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celtichail

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Dienstag, 9. August 2016, 20:38

Einstellung/ Vermessung KW V3 - Nachlauf links/ rechts erheblich abweichend?

Hallo,

nachdem ich nun eine Woche mit meinem KW V3 unterwegs bin und morgen die TÜV Eintragung ansteht,
beschleicht mich irgendwie das Gefühl, dass das Fahrzeug nicht wirklich vernünftig vermessen ist.
Nach meinem dafürhalten hätte sich das Fahrverhalten mit einem ordentlich eingestellten KW Fahrwerk (Radlasteneinstellung, Sturzwerte an Vorder- und Hinterachse, Nachlauf,...) deutlich verbessern müssen, nun ja, so sicher bin ich mir da nicht. Deutlich auffallend eine leichtgängigere und indirekter Lenkung und ein ansonsten nicht wesentlich geändertes Fahrverhalten, der Geradeauslauf gefüllt schlechter als vorher. Aus dem Fahrzeug-Vermessungsprotokoll muss ich ehrlicherweise sagen, fehlt mir die Sachkenntnis um dies entsprechend nachzuvollziehen zu können. Allerdings wirkt es für den Laien zumindest ungewöhnlich, dass die Werte für den Nachlauf auf der Vorderachse links völlig anders als rechts sind; links 1,13; rechts 6,03; kann das richtig sein?

Gruß
Olaf

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »celtichail« (9. August 2016, 21:19)


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Dienstag, 9. August 2016, 20:43

Also bei meinem KW V3 habe ich folgendes:

Spur - Vorderachse

gesamt 10´
links 5´
rechts 5´

Sturz - Vorderachse

links -1°5´
rechts - -1°5´
Unterschied 0°0´


Spur - Hinterachse

gesamt 5´
links 2.5´
rechts 2.5´

Sturz - Hinterachse

links -2°5´
rechts - -2°5´
Unterschied 0°0´

Bemerkung:

Dämpfung VA Druck 8 Zug 7
HA Druck 4 Zug 6
Luftdruck VA2.2 HA 2.2 bar


Dein Fahrwerk wurde wohl falsch eingestellt..

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Dienstag, 9. August 2016, 21:54

Unterschiede im Nachlauf aufgrund von Werkstoleranzen sind beim GT schon vorgekommen.

Fast 5° klingt allerdings merkwürdig.

Vielleicht kannst du das Protokoll mal posten, da können dann die Fachleute eher ne Analyse wagen.

MFG Carsten
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denn geradeaus kann jeder :D


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celtichail

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Dienstag, 9. August 2016, 22:18

Hier einmal die Daten als Bild:




Bin da über jeden Tipp dankbar!

Gruß Olaf

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Dienstag, 9. August 2016, 23:47

Danke für das Foto.

Die Abweichung im Nachlauf kann ich mir aber immer noch nicht erklären.

Selbst wenn du die KW Stützlager mitverbaut hast, sollten die Werte sich nicht so stark verändern.
Mein GT hat da oben jedenfalls keine Langlöcher, die die Kolbenstange so weit nach vorne wandern lassen würden. Und dann nur auf einer Seite ??

Ich kann gerade nicht nachsehen, aber aus dem Gedächtnis würde ich sagen, das man die Stützlager nicht falschrum einbauen kann.

Wenns meiner wäre, würde ich als erstes mal mit dem Einsteller reden, ob der ne Erklärung hat.

Wenn du nämlich zufällig an einen kompetenten Tüffi gerätst, wird der der Sache auch auf den Grund gehen wollen, bevor er das Fahrwerk einträgt.
Lass uns bitte wissen, was dabei rausgekommen ist.

MFG Carsten
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chireb

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Mittwoch, 10. August 2016, 09:50

Die Erklärung ist ganz einfach:
Da hat sich bei der Datenübertragung irgendein Bit verirrt, eine Fliege ist im richtigen Moment über das Kameraobjektiv gekrabbelt, oder jemand lief vor dem Reflektor her oder so etwas und dann hat das Gerät die Momentaufnahme gespeichert.
Der Nachlauf kann sich nur minimal im Bereich der Messtoleranz verändern.
Er ist genau so wie bei der Eingangsvermessung, das kann man so übernehmen.
Die Einstellung ist optimal.
"Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit, die Lehrfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit, das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis, das Eigentum oder das Asylrecht zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte...." Art 18 GG

