Sie sind nicht angemeldet.

kosh

Meister

Beiträge: 2 128

Wohnort: Erfurt

Beruf: wie alle hier...

Danksagungen: 162

  • Nachricht senden

581

Freitag, 13. Juli 2018, 08:06

Wenn es wirklich so ist, dass jegliche Sportwagen-Kompetenz abgewandert ist, dann ist es ne gute Idee, sich ertsmal woanders zu bedienen, während man die eigene Kompetenz wieder aufbaut.
Die Alternative wäre, gar keinen oder einen schlechten Sportwagen anzubieten.

860

Meister

Beiträge: 2 787

Fahrzeuge: GT86 / Lieblingsfahrzeug: Kocmo Roadmaster

Beruf: Hochspannung bis es knallt

Danksagungen: 492

  • Nachricht senden

582

Freitag, 13. Juli 2018, 08:31

und kann es mir nur so erklären, dass Toyota die absolut gesamte Sportwagenkomptenz seit der Einstellung der Celica in den Nullerjahren wirklich zu 100% geplättet haben und richtig gar nichts mehr da ist

Ich denke nicht, dass es an fehlender "Sportwagenkompetenz" liegt. Gib den Toyotaleuten bei TMG in Köln ein weißes Blatt Papier und Du wirst innerhalb einer kurzen Frist einen brauchbaren Sportwagen bekommen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Sportwagenkooperationen mit Subaru und BMW allein (nachvollziehbare) betriebswirtschaftliche Gründe haben.
Gruß aus dem Bergischen Land
Andreas

Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.

"Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

sxe

Profi

  • »sxe« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 679

Danksagungen: 68

  • Nachricht senden

583

Freitag, 13. Juli 2018, 10:14

Es stimmt ja auch nicht, dass Toyota keine Sportwagenkompetenz mehr hat. Die verkaufen die aber unter dem Lexus-Label, weil man damit viel mehr Kohle verdient. Porsche rühmt sich seit Jahren, dass sie die höchste Gewinnmarge haben. Das stimmt insofern, weil man bei Toyota keine gesonderte Renditerechnung für Lexus veröffentlicht. :D
Wenn ich mir ansehe, was sie mit dem Lexus LC auf die Straße gebracht haben, dann muss sich eher die Konkurrenz fragen, was sie falsch machen. Für 100.000 Euro ist der vergleichsweise günstig für das, was da geboten wird. Ein Aston Martin kostet das Doppelte und bietet auch nicht mehr. Außer es wurde mittlerweile die geeichte Imagewaage erfunden...

Der Yaris GRMN hat in meinen Augen gar nichts gezeigt. Ein relativ alter Motor plus Kompressor in einem Kleinwagen. Der mag viel Power haben, aber technisch war/ ist das einfach kein Leckerbissen. Wenn ich einen 15.000 Euro Basis-Yaris zum Tuner fahre und dem die restlichen 15.000 hinlege, baut der mir was vergleichbares.

Seit wann hat BMW irgendwas mit dem 2JZ zu tun? Den hat Toyota zusammen mit Yamaha entwickelt, wie auch den 3S-G(T)E.

Prinzipiell halte ich die sog. Sportwagenkompetenz für völlig überschätzt. In diesem Segment ist es viel einfacher ein gutes und konkurrenzfähiges Auto zu bauen als im Kleinwagenbereich. Es gibt kleine Sportwagenhersteller wie Sand am Meer. Alle verkaufen relativ teure Produkte. Wenn da die Entwicklung dazu führt, dass die Kiste ein paar tausend Euro teurer wird, schlägt man das auf den Preis und gut ist. Im Klein- und Mittelklassesegment ist es viel schwieriger konkurrenzfähig zu sein. Da wird jeder Cent dreimal umgedreht. Sämtliche Prozesse müssen stimmen, da die Marge viel kleiner ist. Die Gefahr des Scheiterns ist viel größer. Siehe Tesla Model 3. Siehe VW Markteintritt Indien.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

kohlenstoff (16.07.2018)

Danny95

Fortgeschrittener

Beiträge: 336

Fahrzeuge: 2012 GT86 in Orange "Toyota is love, GT86 is life."

