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joba1

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21

Montag, 29. Februar 2016, 20:10

Umweltfreundlichkeit ist ja schon ziemlich ausgereizt.
Wenn man da nochmal 10% findet ist es schon viel. Das hilft nicht lang.
Wäre auch gut, wenn noch etwas Öl übrig wäre wenn wir eine Alternative haben. Das kann man ja auch anderweitig gut gebrauchen.
Wenn man nur auf den Markt hofft, dann sind es am Ende nur noch ein paar teure Tröpfchen.


...im Übrigen bin ich der Meinung dass Toyota das GT86 Cabrio rausbringen muss! 8o
"...no need to drive anything else" - J.C. (signed by me)

chris_83

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22

Montag, 29. Februar 2016, 20:20

Welche Argumente sprechen deiner Meinung nach für ein E-Auto?


Die Lärmbelästigung für die Mitbürger nimmt ab. Und da Lärm leider vielfältige Krankheitsbilder verursacht werden die Sozialkassen weniger belastet. Davon hat man dann auch selbst etwas.
Außerdem kann man dann auch endlich in Ruhe im Park oder auf dem Balkon sitzen.

McDux

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23

Montag, 29. Februar 2016, 20:22

Ich hätte in der Tat interesse an einem E-2.wagen. Ein KeiCar quasi, sowas wie den Honda S600 nur mit 90ps E Motor.

Zitat

"If you see a photo of a Scion FR-S that isn't sideways, the picture is fake or the car is parked."

BRZ

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24

Montag, 29. Februar 2016, 20:22

Was spricht gegen Gas oder Bioethanol als Kraftstoff? Aus Rapsölen gewonnene Kraftstoffe könnten auch genutzt werden.
Als Softwareentwickler für Fahrzeugprüfstände würde ich behaupten dass der Verbrennungsmotor bei Fahrzeugen noch länger Bestand hat.
Die Prüfstandszyklen sind nur durch die Gesetzgebung Pro E-Motor ausgelegt. Siehe NEFZ Verbrrauch vom Porsche 918 von 3,0 l auf 100 Kilometer bei einem Supersportwagen :D
Ich denke die Quelle für den Krafstoff wird sich ändern aber das Elektroauto halte ich für eine Sackgasse. Zumindest in Ländern in denen die Energieerzeugung nicht zu einem hohem Anteil aus regenerativen Energiequellen stammt. Und da hat Deutschland schlechte Karten...
Michelin PSS 225/40, OZ Leggera HLT 8x18, KW V3 mit Stützlagern, ST Stabis, Perrin Pulley Kit+Kurbelwellenscheibe, Milltek AGA, Motiv Overpipe, Schroth Gurte, Mishimoto Ansaugung, K&N LuFi, HKS Duct, Valentis smoked, Innenraum Alcantara, Lederarmlehne, Clarion NX720E, Cusco Domstrebe und Motorstreben vorne, Laile Strebe hinten, TRD ASC, TRD DoorStabi, Grimmspeed Bremsstopper, Guerney Flap, Oil Catch Can, mehr...

BRZ

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25

Montag, 29. Februar 2016, 20:27

Welche Argumente sprechen deiner Meinung nach für ein E-Auto?


Die Lärmbelästigung für die Mitbürger nimmt ab. Und da Lärm leider vielfältige Krankheitsbilder verursacht werden die Sozialkassen weniger belastet. Davon hat man dann auch selbst etwas.
Außerdem kann man dann auch endlich in Ruhe im Park oder auf dem Balkon sitzen.


Interessanter Aspekt von jemandem, der einen völlig unnützen Sportwagen fährt und einen anderen Krümmer und eine lautere Auspuffanlage am Auto hat :D

Versteh mich nicht falsch, ich verurteile dich nicht aber da scheint mir ein kleiner Wiederspruch drin zu sein ;)
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chris_83

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26

Montag, 29. Februar 2016, 20:41



Interessanter Aspekt von jemandem, der einen völlig unnützen Sportwagen fährt und einen anderen Krümmer und eine lautere Auspuffanlage am Auto hat :D

Versteh mich nicht falsch, ich verurteile dich nicht aber da scheint mir ein kleiner Wiederspruch drin zu sein ;)


