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Dr.Frexx

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Samstag, 29. Juli 2017, 15:00

Die ersten 7000km war das Auto ein Vorführwagen beim Autohaus, was im Nachhinein nicht ganz schlau War, so wie die getreten werden...


Das is wie Kaffeesatzlesen, wer da Schuld ist/ war. Ich hatte auch nen Vorführer mit knapp 15'000 km gekauft und habe den Wagen dann selbst 100'000 km gefahren bevor ich das Facelift gekauft habe.

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Küstenjunge (30.07.2017)

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Samstag, 29. Juli 2017, 18:25

Ähm, OK. Da ichs selbst nicht prüfen kann sag ich mal das ist so. In dem Fall:

Wo umd für wie viel bekomme ich dein Schwallblech, chiereb? :|

Das ist ja echt ein Ding! Also ohne Schwallblech in dem Fahrzeug mit der Motorbauart wär ja ein echt starkes Stück...

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103

Sonntag, 30. Juli 2017, 09:11

Moment mal. Wollt ihr mir sagen das der FA20 original kein Schwallblech hat?! ?(
Schau mal in das Handbuch auf Seite 20, Punkt 1.5.2.

Wobei ein Serienfahrzeug mit Sicherheit nicht an die G-Kräfte kommt die im Rennen erreicht werden. :rolleyes:
Ich möchte wie mein Opa im Schlaf sterben und
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満月-86

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Sonntag, 30. Juli 2017, 09:20

Der FA 20 hat ein Schwallblech unterhalb der Zwischenplatte zwischen Ölwanne und Motor. Bei den FA 20 im Forester und Co. ist das Schwallblech (in der Ölwanne, da die Wanne selber bei den Fahrzeugen ca. 6 cm tiefer ist. Als nicht Wettbewerbsfahrzeug wirst Du es mit korrektem Ölstand niemals schaffen Luft an zu saugen (ist nicht möglich sondern nur Panikmache, bzw. Verkaufshilfe). Bei Ölstand Max. ist Ölwanne komplett gefüllt, da kann nichts "die Wand hoch schwappen" Die Zwischenplatte ragt rundum als Steg in die Ölwanne und in der Mitte sitzt das Schwallblech, da schwappt nichts (es sei denn du fährst mit min. Ölstand in den Slalomparkur.

Beispiel; NBR 24 h BRZ Einsatz des Team "Alles auf Horst". Moor stock ohne irgendwelche Schwallbleche, keine Probleme.

Tipp: Bei kaltem Motor (über nacht gestanden z.B.) darf der Ölstand am Peilstab ca. 1 cm über der Max. Markierung stehen. Warm gemessen (z.B. beim Tankstopp) steht der dann auf Max. Die anderen Subi Modelle hatten immer für den Max. stand 2 Markierungen (kalt und Warm), beim FB und FA 20 wurde das geändert da Kunden damit etas "vierirritiert" waren.
:whistling: Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems (M.Gorbatschow)

chireb

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105

Sonntag, 30. Juli 2017, 09:31

Sammelantwort aus dem Urlaub:
Der Schaden war der ganz normale Pleuellagerschaden auf Zyl. 1.
Wer die Kerzen falsch eingeschraubt hat, weiß ich natürlich nicht. Da die Zündspulen aber gut nach Masse isolieren, haben sie vermutlich trotzdem normal gearbeitet.
Die hatten nichts mit dem Schaden zu tun, aber nochmal würde ich sie nicht mehr reinschrauben.

Schwallblech: TMG hat wohl dieselben Ergebnisse bei der Ursachenforschung der offiziell nicht, aber trotzdem vorhandenen Lagerschäden wie ich auch.
Und dann haben wir auch dieselben Maßnahmen getroffen, um sie zu verhindern.
Ich weiß nicht, ob sie noch ein Detail der Ölversorgung verändern, wie wir es in unseren Motoren mittlerweile tun.
Sicher ist aber, dass ALLE Cup-Motoren, die nach TMG zur Revision kommen, mit dem Schwallblech ausgerüstet werden.
Interessant: Die 2017er Cup- Fahrzeuge bekommen alle meinen kurzen 6. Gang.
Den hatten sie sich vor 2 Jahren über Ring Racing besorgt, getestet und für passend gehalten.
Anschließend rief ein Ingenieur von TMG bei mir an, hatte noch ein paar Fragen. Na ja, und jetzt ist er da Standard.

