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Mittwoch, 14. Februar 2018, 16:43

und wieder mit Cliffhanger....mann....

Wie immer leider geil! :thumbsup: :thumbsup:
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Fight (19.02.2018)

Fight

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Montag, 19. Februar 2018, 17:52

Und hier, diesmal pünktlich, das Finale!

Teil 14.1

Final Stage

Nara blickte wie gebannt in die Mündung der Pistole, als würde sie dem Tod direkt in die Augen starren. Doch plötzlich nahm sie eine leise Stimme wahr.
„Die beiden Fahrer des Teams Sakushi Racing hatten einen fatalen Unfall.“ Es war der Moderator und Nara drehte sich zur Seite, um über ihre Schulter zum Fernseher zu sehen. Genau in dem Moment ertönte ein lauter Knall im Flur. Taro betätigte den Abzug und schoss Nara aus nächster nähe ins Gesicht. Danach drehte er sich schnell zum Treppenhaus, doch bevor er noch einen weiteren Schuss auf die Polizisten abgeben konnte wurde er von Aikos Kugeln durchsiebt. Nara wurde von der Wucht des Schusses zu Boden gerissen, sie nahm den metallischen Geschmack von Blut wahr und hielt sich die Hände vors Gesicht. Der schreiende Schmerz machte sich breit während sie sich immer wieder an ihrem eigenen Blut verschluckte und die zerfetzte Haut spürte, die sie mit ihren Händen zu schützen versuchte.

Ryo erschrak als er schlagartig sein Bewusstsein wieder erlangte und nahm einen tiefen, hastigen Atemzug. Dann erst realisierte er wo er war, immer noch in seinem Wagen. Die Scheiben waren gesprungen und die Motorhaube komplett zerdrückt. Der ganze Wagen war Schrott, doch Ryo schaffte es die Tür zu öffnen und sich daraus zu befreien. Ungläubig sah er an sich herab, doch keine Spur von Blut, oder irgendeiner Verletzung. Er jetzt realisierte er was eigentlich geschehen war und bemerkte Naojis Wagen. Im Vergleich zu seinem war Naojis Z komplett zerstört, nur schwer konnte man erkennen das es überhaupt mal ein Auto gewesen war, doch Ryo konnte Naoji durch das Seitenfenster erkennen, regungslos, mit hängendem Kopf. Wie vom Blitz getroffen wollte er zu ihm eilen um ihn zu helfen, doch die Sanitäter packten ihn und führten ihn in den Rettungswagen, während sich andere um Naoji kümmerten.
„Keine Angst, wir kümmern uns um ihn. Sie habens überstanden.“ Sagte einer der Sanitäter.

Kagami sah über die Monitore in der Box was geschehen war und war sprachlos. Plötzlich empfand sie tiefe Verzweiflung und sorgte sich um Naoji. Sie musste unbedingt mit ihm ins Krankenhaus, um ihm bei zu stehen.
„Deisuke?“ Rief sie, als sie sich nach ihm um sah. Sie konnte ihn nirgends finden und machte sich schnellen Schrittes auf dem Weg zu ihrem GT86 auf den Parkplatz, wo sie ihn dann bemerkte. Er saß neben seinem Supra auf dem Boden und hielt sich die Hände vor sein verheultes Gesicht. Kagami wusste nicht genau was vor ging, doch sie hatte eine Ahnung das Deisuke etwas mit dem Unfall zu tun hatte.
Als er sie bemerkte winselte er vor sich hin. „Oh nein, es tut mir so leid. Ich wollte das alles doch gar nicht.“
„Die Reifen, du warst das mit den Reifen.“ Dachte Kagami laut vor sich hin, als die Wut in ihr hoch kochte. Sie packte ihn am Kragen und zog ihn hoch.
„Was zum Teufel hast du getan!?“ Schrie sie ihm ins Gesicht.
„Die... Die wollten mich umbringen.“ Stotterte er. „Ich hatte doch keine Wahl.“
„Du verdammtes Schwein!“ Brüllte sie und ohrfeigte ihn. Sie stieß ihn gegen seinen Wagen und wandte sich von ihm ab, um so schnell wie möglich zum Krankenhaus zu kommen.
Deisuke sah ihr sprachlos hinter her, als sie vom Parkplatz fuhr. Plötzlich überkam ihn Panik. Panik das sie auch noch hinter ihm her waren, dass sie ein Exempel an jedem beteiligten statuieren wollten. Er schwang sich in seinen Wagen, um zu seiner Werkstatt zu kommen. Der Plan war, so schnell es ging zu flüchten. Als Deisuke den Zündschlüssel umdrehte schloss sich der Kontakt und der Wagen ging mit ihm, in weniger als einem blinzeln, in Flammen auf.

