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860

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Mittwoch, 21. Februar 2018, 14:36

Aber ich werde dir die Brembo-Bremse nicht verkaufen.

Vielleicht mir im Tausch gegen meine 55.000 km alte immer zuverlässige niemals Probleme bereitende Standardbremsanlage? ;)
Gruß aus dem Bergischen Land
Andreas

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katty262

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182

Mittwoch, 21. Februar 2018, 15:54

Zurück zum Thema,

habe gerade eine Pressemeldung über den Mitsubishi Outlander Plug in Hybrid bekommen. Anfang März wird in Genf die neue Modellgeneration vorgestellt und wenige Wochen später in den Handel gebracht. Folgende Details fand ich spannend:

01) Downsizing Ade, das neue Modell bekommt einen 2,4 Ltr. statt einen 2,0 Liter
02) Der neue 2,4 Liter ist ein Atkinson Benzinmotor (Via Ventilsteuerung also kein echter Atkinson mit variablem Kolbenhub)
03) 10% Mehr Generatorleistung und 15% Mehr Akkuleistung.
04) Da Vorschrift: Zertifiziert nach WLTP(C) d temp und unter 95 gr Co2 (4 Ltr.)

Das alte Modell nach NEFZ kam auf 1,9 Ltr, 100 Km, nun sind es nach der neuen Verbrauchsnorm 4,0 Ltr./100 Km. Die Abweichung alte Norm/neue Norm finde ich schon krass (trotz neuerer Technik). Aber mit Sicherheit nun deutlich näher an der Realität und gut für den Kunden. Ich wusste auch nicht das dass alte Modell der Weltweit meistverkaufte Plug In Hybrid ist. Mal sehen wie Mitsubishi sich im "neuen Markt" entwicklen wird.

Also es geht, aber die Verbrauchssprünge bei den Hybriden (alte Norm, neue Norm) werden schon sehr groß.

Zur Faustformel noch mal ein Nachtrag: die ist für die Einordnung (welche Prüfklasse) sogar in der ECE Richtlinie R101 definiert.
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860

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Mittwoch, 21. Februar 2018, 16:06

Also es geht, aber die Verbrauchssprünge bei den Hybriden (alte Norm, neue Norm) werden schon sehr groß.

Die Phantasieverbräuche der Plugin-Hybriden waren es doch, die der Autoindustrie einen annehmbaren Flottennormverbrauch bescherten. Wenn die nun realistischer gemessen gerade so das gesteckte 95g Ziel erreichen, können die nicht mehr als Kompensation der "hohen" Verbräuche der Restflotte herangezogen werden.
Ich bin mal gespannt, wann das 95g Ziel kippt oder (wahrscheinlicher) wie mit politisch motivierten Rechenmodellen die dann realistischeren Flottenverbräuche klein gerechnet werden.
Gruß aus dem Bergischen Land
Andreas

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McDux

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Mittwoch, 21. Februar 2018, 16:41

Alternativ sollte man mal überlegen ob die Deckelung des Flottenverbrauchs überhaupt realistisch ist. Wenn alle Autos heute nur noch 95g CO2 produzieren, die Abgase aber andere schädliche Produkte, Gase und sonstiges enthalten, ist auch niemandem damit geholfen. Ist Feinstaub denn wirklich "gesünder" als 30g CO2 mehr?

Zitat

"If you see a photo of a Scion FR-S that isn't sideways, the picture is fake or the car is parked."

860

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Mittwoch, 21. Februar 2018, 17:06

Ist Feinstaub denn wirklich "gesünder" als 30g CO2 mehr?

Einfache Antwort: CO2 ist absolut ungiftig und natürlicher und zum Pflanzenwachstum absolut notwendiger Bestandteil der Atmosphäre. Feinstaub ist im Vergleich dazu in jeder beliebigen Dosierung toxisch.
Die 30g CO2 mehr bedeuten bei unveränderten Fahrleistungen allerdings, dass das von der Regierung gesteckte Ziel des landesweiten und über alle Verbrennungsarten gedeckelten CO2-Ausstoß noch weiter überschritten wird.