Breeze

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Mittwoch, 10. August 2016, 10:47

Seltsam, dass Du beim Fahren offenbar nichts spürst. Die jetzige Geometrieeinstellung ist um Welten besser als vorher (von dem seltsamen Nachlaufwert mal abgesehen, aber da hat chireb sicher Recht mit seiner Erklärung). In Verbindung mit einem halbwegs gut eingestellten KW3 müsstest Du ein markant anderes/besseres Fahrverhalten erleben.
Call me the Breeze..
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Mittwoch, 10. August 2016, 11:31

Ich hatte vorher das Originalfahrwerk mit Eibach Pro Kit. Und vorne -0,6° Sturz, hinten -2° und relativ viel Vorspur an der Hinterachse.
Jetzt bin ich bei -2,3° vorne und -1,6° hinten bei jeweils 5 Minuten Vorspur vorne und hinten. Mit dem KW V3 und Stützlagern.

Dass sich der Geradeauslauf leicht verschlechtert hat habe ich auch direkt bei der ersten Fahrt bemerkt. Auch dass die Lenkung um die Mittellage etwas "schwammiger" geworden ist.
Aber ansonsten müsste das Fahrverhalten signifikant besser geworden sein. Die Kurvenlage und das Kurvenverhalten ist bei mir deutlich besser geworden. Auch dass der Wagen jetzt einfacher mit dem Gas zu lenken ist in scharfen Kurven/Spitzkehren habe ich sofort gemerkt. Der Grenzbereich liegt deutlich höher.

Vielleciht musst du dich erst an das neue Limit rantasten?
Michelin PSS 225/40, OZ Leggera HLT 8x18, KW V3 mit Stützlagern, ST Stabis, Perrin Pulley Kit+Kurbelwellenscheibe, Milltek AGA, Motiv Overpipe, Schroth Gurte, Mishimoto Ansaugung, K&N LuFi, HKS Duct, Valentis smoked, Innenraum Alcantara, Lederarmlehne, Clarion NX720E, Cusco Domstrebe und Motorstreben vorne, Laile Strebe hinten, TRD ASC, TRD DoorStabi, Grimmspeed Bremsstopper, Guerney Flap, Oil Catch Can, mehr...

celtichail

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9

Sonntag, 21. August 2016, 16:07

Ich hatte vorher das Originalfahrwerk mit Eibach Pro Kit. Und vorne -0,6° Sturz, hinten -2° und relativ viel Vorspur an der Hinterachse.
Jetzt bin ich bei -2,3° vorne und -1,6° hinten bei jeweils 5 Minuten Vorspur vorne und hinten. Mit dem KW V3 und Stützlagern.

Dass sich der Geradeauslauf leicht verschlechtert hat habe ich auch direkt bei der ersten Fahrt bemerkt. Auch dass die Lenkung um die Mittellage etwas "schwammiger" geworden ist.
Aber ansonsten müsste das Fahrverhalten signifikant besser geworden sein. Die Kurvenlage und das Kurvenverhalten ist bei mir deutlich besser geworden. Auch dass der Wagen jetzt einfacher mit dem Gas zu lenken ist in scharfen Kurven/Spitzkehren habe ich sofort gemerkt. Der Grenzbereich liegt deutlich höher.

Vielleciht musst du dich erst an das neue Limit rantasten?

Ich denke da hast du Recht. Inzwischen würde ich auch sagen das sich das Fahrverhalten klar verbessert hat.
Die Sache mit der Lenkung überrascht mich allerdings als weitgehender technischer Laie,
hätte erwartet das die Lenkung mit dem Fahrwerk besser und direkter wird,
im Worst Case keine Veränderung eintritt.
Die Lenkung ist nun erheblich schwammiger und indirekter, der Effekt ist nach einiger Gewöhnung nach wie vor spürbar.
Weiß jemand welcher Parameter dafür verantwortlich ist?
Gruß Olaf

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Sonntag, 21. August 2016, 20:19

Sturz und Spur.