„Ryo?“ Fragte die Polizistin und reichte ihm die Hand zur Begrüßung. Dieser setzte sich von seinem Krankenbett auf, er hasste Krankenhäuser und überhaupt wusste er gar nicht warum er hier war, ihm fehlte ja nichts. Dennoch erwiderte er ihre Geste. „Ja.“
„Ich bin Kommissar Aiko Nakamura. Sagt ihnen der Begriff Yakuza etwas?“ Während sie die Frage stellte zog sie sich einen Stuhl heran und setzte sich.
Ryo war etwas verwirrt von der Frage. „Ähm, ja warum?“
„Sie wissen also über die Japanische Mafia Bescheid? Haben sie jemals Geschäfte mit denen, oder anderen zwielichtigen Gestalten gemacht?“
„Was? Nein, was soll das überhaupt. Ich war gerade bei einem Rennen und hatte einen Unfall.“
„Kennen sie eine Gewisse Nara?“
Plötzlich stutzte er und ihm lief ein eiskalter Schauer über den Rücken. Die Fragen über Nara, im Zusammenhang mit der Mafia, das konnte nichts gutes bedeuten.
„Wir wissen das sie in Kontakt mit ihr stehen.“ Ertönte Mamorus tiefe Stimme, der im Türrahmen stand und ihm mit seinem breiten Kreuz komplett einnahm.
Ryo hielt sich die Hand vor die Stirn. „Was ist mit Nara?“ Fragte er vorsichtig. Ein ungutes Gefühl machte sich in ihm breit.
„Ich stelle hier die Fragen.“ Erwiederte Aiko kalt. „Ich weiß nicht in welchem Verhältnis sie zu ihr stehen und auch nicht auf welcher Seite sie sich befinden, aber hat sie ihnen gegenüber jemals einen Koffer erwähnt?“
Ryo wusste das er nun nicht mehr vor der Wahrheit weglaufen konnte und erhoffte sich nur mehr Informationen über Nara zu bekommen.
„Okay, ich erzähle ihnen alles.“
Ryo berichtete davon wie er sie kennengelernt hatte, wie sie bei ihm Zuflucht suchte, wie sie den Koffer los wurden und letztendlich wie sie sich verliebten. Es war wie eine kleine Zeitreise seiner Gedanken, die aber umso mehr seine Besorgnis schürten. Nachdem Aiko aufmerksam zugehört hatte ergriff sie wieder das Wort.
„Nara ist eine Informantin von uns, schon Jahre lang. Ich arbeite ständig mit ihr zusammen und vor ein paar Monaten hatte sie die Chance an einen Koffer der Yakuza zu gelangen in dem sich ausgiebige Informationen über deren Geschäfte enthielten.“
„Drogenschmuggel, Waffen, Menschenhandel.“ Warf Mamoru ein.
„Sie sagte mir das sie, wenn sie uns den Koffer besorgt, damit nichts mehr zu tun haben will. Doch anscheinend ist ihr die Sache schneller über den Kopf gewachsen als sie, oder wir, dachten. Es ist sehr wahrscheinlich das die Mafia ein Exempel statuieren will.“
Ryo unterbrach sie. „Warten sie, sie meinen, dass mein Unfall...?“
„Das prüfen wir noch, nach dem Unfall ereignete sich jedenfalls eine Expolsion auf dem Parkplatz bei dem ihr Chefmechaniker Deisuke getötet wurde.“
„Deisuke ist tot?“ Warf Ryo entsetzt ein. „Was ist mit Kagami und Naoji?“
„Kagami ist hier, ihr geht es gut. Naoji ist stabil, aber nicht ansprechbar.“
„Und Nara?“ Fragte Ryo und ahnte nichts gutes.
„Als wir sie heute in dem Hotel ausfindig machen konnten, trafen wir vor Ort ebenfalls einen Attentäter an. Ihr wurde ins Gesicht geschossen, aber sie lebt und erholt sich gerade von der OP. Sie hat extremes Glück gehabt. Die Kugel ist in ihre Backe eingedrungen, hat ein paar Zähne mit genommen und ist zur anderen Backe wieder ausgetreten.“
Ryo saß völlig sprachlos da, seine Gedanken drehten sich wie verrückt. „Wo ist sie? Ist sie hier?“ Er sprang von seinem Bett auf. „Ich muss zu ihr.“
Mamoru schob ihn mit einer Hand wieder zum Bett. „Sie ist hier, es geht ihr soweit gut, aber sie können jetzt nicht zu ihr. Da sie eine wichtige Zeugin ist wird sie rund um die Uhr bewacht, seinen sie also unbesorgt.“
Aiko stand auf. „Ruhen sie sich noch etwas aus.“ Dann verließ sie mit Mamoru das Zimmer.