Das tue ich nicht, denn Du hast vollkommen recht. Aber seitdem sich letztes Jahr meine Lebensumstände geändert haben (der Wagen war schon da) bin ich diesbzgl. sensibel geworden.
Großstadt, Hauptverkehrsstraße und ich kann weder im Park noch auf dem Balkon sitzen ohne dass es mich nervt. Durch neue Fenster hört man die Autos (sehr viele einfach nur durch die breiten Reifen, weil die Kisten zu schwer geworden sind) und auch Motorräder bringen alles zum vibrieren, da kann man selbst in der Wohnung manchmal nicht mehr in Ruhe sitzen. Da begrüße ich jeden Tesla oder I3 die hier vorbei fahren, das ist einfach eine Wohltat. Und hier fahren davon immer einige vorbei.

Mein Wagen steht fast nur noch rum, ich habe das letzte mal Mitte Januar getankt und wenn ich morgens besser aus dem Bett kommen würde, dann wäre der Tank immer noch voll... ÖPNV dauer 10-15 Min länger, ist aberviel entspannter.

Aber trennen kann ich mich auch noch nicht vom Fahrzeug...

PS: Ich habe einen leisen ESD drunter ;)

PPS: Es wäre schön längst ein twizzy geworden, wenn ich denn eine Garage oder Stellplatz mit Strom hätte...

860

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27

Montag, 29. Februar 2016, 20:42

da scheint mir ein kleiner Wiederspruch drin zu sein

Nicht nur das, das hier genannte Geräuschargument unterschlägt sämtliche nicht vom Verbrennungsmotor erzeugten und bei jedem anders angetriebenen KFZ ebenso vorhandenen Fahrgeräusche, die bei einem typischen Autobahnschallpegel von Reifen und Aerodynamikgeräuschen dominiert werden. Selbst im Stadtverkehr kann das Motorgeräusch eines modernen mit Automatikgetriebe und Benzin-/Gasmotor ausgestatteten PKW unterhalb der Schwelle der übrigen Fahrgeräusche liegen.
Gruß aus dem Bergischen Land
Andreas

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Soobee

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28

Dienstag, 1. März 2016, 08:18

Umweltfreundlichkeit ist ja schon ziemlich ausgereizt.
Hm, sehe ich etwas anders. Was nicht vergessen werden darf: Wir leben im hardcore Kapitalismus des 21.Jahrhunderts, wo
"Wachstum" als alleinseligmachend angesehen wird. Wäre Umweltfreundlichkeit tatsächlich erklärtes Ziel von Politik und
Wirtschaft, würde es anders aussehen. Man stelle sich vor, es gäbe nur Elektrofahrzeuge. Keine Getriebeherstellung nötig,
keine Verbrennungsmotorherstellung nötig, erheblich weniger Öle in Fahrzeugen usw. Da müssten einige Betriebe dicht machen.
Da hat die Wirtschaft was dagegen und die Politik ist damit prima erpressbar: Arbeitslose. Es wird gern von Nachhaltigkeit
geschwafelt, ist aber in einem auf Wachstum ausgelegten System nicht machbar. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, dazu
gehören auch Artikel, die man Autos nennt. Das Marketing muss dafür sorgen, dass man wirklich glaubt, jedes Jahr ein neues
Handy haben zu müssen. Ist nur ein Beispiel. Solange nur die Wirtschaft bestimmt wo es lang geht, wird es umweltseitig abwärts
gehen. Obsoleszenz wird noch viel stärker in Produkte einfließen und entsprechend mehr Müll und Rohstoffverschwendung
zur Folge haben. Vor diesem Hintergrund ist die "Förderung" von E-Autos einfach nur ein Ablenkungsmanöver. Elon Musk hat die
Patente freigegeben, aber aufgegriffen werden sie so gut wie gar nicht. Es gibt Betriebe, die auch für einen großen Radius bei
Umrüstungen sorgen, werde aber medienseitig totgeschwiegen. Die hier beispielsweise: http://www.kreiselelectric.com/
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29

Dienstag, 1. März 2016, 09:37

Word!

