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#project86

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Mittwoch, 28. März 2018, 11:44

Semislicks an der VA zum Driften auch bei bewässerter Fahrbahn?

Hallo zusammen,

da ich direkt nichts zu dem Thema gefunden habe: sind Semislicks (Federal 595 RSR) an der VA auch bei nasser Fahrbahn zum Driften tauglich? Habe schon bei zwei freien Drift-Events teilgenommen und möchte in Zukunft häufiger daran teilnehmen, dabei gibt es ja immer wieder Events wo die Fahrbahn bewässert wird. Ich will jedoch keine Semis kaufen wenn ich dafür dann nochmal extra Reifen brauche, den zusätzlichen Grip bei Trockenevents würde ich dennoch gerne testen (noch nie mit Semis gefahren).

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Mittwoch, 28. März 2018, 12:37

Je weniger Wasser verdrängt wird desto eher rutscht die Kiste vorne über die Achse. Das Problem hätte ich letztes Jahr beim Training mit sehr abgefahrenen Reifen

GT86

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Mittwoch, 28. März 2018, 12:39

Also wenn Du rundum mit Semis fährst, wirst Du langsamer sein, es wird aber gehen. Von einer Mischbereifung mit Sportreifen vorne und Straßenreifen hinten würde ich abraten. Damit konterst Du Dich im schlimmsten Fall geradeaus in die Wand.

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Mittwoch, 28. März 2018, 13:10

Hinten bin ich bis jetzt von Falken die Winterreifen gefahren (genaue Bezeichnung fällt mir grade nicht ein) und Billigreifen von Faralong (30€ das Stück), haben beide gut funktioniert (die 2 Jahre alten Winterreifen haben sogar ein komplettes Driftwochenende gehalten mit 14 runs á 30min bevor sie tot waren) und werd ich auch weiter so benutzen, mir geht es hier nur um die VA. Jeder Semi ist ja auch in bisschen anders, und der Federal 595 RSR soll ja anscheinend mehr in Richtung UHP als Vollslick gehen als andere Reifen und dementsprechend noch ganz ordentliche Nasseigenschaften bieten.

Horror

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Mittwoch, 28. März 2018, 14:30

Der 595 RS-R wird von vielen als Semi-Slick bezeichnet, er ist von Federal aber als UHP eingestuft.

... und dementsprechend noch ganz ordentliche Nasseigenschaften bieten.
Er hat in der Tat ganz ordentliche Nasseigenschaften.
"Ganz ordentlich" ist aber nicht gerade Super ...

Wenn man weiß, wo die Grenzen des Reifen sind, kann man auch im Regen relativ flott fahren.
Er ist im Regen aber definitiv schlechter als die meisten UHP-Reifen.


Dein Vorhaben sollte aber durchaus möglich sein.

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Mittwoch, 28. März 2018, 14:43

Alles klar, und vielen Dank für die Antwort. Ich denke dann werd ich die Federals auch einfach mal ausprobieren, bei 80€ das Stück kann man ja eigentlich auch nicht allzuviel falsch machen.

apeX

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Mittwoch, 28. März 2018, 14:58

Ich war jetzt schon auf 4 Driftevents Events mit 595 RSR, teils nasser Asphalt, teils trocken, teils Gleitflächen.... Niemals hat der Reifen ein Problem dargestellt. Wenn ich natürlich nur noch 2mm profil habe und auch über 80 km/h UND stehendem Wasser Driften möchte, kann es natürlich grenzwertig werden

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Mittwoch, 28. März 2018, 15:01

Von mir gibt es ein ganz klares NEIN.

Federal und Driften auf nasser Bahn passt so gar nicht zusammen. Die RSR können bei feuchter Strecke zwar recht guten Grip aufbauen, aber nur wenn man sie halbwegs auf Temperatur bekommt. Das ist beim freien Driften auf bewässerter Bahn so nie und nimmer gegeben.

Setup zum (nass) Driften: Vorn Straßenreifen mit gutem Nassgrip, ggf. sogar Winterreifen, hinten etwas mit gutem Profil und wenig Grip: Atlas, Linglong oder Wanli (also alles, was beim ADAC-Test Note 6 bekommt). Wahlweise gehen auch paar original Rutschlins auf der Hinterachse.
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Mittwoch, 28. März 2018, 15:54

Oder du machst die "harte Nummer" Federales rundum!

Da wirst du schnell ( und Zwangsläufig) richtig gut beim "Scandinavian Flick" a la Anpendeln, also schon vor der Kurve
in der Gegenrichtung quer und im Kurveneingang umsetzen.

Oder das Thema Anpendeln mit Reinbremsen, also Heck leicht und dann " Schnick Schnack"

So wird man schnell zum Drifthelden!

Disclaimer: auch wenn diese Dinge manchmal bei mir klappen, wärs mir für einen derartig langen Event zu mühsam
und bei Rennstreckenspeed und nahen Leitplanken auch zu gefährlich.
Bis diese Dinge sauber klappen wirst du nämlich mindestens zweimal ganz furchtbar peinlich geradeausrutschen.
Und da wäre dann besser mal gaaaanz viel Platz :P

Unterm Strich würde ich dann auch die Federales vorne und ( irgendwelche) Rutschelinis hinten nutzen.
Solange der Asphalt halbwegs warm ( über ^10°C) sollte das eigentlich klappen.