Kagami saß neben Naojis Krankenbett und hielt seine Hand. Tränen flossen ihr übers Gesicht.
„Ich hätte niemals zulassen sollen das du dich auf dieses Rennfahrer Zeug einlässt. Ich hätte wissen müssen das es zu gefährlich ist und das es viel zu schön war, um wahr zu sein. Das ist alles meine Schuld.“ Schluchzte sie vor sich hin, doch die einzige Antwort die sie immer wieder bekam war das piepen des EKGs.
Es war schon mitten in der Nacht und Kagami stand auf, um sich einen Kaffee am Automaten zu holen. Sie lief durch die leeren Gänge des Krankenhauses, wo ihr lediglich ein Mann mit schwarzem Mantel entgegen kam, zum Eingangsbereich. Es war so still und ruhig das sie ihre eignen Atemzüge hören konnte. Keine Menschenseele war mehr hier, selbst als sie zum Empfang hinüber schielte sah sie niemanden. Als sie das Kleingeld in den Automaten eingeworfen hatte brummte dieser mit, vergleichsweise ohrenbetäubendem Getöse, los.

Ryo ertrug es nicht länger, wach in seinem Bett zu liegen und die Decke an zu starren. Er wollte zu Nara, also stand er auf, zog diesen lästigen Kittel aus und seine Kleidung an, dann machte er sich auf den Weg sie zu suchen. Es gab sicherlich nur ein Zimmer im gesamten Krankenhaus das von einem Polizisten bewacht wurde.
Nachdem er ein paar Minuten ziellos umher geirrt war sah er Plötzlich eine Person, am Ende eines Ganges auf einem Stuhl, vor einer Tür sitzen.
„Hey, Entschuldigung.“ Rief er und lief zielstrebig den Gang hinab. Dann erkannte er den Polizisten und blieb vor ihm stehen. Zu seiner Empörung musste er eingeschlafen sein. Ryo räusperte sich laut. „Entschuldigung!“ Rief er nochmals, doch wieder, keine Reaktion. Bei genauerem betrachten stellte er Blut an der Uniform fest. Er riss die Augen weit auf und stieß die Tür auf, da lag sie, Nara.
Sie hatte zwei große verbände auf den Backen und Ryo begann zu brodeln vor Wut, als er sich ausmalte was für schmerzen sie durchlebt haben musste.
Er trat in das Zimmer und sah das EKG ganz normal arbeiten, ihr Brustkorb bewegte sich auf und ab und Erleichterung machte sich für einen kurzen Moment breit, als er plötzlich von hinten gepackt wurde. Jemand hatte ihm im Schwitzkasten und auf einmal sah er die andere Hand der Person, die versuchte ihm eine Pistole gegen den Kopf zu drücken. Ryo stemmte sich mit aller Kraft nach hinten und beide fielen unsanft zu Boden auf ein kleines Regal, das dabei zu Bruch ging. Durch den Lärm wurde Nara wach und Ryo schaffte es sich zu befreien.
„Nara komm, schnell!“ Rief er und streckte seine Hand aus.
Ohne nach zu denken zog sie sich die Kabel ab und nahm seine Hand. Beide rannten den Flur entlang.
„Was zum Teufel ist denn los?“ Fragte sie und hatte Mühe sich nach dem plötzlichen aufstehen auf den Beinen zu halten.
Ryo zerrte sie weiter an der Hand.
„Die wollen uns umlegen!“