Grundsätzlich mal: Wer den GT nur ganz normal fährt, nicht oft extreme Bremsungen hinlegt oder maximale Querbeschleunigungen fährt, der wird seltener oder gar nicht das Lagerproblem bekommen.
Wer gerne im Grenzbereich unterwegs ist, der muss nicht unbedingt immer auch einen Schaden provozieren, die Chancen steigen aber stark.
Deshalb bauen wir es jetzt standardmäßig immer ein, ob es gebraucht wird oder nicht.
Eine Garantie auf Lagerschadenfreiheit ein Motorenleben lang hat man aber trotzdem nicht. Es spielen zu viele Faktoren eine Rolle und zwei davon stellen wir ab.

@ Katty: du solltest vielleicht mal eine FA20 richtig im Original anschauen und nicht nur auf Bildern, dann merkst du ganz schnell, dass du hier auf dem Holzweg bist! Deine Aussagen stimmen einfach nicht. TMG hat es erkannt und ändert das sicher nicht aus Langeweile!
"Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit, die Lehrfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit, das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis, das Eigentum oder das Asylrecht zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte...." Art 18 GG

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Sonntag, 30. Juli 2017, 10:04

@Nullahnung: Damit wäre meine Annahme quasi bestätigit.
Wenn das ein Teil ist was TMG verbaut wird es in der "Straßenversion" ja offenbar nicht vorhanden sein. Zumindest nicht in der Form. Habe schon verstanden das da irgendetwas ist, entsprechend der verlinkten Bilder, bei denen ich nur davon ausgehen kann das sie einen FA20, lediglich mit demontierter Ölwanne zeigen. Wäre mir aber auch zu wenig.

Ich habe mit Boxern keine Erfahrung, aber auch bei den R4s die ich bis dato beackert habe wäre mir das zu wenig gewesen. Erwartungshaltung wäre bei mir auch das der Boxer bauartbedingt noch mehr auf ein gutes Schwallblech angewiesen ist als ein üblicher R4.

Es geht auch sogut wie nie um den Extremfall das "Luft angesaugt" wird. Sowas kommt nach meiner Erfahrung fast nie vor. Und selbst wenn, dann nur so kurz das es einen ordentlich aufgebauten Motor nicht gleich aus dem Rennen nimmt. Viel viel gefährlicher (und trügerischer) ist das schaumig schlagen des Öls wenn es zB mit der Kurbelwelle in Kontakt kommt. Das führt dazu das Blasen ins Öl gelangen und durch die (beim 0W20 sicher nicht ganz so extrem gegebene, aber trotzdem vorliegende) deutlich höheren viskosität von Öl im vergleich zu Wasser dort relativ lang "stehen" bleiben können.
Diese Blasen werden von der Ölpumpe mit angesaugt, auch wenn zB die Kurvenfahrt schon längst beendet ist. Und deswegen ist dieser Effekt auch so gefährlich, denn er wirkt sich auch während volllast Phasen aus. (Vergleich dazu meine Anmerkung zu chirebs Theorie einige Posts eher) Es ist daher essentiell das Ölreservoir in der Ölwanne von den beweglichen Teilen, inbesondere der schnell rotierenden Kurbelwelle, fern zu halten. Und das ist nach meiner Einschätzung beim Boxer vergleichsweise schwieriger als beim R4, da hier auch Kolben und Pleuel mit als potentielle "Ölschläger" aufgezählt werden müssen, wenn ich da keine völlig falsche Vorstellung habe.

(Kluge Menschen haben wegen dieses Problems für extreme Härtefälle unter anderem auch den Trockensumpf erfunden.)

