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chireb

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Montag, 4. Dezember 2017, 11:56

Aus dem Gruselkabinett

Der letzte Motorschaden eines Kunden wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit durch eine defekte Direkteinspitzdüse bzw. deren Dichtung hervorgerufen.
Es ist ja bekannt, dass bei Fahrzeugen mit altem Softwarestand durch Druckspitzen, die bei bestimmten Betriebszuständen im Brennraum enstehen können, die Dichtungen wegfliegen, was zu starken Fehlzündungen führt.
Schaltet man den Motor rechtzeitig ab, ist nur eine neue Dichtung fällig.
Fährt man weiter, kann das zum kapitalen Schaden führen.
In diesem Fall ist der Motorblock jetzt Schrott. Den kann man nicht mehr instandsetzen. Am Flansch ist nicht nur die Laufbuchse, sondern auch das Alu des Blockes weggefressen.
Wenn man das durch Planen beheben wollte, hätte man einen Kolbenüberstand. Na gut, mit Riesenaufwand neu ausbuchsen wäre theoretisch möglich, aber sehr teuer und unwirtschaftlich und für einen AT-Motor abzulehnen.

Der Zylinderkopf hat auch etwas abbekommen. Das lässt sich durch Aufschweißen instandsetzen und der Kopf wäre für einen Rennmotor zu verwenden. Bei dem wird eh´der Brennraum und die Flanschfläche bearbeitet....

Hier die Bilder:


"Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit, die Lehrfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit, das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis, das Eigentum oder das Asylrecht zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte...." Art 18 GG

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Suicide Jockey (04.12.2017), simdiem (07.12.2017)

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Montag, 4. Dezember 2017, 12:19

Danke, Erich, interessante Bilder! Es zeigt mir mal wieder, dass eine gewisse Schwerhörigkeit/Ignoranz aus kleinen Ursachen wirklich ruckzuck große Folgen generieren kann.

Würde man denn bei wegfliegender Dichtung mehr als nur Fehlzündungen spüren (Geräusche, etc.)? Leider geht bei sowas vermutlich eher nicht die CEL/MKL an.

Wir sind vor Jahrzehnten mal mit einer Uralt-Schleuder eines Bekannten mit einer rausgeschossenen Zündkerze auf drei Pötten nach Hause gefahren (kam nicht mehr drauf an, da das Auto am folgenden Montag zum Verwerter sollte) und das Pfeifen und Knallen konnte Tote aufwecken ... :whistling:
Grüße aus Soest
Frank
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Montag, 4. Dezember 2017, 13:01

Das Geräusch hört sich im Endstadium so an, als würde man mit dem Hammer aufs Getriebe kloppen oder es würde die Achse wegfliegen.
Wie eine Fehlzündung hört es sich jedenfalls nicht an, da sucht der Freundliche sich schon mal einen Wolf, wenn ihm die Erfahrung fehlt.
Die Motorkontrollleuchte geht in jedem Fall sehr frühzeitig an.
Das muss man schon sehr hartnäckig ignorieren, um einen solchen Schaden zu verursachen.

Bei meinem Motor war damals auch die Dichtung komplett weg, am Motor aber noch nichts zu sehen.
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Montag, 4. Dezember 2017, 13:50

Es ist ja bekannt, dass bei Fahrzeugen mit altem Softwarestand durch Druckspitzen, die bei bestimmten Betriebszuständen im Brennraum enstehen können, die Dichtungen wegfliegen, was zu starken Fehlzündungen führt.


Wurde das mit dem Software-Update behoben, dass auch den schwankenden Leerlauf beheben soll?
Oder anders gefragt, wie kann ich prüfen, ob das schon eingespielt wurde?
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Montag, 4. Dezember 2017, 14:45

Mit ZA1JA01G wurde das Problem behoben, danach habe wir zumindest keine Probleme mehr festgestellt.