Ich würde an dieser Stelle darum bitten, hier keinesfalls in eine "Klimagasdiskussion" abzudriften.
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Natz

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Mittwoch, 21. Februar 2018, 17:26

Eine Klimadiskussion würde das Diskussionsklima unnötig erwärmen, 860 hat vollkommen Recht, bitte bleibt beim Thema, denn es ist wirklich interessant hier mitzulesen.
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Mittwoch, 21. Februar 2018, 21:28

Alternativ sollte man mal überlegen ob die Deckelung des Flottenverbrauchs überhaupt realistisch ist. Wenn alle Autos heute nur noch 95g CO2 produzieren, die Abgase aber andere schädliche Produkte, Gase und sonstiges enthalten, ist auch niemandem damit geholfen. Ist Feinstaub denn wirklich "gesünder" als 30g CO2 mehr?
Wie ich manche Weltenretter so einschätze, ist der Mensch bei der Verwirklichung dieses Ziels sowieso nur ein Störfaktor. Also Hauptsache weniger CO2.

Die Phantasieverbräuche der Plugin-Hybriden waren es doch, die der Autoindustrie einen annehmbaren Flottennormverbrauch bescherten. Wenn die nun realistischer gemessen gerade so das gesteckte 95g Ziel erreichen, können die nicht mehr als Kompensation der "hohen" Verbräuche der Restflotte herangezogen werden.
Ich bin mal gespannt, wann das 95g Ziel kippt oder (wahrscheinlicher) wie mit politisch motivierten Rechenmodellen die dann realistischeren Flottenverbräuche klein gerechnet werden.
Dazu hat viva71 in einem anderen Thread die Berechnungsmodelle verlinkt. Man sieht schon an der Einbeziehung der Fahrzeugmasse, dass das alles politisch motiviert ist. Oder wen interessiert es, ob Abgase von einer großen oder kleinen Karre stammen? Da die USA, China und Japan viel höhere Grenzwerte ansetzen, darf mal geraten werden, ob es hier tatsächlich um Umweltschutz geht, oder die CO2 Debatte der Hebel für einen Wirtschaftskrieg ist.

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Mittwoch, 21. Februar 2018, 22:22

es ist wirklich interessant hier mitzulesen.

Absolut. :thumbup:
Dem schließe ich mich an.

katty262

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Donnerstag, 22. Februar 2018, 09:20

Heute mal ein Paar interessante Fakten aus dem Hause Porsche

Ich hatte ja schon mal erwähnt, das Porsche in Sachen Hybridanteil (gemessen an der der gesamt Porscheproduktion) mit einem Anteil von über 45% 2017 Weltmeister in Sachen "Hybritisierung" wurde. Zum Vergleich (schlagt mich nicht wenn das nicht auf die Kommastelle stimmt) Nissan/Renault/Mitsubishi rund 16%, Toyota rund 14 %

Für 2018 geht Porsche von einem Hybritisierungsgrad von über 60% aus. Ich persönlich gehe noch von viel mehr aus.

Warum: Porsche hat vor kurzem verkündet das Sie 2018 das gesamten Dieselangebot aus Ihrer Modellpalette streichen wird (Dieselskandal und Zulassungsstop sei dank). Die Modelle Cayene und Macan machen 71% der Gesamtproduktion bei Porsche aus. Der Diesel Anteil bei den Modellen ist mit über 50% enorm.

Und der gewichtigste Grund (schlau von Porsche) ist:

z.B.

der Porsche Panamera 4 S (Benzinmotor) mit 440 PS kostet derzeit 115.050 €

Der Porsche Panamera 4 E (Plug in Hybrid mit 2,5 Ltr./100 Km nach NEFZ) hat 462 PS und kostet..... 5.834 € WENIGER !!!