@chireb: Auch wenn ich das Schwallblech als essentiell sehe und es bei sportlich eingesetzten Fahrzeugen nach meiner Einschätzung tatsächlich einen entscheidenden Anteil an auftretenden Schäden haben könnte, glaube ich dennoch nicht das dies allein diese "Serie" von Lagerschäden verursachen kann. Da haben die Einsatzbedingungen einen zu individuellen Einfluss. Würde mich natürlich interessieren was eure zweite Maßnahme ist. Grundlegend vermute ich aber einen weiteren Hintergrund in Richtung Druckverlust. Entweder durch zu großen Schmierspalt, was aber nach deinen eigenen Aussagen eher weniger der Fall zu sein scheint, oder durch eine Leckage im Ölversorgungssystem, wie zB undicht werdende oder heraus fallende Blindstopfen in Galleriebohrungen oder ähnlichem. Das wäre zumindest wonach ich suchen würde.

@katty: Ich bin zwar kein regelmäßiger Besucher von Rennstrecken, muss aber zu meiner Schande gestehen das ich mein Fahrzeug dennoch sehr häufig in derartigen Grenzbereichen bewege.
Den Ölstand versuche ich auch immer zwischen 3/4 und max zu halten. Deine Erklärung mit dem absichtlichen "Überfüllen" ist mir aber neu. Eigentlich kenne ich es so das eine Überfüllung eher schädlich als hilfreich ist. (Siehe oben: Schaumschlägerei wird wahrschrinlicher)

Ebenso ist meine Erfahrung (an anderen Fahrzeugen) das eine Überfüllung um 1cm am Stab eine erheblich größere Ölmenge erfordert als vom Hersteller vorgegeben, da Ölwannen häufig so gebaut sind (nicht unbedingt absichtlich) das am oder kurz nach dem max Punkt eine erhebliche zunahme des Querschnitt vorliegt.

Aber wie gesagt, keine Ahnung was beim Boxer da alles anders ist oder wie anders die Japaner ticken. Ich werde deinem Vorschlag aber mal mit Recherchen nachgehen...

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Sonntag, 30. Juli 2017, 10:10

Du meinst so richtig in echt, so mit Öligen Fingern und so :-))))))







igitt :-))))
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Sonntag, 30. Juli 2017, 10:16

Das "Schaumschlagen" wird durch einen Ölbypass an der Pumpe wirkungsvoll verhindert. Habe leider kein Foto von Subaru Ölpeilstäben (wer Fotografiert so was :-))) auf denen Du beide max. Markierungen sehen kannst. Denke ich beim nächsten mal dran.

Für den Rennmotorsport ist so ein Blech bestimmt nicht verkehrt, dann über die Distanz "verbraucht ein Motor" auch gut Öl. Bei halber Füllung muss das aber immer noch 100% betriebssicher funktionieren. Ich bin da eher selten 500 Km nonstop im Racemodus auf dem Track unterwegs :-))). Bei "Alles auf Horst" sind wir ohne ausgekommen. Aber erlaubt ist natürlich alles was spass macht.
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Sonntag, 30. Juli 2017, 10:21

Schaumschlagen verhindern durch Ölbypass? Du meinst damit das angesaugte Blasen abgeschieden werden, richtig? Denn das die Pumpe das Ereignis an sich verhindern soll kann ich mir grad nicht vorstellen...

Naja, egal. Ich seh schon wo das hin führt. Ich werde wohl die Lösung wie die verrückten Amerikaner wählen müssen wenn ich ernsthaft Leistungssteigerung betreiben möchte und einfach einen rusikalen Achtender einquetschen. :thumbsup:

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Sonntag, 30. Juli 2017, 11:54

@Nullahnung: Damit wäre meine Annahme quasi bestätigit.
In soweit dass das Teil nicht in der Serie verbaut ist, ja. Ob die von Dir daraus gezogenen Schlussfolgerungen zutreffend sind steht auf einem anderen Blatt. Ich durfte mir zwar auch schon zerlegte FA20 ansehen :rolleyes: und ich halte den Verbau in der Rennserie eher als eine Vorsichtsmaßnahme, aber da bin ich ebenso unwissend wie alle hier. Muss halt jeder selber seine Schlüsse ziehen.

