Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: gt86drivers.de - Das Toyota GT86 und Subaru BRZ Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Hägar

Schüler

Beiträge: 97

Fahrzeuge: VW T 5.2 California

Wohnort: Hamburg

  • Nachricht senden

21

Sonntag, 24. November 2013, 11:22

Um zu verstehen, wie ein Sperrdifferential funktioniert, habe ich mir folgendes überlegt: Auf ganz glattem Untergrund, etwa wie es ist, wenn ich ein bischen von der Fahrbahn abgekommen bin, dreht eines der beiden Räder durch. Ohne Sperrdifferential bleibt das andere Rad dann leider stehen, auch wenn es auf nicht rutschigem Untergrund steht. MIT Sperrdifferential bleibt es nicht stehen, sondern gibt Antrieb. Für normalen Fahrbereit folgt daraus, dass mit Sperrdifferential das kurvenäussere Rad volle Leistung auch dann bekommt, wenn das innere Rad durchdreht oder schneller dreht als das äußere Rad. Danach wäre es nicht richtig, dass beim Anfahren mit eingeschlagenen Lenkrad das kurveninnere Rad mit Sperrdifferential mehr Antriebsenergie erhält, als ohne. Ich lasse mich aber auch gerne korrigieren.

Jesta

Fortgeschrittener

Beiträge: 185

Fahrzeuge: GT86

Wohnort: OWL

  • Nachricht senden

22

Sonntag, 24. November 2013, 13:23

Kann man nicht einfach optisch nachschauen, ob ein Diff verbaut wurde? Also nur mal unters Auto schauen?
Bin ja kein Experte, aber sollte man das nicht am Getriebe/Hinterachse sehen...oder anhand einer Teilenummer?

w00lf

Profi

Beiträge: 1 768

Fahrzeuge: Mazda Xedos 6 1.6 '92 / Toyota GT86 '13

  • Nachricht senden

23

Sonntag, 24. November 2013, 13:50

Auf die Bühne damit, eins der Hinterräder drehen:

-keine Sperre: das andere Rad dreht sich in die andere Richtung
-Lamellensperre: das andere Rad dreht sich in die gleiche Richtung
-Torsensperre: das andere Rad sollte zumindest stehen bleiben
mfg, Wolfgang

GT_86

Profi

Beiträge: 958

Fahrzeuge: NSU 1000C, VW Derby, Opel Ascona Sport 2.0 E, VW Corrado G60 Exklusiv, Opel Corsa C 1,2, BRZ

Wohnort: Bremen

  • Nachricht senden

24

Sonntag, 24. November 2013, 14:26

...und "zumindest" lässt welche Alternative zu ?
3 : 3 ;)

w00lf

Profi

Beiträge: 1 768

Fahrzeuge: Mazda Xedos 6 1.6 '92 / Toyota GT86 '13

  • Nachricht senden

25

Sonntag, 24. November 2013, 18:39

...und "zumindest" lässt welche Alternative zu ?
...dass sie sich auch gerne etwas in die gleiche Richtung bewegen dürfen.
mfg, Wolfgang

Beiträge: 621

Danksagungen: 12

  • Nachricht senden

26

Sonntag, 24. November 2013, 20:37

Um zu verstehen, wie ein Sperrdifferential funktioniert, habe ich mir folgendes überlegt: Auf ganz glattem Untergrund, etwa wie es ist, wenn ich ein bischen von der Fahrbahn abgekommen bin, dreht eines der beiden Räder durch. Ohne Sperrdifferential bleibt das andere Rad dann leider stehen, auch wenn es auf nicht rutschigem Untergrund steht. MIT Sperrdifferential bleibt es nicht stehen, sondern gibt Antrieb. Für normalen Fahrbereit folgt daraus, dass mit Sperrdifferential das kurvenäussere Rad volle Leistung auch dann bekommt, wenn das innere Rad durchdreht oder schneller dreht als das äußere Rad. Danach wäre es nicht richtig, dass beim Anfahren mit eingeschlagenen Lenkrad das Kurveninnere mit Sperrdifferential mehr Antriebsenergie erhält, als ohne. Ich lasse mich aber auch gerne korrigieren.