Wer gibt mehr Geld für 22 PS weniger aus?. Ich weiß Leistungsgewicht, Fahrgefühl, etc., aber so tief gehen die Gespräche am Stammtisch in der Regel nicht :-)))

Fazit (und wer hätte das Gedacht) Porsche wird wohl der erste deutsche Autobauer sein, der mit seinem Produktportfolio die 95 Gr. Grenze (auch nach WLTP) knackt.

Hätte ich das vor 5 Jahren hier oder woanders gepostet, man hätte wohl nicht mal gelacht sondern direkt einen Krankenwagen gerufen welcher mit Jacken, die die Ärmel hinten haben, ausgerüstet ist ;(
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Donnerstag, 22. Februar 2018, 10:24

Stichwort Porsche.

Ein Freund von mir hatte letztens den oben erwähnten Panamera 4 E als Werkstattersatzwagen (der hat auch sonst keine Autos unter 300PS).

Sein Kurzfazit (sinngemäß): Ist schon ne geile Karre. Säuft aber wie'n Loch. Ich meine, er sprach etwas von 22l/100km bei bisschen Stadtverkehr und zügiger Landstraßenfahrt (vgl. NEFZ 2,5l).

Bin mal gespant, wie der WLTP geknackt wird. Wird wohl wie so oft sein: was nicht passt, wird passend gemacht.
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Donnerstag, 22. Februar 2018, 13:06

So wird es wohl leider aussehen 3Ltr.

Wobei ich denke, das wenn So ein Porsche Hybrid auch Porsche mäßig bewegt wird (auch in der Stadt), dann säuft der genau so wie ein Prius den man mit Vollgas und einer Dachbox über die Autobahn prügele (dafür ist der nicht gemacht). Ich denke aus dem derzeitigen Porsche Hybrid kannst Du auch locker 30 liter raus kitzeln.

Ich glaube aber (wissen tue ich es noch nicht) der Porsche wird in dem WLTP Verfahren sogar einen kleinen Vorteil gegenüber seinen "Normalen Hybrid" Kollegen mit z.B. nur 130 PS statt 462 PS Systemleistung (bezogen auf das was am Ende an Verbrauchssteigerung alter Zyklus/neuer Zyklus heraus kommt). Im neuen Prüflauf wird der Hybrid des Porsche so gut wie überhaupt nicht belastet (ausser beim sehr kurzen High Grade Abschnitt innerhalb des Zyklus), und erreicht z.B. easy seine 131 Km/spitze oder 1,5 G max. Beschleunigung. So ein Hybrid Kleinwagen muss da schon ordentlich gepresst werden um den Zyklus zu Fahren.

Da sieht man jetzt schon, das gerade Motoren mit kleinem Hubraum und Turboaufladung die gleichen Probleme bzgl. der Verbrauchssteigerung haben wie die aktuellen Hybriden. Motoren mit großem Volumen und ohne Turbo schneiden oft im WLTP Zyklus besser ab.

Hier mal ein krasses Beispiel in die andere Richtung wo mir die Daten vorliegen

Subaru Outback 2,5 Ltr Lineatronik lt. NEFZ = 161 gr/km Co2 oder 7,0 Ltr. auf 100 Km/h

Das selbe Auto wurde jetzt nach WLTP Euro 6 d Temp zertifiziert (also kein Nachfolger oder neueres Modell). Ergebnis

Subaru Outback 2,5 Ltr. Lineatronik lt. WLTP = 129 gr/km Co2 oder 5,6 Liter auf 100 Km/h

Die Subaru Benzin Sauger Boxer kommen offensichtlich besser mit dem neuen Prüfverfahren klar als aufgeladene Motoren oder Hybridfahrzeuge.

Nützen tut das Subaru direkt leider auch nichts, denn 129 gr. sind immer noch weit weg von 95gr.

Sobald ich WLTP Werte von Porsche Habe, seit Ihr die ersten....., versprochen. Die Toyota WLTP Werte der aktuellen Modelle darf ich leider nicht veröffentlichen (Sperrfrist 31.08.2018 )
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Donnerstag, 22. Februar 2018, 14:03

Wollte noch mal kurz den Beitrag von 860 aufgreifen.