Ansonsten wie immer erstmal vorsichtig mit viel Auslauf ausprobieren, besonders wenn du diese speziellen Reifen an diesem Ort noch nicht probiert hast.

Viel Spass Carsten.
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Mittwoch, 28. März 2018, 16:23

Da wirst du schnell ( und Zwangsläufig) richtig gut beim "Scandinavian Flick" a la Anpendeln, also schon vor der Kurve
in der Gegenrichtung quer und im Kurveneingang umsetzen.


Das bedingt aber zumindest soviel Grip (auf der VA), dass man mit dynamischer Achslastverschiebung genug Druck auf die Vorderachse bekommt, bevor sie anfängt zu rutschen. Und das ist bei unter 15° und bewässerter Piste schonmal nicht sicher - je nach Gundgriffigkeit des Asphalts.

Erinnere dich mal 2 oder 3 Jahre zurück. Weilerswist. Strömender Regen. 11°C. Mein GT mit Federals rundum. Copperhead am Steuer. Da war nix mit FlickFlack.

Klar ... IRGENDWIE geht es zu driften ... aber nach IRGENDWIE war ja nicht gefragt. Soll ja auch Spaß machen und nicht frustrierend im Lenkrad rütteln.
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Mittwoch, 28. März 2018, 19:52

Ich hatte das doch kühler in Erinnerung.

Na ja, einigen wir uns auf folgendes:

Die Variablen sind doch gewaltig, es kommt auf den Versuch an.

Nicht zuletzt können sich von einer DOT zur nächsten die Reifen verändern.
Praxisbeispiel:


Mein letzter Satz RE070 (DOT XX14)war kalt und nass fürchterlich, ich bin öfter im zweiten Gang angefahren.
Der aktuelle Satz mit 16er DOT geht bei allem ,was nicht Schnee und Eis ist richtig gut, auch bei 3°C und Nässe.

MFG Carsten
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Montag, 9. April 2018, 12:42

Von einer Mischbereifung mit Sportreifen vorne und Straßenreifen hinten würde ich abraten. Damit konterst Du Dich im schlimmsten Fall geradeaus in die Wand.
@GT86, der Aspekt würde mich sehr interessieren, was für konkrete Erfahrungen hast du gemacht?
@3Liter: Du bist ja auch schon mit 225er-UHP vorne und OEMs-hinten gedriftet, wie war das bei dir?
Auf einem Event habe ich mehrere GT86 mit 225er vorne und OEM-hinten gesehen, da gab es keine Konter-Probleme. Für den nächsten Event plane ich 215er-Pilot Super Sport vorne (7 mm, 2,4 bar) und OEM-hinten (3 mm, 3,5 bar) zu fahren.
Bild: © V. Winkels |www.fotofinessa.de

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Montag, 9. April 2018, 13:04

Ich fahre regelmäßig am Wachauring.
Wenn kein Wasser steht und ein wenig Wärme in die Reifen kommen kann gehen auch Semis, allgemein so viel wie möglich Grip an der Vorderachse und so viel Grip wie gewünscht hinten.

Grip vorne = Kontrolle, Grip hinten = Geschwindigkeit

Die OEMs hinten halten im Feuchten fast ewig, wenn es schnell wird zerbröseln sie aber auch.

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Montag, 9. April 2018, 13:23

Ich fahre regelmäßig am Wachauring.
Wenn kein Wasser steht und ein wenig Wärme in die Reifen kommen kann gehen auch Semis, allgemein so viel wie möglich Grip an der Vorderachse und so viel Grip wie gewünscht hinten.

Grip vorne = Kontrolle, Grip hinten = Geschwindigkeit

Die OEMs hinten halten im Feuchten fast ewig, wenn es schnell wird zerbröseln sie aber auch.


Das deckt sich zu 100% mit meiner Erfahrung / Beobachtung (in dem Fall recht häufig am Sachsenring).

Das A und O ist der Grip auf der Vorderachse. Ohne den wird es nichts mit Driften (wir reden ja nicht vom stupiden Poweroversteer / Powerslide). Wenn der VA-Grip stimmt, kann man den Grip hinten anpassen: Je höher der Grip an der HA, desto höher ist die Driftgeschwindigkeit (und desto höher ist die zum Drift halten benötigte Leistung). Im übrigen fliegt man - im Falle des Misslingens* - auch weiter. Je niedriger, das Griplevel hinten, desto langsamer wird die Driftgeschwindigkeit.

@Tidah:
UHP, ja. Aber nichts semislickähnliches. Hatte vorn zum Driften bisher Hankook S1EVo2 oder Dunlop Sportmaxx drauf. Demnächst sind es dann Michelin PS4 (von denen ich nach den ersten Kilometern auf der Straße noch mehr Nassgrip erwarte). Das ganze in Verbindung mit OEM Holzreifen auf der HA und ordentlich Druck. Halten bei bewässerter Piste sehr gut. Ansonsten hatte ich noch die Variante Winderreifen rundum - bei minus 9°C keine schlechte Idee :)

Allgemein ist es bei bewässerter Piste relativ wichtig, dass man Reifen mit einem guten Restprofil hat (auch wenn man auf der Hinterachse die billigen China-No-Grip-Reifen verbaut), damit man nicht ins Aquplaning kommt. Ab da wird es fast unkontrollierbar.

*und das passiert speziell an schwierigen Stellen öfter als man zunächst meint
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »3liter« (9. April 2018, 13:30)


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Tidah (09.04.2018)

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