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Fight

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Montag, 8. Januar 2018, 18:21

So, Nummer 8:

Die Zeit rennt

Ryo hielt den Koffer fest in seiner rechten und zog Nara mit seiner linken hinter sich her.
„Du kannst das Ding nicht einfach zurück bringen.“ Fluchte sie.
„Natürlich und das ist das einzig Richtige.“ Erwiderte er. Sie stampften über den Parkplatz der Bank zu seinem Wagen.
„Also von wem hast du den Koffer?“ Er drehte sich zu ihr, als sie am Wagen an kamen.
Nara rollte die Augen. „Keine Ahnung, irgend n Anzugträger.“
„Erzähl keinen Scheiß! Du klaust doch nicht einfach irgend einen Koffer. Du kanntest den Typen richtig?“ Ryo hatte sie durchschaut und Nara sah ihn verdutzt an. Sie schaute sich kurz um und lehnte sich zu ihm. „Okay, Hör zu...“ Flüsterte sie. „Das sind echt gefährliche Leute, die wollten mich wirklich umbringen, ich hab dir keinen Scheiß erzählt.“
Das sie ehrlich zu ihm war beruhigte Ryo ein wenig. „Okay, steig ein.“ Meinte er und öffnete ihr die Wagentür.

Deisuke saß mit Naoji an dem kleinen Tisch im Hinterzimmer seiner Garage. „Also, ich werde Mechaniker und du Fahrer. Wir arbeiten also ständig Zusammen.“ Meinte Deisuke und Naoji nickte. „Dann brauchen wir nur noch einen zweiten Fahrer, aber die Sponsoren haben gesagt sie kümmern sich darum.“
„Okay, und wer sind die Sponsoren?“ Fragte Naoji.
„Ach, das sind Geschäftsleute, die waren zufällig in meiner Garage und ich hab ein paar derer Firmenwägen repariert. Überwiegend Mitsubishi Lancer. Wir sind dann so ins Gespräch gekommen.“
„Mhm...“ Naoji war nicht ganz überzeugt. „Und lerne ich die auch kennen?“
„Ja, sicher. Die werden da sein, wenn du ein paar Testrunden fährst, auf ner richtigen Strecke.“
„Na, dann bin ich mal gespannt.“ Meinte Naoji noch immer etwas misstrauisch. Ihm kam das alles zu gut vor um wahr zu sein. Irgendwas konnte nicht stimmen.

Ryo lief mit Nara die Treppe des Hotels hinauf, es war nichts besonderes, wie man es in einer kleinen Stadt erwarten würde. An den Wänden hingen Bilder von Berühmtheiten die angeblich mal dort gewesen waren und ein roter Teppich, dem man sein alter leicht ansehen konnte, zierte das Treppenhaus. „Okay, du musst erst mal hier bleiben. Ich hab gewisse Dinge zu erledigen. Kann ich dich mit dem Koffer allein lassen und darauf vertrauen das du keine Dummheiten machst?“ Fragte er Nara besorgt, welche die Tür zu ihrem Zimmer auf schloss. Sie trat herein, drehte sich zu ihm und breitete die Arme aus. „Na klar, in dieser Luxus Suite halte ich es mit Leichtigkeit ein paar Monate aus.“ Sagte sie sarkastisch. Das Zimmer war winzig, lediglich ein Bett, ein kleiner Röhrenfernseher und eine Kommode befand sich darin und zu allem Überfluss, natürlich auch noch ein dezent merkwürdiger Geruch, der aus dem Badezimmer zu kommen schien.
„Okay, super.“ Sagte Ryo. Er griff ihr um den Nacken, zog sie zu sich und Küsste sie. Schon wieder fing sein Herz an zu rasen, als würde er gerade eine scharfe Kurve, am absoluten Limit fahren und sich darauf vorbereiten den Wagen wieder ein zu fangen, wenn er den Grip verlor.
„Dann bis später.“ Sagte er und ging. Nara setze sich auf das Bett und starrte den Koffer an.

Der Boxer hämmerte als Kagami ihn über Fünftausend Touren drehte. Dieser Supra, den sie verfolgte, war so verdammt schnell und sie wusste das er nicht mal Vollgas gab. Deisuke war ein unglaublich begabter Fahrer, das er es vorzog als Mechaniker zu arbeiten und Naoji als Fahrer aufstellte sprach eindeutig für Naoji. Sie sah in den Rückspiegel wo der S15 ihr am Heck klebte. Alle drei hatten sich dazu entschlossen das zukünftige Rennfahrerleben zu feiern und waren auf dem weg zu einem See der sich am Fuß des Berges befand. Sie fuhren auf den Parkplatz und hielten an. Kagami stieg aus und ihre Augen labten sich an der schmeichelnden Form des Supras. Der große Spoiler, die vielen, sanften Kurven und die charakteristischen Scheinwerfer hatten beinahe etwas erregendes.
„Du bist unglaublich schnell.“ Rief sie Deisuke zu als er ausstieg.
„Der ist nur schnell im geradeaus fahren.“ Warf Naoji ein.
Deisuke lächelte. „Da, hat er leider recht. Deswegen bist du auch der Fahrer.“
Naoji holte die Getränke aus seinem Kofferraum und sie liefen zusammen zu einer Bank. Sie setzten sich und stießen zusammen an.
„Was wirst du eigentlich machen Kagami?“ Fragte Naoji. „Wenn wir erst mal richtig los legen und ständig Rennen fahren.“
Sie sah ihn mit großen Augen an. „Ähm, naja ich werd auch da sein.“ Stotterte sie unsicher.
„Kagami kann mir assistieren, ich brauch ja jemanden der die Drecksarbeit macht.“ Meinte Deisuke. Naoji und Deisuke lachten. Kagami sah Ryo mit ernstem Blick an. „Ja, ich bin dann dafür zuständig deine Reifen zu wechseln, also sein besser nett zu mir.“ Naojis lachen brach abrupt ab und er sah sie verdutzt an. Kagami brach die ernste stille und boxte ihn auf den Arm.
„War nur n Scherz.“ Lachte sie.
„Unsere Investoren müssten sich gerade nach anderen Fahrern um gucken, ich bin gespannt mit wem sie ankommen.“ Sagte Deisuke bedenklich.

Seit Ryo das Visier seines Helms herunter geklappt hatte war die Welt um ihn herum abgeschaltet. Für ihn gab es jetzt nur den Wagen und die Strecke. Er stieg vorsichtige auf die Bremse und lenkte in die Kurve. Er manövrierte geschickt, genau am Scheitelpunkt über die Curbs und beschleunigte aus der Kurve heraus. Der Motor schrie laut auf und flammen schlugen aus dem Auspuff. In der nächsten kurve fuhr er nicht komplett auf die Curbs. In einer der Testrunden hatte er festgestellt das sie in dieser Kurve rutschiger, als in den anderen Kurven waren und so entschied er sich zur Hälfte den Asphalt zu nehmen. Er wusste das er diese Runde schneller gewesen war, er hatte keine Stoppuhr oder sonstiges im Fahrzeug, doch er konnte es spüren. Als er auf die Zielgerade fuhr trat er das Gaspedal bis zum Boden durch.
„Komm schon, jetzt liegt es an dir.“ Dachte er.
Makoto stoppte die Uhr als der Wagen die Ziellinie überquerte. Wie eine Rakete schoss er, so schnell er gekommen war, wieder hinfort.
„Und wie schnell war er?“
Er hielt Osamu die Uhr hin. 00:53:187.
„Und ist das schnell?“ Fragte Osamu der zum ersten mal auf der Strecke war um sich Fahrer an zu schauen.
„Der durchschnitt brauch ca. eine Minute genau.“ Erwiderte Makoto.
„Nun ja, wir reden aber hier nicht vom durchschnitt.“ Sagte Osamu sehr fachlich.
„Die Bestzeit war bisher dreiundfünfzig Sekunden und zweihundert dreiundfünfzig Millisekunden.“
Das zauberte ein Lächeln auf Osamus Gesicht. „Gut, lassen sie mich mit dem Burschen ein paar Worte wechseln.“
Makoto nickte und führte den Herren in die Boxengasse. Ryo stand schon dort in seiner Rennfahrermontur und zog gerade seinen Helm aus.
„Ryo, das ist Osamu. Er scoutet hier nach Fahrern.“
Ryo wollte seine Handschuhe ausziehen bevor er ihm die Hand gab. „Lass sie ruhig an, ich trage sonst auch Handschuhe.“
Sie begrüßten sich.
„Leihst du mir mal deinen Helm?“ Fragte Makoto. Ryo sah ihn etwas verwirrt an und runzelte die Stirn. „Ähm, klar. Warum?“ Fragte er und hielt ihm den Helm hin.
„Jemand hat gerade meine Bestzeit geschlagen und das kann ich nicht auf mir sitzen lassen.“ Sagte er, als er den Helm nahm und zu einem der anderen RX-7 ging.
Ein grinsen machte sich auf Ryos Gesicht breit. „Ich hab die neue Bestzeit?“ Rief er ihm hinter her und Makoto streckte den Daumen nach oben.
„Und so wird der Lehrer vom Schüler geschlagen.“ Sagte Osamu. „Du hast wahrlich Talent, lass uns eine runde zusammen laufen und ich erzähle dir alles über die Details der Rennserie, das Reglement und so weiter.“
Ryo nickte und ging mit ihm.