Es gibt durchaus Alternativen zu Elektro. Es ist einige Jahre her, da habe ich einen Bericht darüber gelesen, dass es möglich war sogar einen Treibstoff aus Bioabfällen zu gewinnen. Dazu zählte unter anderem auch Sägemehl und ähnliches.
Ich glaube aber einfach, dass die Industrie an solcherlei Entwicklungen gar kein großes Interesse hat.
Es wäre ohne weiteres möglich andere Kraftstoffe am Markt zu etablieren, dies würde sich dann aber unter Umständen negativ auf andere Wirtschaftsbereiche auswirken.
Die Lobby dahinter ist groß genug da im Keim schon einen Riegel vor zu schieben.
Die Technik gäbe es schon zB jeden Haushalt beinahe autark laufen zu lassen. Natürlich kostet dies alles seinen Preis, aber rein technisch wäre es möglich. Nur kann ich mir nicht vorstellen, dass Vattenfall & Co. den Traum haben, dass der Mensch in Deutschland in 20 Jahren nur noch in Plusenergiehäusern lebt und evtl. den Strom aus den ganzen Meilern/Kraftwerken kaum noch braucht.
Viele Industriezweige leben nun einmal schlicht von der Abhängigkeit die über Jahrzehnte aufgebaut wurde.
So scheint es auch wenig verwunderlich, dass Geschäfte mit den Saudis moralisch scheinbar keinerlei Problem darstellen. Waffenlieferungen in ein Land in dem es faktisch keine Minderheitenrechte gibt, in dem auch im Jahr 2015 immer noch Leute gesteinigt werden. Dafür liefern sie eben ihr Öl. Stelle man sich mal vor, Saudi Arabien hätte kein Öl. Was würde bleiben?
Ich meine, wir leben in einer Zeit in der die Industrie ganz unverblühmt TTIP hinter verschlossenen Türen verhandeln darf und die Politik ab und an mal über die Schulter schauen darf. Mehr aber nicht. Und wehe irgendwer erzählt was weiter, dann darf niemand mehr schauen.
Wenn es also um das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit geht:
Es wird überall darüber gesprochen, wirklich durchgesetzt wird reichlich wenig.
Es wird beinahe jährlich eine neue Euro Norm für PKW's beschlossen, wirkliche Einschnitte in der Industrie gibt es kaum und solange unsere Politik ihren Kopf ganz tief im Hintern der Industrie stecken hat, wird sich daran auch nichts ändern.
Auch wenn es nichts neues ist, zeigt der Bericht auch hier mal wieder, dass unsere Volksvertreter in vielen Bereichen nur noch darauf schauen, dass die Interessen der Industrie gewahrt bleiben.


- Dir Federn in den Hintern zu stecken, macht dich noch nicht zum Huhn! ~ Tyler Durden

Soobee

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30

Dienstag, 1. März 2016, 13:47

@Kit Kat
Stümmt. Es soll sogar schon Öl/Diesel aus Plastikabfällen gewonnen worden sein. Ja, so einen Betrieb gibt es schon.
Kommt sowas in den Massenmedien? Natürlich nicht. Es gibt genug sehr einflußreiche Lobbyisten, die dafür sorgen,
dass die Masse so dumm oder so abgelenkt wie nur irgend möglich gehalten wird.
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Basti

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31

Dienstag, 1. März 2016, 21:13

Das mit der Subvention ist ein Mittel des Staates, seine Bürger in die gewünschte Richtung zu "erziehen". Möchte ein Staat etwas nicht so wird es arg besteuert.
Soviel zur Theorie.

Soobee: Schon vor 70 Jahren wurde auch schhon Benzin aus Kohlehydrierung gewonnen. Vlt. nicht effektiv, aber damals war da so ein Österreicher unterwegs der Urlaub im Osten machen wollte und Sprit braucte :whistling:
Dieser Vorgang war allerdings nicht wirtschaftlich, ist dann schnell in die obskurität gerutscht.

Elektroautos kommen mir so vor wie die Hybriden einiger deutscher Automobilkonzerne: Als technisches Showmobil da, "schau mal was wir können".
Den Flottenverbrauch senken. Grünes Image. Ein Witz.

Ich kann ein Elektroauto nicht brauchen, fahre zu große Strecken.