... To Be Continued

Nächsten Montag gibts den Rest :P

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Montag, 19. Februar 2018, 19:49

Super Finale und toller Cliffhanger. :thx:
Kann die nächste Woche gar nicht abwarten. :thumbsup:

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Montag, 19. Februar 2018, 19:56

Klasse Mann! Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen wie's weiter geht
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Skripi91

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Donnerstag, 22. Februar 2018, 11:13

Wieder richtig gut, freu mich auf das endgültige Finale :thumbsup:

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Fight

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Montag, 26. Februar 2018, 10:13

Und weiter gehts! Diesmal überpünktlich ^^

Kyoya stand aus dem zertrümmerten Regal auf. „Fuck!“ Fluchte er und eilte zu Tür heraus in den Gang, wo er Ryo und Nara entfernt flüchten sehen konnte. Er legte seine Pistole an und gab einen Schuss ab, doch er verfehlte sie. Durch den Schalldämpfer war nur ein dumpfer Knall zu hören und wie der Schlitten nach hinten sauste, die leere Hülse auswarf und wieder, geladen mit der nächsten tödlichen Kugel, nach vorne preschte.
Nara zuckte bei dem Knall zusammen und warf einen entsetzten Blick über ihre Schulter. Erst jetzt realisierte sie was hier eigentlich vor ging und in welcher Gefahr sie sich befanden.

Als Kagami gerade ihren Kaffeebecher in die Mülltonne warf hörte sie plötzlich schnelle Schritte im Flur. Sie wollte gerade den Eingangsbereich verlassen, um wieder zu Naoji zu gehen, als plötzlich Nara und Ryo um die Ecke stürmten.
„Kagami!“ Ryo packte sie an den Schultern. „Wir müssen hier weg, schnell!“
Noch bevor sie reagieren konnte kam auch schon Kyoya um die Ecke und legte seine Pistole an.
Mit Nara an der Hand sprintete Ryo zum Ausgang und Kagami, die zwar etwas überrumpelt von der Situation war, aber sofort reagierte, tat es ihnen gleich. Die Schüsse sausten nur knapp an ihnen vorbei und brachten die Glastür des Krankenhauses zum bersten.
„Was ist mit Naoji?“ Fragte Kagami panisch während sie auf den Parkplatz rannten.
„Die wollen nur mich und Nara.“ Antwortete Ryo. „Gib mir die Schlüssel.“ Sagte er als sie bei Kagamis GT86 ankamen.
„Bist du verrückt? Niemals.“ Sagte sie und stieg zur Fahrertür ein.
Ryo öffnete die Beifahrertür, zog den Sitz nach vorn, lies Nara nach hinten einsteigen und setzte sich auf den Beifahrersitz.