Btw.. Oft ist zu lesen das der Toyobaru im Grenzbereich bewegt wird. Ich unterstelle jetzt einmal das es in diesem Zusammenhang um den Grenzbereich des Motors geht, nicht um die des Fahrzeugs als solches. Mir stellt sich immer wieder die Frage nach der Notwendigkeit dieses zu tun. Wenn ich vom Beifahrersitz aus Personen beobachten durfte die so ein Auto auf professionellen Niveau bewegen können, dann hat keiner die Karre dermaßen geprügelt. Die waren so fix unterwegs wie ich es mir nicht vorstellen kann hinzubekommen und die haben nicht einmal ausgedreht.
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Sonntag, 30. Juli 2017, 17:35

Seit ich denken kann, werden im Motorsport bei Motoren mit Nasssumpfeschmierung zusätzlich Schwallbleche in die Ölwanne montiert. Dient der Prävention im Falle des Falles während eines Rennens (gerade im Ralley Einsatz, -meterweise Sprünge, Überschlag, etc.)). Grundsätzlich ist es völlig okay, das jeder sein Fahrzeug verindividualisieren möcht, aber glaube mir, nach 230.000 gebauten FA 20 Sauger für den BRZ/86 hat Subaru auch bei der aktuellsten Generation im FL Modell keinerlei Veranlassung gehabt da etwas zu ändern, da es nicht ein einzigen bekannten Fall bei Subaru gibt, aufgrund dessen es im NICHT Wettbewerbseinsatz, jemals zu einem Schaden gekommen ist. Die FB Motoren haben zusätzliche Schwallbleche in der Ölwanne weil das neudeutsch "SUV" sind die auch als solche outdoor eingesetzt werden können.

Subaru Boxer sind in einigen Details gänzlich anders konstruiert als die Motoren der anderen Hersteller. Die KW Entlüftung ist in Subaru Boxern z.B. anders Konstruiert, da bei Boxern Bauartbedingt die Ölrückführung vom Kopf in die Wanne eine Besonderheit ist (mangels Gefälle wie bei einem Reihenmotor) . Da werden gezielt Über und Unterdrücke im Motor aufgebaut die für einen Rücktransport sorgen. Das Vorhandene Schwallblech in dem Zwischenstück zwischen Ölwanne und Motor schirmt die Kurbelwelle vom Ölreservoar ab. Erst wenn Du 2-3 Ltr. zusätzlich rein kippst und das Öl einen Füllstand erreicht hat wo es ca. 4 cm oberhalb der Platte liegt ist es Möglich das die KW mit dem Öl in Kontakt kommt. Der Bypass in dem Ölpumpengehäuse hat eine gleichzeitig entlüftende Funktion und erzeugt einen konstanten Überdruck in der Ölwanne damit die Ansaugung und ein konstanter Level gewährleistet ist. Ein Motorenkonstrukteur des FA 20 mit dem ich mal ein nettes Gespräch führen durfte hat mir erklärt, das Subaru hier auf die 3 Jahrzehnte lange Erfahrung aus dem Umbau der EA und EJ Motoren für den Einsatz in Sportflugzeugmotoren zurück gegriffen hat. Die Motoren können stunden lang über Kopf betrieben werden ohne das Luft angesaugt wird und haben eine Zulassung als Flugmotor. (Achtung, bitte den BRZ/GT 86 bitte nicht über Kopf betreiben :-) Da die meisten gar nicht wissen wie das geraffel aus sieht sondern nur mit dem logischen Gedanken "beim bremsen schwappt das Öl die Wand hoch" sich das ganze vorstellen können, mal folgende Abbildung.



Das Blech (links oben) verschließt die Öffnung (mit Spalten rund um damit überschüssigen Öl auch zurück in die Wanne fliessen kann) zur Ölwanne hin. Wie im Bild ersichtlich ist die Öffnung in der Zwischenplatte kleiner als die Wanne selbst. Deshalb kann da kein Öl mal eben "Hochschwanppen" sondern lediglich durch diverse kleine Öffnungen (die Zwischenplatte ist ein ziemlich zerklüftetes Bauteil) durch kommen. Die Platte separiert auch auch die Ölwanne zur Kurbelwelle. Im Bild ist jetzt die Tiefe Wanne des Forester XT Abgebildet, der Rest ist soweit identisch ausser die Anschlusstücke für den Kreislaufanschluss des Turboladers.