Das ist eine berechtigte Frage ob die EU sich mit Ihren Plänen noch mal umorientieren würde. Ich würde da aber keine Wetten drauf abschließen. Ich kann mir aber gegenwärtig nicht vorstellen, das Politiker, Staaten und EU freiwillig auf einige Mio. oder Mrd. Einnahme verzichten würden.

Andererseits muss mann ja auch feststellen, das von der EU an Mitgliedsstaaten verhängte Strafen in den seltensten Fällen überhaupt bezahlt, geschweige denn eingefordert werden.

Ein legales Schlupfloch der Regularien sind z.B. die Kleinserienhersteller. Demnach ist es Kleinserienherstellern, welche ein Typ genehmigtes Produkt weniger als 1000 mal in der EU verkaufen von den Zertifizierungen befreit. Es gibt da sehr kreative Hersteller wie z.B. Lada. Den Lada Niva (oder 4x4) gibt es laut den ECOC Bescheinigungen von angeblichen "19 Herstellern" und in einer noch höheren Zahl von unterschiedlichen Typschlüsseln. Somit kann Lada mehrmals die 1000er Grenze aus nutzen. Ob jemals ein EU Kommissar in Russland war um zu überprüfen ob es diese Herstellerfirmen gibt, ist bis heute nicht überliefert :-))). Das wäre mit Sicherheit auch eine Möglich für Subaru, aber das wollen die Japaner nicht.

Den Land Rover Defender (den es ja offiziell gar nicht mehr gibt) kannst Du auf diesem Wege übrigens mit dickem V 8 heute noch problemlos kaufen (mit dem nötigen Kleingeld) und in der EU Zulassen (Euro 5) . Die Bauen den noch, wobei "die" nun jemand anderes ist.
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Donnerstag, 22. Februar 2018, 14:14


Da sieht man jetzt schon, das gerade Motoren mit kleinem Hubraum und Turboaufladung die gleichen Probleme bzgl. der Verbrauchssteigerung haben wie die aktuellen Hybriden. Motoren mit großem Volumen und ohne Turbo schneiden oft im WLTP Zyklus besser ab.



Die Subaru Benzin Sauger Boxer kommen offensichtlich besser mit dem neuen Prüfverfahren klar als aufgeladene Motoren oder Hybridfahrzeuge.

Nützen tut das Subaru direkt leider auch nichts, denn 129 gr. sind immer noch weit weg von 95gr.



Interpretier ich Dich da jetzt richtig, dass dann Subaru mittelfristig in die richtige Richtung geht? Ich mein, wir haben im GT/BRZ einen relativ großhubigen Saugmotor und ein bißchen was in Richtung Verbrauchsersparnis wird sich schon noch finden lassen.
Andere Brot-und-Butter-Hersteller, die da z.B. aus 1,0 lt. Hubraum und 3 Zylindern mit Turbohilfe 140 PS herauspressen (Ford), können ihre Motorenentwicklung eigentlich nur noch wegwerfen, wenn mit Saugertechnik die Ziele leichter zu erreichen sind und es die wenigen konventionellen Motorenbauer wie Subaru, Mazda, etc. schon nicht schaffen. Und dass E-Autos auch nur einem einzigen erderwärmungsgeschädigten Lurch das Leben retten, ist ohnehin nirgendwo bewiesen, aber thread-seitig eine andere Baustelle.

Letztlich denke ich, dass die Hersteller einfach locker die Strafen zahlen und diese Zahlungen auf den aufgerufenen Kaufpreis/Auto aufschlagen werden. Nachdem es alle Hersteller betrifft, kann man der europolitisch gewollten Preistreiberei auch nicht entkommen.

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Donnerstag, 22. Februar 2018, 14:14

und erreicht z.B. easy seine 131 Km/spitze

Das fährt der quasi im Standgas

Zitat

Motoren mit großem Volumen und ohne Turbo schneiden oft im WLTP Zyklus besser ab.