Strom ist ein sehr schwer zu speicherndes Medium. Große Mengen lassen sich fast nur indirekt speichern: per elekrtischer Pumpe Wasser in ein Pumpspeicherwerk in den Bergen gepumpt, bei Bedarf abgelassen und die Energie zurückgewonnen. Leider hat nicht jeder Berge und Ski fahren will man dort auch noch :)
Auch deshalb ist das mit den Batterien und Haltbarkeit eben so eine Sache.

Soobee

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32

Mittwoch, 2. März 2016, 07:41

Das mit der Subvention ist ein Mittel des Staates, seine Bürger in die gewünschte Richtung zu "erziehen". Möchte ein Staat etwas nicht so wird es arg besteuert.
Soviel zur Theorie.
Genau, THEORIE. Schaut man sich an, wer und was alles subventioniert wird. In der Regel geht es da nicht um den Bürger.
Strom ist ein sehr schwer zu speicherndes Medium. Große Mengen lassen sich fast nur indirekt speichern: per elekrtischer Pumpe Wasser in ein Pumpspeicherwerk in den Bergen gepumpt, bei Bedarf abgelassen und die Energie zurückgewonnen. Leider hat nicht jeder Berge und Ski fahren will man dort auch noch :)

Auch deshalb ist das mit den Batterien und Haltbarkeit eben so eine Sache.
Etwas heftiges Beispiel. Es ginge mehr darum, mit vielen kleinen Lösungen zu arbeiten, die in der Summe zu einer deutlichen Entlastung
sorgen. Krass ausgedrückt: Wenn möglich alle Dächer mit hocheffizienten Panels bestücken, Speicher im Keller (können z.B. Powerwalls
von Tesla sein oder von Kreisel). Viele Kleine Lösungen fügen sich zu einer Größeren zusammen. Konsequent weitergedacht, würde sich
die Abhängigkeit von Stromkonzernen erheblich reduzieren. Ist halt nicht billig.
Elektroautos kommen mir so vor wie die Hybriden einiger deutscher Automobilkonzerne: Als technisches Showmobil da, "schau mal was wir können".

Den Flottenverbrauch senken. Grünes Image. Ein Witz.
Da hast du recht, es ist ein Witz. Nicht mal ein guter. Benzinkutschen haben einen enormen Entwicklungsvorsprung, auch wenn es schon
sehr früh Elektrofahrzeuge gab. Die Weiterentwicklung wurde schon früh begraben, weil reichlich Öl/Benzin verfügbar war und die Macht
von Ölkonzernen damals/heute sehr weitreichend ist. Sie würden alles tun, die Abhängikeit so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.
Die Abhängigkeit sorgt für deren Verdienst.

Würde meinen BRZ glatt umbauen lassen, ist mir aber zu kostspielig und wird nicht subventioniert. Eine Reichweite von 500km wäre
bereits heute kein Problem. 400Nm gänzlich ohne Torque-Dip ist schon eine reizvolle Vorstellung. -Träum-
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Basti

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33

Mittwoch, 2. März 2016, 09:20

Da hast du recht, die Lobby wird es unmöglich machen hier groß voran zu kommen. Allerdings habe ich das Beispiel zur Energiespeicherung bewusst gewählt: was bereits nur mit großem Aufwand und nur durch Tricks möglich ist wird im kleinen Verbraucherbereich nicht immer einfacher. Mir würden 500km auch reichen aber wie lange bleibt ein Akku auf voller Kapazität? Das Speicherproblem hat für mich nicht nur was mit der Kapazität sondern auch mit einer langanhaltenden Kapazität zu tun von der ich erwarte das sie auch in fünf Jahren noch nahezu genau so hoch ist wie zu Anfang.
Ich kaufe mir jetzt ein Auto, fahre die Familie besuchen. In zwei Jahren holen die mich dann eventuell 20km vom Heimatort entfernt ab weil dir Batterie leer ist.
Ähm... Nö.