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Mittwoch, 10. Januar 2018, 14:54

Wieso beschleicht mich das Gefühl dass das alles iwie zusammenhängt :D

Macht auf jeden Fall Lust auf mehr, mit wie vielen Teilen können wir ca. noch rechnen 8o

Fight

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Montag, 15. Januar 2018, 19:12

Wieso beschleicht mich das Gefühl dass das alles iwie zusammenhängt :D

Macht auf jeden Fall Lust auf mehr, mit wie vielen Teilen können wir ca. noch rechnen 8o


Sind insgesamt 14. ^^

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Skripi91 (16.01.2018)

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Montag, 15. Januar 2018, 19:20

9

Gesponnenes Netz

„Sie sind also unser erster Fahrer.“ Meinte Osamu und schüttelte Naoji die Hand.
„Scheint so.“ Lächelte dieser und sie begrüßten sich.
Sie standen in der Boxenhalle und Naoji musterte das Fahrzeug, welches mit einer Plane abgedeckt war. Lange Motorhaube, geschwungene Form, er fragte sich mit was sie die Rennen bestreiten würden.
„Nun, da unser Fahrzeug bereits ihre Aufmerksamkeit erlangt hat.“ Osamu lief zu dem verhüllten Wagen. „Wollen wir es nicht länger verstecken.“ Er zog die Plane herab und enthüllte die majestätische Silhouette des Fahrzeugs. Naojis Augen funkelten als er den Wagen sah. Er war überwältigt, sprachlos. So viele Gedanken hatte er sich gemacht und jetzt wo er den Wagen musterte hatte sich für ihn alles zum guten gewandt.
„Wow.“ Brach es aus ihm heraus und Osamu begann die Technischen Daten herunter zu rattern.
„Ein 3,8 Liter V6 Motor mit optimierter Nockenwelle und variabler Ventilsteuerung der insgesamt 410PS produziert. Eine verbesserte Abgasanlage, 6-Gang Schaltgetriebe mit Lamellenkupplung, verbesserte Bremsanlage und natürlich ist der Wagen mit ABS ausgestattet. Wir haben dem Fahrzeug eine Diät verschrieben und ihn so leicht wie möglich gemacht, 1300kg um genau zu sein. Im Innenraum selbstverständlich mit Recaro Sitzen. Sicherlich ist ihnen auch schon der Überrollkäfig aufgefallen. Das Fahrwerk wurde angepasst und abgestimmt mit Bilstiein Dämpfern und verbesserten Federn, neuen Stabilisatoren vorn und hinten, sowie neue und leichtere RAYS Nismo Felgen. Darf ich vorstellen, unser Nissan 370z.“
Jetzt hatte es Naoji endgültig die Sprache verschlagen, es war wie der feuchte Traum eines fünfzehnjährigen. „Und...“ Er schluchzte. „Und damit darf ich jetzt fahren?“
Osamu öffnete die Fahrertür und holte einen Helm hervor. „Ich will sogar das sie damit fahren.“ Sagte er und lächelte. Jetzt war er aus seiner Schwärmerei erwacht und konnte es kaum erwarten die Rennstrecke zu pflügen. „Okay, ich brauch noch n Rennanzug.“ Sagte er und Osamu führte ihm zu einem Spind worin sich dieser befand. Nachdem er ihn angelegt hatte und sich den Helm geben lies ging er wieder zu dem Z. Die Front des Wagens war weiß, doch ab dem Ende der Motorhaube verlief die Farbe zu einem leuchtenden Orange welches von schwarzen, geschwungenen Streifen durchzogen war. Auf der Seite stand groß „Sakushi Racing“. Das war das Team für welches er fahren würde. Alles machte einen großartigen Eindruck und Osamu wirkte ebenfalls sehr professionell. Naoji stieg in den Wagen, die Sitze schmiegten sich an seinen Rücken und das Lenkrad fühlte sich griffig und wohlgeformt an. „Vielleicht haben wir einfach einmal Glück in unsrem Leben.“ Dachte er und startete den fauchenden V6 Motor.

„Du hast den Koffer den Triaden geklaut?!“ Fluchte Ryo. „Oh mein Gott, ich muss mich setzen.“ Er lies sich auf das Bett neben Nara fallen und hielt sich die Hände vors Gesicht. „Warum? Warum um alles in der Welt macht man so was?“ Fragte er fassungslos.
„Ich wollte da weg, ich hab gedacht da wäre Geld drin und ich könnte damit abhauen.“ Nara rechtfertigte sich und redete sich in Rage. „Du weißt nicht wie das ist! Wenn man nirgends hin kann, wenn man nichts hat!“
Ryo nahm die Hände vom Gesicht und starrte die Decke an. „Wie bist du da überhaupt rein gerutscht?“ Fragte er ruhig um Naras Gemünd etwas ab zu kühlen.
„Das ist ne lange Geschichte. Ich bin von zuhause weggelaufen weil ich es nicht mehr ausgehalten hab. Ich wollte nicht eines morgens aufwachen und feststellen das mein Dad meine Mom nun endgültig zu Tode geprügelt hatte und andererseits wusste ich, dass wenn sie ihn nicht umbringen würde, ich es vermutlich irgendwann getan hätte. Also bin ich weg gelaufen. Ich hatte nichts und nachdem ich mich wochenlang von Almosen und dem Müll anderer Leute ernährt hatte wollte ich...“ Sie Hielt kurz inne. „... Einfach auf die Straße gehen und meinem jämmerlichen Leben ein Ende setzen. Der Typ hat mich aber blöder weise nur angefahren. Ja, keine Ahnung. Ich bin im Krankenhaus aufgewacht und plötzlich fing dieser Kerl an sich um mich zu kümmern. Ich dachte er hätte einfach ein schlechtes Gewissen, aber er hat mich nur benutzt und ehe ich mich versehen konnte war ich abhängig von ihm.“
„Fuck.“ Fluchte Ryo und sprang vom Bett auf. „Du hast ne Nummer von dem Typen? Und das ist der von dem du den Koffer hast?“
Nara nickte. „Okay, ich ruf ihn an.“ Er dachte kurz nach, ob das so eine gute Idee war. „Ich ruf ihn an und sag ihm das wir den Koffer irgendwo deponieren, dann können sie ihn Abholen und wir sind fein raus.“
„Denkst du wirklich das die uns einfach gehen lassen?“
„Haben wir denn irgend eine andere Wahl? Soll ich etwa die Polizei rufen? Die schmeißen dich hundert pro in den Bau, wenn sie nicht sowieso korrupt sind. “ Warf Ryo ein. Nara schüttelte den Kopf und überreichte ihm ihr Handy.