In erster Linie aber der Sturz da der Reifen ja nicht mehr wie ab Werk (um die 0 Grad Sturz) senkrecht steht und damit plan aufliegt. Dadurch können lenkimpulse direkt umgesetzt werden, im weiteren Verlauf der Kurve wird das Untersteuern durch die sich verschiebende Latsch (Reifenaufstandsfläche wird kleiner da durch den nicht vorhandenen Sturz der Reifen und dessen Flanke arbeitet, irgendwann geht nichts mehr nach außen und das Fzg untersteuert) aber mehr.
Fährt man jetzt mehr Sturz liegt der Reifen nicht mehr Plan auf und es entsteht eine Verzögerung beim Einlenken. Im weiteren Verlauf der Kurve steht der Reifen aber Senkecht und die Lauffläche(Latsch) liegt plan auf, sodass höhere Geschwindigkeiten möglich sind und Untersteuern erst später eintritt.

Die Spur beeinflusst das ganze auch. Vorpsur vorne sorgt für knackiges einlenken, sorgt aber im weiteren Verlauf der Kurve für ein sanftes schieben über die VA. Nachspur (also geöffnete Spur), so sagt man, sorgt für erhöhten Reifenverschleiß und verzögertes Einlenken, hat aber Vorteile im weiteren Verlauf der Kurve. Ich bin 2,8° Sturz vorne mit Nachspur gefahren (hinten -2,3° und Vorspur), ich konnte keinen erhöhten Reifenverschleiß feststellen, das Einlenken war auch noch super, nur Spurrillen mochte er dann nicht mehr gerne. :D
-----

Die Entwickler haben sich schon etwas dabei gedacht den Wagen ab Werk mit Sturz VA +/- 0° und leichter Vorspur, sowie -1.2 bis 1,4° hinten bei ebenfalls leichter Vorpsur ausgeliefert zu haben. Er lenkt super ein und lässt sich damit auch gut driften. Schnell ist das Setup auf Rennstrecken nicht, im Alltag aber sehr gut, es kündigt früh Haftgrenzen vorne und hinten an und macht den Wagen gut kontrollierbar. :)

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Montag, 22. August 2016, 22:07

Was den Nachlauf angeht würde ich auch auf einen Messfehler tippen. Es kann auch sein das der Vermessende den Nachlauf nicht ernsthaft eingemessen hat. Dieser Wert lässt sich mit eingen System gar nicht messen. Da du den Wert hast wird wohl das betreffende in der Lage sein. Direkt über das Rad (wie zb der Sturz) lässt sich Nachlauf nicht messen. Es muss dafür in beide Richtungen voll eingelenkt werden, aus den Bewegungen der Achse/des Rades wird der Nachlauf zurück gerechnet. Da kann auch schnell was schief gehen. Und selbst wenn nicht hab ich da nicht so viel Vertrauen rein. Dann lieber manuell direkt messen am Federbein. 5° Unterschied kann nicht sein wenn du keinen Unfall hattest. Das wären rund 5cm Unterschied im Abstand Dom zu Traggelenk von rechts zu links.

Was das Fahrverhalten abgeht: ich empfehle die eine leichte Anhebung der Vorspur an der VA. Damit wird auch der Geradeauslauf besser. Ich habe da auch nochmal nachgebessert. Wenn du den Sturz der VA über die JW Donlager auf den Serienwerte hast stellen lassen wundert mich dein Eindruck auch nicht. Serie wären vorn um die 0. Hinten wird der negative Sturz durch die Tieferlegung größer. Dadurch bekommst du im trockenen mehr Grip auf der HA in Kurven. (bis zu einem gewissen Maß natürlich nur) Ich hatte -2,8° an der HA. In Kombi mit VA 0 wird er damit zum massiven Untersteuerer. Ich habe den Sturz an der VA auf knapp -2° geholt. Damit wird es schon viel besser, zumindest im trockenen. Bei Regen ist der Sturz auf der HA zu krass weil die Haftung nicht genügt die Querkraft so in die Höhe zu treiben das der Latsch sich sauber auflegt. Bei Regen habe ich daher eine recht ausgeprägte Neigung zum Übersteuern. An der HA fehlt mir aber noch der Umbau für die Verstellung. Wenn der erledigt ist werde ich hinten etwas Sturz weg nehmen.

Kurzum: Da ich vermute du hast HA auch keine Verstellung solltest du für ein halbwegs ausgeglichenes Verhalten VA auf rund -2° gehen. Das funktioniert bei mir im trockenen mit 225er auf 18" rundum sehr gut. Im Regen ist das Setting aber nicht optimal. Ein ausgewogenes "allwetter Setting" sollte allgemein etwas weniger Sturz mitbringen. Ohne verstellmöglichkeit an der HA wird das aber nichts.