Das scheint tatsächlich so zu sein. Der Mazda 6 (FL 2018 ) mit 2,5l Sauger hat auch die Euro6 c? temp.

Back to the roots?
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Donnerstag, 22. Februar 2018, 15:04

Als VW beim Amarok den 3.0 TDI präsentierte, sprach man von "Rightsizing". :D

860

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Donnerstag, 22. Februar 2018, 15:23

"Motoren mit großem Volumen und ohne Turbo schneiden oft im WLTP Zyklus besser ab."

Das mag wohl auch den im WLTP zum NEFZ geänderten Vorgaben bezüglich der Gangwahl geschuldet sein. Wenn ich mich nicht irre, wurde im NEFZ für Handschalter ohne Schaltempfehlung der 3. Gang für die Fahrt mit 50 km/h festgelegt. Wir wissen alle, dass unser Schätzchen mit Schaltgetriebe problemlos im 5. mit 50 km/h fährt. Den Verbrauchsvorteil vom 5. zum 3. Gang schätze ich in dieser konkreten Situation nicht unter 20% ein. Ich kann nicht beurteilen, ob die ab- und zuschaltbare sehr einfache Schaltempfehlung des Toyobaru den Normwächtern als Schaltempfehlung genügt, stelle aber fest, dass Honda beim Jazz eine permanent eingeschaltete Schaltempfehlung eingebaut hat, die tatsächlich richtig funktioniert. Das heißt, die Schaltempfehlung funktioniert in beiden Richtungen und sogar Leistungsanforderungsabhängig.

Nochmal zum 95g Ziel. Es erscheint mir immer noch unrealistisch, dass selbst nach NEFZ die gesamte in der EU zum Ende 2020 neu zugelassene Fahrzeugflotte im Schnitt einen CO2 Ausstoß von 95g/km nicht überschreitet. Selbst wenn das Unwahrscheinliche nach NEFZ (das wären Flottendurchschnittsverbräuche von 3,5l Diesel oder 4,1l Benzin) eintreffen sollte, werden die Verbrauchsangaben nach WLTP gemessen ansteigen. Die Differenz zwischen NEFZ Verbrauchsangaben und dem Durchschnitt der Realverbräuche betrug Ende 2016 in der EU 42%. Nehmen wir mal an, der WLTP verkleinert den Raum zwischen Wunsch und Wirklichkeit nur um die Hälfte, dann würde bei einem nach NEFZ erreichten 95g/km Ziel dieses Ziel nach WLTP um 21% mit Ausstoßwerten von 115g/km gerissen.

2009 bei der Bekanntgabe der 130g für 2015 und 95g für 2020 Ziele hatte ich den Jazz gekauft. Dieses Auto braucht vernünftig und unter günstigen Bedingungen gefahren ca. 5,0 L/100km (ich habe eine 3000km Italienreise mit 4,9L/100km durchgeführt). Dieses Auto war 2009 real gemessen sparsamer als die gesamte Konkurrenz und schon nah am 130g Ziel. Mir war klar, dass das 95g Ziel für 2020 nur erreichbar sein würde, wenn der komplette EU Automarkt im Jahr 2020 nur noch durch Fahrzeuge der Honda Jazz Leistungs- und Gewichtsklasse repräsentiert würde. Ebenso klar war mir, dass das nicht eintreten würde, der SUV-Boom zielt exakt im Winkel von 180° gegen dieses Ziel.

Mir stellt sich hier nur noch die Frage, mit welcher Zahlenakrobatik es künftig gelingen wird, die Hersteller sauber aussehen zu lassen und gleichzeitig der Politik eine gesichtswahrende Geschichte in den Mund zu legen. Reelle Messverfahren oder Verbrauchsangeben erwarte ich nicht mehr, da bin ich vollkommen desillusioniert.
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Donnerstag, 22. Februar 2018, 16:40

@860, berechtigte Fragen die Du da aufwirfst und das war ja auch die Intuition diesen Blog hier (dank Dr. Hilfe bei der Auslagerung) fort zu führen um diese Fragen näher zu betrachten und Veränderungen in der Branche (die wir Amateure mitbekommen) zu teilen.