Danksagungen: 10

  • Nachricht senden

584

Freitag, 13. Juli 2018, 13:44

Ich bin mir ziemlich sicher gelesen zu haben dass der 2JZ von Yamaha und BMW maßgeblich mitentwickelt wurde aus der Supra....

wenn ich mich irre, entschuldige Ich mich!

mb100

Fortgeschrittener

Beiträge: 376

Fahrzeuge: GT86, Smart Roadster

Wohnort: Nürnberg

Beruf: Wirtschaftsjurist

Danksagungen: 41

  • Nachricht senden

585

Freitag, 13. Juli 2018, 18:35


Wenn ich mir ansehe, was sie mit dem Lexus LC auf die Straße gebracht haben, dann muss sich eher die Konkurrenz fragen, was sie falsch machen. Für 100.000 Euro ist der vergleichsweise günstig für das, was da geboten wird. Ein Aston Martin kostet das Doppelte und bietet auch nicht mehr. Außer es wurde mittlerweile die geeichte Imagewaage erfunden...


Stimmt schon irgendwo. Und ja, ich find Lexus auch toll. Würd mich dennoch für den Aston entscheiden.

Die Frage stellt sich aber auch, wie viel Handarbeit im Lexus steckt - und wie viel die Roboter übernehmen. Wie das Fließband abläuft. Und wie es dazu im Vergleich zu Aston Martin aussieht.

Ich hatte Mitte Juni die Gelegenheit, das Ferrari-Werk zu besichtigen. Also u.a. die Motorenfertigung, die Produktionsstraße. Was da von Hand gefertigt wird, wie viele Leute tatsächlich an den einzelnen Stationen stehen und schrauben, ... - faszinierend. Wenn ich da an die Fertigung bei BMW in Regensburg denk... gefühlt standen in Maranello mehr Leute an einer Station (von knapp 60 im Fall der Achtzylinder afair) als in Regensburg an der gesamten Fertigungsstraße.
(Ok, ja, übertrieben...)

Dann ist es natürlich auch so, dass Lexus ein viel größeres F+E-Budget zur Verfügung hat. Oder auch: wenn wir einen Yaris kaufen, finanzieren wir damit die Lexus-Entwicklung mit.
Signaturen sind überflüssig, verschwenden Speicherplatz, machen Arbeit und kosten Geld

Cillian

Fortgeschrittener

Beiträge: 339

Wohnort: CO

Beruf: Veranstaltungstechniker

Danksagungen: 7

  • Nachricht senden

586

Freitag, 13. Juli 2018, 20:23

Es stimmt ja auch nicht, dass Toyota keine Sportwagenkompetenz mehr hat. Die verkaufen die aber unter dem Lexus-Label, weil man damit viel mehr Kohle verdient.
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass Lexus gar keinen Sportwagen im Programm hat, sondern nur verdammt gute sportliche GrandTourer.

katty262

Meister

Beiträge: 2 111

Fahrzeuge: Subaru BRZ, Subaru Impreza STW, Subaru Impreza RS, Subaru R 1S

Wohnort: Düsseldorf

Beruf: Privatier

Danksagungen: 1056

  • Nachricht senden

587

Montag, 16. Juli 2018, 08:01

Ich denke aber auf jeden Fall wird BMW froh um den Partner Toyota sein. Der Letzte Z4 wurde in ermangelung an Nachfrage deutlich früher eingestellt als geplant. Mit dem Kunden Toyota im Rücken ist die Planung für BMW sicherlich einfacher und betriebswirtschaftlich "saver".
:whistling: Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems (M.Gorbatschow)