Kagura kniete auf dem nassen, steinigen Boden. Er wusste was jetzt passieren würde, doch er wusste auch, dass er versagt hatte und es nicht anders verdiente. Seine Hände waren hinter seinem Rücken gebunden, doch er konnte sich noch glücklich schätzen, dass er so lange ein treues Mitglied gewesen war, denn andererseits hätten sich seine ehemaligen Kollegen wohl etwas viel grausameres ausgedacht. Kyoya legte seinen Revolver an und zielte aus nächster Nähe auf Kaguras Hinterkopf. Er spannte mit dem Daumen den Hahn und machte somit die Waffe scharf. Kagura kannte das charakteristische Geräusch und wusste das es nun vorbei war. Er schloss die Augen und versuchte sich ein paar schöne Gedanken zu machen. Kyoya betätigte den Abzug seiner Smith & Wesson Mod.629. Die Kugel der 44er preschte durch die Schädeldecke wie ein heißes Messer durch Butter. Blut und Knochenfetzen klatschten auf den verregneten Boden und der leblose Körper sackte zusammen. Kyoya versetzte ihm einen tritt und stieß ihn in das Grab, welches er Kagura vorher hatte ausgraben lassen.
„Zu machen.“ Befahl er seinen Handlangern kalt und lief zurück zur Straße wo er in die Limousine stieg.
„Kagura hatte schon immer eine Schwäche für hilflose Frauen gehabt.“ Sagte er.
„So hilflos war sie wohl nicht, wenn sie den Koffer stehlen und einen unserer Männer töten konnte.“ Erwiderte Ayato.
„Sehr wohl.“ Sagte Kyoya und nickte demütig.
„Gibt es schon eine Spur von dieser Hure?“
„Meine Männer sind dran, ich glaube die größten Chancen haben wir über sein Handy.“ Sagte Kyoya.
Ayato schnaufte wütend. „Findet sie, wenn hier jemand Menschen verschwinden lässt dann sind wir das.“
Plötzlich klopfte es an der Scheibe und Kyoya lies diese herunter. „Was?!“ Fragte er gestresst.
„Ein wichtiger Anruf für sie, auf Kaguras Handy.“
Ayato sah Kyoya finster, mit gerunzelter Stirn an. Dieser nahm den Anruf entgegen und stellte das Handy auf Lautsprecher.
„Wer ist da?“ Fragte er.
„Niemand, wir haben etwas, das ihnen gehört.“
„Ist das So?“
„Ja, einen Koffer, wir werden ihn nächstes Wochenende im Industriegebiet bei der Bushaltestelle deponieren, wo sie ihn abholen können.“
Kyoya zog die Augenbraue nach oben. „Und was wollt ihr dafür?“
„Nichts, wir wollen damit nichts mehr zu tun haben.“
Kyoya schmunzelte. „Wie wäre es wenn wir uns persönlich treffen, ich würde ihnen gern einen kleinen Finderlohn zukommen lassen.“
„Der Koffer wird am Wochenende deponiert, ob sie ihn holen oder nicht.“
Der Anrufer legte auf und Kyoya grinste. „Und so kommt der Knochen zum Hund.“
„Lass die Haltestellen von jetzt an rund um die Uhr überwachen.“ Befahl Ayato.
„Selbstverständlich.“ Bestätigte er. „Sollen wir sie auch gleich erledigen?“
„Vorerst nicht, ich will wissen wer dieser Typ ist. Womöglich wurde diese Nara nur von jemandem benutzt.“
„Sie denken da an die Yakuza?“ Warf Kyoya ein.
„Wir haben sie schon mal von hier vertrieben und wir werden es wieder tun. Mit aller härte!“

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Dienstag, 23. Januar 2018, 17:31

Mit etwas verspätung, SRY!

No. 10

Ein guter Tag

Kagami lenkte in die Kurve ein, sie stellte ihren Fuß quer, so dass sie mit der spitze das Bremspedal berühren konnte und der Wagen langsamer wurde. Mit dem linken Fuß trat sie die Kupplung und schaltete runter, dann gab sie mit der Ferse ihres rechten Fußes einen kleinen Gasstoß um die Drehzahl anzupassen. Naoji blickte vom Beifahrersitz mit großen Augen in den Fußraum.
„Du hast dir Heel and Toe einfach mal so selbst beigebracht?“ Fragte er verblüfft.
Kagami schielte verlegen zu ihm. „Jap.“ Meinte sie nur knapp und versuchte zu verbergen wie geschmeichelt sie sich fühlte.
„Nicht schlecht.“ Sagte Naoji respektvoll.
Sie waren auf dem Weg zu einem Restaurant, wo sie sich mit Osamu, Deisuke und dem neuen Fahrer treffen wollten, um die letzten Einzelheiten zu besprechen. Die Gegend hier sah aus wie neu, als wäre noch nie auch nur ein einziges Fahrzeug hier lang gefahren. Die Gehwege waren blitze blank und überall standen moderne Bungalows und kleine Villen. Meistens standen Porsche, Mercedes oder Audis in den Einfahrten. Kagami hielt den Wagen an, als sie bei dem Restaurant ankamen.
„Hey, ist das nicht der Wagen der dich überholt hatte?“ Fragte Kagami als sie den schwarzen RX-7 auf dem Parkplatz sah. Plötzlich traf es Naoji wie ein Schlag und er stutzte. „R... Ryo?“. Er stieg aus, um sich zu vergewissern, doch es war eindeutig sein Wagen. Er wusste nicht ob er entsetzt sein sollte, oder sich freuen sollte, wenn er tatsächlich mit zu Team gehören würde.
„Alles okay?“ Fragte Kagami und holte Naoji wieder in die Realität. „Lass uns rein gehen.“
Sie betraten das Restaurant und wurden sofort von einem wohl gekleideten Kellner in Empfang genommen.
„Wir sind mit Herr Osamu hier verabredet.“ Meinte Kagami.
„Ah, die Gäste des Herren Osamu sind eingetroffen, bitte folgen sie mir zum Tisch.“ Sagte er und ging voraus. Er rückte ihnen die Stühle zurecht und sie setzten sich. Schon auf dem Weg zum Tisch hatte Naoji, Ryo erkannt. Er wollte etwas sagen, doch noch immer stutzte er. Osamu stand auf und begrüßte sie. „Nun da wären wir also, alle zusammen. Team Sakushi Racing. Nun Ryo, für sie, das ist Deisuke unser Mechaniker.“ Ryo nickte. „Ich weiß, wir haben uns schon mal getroffen.“
„Ah, okay.“ Meinte Osamu etwas überrascht und fuhr fort. „Kagami wird Deisuke bei Reparaturen und so weiter zur Seite stehen und zu guter Letzt haben wir da noch Naoji, den anderen Fahrer.“
Naoji wusste immer noch nicht wie er reagieren sollte, doch jetzt wo feststand dass sie für das selbe Team fahren würden wusste er, dass es der interne Konkurrenzkampf enorm werden würde.
„Wie geht’s Naoji? Hab dich schon lange nicht mehr in meinem Rückspiegel gesehen.“ Sagte Ryo.
„Oh, sie kennen sich auch bereits.“ Sagte Osamu überrascht. „Nun, dann können wir ja mit den Einzelheiten weiter machen.“

„Fuck!“ Schrie Aiko und schlug mit geballter Faust auf die Armaturen ihres Wagens.
„Beruhige dich!“ Sagte Mamoru. „Vielleicht ist sie es ja gar nicht.“
Sie stiegen aus dem Wagen und liefen zu dem mit Markierungsband abgesperrten Bereich. Akio hielt ihre Polizeimarke, die sie immer um den Hals trug nach oben und wurde durchgewunken. Sie gingen vorsichtig in die Nähe des steinigen Flussbettes, wo man die Leiche gefunden hatte. Etliche Mediziner und Leute von der Spurensicherung waren bereits da und versuchten noch so kleine Hinweise zu finden. Die Leiche war mit einem Tuch bedeckt worden.
„Ist sie's?“ Fragte Aiko den Mediziner der neben der Leiche kniete.
„Kann ich jetzt noch nicht sagen. Sorry.“
Sie kniete sich ebenfalls hin. „Darf ich mal?“ Fragte sie. Der Mediziner nickte und hob das Tuch kurz an. Verkohlte, vom Schmerz verzerrte schwarze Löcher, in denen sich einst Augen befanden, starrten Aiko an. Man konnte das verbrannte, gammelnde Fleisch riechen. Eine Frau, jung, bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt und verbrannt. Es würde zu einem Mafia Mord passen, doch etwas machte sie stutzig. Sie deckte die Leiche wieder zu und stand auf. Zusammen mit Mamoru ging sie wieder zum Wagen.
„Und? Glaubst du sie ist es?“ Fragte er.
„Ich weiß nicht, eine junge Frau, würde ja passen, aber sie hat ihre Zähne noch.“
„Und ihre Finger.“ Warf Mamoru ein.
„Normalerweise sind Mafia Leute schlau genug nichts übrig zu lassen womit man jemanden identifizieren könnte.“
„Aber vielleicht wollen sie auch das wir wissen das sie entlarvt wurde.“ Meinte er.
„Ich weiß es nicht, wir müssen abwarten, aber wir hören nicht auf nach ihr zu suchen.“ Sagte Aiko.