@exknightrider: ob Subaru es richtig machen wird, kann ich Dir leider nicht sagen. Sie werden es aber auf jeden Fall anders machen. An der Stelle muss ich aber auch einfach mal los werden, das dass was die Test und Devolpment Truppe von Subaru hier in D für den Europäischen Markt leistet, gemessen an den Budget und Ressorcen der "großen" unfassbar ist (ein Hr. Piech hätte seine blosse Freude dran).

@3Liter, Richtig, Mazda geht auch seit Jahren diesen "ungewöhnlichen Weg" zur Effizienzsteigerung und hat wie Subaru entsprechende Vorteile beim WLTP. Downsizing? Nö. Subaru macht es genau so. Mmmmh, wird vielleicht wohl doch einen Grund haben, warum Toyota, die Firma Mazda und einzelne Subaru Ingenieure in Ihr neues Unternehmen mit an Bord geholt haben. Toyota hat in der Vergangenheit ebenfalls erfolgreich Hubräume vergrößert um den Prius effizienter zu machen. Die Entwicklung ist aber auch nicht neu (kennt noch jemand die eta Modell von BMW?)

Das Schwierige ist ja, das die Erkenntnis das ein Hybridantrieb im Gesamtwirkungsgrad (Tank/Batterie zu Antriebsleistung am Rad) Physikalisch ein immer schlechteren Gesamtwirkungsgrad haben wird, als eine Verbrennungsmaschine (sonst hätten die Ingenieure ein Perpetuum mobile erfunden), dazu führt, den Konsumenten irre zu machen. Aber jetzt steht politischer Druck dahinter.

Ein Ingenieur sagte mal zu mir "hoffentlich merken die Politiker nicht, das Abgase heiß sind". Hääääääää? Na ein 2000ccm Motor erhitzt bei 3.000 U/min rund 3 Kubikmeter Luft pro Minute von (derzeit) 0 auf ca.40°. Daran stirbst Du nicht, aber dir steht dann irgendwann in Düsseldorf das Wasser bis zum hals :-)))

Das erste Hybridauto wurde kommerziell im Jahre 1900 (von Porsche entwickelt) gebaut. In den 1920er gab es einen regelrechten Hype um Hybrid und E-Autos. In den späten 1980er und 1990er gab es von Deutschen Firmen solche Fahrzeuge schon mal zu kaufen (z.B. Audi Duo). Da gab es Prius und Co. noch gar nicht. Alles wieder in der Versenkung verschwunden. Vorrangig verschwunden weil keine staatliche (gesetzliche) notwendigkeit gab. Der Kunde hat´s einfach nicht gekauft weil es nicht Ökonomisch war. Die Ingenieure waren seinerzeit einfach am verzweifeln, das die Kunden diese Autos genau so nutzen wollten wie ihre bisherigen (was ökonomisch in die Hose geht). Kaum einer erinnert sich noch an den Öko Polos aus den 80er (konnte man kaufen) der 1,7 Liter/100 Km/h nach DIN verbrauchte.

Diesmal wird es aber funktionieren denn die untrennbaren Begriffe der E-mobilität lauten "Digitalisierung und Autonom". da bereite ich noch was zu vor (Sammel gerade noch Daten)
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Donnerstag, 22. Februar 2018, 17:27

kennt noch jemand die eta Modell von BMW?