Insgesamt spielt aber viel mehr rein. Reifendruck, Spur, Sturz, alles muss zusammen passen. Und was bei Regen gut ist muss im trockenen nicht opti sein. Was auf Straße A top ist ist auf Straße B nur mäßig. Den Kompromiss musst du für dich selbst finden. Wechsel auf eine andere Reifenmarke oder gar eine andere Dimension oder Kombi und du wirst sehr wahrscheinlich von vorn anfangen müssen.

Der GT reagiert da auf Veränderungen auch sehr feinfühlig. Hab ihn zwar noch nicht so lange und bin auch noch auf der Suche nach meinem Optimum, aber das hab ich schonmal registriert. Da ich ihn im Alltag fahre und nicht auf dem Track muss ich halt auch einen recht deutlichen Kompromiss eingehen...

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Dienstag, 23. August 2016, 06:26

Sturz und Spur.

In erster Linie aber der Sturz da der Reifen ja nicht mehr wie ab Werk (um die 0 Grad Sturz) senkrecht steht und damit plan aufliegt. Dadurch können lenkimpulse direkt umgesetzt werden, im weiteren Verlauf der Kurve wird das Untersteuern durch die sich verschiebende Latsch (Reifenaufstandsfläche wird kleiner da durch den nicht vorhandenen Sturz der Reifen und dessen Flanke arbeitet, irgendwann geht nichts mehr nach außen und das Fzg untersteuert) aber mehr.
Fährt man jetzt mehr Sturz liegt der Reifen nicht mehr Plan auf und es entsteht eine Verzögerung beim Einlenken. Im weiteren Verlauf der Kurve steht der Reifen aber Senkecht und die Lauffläche(Latsch) liegt plan auf, sodass höhere Geschwindigkeiten möglich sind und Untersteuern erst später eintritt.

Die Spur beeinflusst das ganze auch. Vorpsur vorne sorgt für knackiges einlenken, sorgt aber im weiteren Verlauf der Kurve für ein sanftes schieben über die VA. Nachspur (also geöffnete Spur), so sagt man, sorgt für erhöhten Reifenverschleiß und verzögertes Einlenken, hat aber Vorteile im weiteren Verlauf der Kurve. Ich bin 2,8° Sturz vorne mit Nachspur gefahren (hinten -2,3° und Vorspur), ich konnte keinen erhöhten Reifenverschleiß feststellen, das Einlenken war auch noch super, nur Spurrillen mochte er dann nicht mehr gerne. :D
-----

Die Entwickler haben sich schon etwas dabei gedacht den Wagen ab Werk mit Sturz VA +/- 0° und leichter Vorspur, sowie -1.2 bis 1,4° hinten bei ebenfalls leichter Vorpsur ausgeliefert zu haben. Er lenkt super ein und lässt sich damit auch gut driften. Schnell ist das Setup auf Rennstrecken nicht, im Alltag aber sehr gut, es kündigt früh Haftgrenzen vorne und hinten an und macht den Wagen gut kontrollierbar. :)
Besten Dank für die Erläuterung, so ist das echt nachvollziehbar ;)

chireb

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Dienstag, 23. August 2016, 10:58

Was den Nachlauf angeht würde ich auch auf einen Messfehler tippen. Es kann auch sein das der Vermessende den Nachlauf nicht ernsthaft eingemessen hat. Dieser Wert lässt sich mit eingen System gar nicht messen. Da du den Wert hast wird wohl das betreffende in der Lage sein. Direkt über das Rad (wie zb der Sturz) lässt sich Nachlauf nicht messen. Es muss dafür in beide Richtungen voll eingelenkt werden, aus den Bewegungen der Achse/des Rades wird der Nachlauf zurück gerechnet. Da kann auch schnell was schief gehen. Und selbst wenn nicht hab ich da nicht so viel Vertrauen rein. Dann lieber manuell direkt messen am Federbein. 5° Unterschied kann nicht sein wenn du keinen Unfall hattest. Das wären rund 5cm Unterschied im Abstand Dom zu Traggelenk von rechts zu links.