Ryo schloss die Tür zu Naras Hotelzimmer auf. „Ich bin wieder da.“ Sagte er als er die Tür öffnete, doch er starrte nur in einen leeren Raum. Er runzelte die Stirn und sah sich um. „Nara?“
Seine Verwirrung brach langsam aber sicher in Panik aus. Keine Nara, kein Koffer. Er eilte zur Badezimmertür.
„Nara? Bist du im Bad?!“ Rief er, doch niemand antwortete ihm. Er riss die Tür auf und fand ebenfalls nichts vor. „Scheiße!“ Fluchte er und sprintete die Treppe herunter zum Empfang. Dabei hatte der Tag so gut angefangen, endlich konnte er einem halbwegs professionellem Rennteam beitreten und seinen Traum ausleben und jetzt das. Vielleicht hätte er doch nicht bei der Nummer anrufen sollen. Vielleicht haben sie Sie nur so gefunden. Was wenn er schuld war? Seine Gedanken überschlugen sich als er beim Empfangsschalter an kam.
„Hey, haben sie eine Frau hier raus gehen sehen? Vielleicht war jemand bei ihr? Die mit der ich letztes mal gekommen bin.“
„Sorry, ich hab keine Ahnung, dafür werd ich hier auch nicht bezahlt.“ Meinte das junge, Kaugummi kauende Ding und widmete sich wieder ihrer Nagelfeile.
Wütend eilte er aus der Eingangshalle nach draußen. Die grelle Sonne schien ihm ins Gesicht und er hielt die Hand schützend nach oben. Ryo sah auf die andere Straßenseite und musterte die Personen die in den Kaffees saßen. Vielleicht musste sie einfach mal raus, vielleicht war gar nichts schlimmes passiert, doch er konnte sie nicht ausfindig machen. Er machte sie auf den Weg zu seinem Wagen und dachte nach. „Okay, wo könnte eine Frau, die die Mafia umlegen will, am helllichten Tag hin wollen?“ Gerade als er die Tür seines FDs öffnete hörte er jemanden rufen. „Ryo!“
Er blickte die Straße runter und da sah er sie. Sie lief schnellen Schrittes zu ihm und winkte ihm mit dem Koffer zu. Er atmete erleichtert auf und sie fiel ihm in die Arme. „Ich bekomm noch einen Herzinfarkt wegen dir.“ Meinte er. Sie drückte sich an ihn und nuschelte. „Tut mir leid, ich hatte so Kopfschmerzen und musste unbedingt zur Apotheke.“ Ryo streifte ihr durch die Haare und sah ihr tief in die Augen. Schon wieder stellte er fest wie sein Herz raste. Und wie hatte er sich überhaupt benommen, dass er Wütend über das Mädchen am Empfang war, das alles sah ihm überhaupt nicht ähnlich. Sein ganzes Leben hatte er sich über die von Emotionen geleiteten taten seiner Mitmenschen gewundert und nie hatte er es verstanden. Er wusste, dass er anders war und fragte sich so oft, ob er überhaupt imstande war irgendetwas zu empfinden. Bis er eines Tages beinahe in einen Autounfall mit seinem Vater verwickelt worden wäre. Dieser Adrenalinschub lies sein Herz schneller schlagen und sein Blut elektrisierend durch seine Andern schießen. Und genau so, genau das empfand er als er Nara in die Augen sah.

Mamuro ging zu Aikos Schreibtisch und legte ihr den Laborbericht auf den Tisch.
„Sie ist es nicht.“
Akio sah ihn erleichtert an. „Gott sei dank.“ Sagte sie und überflog den Bericht. „Darum soll sich jemand anderes kümmern.“
Sie erhob sich von ihrem Schreibtisch und ging nach draußen, um eine zu rauchen. Vor drei Monaten, als Aiko ins Krankenhaus gerufen wurde, um mit ihr zu reden hatte sie sie das erste mal getroffen. Jemand hatte sie grün und blau geschlagen und sich an ihr vergangen, doch Aiko hätte niemals gedacht das es so große Kreise ziehen würde. Das diese Nara in direktem Kontakt zu den Mafia Leuten von den Triaden stand. Es war nicht schwer sie davon zu überzeugen es diesen Arschlöchern, die glauben sie könnten tun und lassen was sie wollten, heim zu zahlen. Doch jetzt hatte sie schon so lange nichts mehr von ihr gehört. Wenn sie sie erwischt hätten und dahinter gekommen wären, wäre das ihr Todesurteil und die ganze Operation würde gefährdet werden, wenn nicht sogar scheitern. Die ganze Arbeit, alles umsonst.
Ihre einzige Hoffnung war Nara und der Koffer.

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tobikf

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Mittwoch, 24. Januar 2018, 07:12

Ich genieße atkuell meine ereignislosen Arbeitsminuten, hab schon die ersten durch und muss sagen, liest sich sehr interessant, obwohl ich von KGn eigentlich wenig halte, also Daumen hoch! ;)

// kleiner Edit: bin jetzt an der neusten angekommen :D einfach nur stark geschrieben!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »tobikf« (24. Januar 2018, 07:38)


JDM_12

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Mittwoch, 24. Januar 2018, 08:09

Sehr schöne Geschichten :)

Skripi91

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Donnerstag, 25. Januar 2018, 08:39

Wieder ein richtig guter Teil, schade dass es nur 14 Teile geben wird :/

Kann man mit Prequel und Sequel storys rechnen 8o

Fight

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29

Donnerstag, 25. Januar 2018, 21:28

Ich genieße atkuell meine ereignislosen Arbeitsminuten, hab schon die ersten durch und muss sagen, liest sich sehr interessant, obwohl ich von KGn eigentlich wenig halte, also Daumen hoch! ;)

// kleiner Edit: bin jetzt an der neusten angekommen :D einfach nur stark geschrieben!


Vielen Dank! Das freut mich!

Wieder ein richtig guter Teil, schade dass es nur 14 Teile geben wird :/

Kann man mit Prequel und Sequel storys rechnen 8o


Danke! Mal schauen. Ich sag jedenfalls erst mal nicht nein :D

Sehr schöne Geschichten :)


Danke!

Freut mich wirklich sehr das es euch so gut gefällt!

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tobikf (26.01.2018)

tobikf

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Freitag, 26. Januar 2018, 07:13

Mensch, da sieht man wer schreibt, denkt es geht weiter und...... :( ^^

Skripi91

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Freitag, 26. Januar 2018, 10:10

Wieder ein richtig guter Teil, schade dass es nur 14 Teile geben wird :/

Kann man mit Prequel und Sequel storys rechnen 8o

Danke! Mal schauen. Ich sag jedenfalls erst mal nicht nein :D

Das freut mich zu hören 8o

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Montag, 29. Januar 2018, 21:19

Monday Funday!