Kagami startete den Motor und sprintete mit quietschenden Reifen vom Parkplatz. Ryo sah auf der großen, mittigen Drehzahlanzeige, wie sie die Gänge voll bis zu den 7400 Umdrehungen ausfuhr.
„Tut mir leid Schatz, aber es geht um Leben und Tod.“ Sagte sie vor sich hin.
Ryo verstand völlig das sie mit dem Auto sprach und das es nicht gut für den Motor war ihn im kaltem Zustand gleich so hoch zu drehen. Plötzlich nahm Ryo Scheinwerfer im Rückspiegel war. Kyoya gab dem GT86 mit seinem Lancer EVO X einen kleinen Schubser. Ein heftiger Ruck ging durch das ganze Auto. Ryo drehte sich nach hinten zu Nara. „Bleib unten.“
„Wo zum Teufel soll ich denn hin fahren!?“ Fluchte Kagami.
Ryo wandte sich wieder nach vorn. „Fahr zu mir, zu meinen Eltern, von da aus können wir mit meinem FD Flüchten.“
Kagami trat auf die Kupplung, zog die Handbremse und riss das Lenkrad nach rechts. Der Wagen driftete, halsbrecherisch über eine große T-Kreuzung durch den Verkehr hindurch. Doch Kyoya lies sich nicht abschütteln. Das perfekt ausgearbeitete Allradsystem das Lancers lies keinerlei Traktionsverlust zu und er konnte mit Leichtigkeit an dem 86 dran bleiben.
„Du kannst ihn mit der Kiste niemals abschütteln!“ Fluchte Ryo.
Kagami warf ihm einen grimmigen, furchteinflößenden Blick zu. Sie hatte das Gaspedal bis zum Boden durchgetreten, doch der Lancer klebte immer noch an ihrer Stoßstange. In der Ferne sah sie ein weitere, kleine T-Kreuzung und diesmal wusste sie was zu tun war.
Als sie auf die Kreuzung zu kam musste sie etwas vom Gas gehen und der Lancer fuhr ihr wieder aufs Heck auf. Sie bremste noch etwas und zog dann wieder die Handbremse. Kagami lenkte nach links in die Kurve und das Heck ihres Wagens brach aus. Sie initiierte den Drift nach links und der Lancer fuhr in einer perfekten Kurve hinter ihr her, doch dann löste sie die Handbremse und trat wieder voll aufs Gas, was dazu führte das sich der Wagen komplett herum drehte. Kagami lenkte nach links ein und sah wie vor sich der Lancer stark abbremste. Sie konnte Kyoya durch die Windschutzscheibe sehen und streckte ihm für den Sekundenbruchteil den Mittelfinger entgegen. Kyoya der angenommen hatte sie würde nach links in die Straße fahren versuchte noch ab zu bremsen, fuhr jedoch in einen Haufen Mülltonnen die am Straßenrand standen. Der Geruch von verbranntem Gummi stieg in Ryos Nase und der GT zog eine graue Qualmwolke hinter sich her, als Kagami aus dem Manöver heraus beschleunigte.
„Heilige scheiße! Ein Three sixty. Wer hat dir das denn beigebracht?“ Fragte Ryo erstaunt und auch erleichtert.
„Naoji, Naoji hat mir das beigebracht.“

Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen, als sie bei der Villa von Ryos Eltern ankamen. Sie stiegen aus und Ryo legte seine Hand auf Kagamis Schulter.
„Danke. Ich hätte nicht besser fahren können. Fahr zu Naoji und kümmer dich um ihn.“
„Nur damit ich das richtig verstehe. Warum will die Mafia euch umbringen?“ Fragte sie in einem ruhigen, etwas erschöpften Ton.
„Nara, hat ihnen einen Koffer gestohlen, mit wichtigen Dokumenten. Sie war eine Informantin der Polizei. Wir haben den Koffer zurück gegeben, doch das hat ihnen anscheinend nicht gereicht.“
„Und Deisuke. Er war der, der die Reifen gewechselt hat. Warum?“ Fragte sie.
„Ich weiß es nicht, vielleicht haben sie ihn unter Druck gesetzt. Geh jetzt besser. Wir müssen auch verschwinden.“
Sie verabschiedeten sich und Kagami stieg in ihren GT86 mit dem Gedanken das sie sich vermutlich nie wieder sehen würden.

Nara klammerte sich an Ryos Hand während sie zur Garage liefen. Zu Ryos erstaunen wartete dort sein Vater auf ihn, mit einem Revolver in der Hand.
„Was...?“ Bevor er aussprechen konnte unterbrach er Ryo.
„Ich weiß Bescheid.“ Sagte er.
Plötzlich hörten sie quietschende Reifen auf der Straße und eine dunkel gekleidete Person kam die einfahrt hoch gerannt. Es war Kyoya der in einiger Entfernung stehen blieb und auf sie anlegte.
„Stehen bleiben!“ Schrie er wütend und außer Atem.
„Es reicht Kyoya.“ Rief Ryos Vater und Zielte mit dem Revolver auf ihn.
„Was? Du kennst ihn?“ Erschrak Ryo.
„Sag Ayato das er zu weit gegangen ist. Mein Sohn wird diese Stadt verlassen und niemand von euch wird ihm folgen.“
„Halt deinen Mund! Du törichter, alter Bastard. Er ist nicht mal dein richtiger Sohn.“ Fauchte Kyoya.
„Und dennoch gehört er zur Familie.“
Ryo war völlig verwirrt, nutzte jedoch die Unaufmerksamkeit von Kyoya ihm gegenüber, um Nara vorsichtig hinter sich zu schieben. Doch Kyoya bemerkte es sofort, lenkte seinen Blick auf sie und brüllte. „Stehen bleiben!“
Und dann unterbrach ein lauter Schuss die angespannte stille der Nacht. Das Geräusch verschwand so schnell es gekommen war und wurde von dem prasselndem Regen verschlungen. Nara hatte Ryo vor Schreck umschlungen und beide blickten zu Ryos Vater. Sein Revolver qualmte und Kyoya brach in der Einfahrt zusammen.
Ryo lies für einen Moment von Nara ab und ging zu seinem Vater der wie festgefroren da stand, noch immer Richtung Kyoya zielend. Er legte seine Hand auf den Revolver und drückte seinen Arm nach unten.
„Einst hatte ich mir geschworen diese Waffe nie wieder ab zu feuern.“ Sagte er.
„Vater.“ Ryo wusste nicht was er sagen sollte, er hatte so viele Fragen. Fragen, aber keine Zeit für antworten.
„Ihr müsst gehen.“ Sagte sein Vater. „Ayato wird es nicht wagen uns anzugreifen, doch ich kann nicht garantieren das sie euch nicht suchen werden, also geht.“
Zum ersten mal in seinem Leben fühlte sich Ryo als würde er tatsächlich zu dieser Familie gehören. Zum ersten mal erkannte er die Väterliche liebe die ihm sonst verwehrt geblieben war.
Nach einer langen Verabschiedung stiegen Nara und Ryo in den RX7.
Sie fuhren aus der Einfahrt und Ryo sah ein letztes mal die große, weiße Villa im Rückspiegel. Nara legte ihre Hand auf seine die er am Schaltknüppel hatte.
„Ich liebe dich.“

Aiko packte ihre persönlichen Sachen in den Karton und stellte ihn auf ihren Schreibtisch.
„Also, Deisuke hat sich bei der Mafia Geld geliehen, um sein Rennteam zu finanzieren und Nara hat sich ausgerechnet in deren Fahrer verliebt?“ Fragte Mamoru der in dem Türrahmen lehnte.
„Genau, die Mafia wollte ein Exempel statuieren und Ryo und Nara umbringen. Osamu, den wir als einzigen fassen konnten, hat gestanden Kontakte zur Mafia zu haben und das er für diese, Nara und Ryo identifiziert hatte.“
„Was für ne Scheiße“ Murmelte er. „Und du willst das wirklich tun?“
„Ich hab meine Sachen schon gepackt, du wirst mich doch nicht etwa vermissen?“ Fragte sie, als sie ihn freundschaftlich mit dem Ellenbogen stupste, während sie sich mit ihrem Karton an ihm vorbei drückte.
„Dir wird doch sowieso Langweilig.“ Rief er ihr hinterher und starrte in das Leere Büro.

Ein paar Jahre später.