Ich weiß das Elektromotoren einen höheren Wirkungsgrad haben.
Da sehe ich die Zukunft. Aber wollen tue ich das nicht.
Hier bin ich mal noch so lange unvernünftig wie ich es mir erlauben kann: ich mag es, einen per kontrollierten Explosionen angetriebenen Stahlkäfig zu bewegen, mit Drehzahlband und torque dip und allem. Einen richtigen Motor der eben einfach anders ist, so wie alle anderen Motoren.
So lange es noch geht. So lange es noch genug öl gibt

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34

Mittwoch, 2. März 2016, 11:53

Konsequent weitergedacht, würde sich
die Abhängigkeit von Stromkonzernen erheblich reduzieren. Ist halt nicht billig. ...
Eine Reichweite von 500km wäre
bereits heute kein Problem. 400Nm gänzlich ohne Torque-Dip ist schon eine reizvolle Vorstellung. -Träum-


Sei mir nicht böse, aber ich will Dich mal unsanft aus Deinen Träumen reißen.
Ich fange mal mit der Unabhängigkeit von den bösen Stromkonzernen an. Du wohnst auf dem Land, dein Haus und Grundstück lassen die Installation einer großzügigen PV-Anlage zu. Du installierst eine im privaten Haushaltsbereich außergewöhnlich große PV mit 30 kW Spitzenleistung. Damit lädst Du einen Stromspeicher von 10 kWh Speicherkapazität um über die Nacht und dunkle Tage zu kommen. Dein Haushalt ist ziemlich optimiert und Du bist sparsam und benötigst 5 kWh/Tag, gekocht wird auf Gasflamme.
Jetzt gerade in dem Moment wo ich hier schreibe werden von den deutschlandweit 38,33 GW installierter PV-Anlagen 3,0 GW erzeugt. Die momentane Erzeugung entspricht 7,82 % der Installierten Leistung. Du müsstest davon ausgehen, dass Deine 30 kW-Anlage im Moment 2,3 kW Leistung bereitstellt. Wenn der Tag sich nicht plötzlich zum (viel) Besseren wendet, kann heute mit einer "Ernte" in der Größenordnung von 23 kWh gerechnet werden. Mit einer solchen Anlage wärst Du in der Lage, bei sparsamen Verbrauch zwei verregnete Dezembertage zu überstehen, ab dem 3. Tag müsstest Du auf Kerzenbeleuchtung umsteigen oder Deinen Energieverbrauch bereits ab dem ersten Tag deutlich einschränken. "Ist halt nicht billig". Wie teuer ist es denn? Nach aktuellen Erhebungen liegt der Preis für eine fertig installierte PV-Anlage bei 1680 €/kWp bei Anlagen bis 10 kW. Unter der Voraussetzung, dass die für Deinen Gebrauch geplante Anlage keine Wechselrichter für die Spitzenleistung benötigt, sondern mit ca. 20 kW Wechselrichtern auskommt, kann der Preis auf ca. 1400 €/kWp sinken. Der aktuell realistische Marktpreis für einen Energiespeicher liegt bei 1500 €/kWh. Unter günstigen Bedingungen könnte in naher Zukunft der Preis auf 1000 €/kWh sinken.
Rechnen wir mal zusammen. PV-Anlage 42000€/30 Jahre, Energiespeicher 10.000€/10 Jahre. Das macht aus heutiger Sicht 72.000 € für die private Stromversorgung eines vom Netz unabhängigen sehr sparsamen Haushalts in den nächsten 30 Jahren. 5 kWh/Tag würden sich auf 54.750 kWh summieren. Die Kosten/kWh lägen also bei 1,31 €.
Nicht berücksichtigt sind hierbei außergewöhnliche Schäden an der PV-Anlage, Ausfälle von Wechselrichtern und die eventuell anfallenden Kapitalkosten.