Was das Fahrverhalten abgeht: ich empfehle die eine leichte Anhebung der Vorspur an der VA. Damit wird auch der Geradeauslauf besser. Ich habe da auch nochmal nachgebessert. Wenn du den Sturz der VA über die JW Donlager auf den Serienwerte hast stellen lassen wundert mich dein Eindruck auch nicht. Serie wären vorn um die 0. Hinten wird der negative Sturz durch die Tieferlegung größer. Dadurch bekommst du im trockenen mehr Grip auf der HA in Kurven. (bis zu einem gewissen Maß natürlich nur) Ich hatte -2,8° an der HA. In Kombi mit VA 0 wird er damit zum massiven Untersteuerer. Ich habe den Sturz an der VA auf knapp -2° geholt. Damit wird es schon viel besser, zumindest im trockenen. Bei Regen ist der Sturz auf der HA zu krass weil die Haftung nicht genügt die Querkraft so in die Höhe zu treiben das der Latsch sich sauber auflegt. Bei Regen habe ich daher eine recht ausgeprägte Neigung zum Übersteuern. An der HA fehlt mir aber noch der Umbau für die Verstellung. Wenn der erledigt ist werde ich hinten etwas Sturz weg nehmen.

Kurzum: Da ich vermute du hast HA auch keine Verstellung solltest du für ein halbwegs ausgeglichenes Verhalten VA auf rund -2° gehen. Das funktioniert bei mir im trockenen mit 225er auf 18" rundum sehr gut. Im Regen ist das Setting aber nicht optimal. Ein ausgewogenes "allwetter Setting" sollte allgemein etwas weniger Sturz mitbringen. Ohne verstellmöglichkeit an der HA wird das aber nichts.

Insgesamt spielt aber viel mehr rein. Reifendruck, Spur, Sturz, alles muss zusammen passen. Und was bei Regen gut ist muss im trockenen nicht opti sein. Was auf Straße A top ist ist auf Straße B nur mäßig. Den Kompromiss musst du für dich selbst finden. Wechsel auf eine andere Reifenmarke oder gar eine andere Dimension oder Kombi und du wirst sehr wahrscheinlich von vorn anfangen müssen.

Der GT reagiert da auf Veränderungen auch sehr feinfühlig. Hab ihn zwar noch nicht so lange und bin auch noch auf der Suche nach meinem Optimum, aber das hab ich schonmal registriert. Da ich ihn im Alltag fahre und nicht auf dem Track muss ich halt auch einen recht deutlichen Kompromiss eingehen...



Es ist KEIN Messfehler sondern ein Übertragungsfehler, sonst hätte es keine Eingangsmessung des Nachlaufs gegeben.
Um den Nachlauf zu messen wird die Lenkung nicht voll, sondern auf einen ganz genau vorgegebenen Wert eingeschlagen, und zwar auf die Minute links und rechts gleich und nicht irgendwo in den grünen Bereich.
Wenn man die Vorspur an der VA vergrössert, wird die Lenkung um die Mittellage giftiger, der Wagen untersteuert in langen schnellen Kurven etwas eher.
Vergrößert man ihn an der HA, wird der Geradeauslauf stabiler, die Untersteuerneigung gleichzeitig stärker. Der Sturz an der VA beträgt schon so gut wie 2 Grad.
An der HA mehr Sturz bringt etwas mehr Stabilität im Grenzbereich, aber weniger Traktion und mehr Reifenverschleiß. Das wäre nur sinnvoll für den Wettbewerb, aber weniger für die Straße.
Dass der Sturz an der HA einstellbar ist, sieht man an den exakten Werten und dem Vergleich Eingangs- / Ausgangsmessung.
"Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit, die Lehrfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit, das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis, das Eigentum oder das Asylrecht zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte...." Art 18 GG

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Dienstag, 23. August 2016, 21:35

Abgesehen von der Begrifflichkeit "Messfehler" oder "Übertragungsfehler", was anderes habe ich geschrieben?

Was ich hinzufügen muss: Die 0°16' Vorspur VA sind schon recht viel. Mehr zumindest als ich nach dem erhöhen fahre. (0°10') Damit ist der Hinweis dort nochmal drauf zu legen zugegeben hinfällig. Das Foto hatte ich übersehen.