No11

Razzia

Ryo zog sich die schwarze Skimaske über und stieg aus dem Wagen. Er hatte ein paar Meter zu gehen, aber er wollte unter keinen Umständen erkannt werden. In seiner rechten hielt er den Koffer fest im Griff.
„Da kommt jemand.“ Sagte Rin zu Taro und sah in den Seitenspiegel des Mitsubishi Lancers. Taro nickte ihm zu und beobachtete die Person. Schon seit beginn der Woche standen sie nutzlos hier rum und observierten die Bushaltestelle in der Hoffnung, dass jemand einen Koffer hier abstellen würde.
„Das ist unser Mann.“ Meinte Taro, als er den Koffer in der Hand der Person sah und die kaum zu übersehende Skimaske.
„Ich verfolge ihn.“ Meinte Rin und bewegte die Fernbedienung seiner Drohne.
Ryo ging schnellen Schrittes zur Bank an der Bushaltestelle und stellte den Koffer ab. Er war sich sicher, dass er beobachtet wurde, weshalb er sich auch maskiert hatte. Es war stickig und warm unter der Maske und er schwitzte, nicht nur allein wegen dem Adrenalin das durch seinen Körper schoss. Nachdem er den Koffer abgestellte hatte machte er sich eilig auf den weg, um von dort zu verschwinden, unwissend dass die Drohne ihm überall hin folgen würde. Er wollte so schnell wie möglich abhauen, seit er den Koffer abgestellt hatte überkam ihn ein ungutes Gefühl, wie als würde ihm die Kontrolle über etwas entgleiten, als würden seine Reifen ungewollt Grip verlieren. Auch wenn er schnell weg wollte ging er einen kleinen Umweg zu seinem Wagen und schlich sich, um mögliche Verfolger ab zu hängen, über ein leerstehendes Industriegelände, vorbei an alten Containern und großen Abwasserschächten die verlassen, nutzlos herumstanden. Als er schlussendlich bei seinem Wagen ankam sah er sich etwas Paranoid um, zog die Maske ab und stieg ein. Auf dem Bildschirm der Drohnennkamera konnte Rin sehen wie der Wagen sich in Bewegung setzte und verschwand.

Nara drückte sich an Ryo als sie aufwachte, sie war so froh ihn wieder zu sehen, die ganze Nacht hatte sie sich Sorgen gemacht, ob er noch zurück kommen würde, oder ob sie ihm etwas antun würden. Endlich war dieser blöde Koffer weg und sie konnten alles hinter sich lassen. Ryo wachte auf und sah in Naras tiefe Augen. „Total bescheuert.“ Dachte er. „Ich hätte umgebracht werden können. Was hat diese Frau nur an sich das ich ihr nicht widerstehen kann? Ich muss wahnsinnig sein.“
Ryo atmete tief auf. „Endlich ist es vorbei.“ Sagte er erleichtert.
Nara nickte. „Ist heute euer erstes Training?“
„Ja, ich muss mich auch bald fertig machen. Mal gucken wie sich die Schüssel fährt.“ Meinte er in einem leicht abfälligen Ton. Er war etwas enttäuscht, dass der Wagen keinen Wankelmotor und keine Turbolader hatte, doch das war ihm von vornherein schon klar gewesen, es missfiel ihm trotzdem.
Als er aufstehen wollte drückte sich Nara gegen ihn und hinderte ihn daran. Er sah sie überrascht an und bekam sofort wieder dieses merkwürdige, warme Gefühl in seiner Brust. Plötzlich, seit letzter Nacht empfand er Furcht, Furcht davor von ihr getrennt zu sein, ohne sie leben zu müssen, oder zu sterben und nicht mehr bei ihr sein zu können. Zuerst war es ihm im Industriegebiet aufgefallen, diese Furcht vielleicht nicht zurück zu kommen. Noch nie empfand er etwas derartiges.
„Du willst also kämpfen?“ Scherzte er und packte sie.

Aiko lud die Patronen nach und nach in ihre Schrotflinte während sie in dem Truppentransporter der Polizei saß.
„Glaubst du sie ist dabei?“ Fragte Mamoru, der ihr gegenüber saß.
„Einerseits hoffe ich ja, andererseits hoffe ich es nicht für sie.“
Sie waren auf dem Weg zu einer Razzia. Ein zuverlässiger Informant hatte ihnen Daten über die Unterkünfte von Gefangenen der Triaden gegeben. Bei den Gefangenen hielt es sich in 90% der Fälle um Frauen die zum Verkauf bestimmt waren. Meistens waren sie durch Drogen gefügig gemacht worden und einfach hoffnungslos verloren. Selbst wenn sie sie befreien konnten, vor der Sucht konnten sie sich selten retten. Der Wagen ging hart in die Eisen und hielt an. Einer der Polizisten öffnete die hintere Tür und sprang nach draußen, in die dunkle Nacht. Aiko und Mamoru taten es ihm gleich. Sie stürmten zur Eingangstür des Gebäudes wo ein paar Kollegen diese mit einer großen Ramme öffneten. Sie waren irgendwo in einem alten, vergessenen Industriegebiet mitten im Wald. Kaum war die alte Holztür geöffnet fielen auch schon die ersten Schüsse und Schreie hallten durch die Nacht. Aiko griff in die Brusttasche ihrer Weste und holte eine Blendgranate heraus. Sie zog den Splint und warf sie in den Gang. Kurz darauf war ein lauter Knall zu hören woraufhin die Polizisten den Korridor stürmten, auch Aiko und Mamoru taten es ihnen gleich. Die Halle wurde von alten, gelblichen Lampen erhellt. Der Geruch von Schießpulver schwängerte die Luft als sie Raum für Raum die Türen ein traten. Doch plötzlich stieg ein scheußlicher, gammeliger Gestank in Aikos Nase und sie bemerkte eine kleine Luke im Boden. Von hier musste der Geruch kommen und sie deute mit Handzeichen darauf hin. Mamoru half ihr sie zu öffnen und plötzlich stank der ganze Raum bestialisch. Eine Treppe führte hinunter, doch es war stockfinster. Aiko betätigte die Taschenlampe die sich an ihrer Flinte befand und ging damit, im Anschlag, die Treppe hinunter. Außerhalb ihres Lichtkegels war alles pechschwarz, als sie am fuße der Treppe ankam wäre sie fast über etwas gestolpert, doch die Füße vor ihr zuckten schreckhaft zusammen. Sie leuchtete weiter nach oben und eine völlig abgemagerte, verstörte Person kam zum Vorschein.
„Ach du scheiße.“ Sagte sie entsetzt, als sie den Keller weiter ausleuchtete und überall Menschen fand die halb verhungert, verstört vor sich hin vegetierten. Sie drehte sich zu Mamoru.
„Hol sofort die Sanitäter! Am besten alle!“
Sie eilte die Treppe wieder nach oben und stürmte aus dem Gebäude, nur um sich gleich im Gebüsch daneben zu übergeben. Sie hatte schon viel erlebt, vor allem seitdem sie es sich zur Aufgabe gemacht hatte das organisierte Verbrechen zu bekämpfen, aber das... War selbst für sie zu viel. Im Gebäude fielen immer noch vereinzelte Schüsse, als plötzlich Mamoru heraus kam.
„Hinterm Gebäude muss ein Pfad in den Wald sein, da wollen welche Flüchten.“ Meinte er.
Aiko schluckte den Bitteren Geschmack herunter, riss sich zusammen und folgte ihm um die Halle herum und hinter das Gebäude. Das Feuergefecht war zu einem Heillosen durcheinander geworden, als sie hinter der Lagerhalle ankamen sahen sie wie ein Paar der Triaden wegrannten. Ein kleiner Trupp der Polizei hatte es geschafft sich am Hinterausgang in Stellung zu bringen und feuerte auf die Flüchtenden. Aiko lehnte sich an einem Baum und zielte auf einen der weglaufenden, dann zog sie ihren Finger zusammen und betätigte den Abzug. Mamoru tat es ihr gleich. Es war egal ob sie bewaffnet waren oder nicht, sie verdienten den Tod und niemand würde Fragen stellen. Überrascht wo die Schüsse herkamen versuchten ein paar noch Deckung zu nehmen, doch die Kugeln machten keinen halt vor ihnen und Blut schwängerte den trockenen Boden. Nachdem die Schüsse abklangen gingen sie zu dem Pfad, um zu begutachten was sie angerichtet hatten. Aiko ging zu zwei der Leichen die übereinanderlagen, einer hatte wohl versucht seinen Kumpel in Sicherheit zu ziehen als die Schrotkugeln seinen Rücken zerfetzten. Plötzlich hörte sie etwas im Gestrüpp und sah jemanden vorbei huschen.
„Fuck.“ Rief sie und sprintete ihm hinterher. Sie konnte Mamoru noch hören. „Nicht Aiko, es ist zu gefährlich.“
„Zu gefährlich wofür?“ Fragte sie sich. Jeder einzelne der von diesen Bastarden entkam war einer zu viel. Sie rannte dem Typ hinterher, durch das viele Gestrüpp konnte sie ihn nur ab und zu sehen, doch plötzlich hörte sie ein lautes Knacken und dann einen Schrei. Er war über einen Stamm gefallen und hatte sich den Knöchel gebrochen. Hilflos und schmerzerfüllt saß er da, mitten im Wald. Aiko ging langsam auf ihn zu und warf sich ihre Schrotflinte über die Schulter.
„Wer ist dein Boss?“ Fragte sie laut und wütend. Sie packte den offensichtlich hilflosen am Kragen und zog ihn hoch. „Wo ist Nara?“ Brüllte sie ihn an. Doch der Typ konnte nur vor schmerzen schreien, als sie ihn wieder los lies und er auf den Boden knallte. „Na los rede!“ Schrie sie ihn an. Aiko hatte schon viel erlebt, doch so etwas wie heute, lies sie völlig sprachlos und entsetzt. Bei dem Anblick der gequälten Leute in dem Keller, war ihr das Blut in den Adern gefroren. Das konnten keine Menschen sein die so etwas taten, solche Grausamkeiten ausführten, dafür fehlte ihr jegliches Verständnis. Sie holte weit aus und trat dem am Boden liegenden in die Rippen, welcher sich vor Schmerz zu winden begann.
„Ich frag dich jetzt noch ein mal! Wo ist Nara?“
Er riss sich etwas zusammen und starrte Aiko an, dann spuckte er ihr vor die Füße.
„Fick dich...“ Schluchzte er. „... Du Bullenschlampe, das ist polizeiliche Gewalt, dafür wirst du büßen.“
„Du willst also die Harte Tour?“
Aiko holte etwas aus ihrer Tasche und warf es vor ihn auf den Boden, dann zog sie ihre Pistole und zielte auf ihn. Sie konnte seine plötzlich entsetzen Augen über Kimme und Korn sehen, als er realisierte was hier vorging. Vor ihm auf dem Boden lag ein Revoler den Aiko ihm hin geworfen hatte. Sie spannte den Hahn ihrer Pistole.
„Na los, schnapp ihn dir.“