Der oben genannte Motor wies denselben Produktionsfehler auf, den wir schon häufig feststellen mussten und den ich hier schon einmal angesprochen hatte: es wurde erheblich zu viel Dichtungsmittel beim Einsetzen der Kopfdichtungen (und auch an anderen Stellen) aufgetragen. Dadurch waren die Ölkanäle zum Zylinderkopf und auch der Rücklaufkanal zum Teil verschlossen!
Möglicher Schaden: Dichtungsmittel löst sich ab und gerät in die Lager zur Nockenwelle und in die Ölkanäle der Schlepphebel-Widerlager, was zu Folgeschäden führt.
Bei diesem Motor ist reichlich Dichtmasse durch den Rücklauf in die Ölwanne geraten und angesaugt worden. Auf dem Bild sieht man, dass schon lange Fäden gezogen wurden, die im Sieb hängengeblieben sind.
Hinter dem Sieb kommt die Ölpumpe, die das dann häckselt und zum Ölfilter liefert, der weiteren Schaden verhindert. Hier dürfte deshalb kein Schaden enstehen, sieht nur schei...e aus.

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Donnerstag, 7. Dezember 2017, 21:40

Danke Erich für deine Aufklärung und deine Mühe!! :thumbup:

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Freitag, 8. Dezember 2017, 06:58

Wieso ist es ein "Produktionsfehler" wenn der Anwender zuviel Dichtmittel in/an den Motor packt?
Ist es dann auch ein Produktionsfehler wenn ich Diesel in den Toyobaru kippe und der Motor dann stirbt?
Ich verstehe nicht den Sinn von Busspuren. Wieso müssen ärmere Leute schneller zum Ziel kommen als ich?"
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Freitag, 8. Dezember 2017, 07:13

Ich denke, dass ist ein Produktionsfehler, weil das bei der Produktion des Fahrzeugs passiert. Klar macht das ein Mensch falsch, egal ob er jetzt das Dichtzeug mit Hand aufträgt oder eine Maschine programmiert, die den Senf aus der Tube drückt. Aber es ist vor Auslieferung und Verkauf passiert, im Werk. Daher Produktionsfehler.

Korrigiert mich, wenn ich falsch liege :rolleyes:
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Freitag, 8. Dezember 2017, 08:16

Mit dem Produktionsstart des EE Motors (Diesel) im Jahre 2006/2007 (das war der erste Subaru Boxer mit Flüssigdichtungen) hatte Subaru in der Tat das ein oder andere Dichtmassenproblem. Das wurde aber Final schon 2008 im Werk gelöst. Subaru hat in D betreffenden Kunden kostenlos die Kompletten Motoren getauscht (auch wenn noch gar kein Schaden vorhanden war).

Beim FB und FA Motor war das schon lange kein Thema mehr. Diese Dichtmassenreste stammen fast immer von Abdichtversuchen von Dreieecksplatten oder wenn die Kopf Deckel runter waren und der Monteur sich nicht so mit der Subaru Materie auskennt.

Wenn die Dichtungen der Direkteinspritzdüsen kollabieren geht die MKL an. Nur wer jetzt noch gnadenlos viele KM weiter durch die gegend Bolzt, produziert solche Schäden. Das geschieht aber nur bei Usern, denen noch das Softwareupdate im Kopf fehlt. Subaru hat bei den BRZ das Problem nicht mit Softwareupdates sondern mit dem Tausch der betreffenden Komponenten gelöst (Baujahre 2012/2013)
:whistling: Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems (M.Gorbatschow)

chireb

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Freitag, 8. Dezember 2017, 09:40

Auch hier weicht die Theorie von Praxis ab.
Bis auf einen Motor waren sämtliche Motoren, die wir hier geöffnet haben, noch nie auseinander.
Bei fast allen haben wir festgestellt, dass zuviel Dichtmasse an den Kopfdichtungen ab Werk aufgebracht war. Bei dem schon vorher einmal (von einem Subaru-Händler) geöffneten Motor war es korrekt gemacht worden.
Auf die Aussagen des Herstellers gebe ich nix. Ist logisch, dass die sich so äussern, wer würde etwas anderes erwarten.
Ich glaube das, was ich sehe und nicht das, was ich glauben soll.
Das gilt für alle Bereiche des Lebens.
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Freitag, 8. Dezember 2017, 10:06

Könnte man bei so einem Schaden es mit diesen Laufbuchsen versuchen?