Ja, das war ein toller 6 Zylinder mit 2,7 Litern Hubraum, der untenrum zu seiner Zeit fast
180 Nm bei 1000 U/min hatte. Mit Saugrohreinspritzung und Schwingrohraufladung.
Kaum einer erinnert sich noch an den Öko Polos aus den 80er (konnte man kaufen)

Wenn du den 2 Zylinder-Diesel mit G40-Lader meinst, dann hast du recht das er unter
2 Litern verbraucht hat, aber es wurden nur Prototypen produziert die nicht verkauft
wurden. Der Nachfolger, der 3L Lupo, war dann zwar im freien Handel zu erwerben,
allerdings zu so einem hohen Preis, sodass sich auch dieses Sparwunder sich nicht
durchsetzen konnte oder vielleicht böse gedacht `sollte´. Die Ersatzteilpreise für
einen 3L Lupo sind auch nicht ohne, da man an vielen Stellen Magnesium und Plexiglas
eingesetzt hat und diese Teile inzwischen rar geworden sind.

MfG

Lars

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Donnerstag, 22. Februar 2018, 17:28

4,9l auf 100 km mit einem KLEINwagen ist doch nicht wirklich sparsam. In Schweden verbraucht mein Mondeo Turnier 160 PS Turbodiesel - also ein ausgewachsenes Auto, in das ich neben der vierköpfigen Familie und dem Urlaubsgepäck noch zwei Kinderwagen eingeladen bekomme - knapp über 60 Liter auf 1.200 Kilometer. Tempo 80 auf der Landstraße, die eine und gern genutzte Autobahn ist 110, in Teilen 120 km/h. Ganz ohne Hybrid und Verbrauchsmogeleien. Direkte Messung per Fahrtenbuch von Tankstopp zu Tankstopp zu Tankstopp. Ist natürlich so ein böser, böser Diesel. Ganz ehrlich: Als ich das erste Mal da war und bei 1000 Kilometer noch keine Tankleuchte kam, dachte ich an einen Defekt bei der Tankleuchte. Mehr als 1.200 Kilometer ohne Nachtanken bin ich allerdings nie gefahren, obwohl immer noch Sprit da war und kein Tanklicht kam. Bin dann doch immer etwas nervös geworden wegen der Abstände zwischen den Tankstellen in Schwedens Provinz. Aber der Praxistest zeigt: Mittelklassekombi, voll beladen, knapp über 5 Liter pro 100 Kilometer geht auch ohne Hybrid, Ampelabschaltung und Spritsparreifen. Mit dem ganzen Gedöns wären es trotz voller Zuladung wohl glatte 5 Liter geworden.

Wozu brauchen wir noch mal das Hybridzeugs? :whistling:
# 8,1 l/100 km
GT86 MY18, Pure red, Leder-Alcantara, Brembo-Bremse, Sachs-Dämpfer, 17x7,5 mit Michelin PS4, Rückfahrkamera, getönte Außenspiegel, Garmin Navi, Wunschnummernschild, Glücksschwein

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Donnerstag, 22. Februar 2018, 17:41

....die 50 Dinger die VW da vom Öko Polo gebaut hat, wurden aber (nach eigenen Erprobungen) verkauft. Ich kenne sogar einen der einen 1988er sein eigen nennt. Den durfte ich mal um den Block fahren. Mann muss schon Veganer Aktivist sein um sich darin zu verlieben :-))) Sind Sammlerstücke heute. Die eta Modell wollte nach 5 Jahren Nutzung auf dem Gebrauchtmarkt keiner mehr haben. Heute sind die teuer.

ich glaube für den VW XL1 (ein Liter Auto mit dem Hr. Piech es auch tatsächlich geschafft hat auf der Strasse nur 1 Liter zu brauchen) gibt´s schon heute keine Ersatzteile mehr (obwohl es den ja erst seit 2 Jahren nicht mehr gibt) :-)))))).

Was man den Entwicklungen der Deutschen aber tatsächlich aus meiner Sicht vorwerfen kann, ist das sie in den letzten 15 Jahren einfach immer nur Autos entwickelt haben die Ihre Kunden "zum Spaß haben" verleiten und nicht zum Sprit sparen (das wird sich nun aber radikal ändern). Ok ist jetzt mal ein ganzs beschis.... Vorwurf in einem Sportwagen Forum :wacko: :thumbsup:
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