hier richtig konstruktives Feedback kommt. Leider habe ich auch gar keine Ahnung von Webseitenprogrammierung, sonst würde ich mich gleich daran begeben, eine Seite zu gestalten und mir einen Aufkleber mit der Adresse aufs Auto pappen. In meinen Gedanken ist das alles im Idealfall schon eine richtig große Nummer, nur habe ich leider gar keinen Schimmer von Organisation und Ausgestaltung im Detail.

Ich wollte auch keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen oder jemandem unterstellen, er würde nicht auf seinen ökologischen Fußabdruck achten. Ich will niemanden bekehren, sondern erstmal nur zum Nachdenken anregen. Was dann jeder einzelne daraus macht, das sei ganz ihm selbst überlassen. Ich habe z.B. auch ein Jobticket und greife darauf bei Fahrten innerhalb Kölns und Umgebung auch oft drauf zurück, obwohl die Fahrt zur Arbeit mit dem Auto schneller und bequemer wäre und aufgrund der Kürze der Strecke (11 Km) auch gar nicht wirklich teurer wäre. Für mich zählt da auch der ökologische Gedanke!

Ich bin gespannt, wie sich das Ganze weiterentwickelt. Wenn jemand konstruktive Vorschläge hat, bin ich sehr offen. Ich bringe mich auch gerne so weit ein, wie ich es eben von meinen Kenntnissen her kann und scheue mich nicht davor, in ein Projekt welcher Art auch immer täglich ein paar Stunden zu investieren. Nur wie gesagt, fehlt es mir halt am Organisationstalent und Kenntnissen. Wer sich bei sowas meint einbringen zu können: Gerne! :thumbsup:

quintana

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14

Donnerstag, 3. April 2014, 20:53

Die von Quintana vorgeschlagene Spende von 5 Cent/Liter Mehrverbrauch halte ich gemessen an den "Spenden" die an der Kasse zwangseingezogen werden geradezu für knickerig.
Darum ja auch 5 Cent je Km. Erst lesen, dann meckern. ;)

Fox

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Donnerstag, 3. April 2014, 20:55


Wie gesagt, über Details habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht, deswegen finde ich es gut, dass hier richtig konstruktives Feedback kommt. Leider habe ich auch gar keine Ahnung von Webseitenprogrammierung, sonst würde ich mich gleich daran begeben, eine Seite zu gestalten und mir einen Aufkleber mit der Adresse aufs Auto pappen. In meinen Gedanken ist das alles im Idealfall schon eine richtig große Nummer, nur habe ich leider gar keinen Schimmer von Organisation und Ausgestaltung im Detail.


Website etc. sind sicher nicht das Problem. Ich sehe erstmal die größte Herausforderung darin, das Geld irgendwo neutral zu sammeln.


Ich will den Thread über Umwelt- und Ressourcendiskussionen (finde ich spannend!) aber jetzt auch nicht ausschließlich mit dem Spendethema kapern - wenn du das lieber auslagern möchtest können wir das auch trennen.
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quintana

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Donnerstag, 3. April 2014, 21:04

Website etc. sind sicher nicht das Problem. Ich sehe erstmal die größte Herausforderung darin, das Geld irgendwo neutral zu sammeln.


Ich will den Thread über Umwelt- und Ressourcendiskussionen (finde ich spannend!) aber jetzt auch nicht ausschließlich mit dem Spendethema kapern - wenn du das lieber auslagern möchtest können wir das auch trennen.
Stimmt, das neutrale Sammeln ist schon schwieriger. Zumal jeder Spender sicher auch (berechtigterweise) gerne eine Spendenquittung hätte, die ich natürlich nicht ausstellen kann. Das ist halt das, was ich meinte, dass ich keine Ahnung habe, wie man das alles konkret ausgestalten könnte. Eigentlich wollte ich erstmal nur einen Denkanstoß geben. Dass es gleich so konkrete Formen annimmt, finde ich einerseits gut, aber andererseits überfordert es mich auch etwas. :rolleyes:

Was die Threadtrennung angeht: Wir können das ja noch etwas laufen lassen und ggf. bei genügend Interesse einen Thread erstellen, der sich dann NUR mit der Spendengeschichte befasst.