Da die Branche das liefert was Kunden haben möchten, gibt es von Zig Herstellern solche Platten für alle Möglichen Motoren. Wie gesagt im Wettbewerbseinsatz völlig legitim, aber im Serieneinsatz technisch nicht erforderlich. Aber, erlaubt ist was Spass macht (die Aufkleber auf meinem Auto ergeben auch keinen Sinn, ich mag sie aber :-)))) und wer sich mit so einer Platte besser fühlt -kaufen).

Zur Lagerschalen Verunsicherung: Die Lagerschalen sind extrem Robust in den Subaru Boxern. Tim schrick ist unter Vollast mehre Sekunden ohne jeden Öldruck unterwegs gewesen, Alles Auf Horst sogar "langsam" ohne jeden Öldruck noch eine ganze Strecke gefahren. Die Lagerschalen waren nach der Tortur angegriffen hatten aber noch keinen Schaden. Für den nächsten Wettbewerb natürlich gewechselt. Turbomotoren im BRZ/86 haben auch nach zig tausend Kilometer keine Probleme mit Lagerschalen (obwohl die für diese Belastung gar nicht ausgelegt sind).

Die meisten mir bekannten Schäden haben Ihren Ursprung in der Abmagerung des Zylinder 1 durch defekte Dichtungen der Direkteinspritzdüsen oder der Düse selbst. Durch das abmagernde Gemisch wird der Zylinder zu heiß und der Reibungswiderstand zwischen Zylinder und Kolben steigt deutlich, das killt das Pleuellager auf der Kurbelwelle und es kommt zum Bruch.

Zum Öl überfüllen. Die ca. ein Zentimeter über der Vorhandenen Max. Markierung ist keine "Überfüllung" (macht ca. 300 ml aus) sondern normal. Seit 1971 bis etwas 2010 hatten die Peilstäbe bei Subaru immer 2 Markierungen für die Max Marke (kalt und Warm) . Nach dem Abstellen des Motors dauert es nämlich deutlich länger bis alles Öl wieder in der Wanne ist (weil es ein Boxer Motor ist). Da offensichtlich zu viele Kunden mit 2 Markierungen überfordert waren, gibt es nur noch eine Markierung. Diese liegt ca. mittig zwischen der früheren Kalt/Warm Markierung. Probiert es mal aus. Kalt nach einem Tag Standzeit auf Maximum wirst Du beim Messen während des Tanken (warm) feststellen das Du unterhalb der max. Marke stehst. Ja, es wäre vielleicht schlauer gewesen Subaru hätte die "Kalt" Markierung genommen. Die Ingenieure haben sich offensichtlich gedacht "Öl wird beim Tanken eher kontrolliert als vor Fahrtantritt.

In diesem Sinne bin jetzt auch verurlaubt.
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Sonntag, 30. Juli 2017, 17:54

Das mit den Dichtungen der Direkteinspritzung habe ich auch schonmal gehört, aber wie wahrscheinlich ist es, dass es immer die Dichtung bei Zylinder 1 ist?

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Sonntag, 30. Juli 2017, 18:55

genauso wahrscheinlich wie die Zündspule an Zylinder 1. Also nach Track Einsatz immer eine ausreichende Kühlrunde fahren, bei Stau auf der Strecke oder in der Ausfahrt die Heizung auf Max und die Klima an (Kühlwasser runterkühlen und die Klima Lüfter durchlüften den Motorrad. Nach Abstellen des Fahrzeuges, Haube auf und schon leben Zündspulen und Dichtungen an den Düsen deutlich länger.
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Sonntag, 30. Juli 2017, 19:08

Hey katty! Toller Beitrag mal wieder!!!

@fookinfast: Das wiederum ist tatsache eine Folge von äußerer Temperatureinwirkung auf den Zylinder 1. Die DI Ventile sitzen "relativ weit außen" und da spielen dann die verschiedenen Temperaturbereiche innerhalb des Motorraumes schon eine Rolle. Bei mir war es auch die Nummer 1 die Popkorn-Maschine gespielt hat.