Ich komme nun zu der reizvollen Vorstellung der 400 Nm. Bei sparsamster Fahrweise, die das Angebot der 400 Nm möglichst niemals nutzt, muss man mit 0,15 kWh/km rechnen. Dein privater Stromspeicher hält an guten Tagen 2,5 kWh für die Übernachtung des Haushalts und 7,5 kWh für das eventuell notwendige Nachladen der Autobatterie bereit. Somit könntest Du bei sparsamster Fahrweise unter konsequentem Verzicht auf die angebotenen 400 Nm und sehr guten Ladebedingungen Deines Hausspeichers etwa 50 km Fahrstrecke laden. Falls die Gelegenheit besteht, an guten Tagen das Auto tagsüber an der eigenen Anlage aufzuladen, erhöht sich die Fahrstrecke. Man könnte nun auf den Gedanken kommen, das Auto aus dem Netz der bösen Stromversorger mit überschüssigem Wind und Solarstrom aufzuladen. Die Idee ist gut, solange die Zahl der E-Mobile überschaubar bleibt. Öffentliche Niederspannungsversorgungsnetze werden mit einem Leistungsbedarf von 1,5 - 3 kW/Wohneinheit gebaut. Wenn jeder vierte Haushalt sich ein E-mobil zulegen würde und jeder dieser Haushalte nur die für 50 km benötigten 7,5 kWh/Nacht für das Nachladen des E-Mobils benötigen würde, käme auf das für 4 Haushalte mit 6 - 12 kW Leistung ausgelegte Netz eine idealisierte Belastung von 1 kW mal 7,5h zu. Es wäre also vollkommen unproblematisch. In der Praxis ist es jedoch so, dass schon ein kleiner Renault ZOE mit 3 - 7 kW läd und damit ein Auto auf 4 Haushalte schon die verfügbare Netzleistung komplett für sich in Anspruch nimmt. Eine massenhafte Verbreitung von Elektroautos könnten die heute verfügbaren Netze nicht mit Energie versorgen.

Aus der Traum!
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Andreas

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Mittwoch, 2. März 2016, 12:32

@860
Danke dir für die erhellenden Worte Andreas! Ist - wie du auch erwähntest- ein Traum. Nehme deinen "Weckdienst" gar nicht
böse, im Gegenteil. Ich kann mich an profundem Wissen erfreuen. Konkret: Es sorgt für einen Aha-Effekt, der meinen
Horizont dank deiner Mühe erweitert. Food for thought. :)

Ein bissl Unabhägigkeit mag man anstreben,weil man als Privathaushalt deutlich mehr löhnen muss, als der Großverbraucher.
Klar, Mengenrabatt, Wettbewerbsfähigkeit usw., die üblichen Faktoren eben. Ob das fair ist, steht auf einem anderen Blatt.
Gibt auch Stilblüten: Bemüht sich ein Gewerbebetrieb, seine Stromkosten zu reduzieren und unterschreitet eine gewisse
Verbrauchsschwelle, wird er mit höheren Kosten "bestraft". Ist aber Murks seitens der Politik.
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Basti

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36

Mittwoch, 2. März 2016, 13:05

Definitiv eine sehr interessante Rechnung und auch wichtig, solche Aspekte zu betrachten. Pv Strom ist das eine, man könnte auch Windkraft privat nutzbar machen und über géothermie heizen.
Das könnte die Rechnung noch beeinflussen, steht natürlich kaum im Verhältnis zu nutzen aber wenn man wollte könnte man.

Mal was generelles: es geht um ein auf den ersten Blick saubereres Produkt das der Mobilität dienen soll. Gerade heute ist diese immer wichtiger.
Zu einem Gewinn der Mobilität führt so ein Fahrzeug aber nicht.
Dann werden die Autos teurer verkauft? Ich habe davon als einzelner keinen Nutzen, maximal imagegewinn. Allerdings würde ich denken das die meisten den nicht so dringend benötigen und am Ende ein Auto nicht so viel ausmacht.

Im Vertrieb sprechen wir dann bei den enorm höheren Preisen ohne großen Mehrwert von abwehrpreis: der Anbieter möchte nicht verkaufen.

ectabane

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37

Mittwoch, 2. März 2016, 13:19

Zitat

Rechnen wir mal zusammen. PV-Anlage 42000€/30 Jahre, Energiespeicher 10.000€/10 Jahre. Das macht aus heutiger Sicht 72.000 € für die private Stromversorgung eines vom Netz unabhängigen sehr sparsamen Haushalts in den nächsten 30 Jahren. 5 kWh/Tag würden sich auf 54.750 kWh summieren. Die Kosten/kWh lägen also bei 1,31 €.
Nicht berücksichtigt sind hierbei außergewöhnliche Schäden an der PV-Anlage, Ausfälle von Wechselrichtern und die eventuell anfallenden Kapitalkosten.


