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Flasher

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  • »Flasher« ist der Autor dieses Themas

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Samstag, 2. November 2013, 22:40

Felgengewicht: Ungefederte Masse und Massenträgheitsmoment

Da in den diversen Felgenthreads immer wieder das Thema der ungefederten Masse, der Trägheitsmomente und deren Auswirkung auf Handling und Beschleunigung aufkommt, wollte ich hier eine kleine Linkssammlung erstellen bzw. meine bisherigen Erkenntnisse mit euch teilen.

Gut erklärt wurde das Thema von dem Kerl des Youtube-Channels "Engineering Explained"

Erster Teil
http://www.youtube.com/watch?v=CxuER0qIWJk
Zweiter Teil
http://www.youtube.com/watch?v=SR3nVx1aaTo

In der Beschreibung zu seinem zweiten Video hat er einen Link zur Verfügung gestellt, um die verschiedenen Massen in ein Massenäquivalent umzurechnen:
http://www.hpwizard.com/rotational-inertia.html#wheelstires

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Ich habe mal nachgerechnet,was der Wechsel von den original Felgen zu den O.Z Alleggerita gebracht hat - ich habe eine Gewichtsverteilung von 70% gewählt. Die Felgendesigns sind im Grunde ähnlich, und ich nehme an, dass ein Großteil des Gewichts im Mantel liegt.

  • Original: 17" x 7,0J, ET48 - Gewicht: 9,20 kg - Äquivalent: 12,71 kg / Felge
  • Alleggerita: 17" x 8,0J, ET35 - Gewicht: 6,98 kg - Äquivalent: 9,64 kg / Felge
  • Differenz: 3,07 kg/Felge - Gesamt: 12,28 kg


Die Differenz ist also nicht so dramatisch wie manche hier annehmen. ^^ Ich habe hier eine Faustregel gelesen bei der angeblich 1 kg ungefederte rotierende Masse, das 7 fache an Masse erzeugt. Offensichtlich ist das Quatsch. ;)

Allerdings sollte man durchaus auf leichtere Felgen setzen. Manch eine "Bling-Bling", 19 Zoll Felge wiegt schnell mal 15 kg und schon liegt das Massenäquivalent bei über 21 kg. Also: Augen auf beim Felgenkauf 8)
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Kurvi

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Sonntag, 3. November 2013, 09:46

Sehr interessant, vielen Dank.

Knabbanossi

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Sonntag, 3. November 2013, 10:41

Super Beitrag. Vielen Dank.
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Fortune

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Sonntag, 3. November 2013, 14:30

super danke! Meine Sommerfelgen wiegen 9,8 oder sowas d.h. ich hab minimal mehr drauf.. ist zwar auch schlecht aber nicht dramatisch ^^
Smooth sea never made a good sailor!

horscht(i)

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Sonntag, 3. November 2013, 14:56


Ich habe hier eine Faustregel gelesen bei der angeblich 1 kg ungefederte rotierende Masse, das 7 fache an Masse erzeugt. Offensichtlich ist das Quatsch. ;)

Aber Hallo ist das Quatsch. Viel wichtiger als die gesamte rotierende Masse ist, wie weit die Masse von der Drehachse entfernt ist, da dieser Abstand quadratisch in das Trägheitsmoment eingeht. Ein Faktor 7 ist beliebig willkürlich. Das mag vielleicht für eine bestimmte Felgen/Radgröße hinkommen, aber das war es dann auch.
Idealerweise also kleine Felge mit möglichst leichten Reifen.

Was der Herr im Video übrigens an den zurückgelegten Strecken pro Umdrehung erklärt, zeigt schön, dass das Trägheitsmoment der Rotation äquvivalent zur Masse bei Translation ist.

924xyz

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Sonntag, 3. November 2013, 15:35

Die Differenz ist also nicht so dramatisch wie manche hier annehmen. Ich habe hier eine Faustregel gelesen bei der angeblich 1 kg ungefederte rotierende Masse, das 7 fache an Masse erzeugt. Offensichtlich ist das Quatsch.
Im statischen Fall (dv/dt = 0) ist der Faktor 7 natürlich Quatsch. Allerdings spielt dann auch die Federung keine Rolle mehr. Im dynamischen Fall dv/dt <> 0 mit v=(vx, vy, vz) allerdings kommt die Federung ins Spiel. Dies wandelt für gewisse Zeit kinetische Energie in potentielle Energie um. Damit sollte im beschleunigten Fall kurzfristig die Äquivalenzmasse des gefederten Fahrzeuges geringer werden.

Ich denke, der Fokus bei "1:7" liegt auf "ungefedert". Leider habe ich jedoch noch keine Quelle entdeckt, die das verständlich darlegt.

Harinjo

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7

Sonntag, 3. November 2013, 16:11

hier ein test von sport auto über die tatsächlichen auswirkungen von schweren/leichten rädern

http://www.evo-forum.de/index.php?page=Thread&threadID=15367

szhgc12

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Sonntag, 3. November 2013, 17:29

Meine 18er (8J18H2) OZ Alleggerita HLT wiegt pro Stück exakt 7,925kg (laut Gewichts-Zertifikat). Gibt es noch leichtere stabile & leistbar Alus?

Flasher

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Sonntag, 3. November 2013, 18:10

hier ein test von sport auto über die tatsächlichen auswirkungen von schweren/leichten rädern

http://www.evo-forum.de/index.php?page=Thread&threadID=15367


Interessanter Test, allerdings ist die Testaufstellung unglücklich. Viel interessanter wäre es zu schauen wie weit verschiedene Felgengewichte bei ansonsten gleichen Maßen sich auf das Handling und die Beschleunigung auswirken. Dadurch dass die eingesetzten Räder alle verschieden groß sind, und gleichzeitig aber ähnliche Gewichte haben, ist der Test natürlich wenig aussagekräftig.
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Montag, 4. November 2013, 14:13

Ich denke, der Fokus bei "1:7" liegt auf "ungefedert". Leider habe ich jedoch noch keine Quelle entdeckt, die das verständlich darlegt.
Wolfgang Weber spricht in seiner Fahrwerksbibel "Fahrdynamik in Perfektion: Der Weg zum optimalen Fahrwerk-Setup" vom Faktor 1:5, wenn ich mich recht erinnere.