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Bom

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Montag, 29. Januar 2018, 21:59

Deine Geschichte ist eine echte Bereicherung für das Forum! Vielen Dank. :thumbup:
:P by Turbo-Bom :)

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Skripi91 (31.01.2018)

tobikf

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Dienstag, 30. Januar 2018, 06:45

...und für Leute die seit 6 Uhr arbeiten :'D

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Fight

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Dienstag, 30. Januar 2018, 12:01

Deine Geschichte ist eine echte Bereicherung für das Forum! Vielen Dank. :thumbup:


Wow danke! :)

...und für Leute die seit 6 Uhr arbeiten :'D


xD Ja, ich fühle mit dir!

Fight

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Dienstag, 6. Februar 2018, 17:27

Mal wieder mit Verspätung :whistling:
Durch den ganzen trubel um den SuperBowl hab ich gestern einfach nicht dran gedacht :rolleyes:
Aber besser spät als nie!

Episode 12

Fuck

Naoji stieg nach einer Rasanten fahrt aus dem 370z. Er sah den Wagen an während ein beruhigendes Knistern vom Motor ausging. Naoji konnte kaum glauben wie unglaublich schnell er damit Fahren konnte und wie präzise er den Wagen, selbst bei hohen Geschwindigkeiten, noch steuern konnte. Trotzdem machte er sich etwas sorgen, nicht um den Wagen, oder das bevorstehende Rennen, sondern um Ryo. Sie trafen sich in der Box wo Ryo mit Deisuke sprach.
„Ryo, ich war zwei Sekunden schneller als du. Was ist los?“ Fragte er direkt.
Das Gespräch der beiden stummte abrupt ab und Ryo sah Naoji etwas überrascht an.
„Ich hab mich zurück gehalten, keine Sorge, beim Rennen darfst du zweiter werden.“ Konterte Ryo etwas überheblich.
„Das werden wir sehen.“ Meinte Naoji. „Naja, ich mach mich auf den Weg, bis dann.“ Verabschiedete er sich.
Auf dem Parkplatz, vor der Rennstrecke auf der sie bald ihr erstes, richtiges Rennen bestreiten würden, wartete Kagami in ihrem Gt86, um Naoji ab zu holen.
„Und wie hast du dich geschlagen?“ Fragte sie und konnte die Antwort kaum abwarten als er einstieg.
„Ich war zwei Sekunden schneller als Ryo.“
„Zwei?!“ Rief sie verblüfft und sprang ihm um den Hals. „Ganze zwei Sekunden?! Das ist ja großartig.“ Meinte sie als sie sich wieder in ihren Sitz gleiten lies.
Naoji sah allerdings nicht so begeistert aus.
„Ich weiß nicht, ich war noch nie schneller als Ryo. Irgendwie macht mir das Sorgen, er meinte zwar das er sich zurück gehalten hat, aber irgendwas stimmt nicht mit ihm.“

Nara fiel Ryo um den Hals als er zur Tür herein kam. Sie küssten sich lang und ausgiebig. „Wie wars?“ Fragte sie.
„War okay.“ Meinte Ryo. „Ich muss noch schneller fahren.“
„Aber nicht zu schnell.“ Lächelte sie.
„Ja, ich glaube mich beschäftigt diese Geschichte noch etwas.“
„Mach dir darum keine Gedanken, der Koffer ist weg und wir...“ Sie stoppte kurz. „Zusammen.“
„Vermutlich hast du recht. Morgen gehen wir erst mal meine Eltern besuchen, bevor sie sich sorgen machen wo ich die ganze Zeit bin.“
„Ich bin gespannt.“ Meinte sie. „Das du jetzt Rennen fährst wissen sie aber schon oder?“
„Ich denke mal das Makoto es meinem Vater erzählt hat, immerhin hat mein Vater ihn ursprünglich angestellt, um mir das Fahren bei zu bringen.“

Aiko stand am hinteren Notausgang der Polizeistation und rauchte ihre, bereits elfte, Zigarette des Tages, als plötzlich die Tür auf ging und eine junge Kollegin heraus kam.
„Aiko, ich hab dich überall gesucht.“
„Was gibt’s Grünschnabel?“ Fragte sie und pustete den Rauch nach oben.
„Ihr sucht doch diese Nara...“
Aikos Augen wurden schlagartig größer, wie auch ihre Aufmerksamkeit.
„Wieso?“ Wollte sie brennend wissen.
„Naja...“ Stotterte die neue. „Vor ein paar Wochen, du warst gerade auf Streife und das Telefon an deinem Schreibtisch hat geklingelt.“
Aiko erahnte übles und die Wut fing an in ihr zu brodeln.
„Ich hab es erst ignoriert, aber es hat immer wieder geklingelt, also bin ich irgendwann ran gegangen. Ich weiß nicht wer dran war, aber es war eine Frau und sie wollte die Nummer von einem Ryo Takahashi, sie meinte es wäre dringend und du wüsstest Bescheid, also hab ich ihr die Nummer rausgesucht, aber bevor ich fragen konnte wie sie heißt hat sie aufgelegt.“
Aiko schluckte langsam ihren Zorn herunter und friemelte gleich noch eine Zigarette, zitternd vor Wut, aus der Packung.
„Okay...“ Sagte sie und biss sich auf die Lippe. „Dann gehst du jetzt rein und suchst die Nummer von diesem Typ, legst sie auf meinen Schreibtisch und dann gehst du mir den Rest der Woche besser aus dem Weg.“
Die Neue sah beschämt zu Boden, wollte noch etwas sagen, aber wusste dass jetzt besser der Zeitpunkt war zu gehen.