Oder sind die nix?
http://www.darton-international.com/mid_06.html

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Freitag, 8. Dezember 2017, 11:24

...Bei fast allen haben wir festgestellt, dass zuviel Dichtmasse an den Kopfdichtungen ab Werk aufgebracht war. ...


Ernst gemeinte Frage: Heißt das nun, dass jeder sicherheitshalber die Deckel mal demontieren lassen sollte um dadurch verursachte Folgeschäden vorzubeugen?

Ich meine, das liest sich schon noch einem nicht ganz unerheblichen Risiko, was sich verringern lässt.
Gruß Christian


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Freitag, 8. Dezember 2017, 12:16

*popcornhol* 8)
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Freitag, 8. Dezember 2017, 13:09

Wenn die Dichtungen der Direkteinspritzdüsen kollabieren geht die MKL an. Nur wer jetzt noch gnadenlos viele KM weiter durch die gegend Bolzt, produziert solche Schäden. Das geschieht aber nur bei Usern, denen noch das Softwareupdate im Kopf fehlt. Subaru hat bei den BRZ das Problem nicht mit Softwareupdates sondern mit dem Tausch der betreffenden Komponenten gelöst (Baujahre 2012/2013)


Welche Komponenten sollten denn getauscht werden? Ich kenne nur das SW-Update.
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Freitag, 8. Dezember 2017, 13:44

Die Dichtkegel für die Einspritzdüsen wurden bei betreffenden Fahrzeugen gegen eine beständigere Variante ausgetauscht. Es ist seit 2014 nur noch diese verbesserte Variante bei Subaru bestellbar.

Mein Tip: (den ich vor einer ganze Zeit schon mal veröffentlicht habe) Wenn an einem GT86 / BRZ klar erkennbar ist das die Dreiecksplatte abgedichtet wurde (z.B. durch reichlich Dichtmassenüberstand nach aussen hin, am besten noch mit dem Finger geglättet), vor Fahrzeugkauf Ölwanne abschrauben. Hier gab es auch schon Beiträge im Motorschaden Thread, wo genau das die Ursache war. Wurde aber hier erstmal als "Konstruktiver Fehler in der Ölversorgung" von einigen Experten dargestellt. Etwas (gleichmäßiger) Dichtmassenüberstand ist aber unkritisch und völlig normal und bei jedem Hersteller vorhanden. Hier in D gibt es bei Subaru keinerlei Auffälligkeiten mit "Dichtmittelüberschuss" beim FA 20. Seit dem EE Boxer Dilemma hat man da hier ein Auge drauf.
:whistling: Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems (M.Gorbatschow)

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Freitag, 8. Dezember 2017, 13:44

ich meine, das liest sich schon noch einem nicht ganz unerheblichen Risiko, was sich verringern lässt.

Für mich liesst sich das so, dass man bei optischen (Kontrolleuchten) oder aktustischen (unklare Geräuschveränderungen beim Betrieb) Warnsignalen nicht einfach weiterfahren sollte, sondern sich zeitnah um Klärung bemühen sollte. Das sagt einem aber i.d.R. auch der gesunde Menschenverstand. ;)
3 : 3 ;)

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Freitag, 8. Dezember 2017, 13:57

Ach was...
Da stand bisher kein Wort, dass bei verstopften Ölkanälen Geräusche entstehen. Ich kann die Ausiwkrungen solcher Dichtmittelreste nicht einschätzen, daher auch die vielleicht dämliche Frage :P

Und zur Sicherheit: ich beziehe mich ausschließlich auf die Thematik mit der Dichtmasse :!:
Gruß Christian

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Freitag, 8. Dezember 2017, 14:45

Könnte man bei so einem Schaden es mit diesen Laufbuchsen versuchen?