EDIT: Mist, katty, du warst schon wieder schneller... :rolleyes: :P

@Nullahnung: Wenn ich von Einsatz im Grenzbereih spreche meine ich damit zwar AUCH, aber ganz sicher nicht NUR das der Motor im hohen Drehzahlbereich bewegt wird. Ansonsten wäre mir das auch kaum peinlich es hier zu schreiben. Es ist ja in D vielerorts legitim seinen Motor bis zum bitteren Ende auszudrehen und das macht glaube ich jeder zweite. Was weniger sozial anerkannt ist, ist ein Fahrzeug auf öffentlicher Straße um die Kurven zu werfen. Aber so sehr ich weiß das es falsch ist mache ich es trotzdem. Sicher nicht in der Stadt im Feierabendverkehr und nicht auf unbekannter Strecke, aber dennoch oft genug.

@katty: Deine Ausführungen (Abmagerung und in der Folge Überhitzung) bestätigen insofern meine erste Einschätzung ungefähr 4 Seiten weiter vorn was den Motorschaden von fookinfast betrifft. Von daher sind wir uns denke ich einig, wobei ich hier denke das ich in Folge der Tatsache das ich den FA20 bzw Boxer kaum kenne eher weniger der Experte bin und das gern euch überlasse. Weiterhin bleibe ich dabei, das ich mich ohne den Motor live gesehen zu haben, auf kein endgültiges Urteil festlegen wöllte.

Was das Schwallblech angeht bin ich aber dennoch der Meinung, das man das bei einem Fahrzuagkonzept wie dem FT86, hätte von vorn herein machen können. Es wird, da sind wir uns auch einig, einen Grund haben warum bei den Rennversionen das Blech eingebaut wird und der 86 ist ein Wagen der Wert auf seinen sportlichen Ursprung legt. Auch wenn vllt nur 20% der gebauten 86er jemals in solche Bereiche kommen ist das doch ein weit höherer Prozentsatz als bei einem Golf4 GTI. Und der hat auch ein sinnvolles Schwallblech.

Zudem, ich denke bei einer Sache bin ich durchaus der Experte, nämlich was die Frage angeht wie mein 86er bewegt wird. Und da bin ich mir ziemlich sicher, das wenn das Schwallblech eine gute Idee für einen 86er im Renneinsatz ist, es auch eine gute Idee für meinen wäre...

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Sonntag, 30. Juli 2017, 19:43

Es ist schon witzig, dass die Ursache des Schadens am Motor von fookinfast hier bekanntgegeben wird, ohne den Motor überhaupt vollständig gesehen zu haben.
ICH habe den Motor zerlegt und auch einem befreundeten Spezialisten gezeigt.
Es gibt KEINE Anzeichen einer Abmagerung und die Einspritzdüsen zeigen keine veränderten Dichtungen.
Es ist eindeutig ein Schaden, der auf Öldruckmangen zurückzuführen ist, da sind wir uns beide einig.
Ansonsten: es darf jeder glauben, was er möchte. Glauben heisst: nicht wissen.
Ich weiss, vovon ich schreibe.
Demnächst gibt es ein kleines Video, das zeigt, wie sich Flüssigkeiten in der Ölwanne des FA20 verhalten.
Mal sehen, wann der erste auf die Idee kommt, dass es vielleicht eine Aninmation ist....
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Sonntag, 30. Juli 2017, 20:09

Durch das abmagernde Gemisch wird der Zylinder zu heiß und der Reibungswiderstand zwischen Zylinder und Kolben steigt deutlich, das killt das Pleuellager auf der Kurbelwelle und es kommt zum Bruch.

Mit Verlaub, ich halte diese Begründung für zumindest ungewöhnlich.
Gruß aus dem Bergischen Land
Andreas

Wenn in meiner persönlichen Beziehung zum GT überhaupt ein Mangel besteht, dann ist es ein Mangel an Fahrkunst, Mut und Unvernunft, der allein dem Fahrer anzulasten ist.

"Christian schnall Di o, weil jez foar i eana hi, dass's all die Lizenz abgebn." W. Röhrl in Arganil

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Sonntag, 30. Juli 2017, 21:35

Sind nicht auch Modelle ohne Direkteinspritzung von den Lagerschäden betroffen?