„Das ist der Wichser.“ Sagte Rin und drehte sich zu Kyoya. Dieser kam näher an den Bildschirm und wedelte den Zigarrenqualm aus dem Weg, um das Video besser zu sehen. Sie waren in einem kleinen Hinterzimmer eines Kasinos das ihrem Boss Ayato gehörte.
„Zoom nochmal ran und pausiere dann.“ Meinte er und wandte sich wieder dem Whiskey und seinen Gästen zu die sich auf dem kleinen Sofa breitmachten.
„So sieht man sein Gesicht, er hat zwar ne Maske auf gehabt, aber ich hab ihn mit der Drohne verfolgt und er hat sie ausgezogen bevor er eingestiegen ist.“
Kyoya stellte sich wieder hinter den Bürostuhl auf dem Rin saß und sah auf den Bildschirm.
„Hey, komm mal her, kennst du den vielleicht?“ Fragte er und schwenkte mit seinem Whiskyglas.
Osamu drückte die Prostituierte zur Seite und stand auf. „Mach mal platz.“ Als er sich das Gesicht auf dem Bildschirm genauer ansah war er plötzlich sprachlos.
Kyoya bemerkte seinen Gesichtsausdruck und den, kaum zu übersehenden, offen stehenden Mund.
„Du kennst ihn?“ Fragte er in einem fordernden Ton.
„Ähm... Also...“ Stotterte Osamu, als Kyoya ihn plötzlich am Kragen packte und gegen die Wand drückte.
„Spucks aus!“ Schrie er ihn an.
„Ja! Ja! Ich kenne ihn. Scheiße!“ Fluchte Osamu verängstigt.

„Sie sind also der Grund warum wir so lange nichts von unserem Sohn gehört haben.“ Sagte Ryos Mutter, während sie zusammen auf dem Balkon saßen und ihren Tee genossen.
Nara lächelte. „Naja, er ist ja jetzt auch viel beschäftigt mit seiner Fahrerkarriere.“ Meinte sie und sah zu ihm rüber, wie er an dem Geländer des Balkons stand. Ganz in schwarz gekleidet, in einem vornehmen Anzug. Ryos Mutter folgte ihrem Blick und drehte sich, um zu ihm zu sehen.
„Sehen sie nicht gut aus unsere Männer?“ Meinte sie.
Ryos Vater der neben ihm am Geländer stand drehte sich zu ihm.
„Makoto hat mir schon erzählt das du ein Team gefunden hast, beziehungsweise ein Team dich.“
Ryo nickte bestätigend.
„Wäre schön so etwas mal von dir zu erfahren. Ich weiß ich war nicht immer ein guter Vater, mit meinem Job, ist es schwer Zeit zu finden.“
„Kein Problem, du bist ja auch nicht mein richtiger Vater.“
Er wusste das Ryo das in keine Fall böse meinte, es war einfach eine Tatsache. Er blickte über seine Schulter zu Nara und seiner Frau.
„Wie schnell warst du bei den Testrunden?“ Fragte er. „Im Vergleich zu den anderen.“
Ryo war etwas verwundert über die Frage.
„Naja, also ehrlich gesagt war ich etwas langsamer.“
Sein Vater schmunzelte. „Dann musst du sie wirklich lieben.“
„Was?“ Fragte Ryo überrascht.
„Dir fehlt der Biss, du bist nicht mehr bereit alles zu geben, weil du Angst hast.“
Ryo sah ihn erstaunt an und blickte dann ebenfalls zu Nara. Sie sah wunderschön aus in dem weißen Sommerkleid, das er ihr gekauft hatte, nur ihr lächeln machte sie noch schöner.
„Fuck.“ Flüsterte Ryo als er realisierte das sein Vater recht hatte.

Deisuke war kreidebleich als er auflegte, seine Knie zitterten und er hatte unangenehme Schweißausbrüche. Er wusste nicht was er tun sollte, immer wieder stand er auf und lief im Kreis, nur um sich wieder hin zu setzen. Seine Gedanken drehten sich und er kam sich vor wie in einer Achterbahn. Plötzlich, mit einem Schlag, könnte er alles wieder verlieren, das Rennteam, seine Werkstatt, einfach alles. Im schlimmsten Falle sogar noch sein Leben. Immer wieder schossen ihm Sätze aus dem Gespräch in den Kopf.
„Es muss ein Exempel statuiert werden.“
„Wir können dir mit einem Schlag alles weg nehmen.“
„Du hast das verbockt. Du musst das tun.“
„Er muss sterben!“

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Mittwoch, 7. Februar 2018, 09:42

Fight, alter, echt mann! Ich mag die Geschichte immer mehr!! Danke für die Fortsetzungen!
_________________________________________________
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Nappa-Leder-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung - 2017er Center Dash Assembly mit roter Ziernaht


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Mittwoch, 7. Februar 2018, 19:33

Fight, alter, echt mann! Ich mag die Geschichte immer mehr!! Danke für die Fortsetzungen!


:D Ich hab zu danken! Freut mich!

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Dienstag, 13. Februar 2018, 17:13

Nja, diesmal hab ich keine Ausrede warum erst am Dienstag der Nächste Teil kommt :S
Nächstes mal wieder Montags! Versprochen! Ist ja dann auch bald Finale ^^

Game Day

Mitten in der Nacht steuerte Deisuke seinen Supra auf den Parkplatz vor der Rennstrecke. Es regnete in strömen, doch für den nächsten Tag war Sonnenschein angesagt. Alles in allem gute Voraussetzungen für das Rennen. Er schleppte die vier Reifen, die er gerade so in seinem Wagen untergekriegt hatte, einen nach dem anderen, mit der Hilfe von Osamu in die Box. Er stellte sie zu den anderen Reifen die für das Rennen vorgesehen waren, lies aber die Plastiktüte daran und packte sie nicht aus. „Und du glaubst das funktioniert?“ Fragte Osamu etwas skeptisch.
Deisuke nickte nur. Eigentlich wollte er nicht das es funktioniert, doch er musste es tun und er war sich auch gar nicht sicher ob es tatsächlich klappen würde. Die Schuld zerfraß ihn innerlich, doch er lies das Schicksal seinen Lauf nehmen. Entweder würde Ryo ein zu erfahrener Fahrer sein und es schaffen, was für Deisuke vermutlich den tot bedeuten würde, oder er würde es nicht überstehen, was wiederum seinen tot bedeuten würde.

Am nächsten Tag verabschiedete sich Nara von Ryo. „Und du willst wirklich nicht mit kommen?“ Fragte er.
„Nein, ich seh mir das von hier an.“ Antwortete sie. Nara wollte nicht mit auf die Rennstrecke, sie hatte zu große Angst davor miterleben zu müssen wie Ryo etwas schlimmes passierte.
„Okay.“ Er akzeptierte ihre Entscheidung und küsste sie zum Abschied.
Sie sah aus dem Fenster hinter her, wie er fort fuhr und schaltete den Fernseher ein. Die Vorbereitungen liefen bereits und die Kommentatoren spekulierten über den Ausgang des ersten Rennens. Gerade als sich Nara setzen wollte, um das geschehen zu verfolgen hörte sie ein Vibrieren aus der Küche. Sie folgte dem Geräusch und stellte fest, dass Ryo sein Handy liegen gelassen hatte. Zuerst wollte sie ran gehen, doch wusste sie nicht ob es Ryo recht war, also lies sie es klingeln.

Nun war es endlich so weit. Naoji stand in der Startposition und trat auf das Gaspedal, um die Drehzahl zu steigern. Durch das Qualifying konnte er sich einen platz auf der zwölften Startposition sichern. Sein blick fokussierte das Startlicht und alles um ihn herum verschwamm. Ab jetzt gab es nur noch ihn und das Rennen, es war wie als würde er eine andere Realität betreten, eine Realität in der alles auf seine Urinstinkte reduziert wurde. Plötzlich schaltete das Licht auf grün um und sein Wagen preschte nach vorn, der Geruch von verbranntem Gummi schwängerte die Luft und die lauten Motoren brüllten wie teuflische Bestien. Das Rennen hatte begonnen.