Ich finde übrigens die Argumentation mancher etwas befremdlich, wenn es heißt, dass der GT86 quasi schon ein Ökomobil wäre. Sicher, unter den Sportwagen ist er mit einer der Sparsamsten. Aber man sollte sich vor Augen halten, dass ein Sportwagen praktisch IMMER der Unterhaltung und dem Spaß dient. Man KANN sich auch mit 5-6 Litern anständig fortbewegen ohne zum Verkehrshindernis zu werden und fährt dann noch lange keine 3 Zylinder Krücke mit 70 PS, die nun wirklich gar nicht vom Fleck kommt. Ein Auto muss nicht in unter 8 Sekunden auf 100 sein oder Vmax 235 erreichen. Das dient ausschließlich dem Unterhaltungswert und genau darauf wollte ich ja hinaus.

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Freitag, 4. April 2014, 08:28

Moin,

Hab da mal eine Frage: wenn du immer die Differenz zum Verbrauch eines anderen PKW spendest.
Gilt das auch für Ausfahrten, oder spendest du dann den vollen Betrag? Kommt ja doch einiges zusammen; wenn man mal 1100km nur zum Spaß fährt.

Für mich wäre das nichts, weil mir dafür einfach das Geld fehlt.
:!: "If the GT86 in standard isnt fast enough, then the roads youre driving on are too straight" Masaya Yumeda :!:

https://www.youtube.com/watch?v=tLOBOgu4Rkk

満月-86

quintana

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Freitag, 4. April 2014, 09:21

Ich will es nicht zu kompliziert machen. Die 5 Cent gelten auch für reine Spaßfahrten. Den ökologischen Fußabdruck gleiche ich dafür mit einigen Fahrten im öffentlichen Nahverkehr aus, für die das Auto eigentlich die schnellere und bequemere Wahl wäre.

Wenn dir 5 Cent zu teuer sind, wie wärs dann mit einen Cent? Oder einmal jährlich 50 Euro. Ich will nicht missionieren aber zumindest das Bewusstsein schärfen. Und auch viele kleine Taten können viel bewirken.

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Freitag, 4. April 2014, 09:31

So ich mache es mal kurz.

Ich habe kein schlechtes Gewissen, weil ich mir ein Spaßauto (und gleichzeitig Alltagsauto) gekauft habe. Ich fahre - soweit Spaß auf der Straße unmöglich ist - sehr sparsam, gern auch mal im Bereich um die 7l.
Eine Spende für den Umweltschutz halte ich für sehr unangebracht und kommt für mich nicht in Frage. Zum einen wird über Kfz-/Mineralöl-/Öko-/Mehrwertsteuer oder EEG wird soviel Kohle vom Staat (oft unter dem Deckmantel Umweltschutz) abgefasst, dass es nicht mehr schön ist. zum anderen wird diese Kohle dann für Sachen rausgehauen, dass einem die Tränen kommen.

Außerdem finde ich diese ganze CO² Diskussion, die sich in den letzten Jahren so entwickelt hat gelinde gesagt zum Kotzen. Warum? Weil sie verlogen ist und nur ein Mittel zum Zweck ist, bestimmte Interessen (z. B. monetäre) zu verfolgen. Dazu kommt noch, dass in der öffentlichen Diskussion nur schwarz/weiß gemalt wird. Du bist gut, du bist böse. Keiner ist in der Lage und/oder Willens, anständig zu differenzieren*.

Ich könnte ein ganzes Buch schreiben, hab ich aber grad keine Lust zu.

*Wobei das an und für sich für jede Art der aktuellen Berichterstattung gilt, egal ob Umwelt, Politik oder Wirtschaft.
3liters TURBO

Speed was okay, corner was too tight (Juha Kankkunen)

qmatic

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Freitag, 4. April 2014, 10:00

Den finanziellen Beitrag halte ich auch für vollkommen unnütz. Viel wichtiger ist die Aufklärung nicht nur zur ganzen CO²-Diskussion, sondern zum allgemeinen Umgang mit der Umwelt. In China gibt es sogar schon Grundschulen, die solche Themen den Kleinkindern näherbringen. In wie weit das vielleicht auch Propagandagesteuert zur jeweiligen Energie- und Umweltpolitik kann ich allerdings nicht sagen. Allerdings werden dort auch viele Projekte angegangen und erprobt, die im "sauberen" Westen aus finanziellen Gründen verworfen werden.

Und wenn jemand mal anfsangen sollte, dann ist das unserer "Partner" auf der anderen Seite des großen Teichs. Würden die Inder oder Chinesen so leben wie die...

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