Wenn der Motor so durchdacht ist dass er stundenlang auf dem Kopf betrieben werden kann warum baut der Hersteller denn dann für den Rennsport oder "SUV" trotzdem Schwallbleche rein? Ist doch überflüssig und kostet Geld.

Ist es auch ein Tipp des Herstellers, Heizung anmachen und Haube beim Parken auf damit die Zündspulen nicht andauernd verrecken?
Natürlich führt das Wärme ab, aber das kann doch nicht ernsthaft bei einem Serienfahrzeug nötig sein, zumal ja sooo viel Erfahrung mit dem Motortyp da wäre. Ich habe die Story gelesen warum gerade diese Spulen verwendet wurden. Mal sehen ob mein 2016er auch Mal dran ist, die sollen ja angeblich viel robuster sein.

Anders als die meisten Subaru, die zurecht einen hohen Standard und Zuverlässigkeit aufweisen, scheint nur leider bei unserem Schätzchen einiges aufzutreten was nicht sein sollte. Scheint wohl mit viel Kosteneinsparung gebaut zu sein, wenn ich den Qualitatsvergleich mit anderen Subaru ziehe.

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Sonntag, 30. Juli 2017, 21:40

Mit verlaub, egal ob nun zutreffend oder nicht, aber definitiv nicht ungewöhnlich. Gleich garnicht bei veränderten Motoren...

Nochmal, ich habe den Motor nicht gesehen. Allerdings war mein erster Eindruck auch das es sich dort von oben nach unten (vom Kolben zur KW) entwickelt hat und nicht umgekehrt. Bei den anderen Schadensbildern die chireb zeigt will ich der Lagerschaden (oder, wenn man so will, Ölmangel-Thematik) auch gar nicht wiedersprechen. Auch bei dem Motor von fookinfast kann und will ich das nicht endgültig, nur erscheint mir hier der kausale Zusammenhang nicht zu stimmen. Aber da kann ich mich täuschen.

Ist aber Ende egal. Wichtig ist eigentlich nur das man die Ursache heraus findet und vorbeugen kann. Dafür ist ja ein Forum da. Offenbar hatte ich mit Öldruck ja auch nach chierebs letzter Aussage den Finger auf der richtigen Stelle. (Auch wenn genau der fraglich Motor hier für mich nicht 100% ins Bild passt.) Aber solange chireb uns nicht an seinem Wissen teilhaben lassen will was den die Ursache für den Öldruck-Einbruch ist (umd ich sehe hier definitiv nicht allein das Schwallblech, das spielt eine Rolle, kann aber meiner Meinung nicht der Hauptdarsteller sein) können wir alle nur fahren bis der Schaden auftritt und dann selbst suchen... :S

@Morserlex: Meine Meinung: Der Krebsschaden beim FA20 ist die relative hohe Einmischung von Toyota. Nicht das ich konkrete Beweise hätte, aber viele Köche verderben den Brei...

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Sonntag, 30. Juli 2017, 21:55

@Moerserlex:

ich weiss da deine Erfahrung nicht, aber wenn ich in nem Fahrerlager nen FA 20 Sauger sehe, steckt der nie in einem Förster.

Die Försterfahrer, die ich bis jetzt gesehen habe, haben halt ein völlig anderes Fahrprofil.

Deshalb halte ich den Schluss, das ausgerechnet beim Toyobaru FA20 gespart/geschlampt wurde, statistisch für bedenklich.

Ansonsten finde ich diese technische Diskussion sehr interessant, bitte weiter mit Fakten füttern :D

MFG Carsten
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Sonntag, 30. Juli 2017, 22:18

Bei mir muss der Schaden wohl schleichend gekommen sein. Ich hatte das Öl gerade bei 85grad und habe zum ersten mal bis 5000rpm drehen wollen wo ich auch schalten wollte. Öl War immer auf max beim peilstab.

Es War zuvor nie weit über 100grad und ich bin auch nie Slalom oder kopfüber an der Decke gefahren...
Die Ursache War vllt schon einige tausend km früher... ich hatte bis dahin immer gedacht dass so ein Schaden nur auf der Autobahn passieren würde..

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