Zum Thema Verstellmöglichkeit HA: ich habe mit FW HA -2°50' beidseitig. Mit dem was OEM an der HA geht komme ich nicht auf -1°30', dann muss schon ein Verstellmöglichkeit nachgerüstet sein.

Mit Ausnahme der Vorspur und dem Sturz VA gebe ich dir recht, das was das Foto zeigt ist optimal. Über den Sturz kann man streiten, kommt sicher auf die persönliche Vorliebe an. Ich bin mit -2° sehr zufrieden und habe gleichmäßigen Verschleiß was ich von der HA mit -2°50' beides nicht behaupten kann. Die Vorspur ist mit 0°16' für mein Empfinden wie gesagt schon eher etwas zuviel. Die HA Einstellung ist wie erwähnt das wo ich auch hin will. Ich war lediglich der Annahme das keine Verstellung an der HA vorhanden ist. (wie bei mir)

Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von »TRS« (23. August 2016, 22:13)


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Mittwoch, 24. August 2016, 10:26

8 Minuten Voprspur sind ideal, um den Verschleiß an den Vorderrädern bei fast 2 Grad neg. Sturz auf ein Minimum zu bringen UND ein gescheites Fahrverhalten zu erreichen.
Diese Einstellung gilt für ein Fahrzeug, dass fast ausschließlich im normalen Straßenverkehr gefahren wird. Für andere Einsätze gäbe es eine andere Einstellung.
Für den Seriensturz um 0 Grad wäre es unpassend.
"Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit, die Lehrfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit, das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis, das Eigentum oder das Asylrecht zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte...." Art 18 GG

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Sonntag, 18. September 2016, 15:11

Hallo,

habe es mit tatsächlich getan und ein V3 einbauen lassen. Bis bisher recht begeistert, habe aber noch die Grundeinstellung. Allerdings schiebt der GT plötzlich über die Vorderräder - ein bisher nicht gekanntes Phänomen, fahre aber sicher mit gefühlter Lichtgeschwindigkeit durch die schweizer Serpentinen. Feinschliff wird sicher noch bei chireb passieren, aber schon einmal mein Messprotokoll. Kein Ahnung, ob die Wete gut sind oder nicht?!

https://www.dropbox.com/s/ntnq0a272xme9n…81%29.jpeg?dl=0

Gruss
Ch.
GT 86, dynamic white pearl, Navi, rote Innenraum-Applikation, Milltek, Kindersitz (ab August 2013) :D
abgeholt 5. April 2013
:thumbsup:

chireb

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Sonntag, 18. September 2016, 15:17

Du hast viel zu wenig Sturz an der Vorderachse. Stell da mindestens -1:30 bis -1:40 ein, dann schiebt er kaum noch und fährt wie ein GT.
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18

Sonntag, 18. September 2016, 22:29

...hatte auch schon befürchtet, dass der Sturz verbesserungwürdig ist.

Ch.
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Sonntag, 18. September 2016, 22:31

Spielt das V3 noch seine Vorzüge aus, wenn man den GT nicht abartig tief legt? Ich kann leider durch mein Routenprofil nicht wirklich tiefer gehen als mit dem Eibach (25/20) - lohnt das noch, Erich? Eventuell würde ich was im Frühjahr anpeilen :)

chireb

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Montag, 19. September 2016, 08:00

Ich hatte meinen Wagen zunächst am unteren Limit eingestellt, noch mit den 170er Federn der frühen V3-Versionen.
Mit den kommt er noch deutlich tiefer als mit den heute verwendeten 200er.
Nach vielen Versuchen fährt er aktuell deutlich höher und damit fast in dem Bereich, der für die normale Straße angegeben wird.
Ein möglichst niedriger Schwerpunkt ist wichtig und richtig, aber sollte auch das Rollzentrum im Auge behalten.
Wenn der Wagen sehr weit runterkommt, dann müssen die Anlenkpunkte der Querlenker versetzt werden, um einen Vorteil zu erzielen.
In meiner Gruppe F10 ist das nicht zulässig, also bleibt das so original. Es wäre auch ein Riesenaufwand. Später für die Gruppe H (ab 2019 darf der GT da rein) wird das aber durchgeführt.
Mit der etwas höheren Einstellung ist der Grenzbereich etwas breiter, deshalb kann man viel brutaler reinhalten, ohne den Wagen zu verlieren.
Und verladen kann man ihn auch leichter :whistling:
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