„Wusstest du das früher hier illegale Straßenrennen veranstaltet wurden?“ Fragte Kana während er auf seinem Fahrrad Akira hinter her strampelte.
„Ich hab von einer unglaublichen Geschichte gehört, über ein Rennteam, dass in Mafiageschäfte verwickelt war. Ist schon ziemlich lang her. Ein paar sind wohl geflüchtet.“ Fügte er hinzu.
Akira lachte. „Flüchten würde ich auch von hier wenn ich ein Auto hätte.“
Kaum hatte sie die Worte ausgesprochen hörten sie brüllende Motoren in der Ferne die immer lauter wurden und den kurvigen, verzwickten Pass herunter kamen. Sie blieben beide mit ihren Fahrrädern am Straßenrad stehen und sahen sich sprachlos an. Plötzlich war Scheinwerferlicht aus der Kurve zu erkennen und schrill, schreiende Reifen zu hören. Dann Platzte ein GT86, mit unglaublicher Geschwindigkeit durch die Kurve. Der Wagen flog in einem perfekten Winkel um die Kurve dicht gefolgt von einem Nissan Silvia. Auf der geraden die genau auf Akira und Kana zu führte heulten die Motoren wie Bestien die nur Nachts erwachten auf. Kurz vor ihnen setzten die beiden Wägen zum nächsten Drift an und zischten perfekt synchron an ihnen vorbei. Während die Motorhaube genau auf Akira zeigte und der GT um die Kurve Driftete, konnte sie eindeutig eine Frau am Steuer erkennen die ihr zu blinzelte, oder zumindest hatte sie sich das eingebildet. So schnell wie das tosende Motorengewitter aufgezogen war, verschwand es schon wieder.
„Hast du...“ Akiras Frage erübrigte sich, natürlich hatte Kana es gesehen.
„Das war unglaublich!“

:)
So das wars. Ich hoffe es hat einigen gefallen. Mir hat es auf jedenfall sehr viel spass gemacht hier die Reaktionen zu lesen und alle Teile noch mal zu durchleben und wieder mit zu fiebern. Ein großes Dankeschön an alle die sich Montags, oder manchmal auch später :P Die Zeit genommen haben hier mit zu lesen und ihr Feedback ab zu geben.

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Montag, 26. Februar 2018, 10:45

Ich sage vielen Dank für die beste (wahrsch. subjektiv themenbezogen ^^) Kurzgeschichte(n) die ich jemals gelesen habe. Werde die meiner Mutter weiterleiten (sofern du das erlaubst), dass ich vllt auch mal im Deutschunterricht am Gymnasium manche Leute daran erfreuen können. Sollte es weitere Teile geben, würde ich mich sehr freuen ;) .

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Montag, 26. Februar 2018, 11:22

Auch von mir nen großen Dank für diese Reihe.
Hat wirklich spaß gemacht sie zu lesen.

Wenn du dich entscheiden solltest weitere Geschichten zu verfassen, wirst du hier bestimmt dankbare Leser finden.
Mit freundlichem Gruß

Skorpion / Carsten

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Montag, 26. Februar 2018, 17:37

Auch von mir ein großes Lob und Dankeschön für diese geniale Kurzgeschichte. Nach den ersten Teilen habe ich mich wirklich auf jeden Montag gefreut, da dann ein neuer herauskam :D Eine eventuelle Fortsetzung würde ich auf jeden Fall begrüßen! :)

Bom

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Montag, 26. Februar 2018, 19:32

Danke Fight :)
:P by Turbo-Bom :)

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Dienstag, 27. Februar 2018, 11:14

Vielen Dank, Fight, dass du uns die Montage erleichtert hast! Oder die Dienstage, ..., wann auch immer ich es gelesen hatte!
Sehr sehr schöne Kurzgeschichte! Normalerweise hab ich es nicht so mit den Cliffhängern, aber das war echt gut gemacht bei dir!

Solltest du mal ne Schreibwut haben, poste bitte wieder hier!
Und danke, dass der GT86 noch driften darf :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
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Dienstag, 27. Februar 2018, 14:38

Ich schließe mich meinen Vorrednern an, danke für diese coole Geschichte, hat wirklich spaß gemacht sie zu lesen :thumbup:

Und wie schon mal gesagt, falls du iwann wieder den Drang nach schreiben verspürst, über evtl. zukünftige Sequel oder Prequel Storys freut sich bestimmt jeder 8o

Fight

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Sonntag, 4. März 2018, 10:30

Ich sage vielen Dank für die beste (wahrsch. subjektiv themenbezogen ^^) Kurzgeschichte(n) die ich jemals gelesen habe. Werde die meiner Mutter weiterleiten (sofern du das erlaubst), dass ich vllt auch mal im Deutschunterricht am Gymnasium manche Leute daran erfreuen können. Sollte es weitere Teile geben, würde ich mich sehr freuen ;) .


:thumbup: Np
musst nur erwähnt werden das sie von mir ist xD