Oder sind die nix?
http://www.darton-international.com/mid_06.html


Man könnte den Block sicher ausbuchsen. Das ist aber wirtschaftlich nicht sinnvoll außer bei einer kräftigen Hubraumerhöhung.
Das ist aber nicht unser Thema und deshalb lassen wir die Finger davon.

Dichtmassenüberschuss ist in den meisten Fällen kein Problen, wenn z.B. Gehäusehälften zusammengefügt werden und auch nicht an der berühmten Dreiecksplatte.
Bei FA20 sind die Gehäuseteile sogar so konstruiert, dass ein gewisser Dichtmittelüberschuss erwünscht ist (Foto). Nur nicht an Ölkanälen, wenn die teilweise zugemacht werden und erst recht nicht an der Druckseite.
Immer schön differenzieren und nicht verallgemeinern!

Es gibt keinen Grund, rein präservativ ;) einen Motor zu öffnen, um mal nachzusehen.
Um die Fotos der Folgeschäden komplett zu machen hier auch das Bild vom Kolben.



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Freitag, 8. Dezember 2017, 14:52

ich meine, das liest sich schon noch einem nicht ganz unerheblichen Risiko, was sich verringern lässt.

Für mich liesst sich das so, dass man bei optischen (Kontrolleuchten) oder aktustischen (unklare Geräuschveränderungen beim Betrieb) Warnsignalen nicht einfach weiterfahren sollte, sondern sich zeitnah um Klärung bemühen sollte. Das sagt einem aber i.d.R. auch der gesunde Menschenverstand. ;)

Wenn du die Darstellungen in den Strängen über Motorschäden kennst, dann weißt du auch, dass es da teilweise um nötige Reaktionszeiten ging die dem Fahrer keine Chance ließen. Da waren einige bei nach dem Motto Hören- Ausrollenlassen-Kernschmelze-Stehenbleiben. (meine Ausdruckweise)

Waren aber angesichts von einigen Tausend Fahrzeugen in D so wenige, dass man nicht sagen kann ab Werk wurde immer (heißt: bei allen) zu viel Zeug rauf gemacht.
Die Aussage von chireb gilt anders rum: Bei (fast)allen bei denen es auftrat, war zuviel.

Aber mal so gesagt: Freiwillige vor und Statistik erstellen. Halt mal öffnen, nachschauen, klügerwerden, zuschrauben. Wer Zeit und Lust hat im Winter und beim Zuschrauben nicht zuviel Dichtmasse rauftut...

Noch etwas Spekulation für die Popcornesser, damit die Tüte sicher leer wird: vielleicht hatte ja ein Dosierroboter an einem Tag mal ne Macke und alle Motoren von dieser Schicht betrifft es? Oder ein Arbeiter hat beim Montieren der Düse Mist gebaut oder es lag die falsche Düse bereit und erst nach soundso vielen Exemplaren wurde...???
Und die ein zwei Dutzend Fahrzeuge verteilen sich auf ganz Westeuropa?
"Der BRZ ist ein Auto, dass es nicht nötig hat, aller Welt zu verkünden, wie gut es ist."

BRandenburger Zweitürer mit Automatik zum Wohlfühlen. - Wozu gibt es viertürige Autos?

Wegen des Genitivs heißt es WEGEN DES - nicht(!) "wegen dem" .

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Freitag, 8. Dezember 2017, 14:58

Alles klar, danke für die Info :D
Präservativewollte ich und werde ich nicht am Auto anwenden :whistling:

Waren aber angesichts von einigen Tausend Fahrzeugen in D so wenige, dass man nicht sagen kann ab Werk wurde immer (heißt: bei allen) zu viel Zeug rauf gemacht.
Die Aussage von chireb gilt anders rum: Bei (fast)allen bei denen es auftrat, war zuviel.


So habe ich die Aussage gar nicht betrachtet, aber klingt weit stimmiger als meine erste Interpretation. Besten Dank für die Aufklärung!
Gruß Christian