Ich blicke jedenfalls nun nicht mehr durch, vor allem, nachdem ich das hier Link gelesen habe. Danach leitet ein Torsen-Differential keine Kraft mehr an das Rad, wenn das gegenüberliegende auf Glatteis durchdreht. Verstehe jetzt gar nichts mehr :-(
GT86 MT, EZ 07/2013, Inferno-Orange, 25/20 mm Eibach-Pro-Kit, Eibach-Spacer 40 mm, TRD Türversteifungen, "Megan Racing" Domstrebe vorne, "Laille Beatrush" Domstrebe hinten.

w00lf

Profi

Beiträge: 1 768

Fahrzeuge: Mazda Xedos 6 1.6 '92 / Toyota GT86 '13

  • Nachricht senden

27

Sonntag, 24. November 2013, 20:41

Je nach mechanisch vorgegebenem TBR Wert leitet das Torsen Diff eben jenes Vielfache des übertragbaren Drehmoments des schlupfenden Rades an das andere. Wenn ein Rad auf Eis steht kann dort kaum Drehmoment übertragen werden. Dementsprechend wenig wird auch aufs andere Rad übertragen. Wenn du aber nicht gerade auf Eis stehst oder ein Rad in der Luft hängt, funktioniert die Sperre perfekt.
mfg, Wolfgang

Harinjo

Profi

Beiträge: 791

Fahrzeuge: Subaru BRZ

Wohnort: Kolbermoor

Beruf: Rädernackler

Danksagungen: 4

  • Nachricht senden

28

Sonntag, 24. November 2013, 21:08

Wenn man auf Eis ist und nichts mehr geht einfach die Handbremse leicht anziehen und angezogen anfahren -
dann funzt es wieder :)

Dantical

Fortgeschrittener

Beiträge: 194

Fahrzeuge: Toyota Mr2 3s-gte , Corolla e10,

Wohnort: Hamburg/Wilhelmsburg

Beruf: Servicetechniker PKW Sonderfahrzeugtechnik / FUNK

  • Nachricht senden

29

Sonntag, 24. November 2013, 21:26

am einfachsten nen Wagenheber unter die Hinterachse /diff stellen und hoch pumpen, so dass die Hinterräder in der luft sind!
( vor die Vorderräder unterlegkeile legen!!!!! )
und dann im leerlauf einfach mal mit der Hand eines der Hinterräder drehen,.. dreht sich das andere in die gleiche Richtung, dann hast du ein Sperrdiff ;)
_____________

GT 86

w00lf

Profi

Beiträge: 1 768

Fahrzeuge: Mazda Xedos 6 1.6 '92 / Toyota GT86 '13

  • Nachricht senden

30

Sonntag, 24. November 2013, 21:34

dreht sich das andere in die gleiche Richtung, dann hast du ein Sperrdiff ;)
Passiert bei unserem aber nicht.
mfg, Wolfgang

kosh

Meister

Beiträge: 2 150

Wohnort: Erfurt

Beruf: wie alle hier...

Danksagungen: 173

  • Nachricht senden

31

Sonntag, 24. November 2013, 23:15

ahhhh

was hier alles für Unfug geschrieben wird.

- Differential: gleicht den Drehmoment-Unterschied zwischen zwei Rädern aus
- in der Kurve legt das äußere Rad einen längeren Weg zurück
-> es liegt mehr Drehmoment am inneren Rad an, es würde durchdrehen
also verlagert das normale Differential Drehmoment vom inneren zum äußeren Rad

Eigentlich ist der Drops gelutscht.

Problem: bei schnellen Kurven verlagert sich das Gewicht nach außen.
-> es liegt auf dem äußeren Rad mehr Drehmoment an
-> das Differential reagiert falsch und verlagert Drehmoment von außen nach innen
-> man kann die Kurve nicht so schnell nehmen, da man nach außen abdriftet, weil das innere Rad zu viel Drehmoment bekommt.

Lösung: Differentialsperre.
Die erlaubt einfach nicht, dass ein Rad (in diesem Fall das innere) mehr als 75% Drehmoment bekommt.