Als Taro seinen Lancer parkte sah er auf sein Handy und überprüfte die Adresse. Er sah durch das Seitenfenster auf die andere Straßenseite, wo sich das Hotel befand. Kein zweifel, hier war er richtig. Er rief sich Deisukes Worte ins Gedächtnis. „Sie wird allein, in dem Hotel bleiben.“
Taro öffnete das Handschuhfach des Wagens und holte einen kleinen Koffer heraus. Er zog sich seine Lederhandschuhe über und öffnete den Koffer. Durch die getönten Scheiben brauchte er sich nicht all zu viele Sorgen zu machen das irgendjemand den 1911er bemerken würde. Er nahm die Pistole und legte das Magazin ein. Es war eine handlichere Version mit einem gekürztem Lauf. Taro schraubte noch den Schalldämpfer auf und steckte die Pistole in seinen Schulterholster der sich unter seinem Jackett befand.

Nachdem Ryo einige Runden hinter sich gebracht hatte steuerte er die Box an. „Ich brauch neue Reifen!“ Sprach er aufgeregt in das, in seinen Helm integrierte, Mikro.
Kagami eilte zu den Reifen in der Box und wollte sie gerade in Position bringen, als Deisuke sie rief. „Warte, nicht diese Reifen, ich mach das.“ Meinte er.
Kagami sah ihn verwirrt an, sie dachte sich nichts dabei und lies ihn seinen Job machen. Er holte ein paar Reifen hervor, die noch in einer Plastiktüte eingepackt waren.
„Hier, die hier.“ Meinte er.
Ryo hielt an der Box. Deisuke und Kagami wechselten die Reifen, alles ging unglaublich schnell und das musste es auch. Kagami stutzte etwas als sie die Reifen montierte. Sie hatte ja schon öfter Sliks gesehen, doch diese sahen ganz anders aus, als wären sie schon total abgefahren worden.

Naoji überquerte die Ziellinie. „Hälfte Geschafft.“ Dachte er und versuchte sich von dem Porsche Cayman nicht abschütteln zu lassen. Auf der geraden setzte er sich links hinter ihn, als er sah wie die Bremslichter angingen zögerte er nur den Bruchteil einer Sekunde und bremste etwas später. Dann lenkte er in die scharfe Linkskurve und schaffte es an der Innenseite vorbei zu ziehen.

Ryo fuhr aus der Box und nahm wieder Geschwindigkeit auf, er hatte jetzt zwar etwas Zeit verloren, doch mit den neuen Reifen würde er die Plätze wieder gut machen. Auch er zischte an dem Cayman vorbei und schon bemerkte er den anderen 370Z von Naoji vor sich, doch irgendetwas stimmte nicht, er spürte wie sein Wagen etwas schwamm und sich merkwürdig verhielt. Ryo stieg noch weiter aufs Gas und setzte sich in Naojis Windschatten. Er spürte Vibrationen im Lenkrad, irgendetwas lag ganz gewaltig im argen.

Schon wieder klingelte Ryos Telefon. Zuerst hatte Nara es gar nicht bemerkt weil sie so von dem Rennen gefesselt war. Genervt davon schnappte sie es sich und ging ran.
„Ja?!“ Fragte sie gestresst.
„Guten Tag, hier spricht Kommissar Aiko Nakamura, kann ich bitte Ryo...“ Noch bevor sie Ausgesprochen hatte platze es aus Nara heraus.
„Aiko? Wieso zum Teufel rufst du hier an?“
„Nara? Bist du das?“ Aiko konnte es kaum glauben. „Mein Gott, ich hab gedacht du wärst tot. Wo bist du? Hast du den Koffer noch?“ Die Fragen ratterten wie aus einem Maschinengewehr aus ihr heraus.
„Was? Ähm, nein. Ich hab den Koffer nicht mehr. Ich bin raus, ruf nicht wieder an und lass uns in Ruhe.“
„Warte, du bist in Gefahr.“ Sagte Akio noch, doch Nara hatte schon wieder aufgelegt.
Mamoru der bei ihr im Büro saß sprang auf.
„Los, ich habs zurück verfolgt!“

„Scheisse, nicht jetzt! Ich muss nur ein paar Plätze gut machen, um aufs Podium zu kommen, ich kann gewinnen!“ Ryo war wieder voll und ganz in seinem Element. Für ihn gab es jetzt nichts außer dem Wagen und die Strecke. Er war voll und ganz auf das Rennen konzentriert und verlor keinen Gedanken an etwas das ihn ausbremsen konnte. In der nächsten, langgezogenen Rechtskurve lies sich Ryo etwas nach außen tragen und versuchte an Naoji vorbei zu kommen. Er biss die Zähne zusammen, beide fuhren am absoluten Limit, als das Heck von Ryos Wagen plötzlich ausbrach. Er erschrak kurz, doch lenkte sofort ein und driftete hinter Naoji durch die Kurve. In der darauffolgenden Linkskurve hatte er nun den Vorteil auf der Innenseite zu sein, da diese spitzer war mussten beide etwas abbremsen. Ryo lenkte in die Kurve und gab Gas, doch Naoji lies nicht nach und wollte seinen Platz nicht aufgeben.
„Er ist langsamer als ich in der Außenseite, dabei hat er doch gerade erst Reifen gewechselt.“ Wunderte sich Naoji. Plötzlich ging ein schlagartiger Ruck durch Ryos Wagen und er verriss das Lenkrad. Er drehte seinen Kopf nach rechts und sah den schwarzen Gummi seines Reifens umher fliegen, dann realisierte er Naojis Wagen direkt neben sich und wusste das er der Kollision nicht mehr ausweichen konnte.

„Nein!“ schrie Nara als sie das schreckliche Geschehen im Fernsehen sah und sprang auf. Sie war völlig aufgelöst und mit der gesamten Situation überfordert. Auf einmal hörte sie Sirenen von draußen, zuerst dachte sie es käme von der Übertragung, doch sie malte sich sofort das schlimmstmögliche aus. Ihr blieb nichts anderes übrig, sie musste sofort zur Rennstrecke, gerade als sie ihre Jacke überzog hämmerte es an der Tür.
„Wer ist da?“ Fragte sie.
„Hier ist der Hotelservice, ich müsste kurz an den Sicherungskasten in ihrem Zimmer.“ Sagte Taro, der auf der anderen Seite der Tür stand. Er hatte sich mit dem Rücken zur Tür gestellt, für den Fall dass er durch den Türspion beobachtet wurde. Seine Hand befand sich bereits in seinem Jackett und umklammerte die Pistole.

Mamoru stieg in die Eisen als sie mit Blaulicht bei dem Hotel ankamen. „Los! Los! Los!“ Brüllte Akio und riss die Beifahrertür auf, um zum Eingang des Hauses zu sprinten.
„In welchem Zimmer wohnt diese Frau?“ Brüllte sie die Empfangsdame mit vorgehaltener Marke und einem Foto in der Hand an.
„Zimmer dreiundzwanzig.“ Sagte diese nur verwirrt. Aiko sprintete, dicht gefolgt von Mamoru die Treppe hinauf und bog in den Flur der zu Zimmer dreiundzwanzig führte.

Nara öffnete die Tür. „Ich hab überhaupt keine Zeit für so was! Und wo soll hier ein Sicherungskasten sein“ Sagte sie und sah den Mann verwirrt an, da er viel zu gut gekleidet für dieses Hotel war und sie ihn vorher auch noch nie hier gesehen hatte.
Taro zog die Pistole unter seinem Jackett hervor und Nara riss die Augen auf, doch sie stand wie festgefroren da, wie ein Reh im Scheinwerferlicht, unfähig dem unausweichlichen zu entkommen.

Aiko legte ihre Dienstwaffe auf den Mann vor Zimmer dreiundzwanzig an.
„Polizei! Weg mit der Waffe!“ Schrie sie.

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Dienstag, 13. Februar 2018, 17:18

Und wieder ein klasse Teil.
Mit freundlichem Gruß

Skorpion / Carsten

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Felgen: Oxigin Concave 18 in 18x8,5 et35, Valenti smoked, Bastuck Catback, Edelbrock Kompressor (Juni '17)

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