Und was macht er mit den übrigen ca.670000 kWh die er in den dreißig Jahren erzeugt ?

MfG

Lars

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38

Mittwoch, 2. März 2016, 13:43

Im Vertrieb sprechen wir dann bei den enorm höheren Preisen ohne großen Mehrwert von abwehrpreis: der Anbieter möchte nicht verkaufen.
Da du das gerade erwähnst: Hatte mich vor ein paar Jahren mit einem Ingenieur austauschen können, dem das bißchen Werbung
für den Ampera schon zuviel war. Warum? Mit jedem verkauften Ampera verlor man ca. €12.000,- :whistling:
Ging halt mehr darum zu zeigen, dass man könnte wenn es Not tut...
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Basti

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39

Mittwoch, 2. März 2016, 14:30

Siehe auch Nissan Skyline.
Allerdings machen es die deutschen cleverer:
Bauen Autos die sich nicht lohnen um auf dem Papier den flottenverbrauch senken.
Dafür fett staatshilfe einkassieren.
Die ungewünschten Autos dann so teuer machen das sie sich kaum verkaufen. Die paar die sich verkaufen können dann trotzdem ausgewertet werden was den Alltagsbetrieb angeht, Verschleiß usw.

Genial. Da sind die deutschen Hersteller wieder ganz vorn was Cleverness angeht

860

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Mittwoch, 2. März 2016, 14:43

Mein Beitrag liest sich für den Einen oder Anderen sicher so, als ob ich ein Gegner der Elektromobilität wäre, dem ist aber keinesfalls so. Mir wäre es durchaus sehr recht, wenn alle KFZ mit Elektroantrieben ausgestattet wären. Weil ich aber beruflich mit der Berechnung und Dimensionierung von Verteilnetzen zu tun habe, mache ich mir so meine Gedanken. Mal angenommen, nur alle Benzin (nicht Diesel) getriebenen KFZ würden auf Elektromobilität umgestellt und mal optimistisch bis unvernünftig angenommen, der Normverbrauch eines Tesla S könnte durch Wundertechnik von 14,8 kWh/100 km auf 7,4 kWh/100 km tatsächlichen Verbrauch gesenkt werden. Weiter angenommen, die Schnelladeleistung eines Tesla S könnte dadurch von 80 kW auf 40 kW herabgesetzt werden. So hätten wir Fahrzeuge, die in einer halben Stunde 20 kWh und damit die Fahrstrecke von 270 km nachladen könnten.
Das bundesdeutsche Tankstellennetz verkauft an 14.200 Tankstellen durchschnittlich 2,4 t Benzin / Tankstelle und Tag. Diese 2,4 t Benzin entsprechen einem Heizwert von 27.735 kWh. Unter der Voraussetzung, dass ein PKW mit Benzinmotor im Idealfall einen Wirkungsgrad von 0,4 erreicht, kommen wir auf 11.094 kWh Brennwert, der in Kilometer umgesetzt werden kann. Wollen wir nun unsere idealisierten Supersparsam-E-Mobile, denen wir eine Gesamtwirkungsgrad von 80% zugestehen mit dieser Energiemenge betanken, brauchen wir 347 Tanksäulenstunden/Tag mit einer Ladeleistung von jeweils 40 kW. Ein Tankstellenbetrieb von 18 h und eine darin (unrealistisch) absolut lückenlose Nutzung der Ladesäulen vorausgesetzt, würde die Durchschnittstankstelle 20 Ladesäulen benötigen. Der Anschlußwert einer einzigen durchschnittlichen Tankstelle würde mit 800 kW etwa 3 % der Leistung, die eine 110 kV Umspannanlage für 15.000 Einwohner bereitstellt, für sich in Anspruch nehmen. Die Situation an einer Autobahntankstelle mit dem 5 - 10-fachen Benzinumsatz einer Durchschnittstankstelle mag ich mir überhaupt nicht vorstellen.

Elektromobilität im großen Maßstab scheint eine komplexe Angelegenheit zu sein.
Gruß aus dem Bergischen Land
Andreas

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