Test1: außen aufbocken und ein Rad vorwärts drehen. Beim normalen Differential dreht sich das andere Rad rückwärts (und die Achse steht still), beim Sperrdiff dreht es sich vorwärts( und dir Achse dreht sich vorwärts)

Test2: alle Helfer anlassen, Lenkrad volleinschlagen und eine sehr enge Kurve fahren (wenden).
Das innere Rad würde bei nem normalen Differential einfach stillstehen. Beim Sperrdiff dreht es sich mit -> man hört ein Quietschen.
Ja, das ist der NACHTEIL des Sperrdifferentials.

Man muss bei allen Überlegungen immer beachten, dass sich die Teile des Differentials gegenläufig zueinander bewegen können, während das Ganze System rotiert.
Bei nem normalen Diff dreht bei der engen Kurve die Achse vorwärts, das äußere Rad zu 100% vorwärts und das innere zu 100% rückwärts (innerhalb der Achse)
die Drehungen gleichen sich aus, deswegen steht das innere Rad, bezogen zum Boden.

Beim Sperrdiff kann es sich aber nur zu 75% rückwärts drehen, dreht sich also zu 25% vorwärts, es entsteht Schlupf und das Rad dreht durch.

Erreicht wird das durch eine Schrägverzahnung zweier paralleler Walzen-Zahnräder. Die sind so verzahnt, dass sie ab nem bestimmten Punkt sperren.

w00lf

Profi

Beiträge: 1 768

Fahrzeuge: Mazda Xedos 6 1.6 '92 / Toyota GT86 '13

  • Nachricht senden

32

Sonntag, 24. November 2013, 23:35

Wie man die Tests macht, hab ich schon vorher geschrieben. Und auch, dass es bei unserem eben nicht der Fall ist, dass das zweite Rad sich in die gleiche Richtung dreht. Liegt vor allem auch daran, dass unser Torsen nur in Zugrichtung nicht aber in Schubrichtung arbeitet und wenn man nun die Räder nicht über die Kardanwelle sondern direkt übers Rad antreibt (Schubrichtung), dann sperrt das Diff nicht in dem Maße, dass das andere Rad mitgedreht werden könnte.

Die Überlegung mit den engen Kurven und dem Vorwärts- bzw. Rückwärtsdrehen der Räder finde ich lustig. Das würde bedeuten, dass man eine sofortige Kehrtwende macht. :D Es drehen sich immer beide Räder vorwärts, so eng kann man gar nicht abbiegen, dass nicht auch das innere Rad eine Vorwärtsbewegung ausführt.

Woher hast du überhaupt den Festwert 25%?
mfg, Wolfgang

Breeze

Fortgeschrittener

Beiträge: 574

Fahrzeuge: Subaru BRZ, Subaru Legacy 3.0R AWD Executive S

Wohnort: Raum Luzern, Schweiz

Beruf: Ingenieur

Danksagungen: 54

  • Nachricht senden

33

Montag, 25. November 2013, 09:14

Liegt vor allem auch daran, dass unser Torsen nur in Zugrichtung nicht aber in Schubrichtung arbeitet und wenn man nun die Räder nicht über die Kardanwelle sondern direkt übers Rad antreibt (Schubrichtung), dann sperrt das Diff nicht in dem Maße, dass das andere Rad mitgedreht werden könnte.


Das bringt mich auf eine andere Frage: hat das Torsen-Sperrdifferenzial eigentlich auch Sperrwirkung im Rückwärtsgang? Das hoffe ich doch sehr, ansonsten könnte sich das im Winter in Anfahrsituationen ziemlich ungünstig auswirken.
Call me the Breeze..
Subaru BRZ MY13 Crystal Black Silica

HUMMER H1

Anfänger

Beiträge: 14

Fahrzeuge: Jeep JK Rubicon, GT86, Fiat panda FIRE, Suzuki Samurai

Wohnort: Rafz (CH)

  • Nachricht senden

34

Montag, 25. November 2013, 21:25

Kann man nicht einfach optisch nachschauen, ob ein Diff verbaut wurde? Also nur mal unters Auto schauen?
Bin ja kein Experte, aber sollte man das nicht am Getriebe/Hinterachse sehen...oder anhand einer Teilenummer?
also wenn ich das aus dem rep-leitfaden richtig interpretiere, dann:

FD20A = keine sperre

FD20AT = sperre

die nummer ist etwas unglüklich unter dem diff von hinten zu sehen. auf dem alu diff deckel.
ohne unter die karre zu liegen hat man aber keine chance die zu sehen
wenn ich wüsste wie man hier ein bild ins forum kriegt hätte ich da 3! :evil: :?:

HUMMER H1

Anfänger

Beiträge: 14

Fahrzeuge: Jeep JK Rubicon, GT86, Fiat panda FIRE, Suzuki Samurai

Wohnort: Rafz (CH)

  • Nachricht senden

35

Montag, 25. November 2013, 21:31


Das bringt mich auf eine andere Frage: hat das Torsen-Sperrdifferenzial eigentlich auch Sperrwirkung im Rückwärtsgang? Das hoffe ich doch sehr, ansonsten könnte sich das im Winter in Anfahrsituationen ziemlich ungünstig auswirken.
ja, ein torsen diff sperrt in beide richtungen. allerdings braucht ein torsen eine gewisses gegendrehmoment um zu funktionieren. heisst: ein rad auf asphalt und das andere auf glatteis= es geht trotz torsen-diffsperre nicht mehr voran! ist aber völlig wurscht das die traktionskontrolle über das abs mit bremseingriffen dieses manko behebt.

McSchu

Schüler

Beiträge: 100

  • Nachricht senden

36

Montag, 25. November 2013, 21:34

Um zu verstehen, wie ein Sperrdifferential funktioniert, habe ich mir folgendes überlegt: Auf ganz glattem Untergrund, etwa wie es ist, wenn ich ein bischen von der Fahrbahn abgekommen bin, dreht eines der beiden Räder durch. Ohne Sperrdifferential bleibt das andere Rad dann leider stehen, auch wenn es auf nicht rutschigem Untergrund steht. MIT Sperrdifferential bleibt es nicht stehen, sondern gibt Antrieb. Für normalen Fahrbereit folgt daraus, dass mit Sperrdifferential das kurvenäussere Rad volle Leistung auch dann bekommt, wenn das innere Rad durchdreht oder schneller dreht als das äußere Rad. Danach wäre es nicht richtig, dass beim Anfahren mit eingeschlagenen Lenkrad das kurveninnere Rad mit Sperrdifferential mehr Antriebsenergie erhält, als ohne. Ich lasse mich aber auch gerne korrigieren.

Bei 1:50 min sieht man es:



Jetzt kommt es nur noch darauf an, wieviel % die Sperrwirkung beträgt (wieviel Kraft ein Rad also mindestens bekommt; drehen ja trotz Sperre nicht genau gleich - es sei denn, es ist eine 100%-Sperre)

Im Video ist klar, dass der GT86 keine 100%ige hat - wie mWn auch kein anderes Serienauto, und auch kein Rennauto.
Vielleicht Drifter? :huh:

HUMMER H1

Anfänger

Beiträge: 14

Fahrzeuge: Jeep JK Rubicon, GT86, Fiat panda FIRE, Suzuki Samurai

Wohnort: Rafz (CH)

  • Nachricht senden

37

Montag, 25. November 2013, 21:40

100% sperren sind eher im offroadbereich zu finden. serienmässig zb. im Jeep Wrangler Rubicon, Puch G, einige TOYOTA Land Cruiser und diverse Pick up`s.

HUMMER H1

Anfänger

Beiträge: 14

Fahrzeuge: Jeep JK Rubicon, GT86, Fiat panda FIRE, Suzuki Samurai

Wohnort: Rafz (CH)

  • Nachricht senden

38

Montag, 25. November 2013, 22:17





[/img]


FD20A =keine sperre

FD20AT = sperrdiff

McSchu

Schüler

Beiträge: 100

  • Nachricht senden

39

Montag, 25. November 2013, 23:01

100% sperren sind eher im offroadbereich zu finden. serienmässig zb. im Jeep Wrangler Rubicon, Puch G, einige TOYOTA Land Cruiser und diverse Pick up`s.

Hab eher an die "Performanceorientierten" FAhrzeuge gedacht - aber du hast vollkommen recht :thumbup:

Jesta

Fortgeschrittener

Beiträge: 185

Fahrzeuge: GT86

Wohnort: OWL

  • Nachricht senden

40

Dienstag, 26. November 2013, 06:28

@Hummer H1: Danke für die Bilder und Info :thumbup:
Es hätte mich auch gewundert, wenn man es nicht so hätte herrausfinden können.