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martin

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Dienstag, 5. Juni 2018, 21:06

Stahlflexbremsschlauch geplatzt

Mir ist letzte Woche während des Abbremsvorgangs von 120 auf 50km/h auf der Landstraße der linke vordere Stahlflexbremsschlauch der Firma Goodrigde geplatzt. Das Bremspedal hatte nach einem Knall keinen Bremsdruck mehr. Gott sei Dank lies es die geradliniege Streckenführung an dem Ortseingang genug Platz zu, dass ich nach zweimaligem Durchtreten des Bremspedals und keinerlei Bremswirkung das Auto durch betätigen der Motorbremse und Handbremse in eine 500m entfernte Parkbucht sicher abstellen und ersteinmal durchatmen konnte.
Während des Wartens auf den Abschlepper habe ich noch folgendes Video gemacht:




Hier die beiden vorderen ausgebauten Schläuche:

Der anderen Seite wäre wohl in naher Zukunft das selbe passiert. Bremsschläuche waren ziemlich genau 3 Jahre alt und wurden damals von einer Toyota Fachwerkstatt eingebaut. Die alten Schläuche hatten zusätzlich noch eine schwarze Kunststoffummantelung, wobei ich mich bei den neuen bewusst dagegen entschieden habe. Alleine um mögliche zukünftige Defekte eventuell früher erkennen zu können. Dies war bei der schwarzen Ummantelung im eingebauten Zustand nicht so einfach.


Sehr interessant ist auch, dass die "neuen" Stahlflexbremsschläuche von Goodrigde eine längere Tulle (siehe Befestigung am Stoßdämpfergehäuse) als die "alten" haben. Womit wohl auch der Biegeradius weicher ausfallen wird.



Ist dies womöglich schon die mögliche Ursache meines Defektes gewesen? Gibt es solche Defekte auch bei anderen Herstellern?
Wie sehen denn eure Stahlflexbremsleitungen mit der Zeit aus?

Moerserlex

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Dienstag, 5. Juni 2018, 21:24

Ich hab im Lexus Goodridge-Leitungen gefahren, dürften so um die 8 Jahre gewesen sein. Außer den korrodierten Anschlüssen (angeblich Edelstahl) aber nichts negatives dazu. Wahrscheinlich ist bei Dir die Kombination Fahrwerk/Tieferlegung und evtl anders positionierter Haltepunkt der Leitung der Knackpunkt. Genau da wird die nächste Leitung auch knicken, die Teflonleitung ist nicht so flexibel wie Gummi.
Ohne Überzug wird es wahrscheinlich noch schneller zum Bruch kommen. Leg die Leitung auf jeden Fall anders.
Du wirst auch ohne Überzug nicht erkennen können wann es soweit ist, die Teflonseele im Stahlgeflecht platzt durch die Knickstelle, das Geflecht wird bis dahin unauffällig sein.

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martin (11.06.2018)

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Mittwoch, 6. Juni 2018, 08:01

Gut dass dir nix passiert ist und das du abgebrüht genug reagiert hast.

So einen Ausfall bei Stahlflex hab ich noch nie erlebt, meine Erfahrung bezieht sich aber auch auf Motorräder.

Allerdings hatten die von mir verbauten Stahlfexleitungen in den Montageanleitungen Mindestbiegeradien vorgegben, die bei der Eintragung auch kontrolliert wurden.
Auf deinem letzten Bild sieht das schon recht eng aus mit den Radien, das müsste für eine Stahlflexleitung schon sehr stressig sein.
Wenn die erste Leitung auch so stark geknickt war, dann wunderts mich nur, dass sie so lange gehalten hat.
Ausserdem sieht die neue Leitung aus, als hätte sie eine Verdrehspannung.
Die Moppedleitungen hatten einen Anschluss verdrehbar, um die Spannung rauszukriegen. Bei unserer Leitung nicht notwendig, weil die
Überwurfmutter zur Bremsleitung beliebig positioniert werden kann.

Mein Lösungsansatz:
Zwischen Bremssattel und Halter am Federbein findet keine Bewegung statt.
Hier kann man die Leitung auf dem kurzen Weg ohne Verdrehung verlegen.

Vom Halter zum Anschluss der Bremsleitung sollte ein möglichst grosser Bogen OHNE VERDREHUNG gelegt werden.
Dafür muss wahrscheinlich der Anschluss nochmal gelöst werden, um die Spannung rauszukriegen.

So wies jetzt aussieht sehe ich die Gefahr dass sich der Defekt wiederholt.

Mach was Carsten
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denn geradeaus kann jeder :D


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Montag, 11. Juni 2018, 17:43

Danke euch zwei für eure Antworten.
Ich habe jetzt mal Carsten sein Tipp beherzigt, das klingt für mich im Nachherein auch ganz plausibel. :thumbup:
So nun in Ordnung?

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Dienstag, 12. Juni 2018, 08:21

Moin Martin,
habe mal etwas recherchiert und bin auf folgendes gestossen:

die serienmässige Verlegung der Bremsleitung geht vom Sattel nach OBEN, von oben durch die Tülle
und dann in einem Bogen zum Leitungsanschluss an der Karosserie.

Dadurch hat die Leitung deutlich weniger Bögen mit grösseren Biegeradien.

Hier mal beinem FRS, hab auf die Schnelle kein europäisches Modell gefunden:

https://c-5uwzmx78pmca09x24abibqkx2emlx2…iom_$/$/$/$/$/$

MFG Carsten
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Dienstag, 12. Juni 2018, 09:20

101% is not overdriving the car.

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